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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rezension ~ DIGGER Hamburg

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: DIGGER Hamburg
Autor: Stephan Boden
Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Delius Klasing
Ersterscheinung: 23. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3768836703
ISBN-13: 978-3768836708
Genre: Reisebericht


 

Über den Autor

Stephan Boden, vielen besser bekannt als "Digger Hamburg" hatte ein Burnout. Kein Gewöhnliches, sondern ein Segelburnout. Nachdem der Werbefilmer nach ein paar Jahren Abstinenz wieder den Weg zurück aufs Wasser fand, ließ er Job und Alltagswahnsinn einfach stehen und segelte 4 Monate mit Hund und Freundin durch die Ostsee. Seine kleine Varianta 18 hat ihm auf dieser Tour etwas Entscheidendes beigebracht: Weniger ist mehr - auf dem Wasser und im Leben.


Inhaltsangabe/Klappentext

Warum lässt man seinen Job sausen und arbeitet lieber am Boot? Warum kann ein Segeltörn das Leben verändern? Stephan Boden entdeckt als Aussteiger das einfache Leben für sich. Nach einem erfolgreichen „Erstleben“ als Werbefilmer mit eigenem Studio und jeder Menge technischem Spielzeug mistet er aus und reduziert seine Bedürfnisse auf das Wesentliche. Sein großes Boot tauscht er gegen „Digger Hamburg“, eine 5,85 m lange Varianta 18 aus. Mit ihr tingelt Stephan Boden im Sommer 2012 vier Monate lang über die Ostsee – und fühlt sich dabei frei wie nie zuvor. Dieser Segeltörn wird sein Leben verändern. 1000 Seemeilen. Zwei Personen. Ein Hund. 18 Fuß. Die Geschichte von „Digger Hamburg“. Downsizing, kleiner segeln, einfacher leben – für Aussteiger Stefan Boden und seine Freundin ist das das wahre Leben.



Rezension/Meinung

Auch wenn ich eigentlich nicht der Typ für solche Bücher, leicht biographischer oder berichtender Art,  bin, hatte mich »DIGGER Hamburg« schon mit den ersten paar Seiten, die ich in der Leseprobe zum Buch gelesen hatte, überzeugt. Ich finde die Erklärungen des Autors einfach in so vielen Fällen so richtig und kann ihn einfach nur so gut verstehen. Immer muss alles technischer, größer und teurer werden, zumal man einfach so viel wie möglich in kürzester Zeit erreichen muss. Und dabei sind viele damit nicht einmal glücklich, weil der Mensch bleibt doch bei der ganzen Hetzerei auf der Strecke und vor allen Dingen, wie schnell man sich dann beginnt über Kleinigkeiten die Laune verderben zu lassen, denn ehrlich, wenn ich segle, wie wichtig ist dann die kaputte Waschmaschine an Bord, da sollte man doch eher einfach glücklich sein, dass der Rest gut funktioniert. Zumal, gewisse Dinge, die man früher eher als Outdoor bezeichnet hätte, kommen dem heute nicht mehr wirklich nah, wollen doch alle selbst bei solchen Sportarten, am Ende leben, als wären sie in ihren eigenen Vier-Wänden.

Alle diese Erkenntnisse, die Stephan Boden hatte, bevor er aktiv mit dem Downsizing angefangen hat, fand ich so gut beschrieben, so bildhaft und ja, für mich auch einfach so einleuchtend, dass ich das Buch einfach lesen musste und es macht einfach so viel Spaß. Auch wenn ich lange nicht mehr gesegelt bin und nicht halb so viel Erfahrungen dabei habe, wie der Autor, hatte ich keine großen Probleme ihn und die Fachsprache zu verstehen, denn viel verfällt er auch nicht in diese und der Reisebericht, über die einzelnen Etappen, wie sie auf ihn und seine Begleitungen wirkten und wie sich am Ende, einfach durch die Gegebenheiten, manche Dinge einfach irgendwie fügten, ist toll zu lesen. Wohl auch, weil ich es so schön fand, dass man daran sehen kann, wie glücklich man auch sein kann, wenn man nicht durchs Leben hetzt, mal keinen Plan hat, sondern sich einfach treiben lässt, so wie es einfach am besten passt. Und allein der Weg zu dieser Erkenntnis ist toll erzählt und macht irre Spaß beim lesen. Und, wie gesagt, ich kann so vieles einfach nachempfinden.

Und einfach nur klasse sind die begleitenden Bilder im Buch. Wen ich dabei ganz besonders in Herz geschlossen habe, ist Bordhund Polly. Die kleine Hundedame ist einfach so irre niedlich und es gibt so viele tolle Bilder mit ihr und dem Boot. Wobei, auch die weiter der Bilder von DIGGER einfach toll sind, mit dem Schiff auf dem Meer oder ähnlichem. Ganz besonders auch die, wo man manchmal die Größenverhältnisse des Bootes auch wirklich klar und deutlich erkennt. Manchmal habe ich mich zwar erst gefragt, woher sie bloß diese Bilder hatten, aber meistens kam kurz nach der Frage die Erkenntnis durch den Text.

Ein klasse Reisebericht, der einem ehrlich noch so einiges vor Augen führen kann, der toll aufbereitet ist, mit super Bildern punkten kann und auch einfach von seinem Stil her genau so geschrieben ist, dass er mir einfach super gefällt. Ich kann den Roman wirklich nur jedem empfehlen, dem die Welt heutzutage auch ein bisschen zu hektisch erscheint, der gern segelt oder auch einfach nur gern Reiseberichte mit tollen Fotos liest.


Fazit

Montag, 28. Oktober 2013

Rezension ~ Jäger des verlorenen Zeitgeists

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Jäger des verlorenen Zeitgeists
Autor: Frank Jöricke
Broschiert: 217 Seiten
Verlag: Solibro Verlag
Ersterscheinung: 4. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932927559
ISBN-13: 978-3932927553
Genre: Sachbuch / Humor



Über den Autor

Seine Tätigkeit als Werbetexter hat Frank Jöricke (*1967) aus Trier nicht geschadet. Im Gegenteil, zeichnet sich doch seine Sprache durch ihre Treffsicherheit und lebendige Fabulierkunst aus. Erweitert um den Blick des Texters, der schon von Berufs wegen immer ein genaues Sensorium für die kleinen und großen Widersprüche des Lebens haben muss, verfällt er dennoch nicht dem Zynismus oder der Verklärung. Dies ist wohl weniger der neuen Ernsthaftigkeit als dem nostalgischen Wohlwollen zu verdanken, das einen erfasst, wenn die eigene Jugend- und Adoleszenszeit langsam aber sicher zu Geschichte wird. Frank Jöricke hat sie aufgeschrieben. Mit einem Auszug aus seinem Roman "Mein liebestoller Onkel ..." zog er bis ins Finale des Poetry Slams in Trier; Jürgen von der Lippe und Ingo Naujoks gefiel der Roman so gut, dass Ingo Naujoks das Hörbuch eingelesen hat. Außerdem gilt Jöricke als der Entdecker von Guildo Horn, arbeitet nebenbei als Bad-Taste- und Ü-30-DJ, ist Ex-Fußballschiedsrichter und manischer Blutspender (75 x in 19 Jahren) − dabei sind seine Bücher alles andere als anämisch!


Inhaltsangabe/Klappentext

Leben Sie noch? Oder nostalgieren Sie schon? Wie Indiana Jones auf der Jagd nach dem heiligen Gral, ist Frank Jöricke dem Zeitgeist auf der Spur. Der Autor des erfolgreichen Debüts, "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage", jagt unser aller Lebensgefühl. Dieses Sachbuch ist eigentlich eine Fortsetzung seines Erfolgsromans mit anderen Mitteln. Wieder nimmt uns Werbetexter, Bad-Taste-Dj und Autor Frank Jöricke mit auf eine ebenso kurzweilige wie erhellende Tour durch die jüngere Populärkulturgeschichte der Bundesrepublik. Er erklärt, dass früher nicht alles besser, aber vieles anders war. Und warum Grönemeyers Frage, "Wann ist ein Mann ein Mann?", noch immer nicht beantwortet ist. Warum es die Frauen auch nicht leichter haben. Und wie es mental um die heute Dreißig-, Vierzig- und Fünfzigjährigen steht. Höchste Zeit, sich die 70er, 80er, 90er und 00er Jahre mal näher anzuschauen. Und die Gegenwart gleich mit. Denn die Welt ist ziemlich kompliziert geworden. Kaum einer blickt noch durch. Einer schon: Frank Jöricke begibt sich in den Dschungel von Vergangenheit und Gegenwart, rodet die Nostalgie und stürzt sich in die Untiefen der Popkultur. Greift, wenn es sein muss, zur Peitsche und legt mit spitzer Feder reihenweise Wahrheiten frei: Warum Michael Jackson ein Revolutionär war, warum die 80er eine Lüge sind und warum das mit der Liebe so schwierig geworden ist.


Rezension/Meinung

Für jeden, der gern mal ein wenig nostalgieren möchte, ist dieses Buch wie geschaffen, besonders auch, da zu den einzelnen Jahrzehnten, bei denen sich der Autor auf die Suche nach deren Zeitgeist macht, immer wieder auch ganz besonders die Dinge angesprochen werden, die natürlich damals in aller Munde waren und, die man zudem auch heute einfach oft noch kennt, durch diverse Shows im Fernsehen, die einem diese Zeiten näherbringen sollten etc.

Ich kann bei diesem Buch auf jeden Fall schon ganz klar sagen, dass es sich super lesen lässt, weil es einfach auf eine sehr lockere Art geschrieben ist, mit einigem an Witz, aber auch Sarkasmus und bei der ein oder anderen Sache trifft der Autor auch sehr eindeutig den Punkt, besonders dann, wenn er etwas mal ein kleines bisschen kritischer beschreibt und sich nicht rein auf eine eher beschreibende Darstellung beschränkt. Jedoch ist es einfach nicht wirklich etwas Neues, das man da beim Lesen erfährt, sonder es ist viel mehr so, dass man eigentlich nur viel bekanntes neu aufbereitet erfährt und das selbst dann schon, wenn man noch relativ jung ist. Man könnte irgendwie sagen, und das meine ich bei weitem nicht negativ, dass es sich hier um eine gute Toilettenlektüre handelt, denn aufgrund des Stils und vor allen Dingen auch der eher kurzen Kapitel und unterstützenden Bilder, kann man das in solchen, nicht arg lange andauernden Momenten sehr schön, auch eher bruchstückhaft lesen, denn selbst größere Sprünge im Zeitgeschehen stören eigentlich nicht wirklich.

Schön gemacht finde ich die Idee, dass zu den einzelnen Themen, die angesprochen werden, noch Vorschläge für weitere Hintergrundlektüre, die CDs oder Filme, die einem dieses Thema noch näher bringen könnten gemacht wird. Auf jeden Fall kommt man da schon manches Mal ein wenig ins Nostalgieren und wird sogar, ab und an, an Dinge erinnert, die man schon fast wieder vergessen hatte.

Ein ganz niedliches Buch, wenn man mal Lust zum Nostalgieren hat, ansonsten jedoch nichts Besonderes.

 

Fazit

Samstag, 26. Oktober 2013

Rezension ~ Ein Drehbuch für Götz

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ein Drehbuch für Götz
Autor: Kersten Flenter / Thorsten Nesch
Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Satyr Verlag
Ersterscheinung: 1. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981489187
ISBN-13: 978-3981489187
Genre: Humor

 

Über die Autoren

Kersten Flenter und Thorsten Nesch arbeiten seit 1993 literarisch, in den Medien und auf der Bühne miteinander. Bis dato veröffentlichten sie mehrere Romane, »Ein Drehbuch für Götz« ist ihr erster gemeinsamer Roman.

Thorsten Nesch: In Solingen geboren, von 1998-2003 in Kanada, seit 2004 in Leverkusen. Nach zahlreichen Jobs (Pizzataxifahrer, CD-Verkäufer, Pentagonmitarbeiter) wurde er Drehbuchdoktor und lebt seit 2008 ausschließlich vom Geschichtenerzähle

Kersten Flenter: Jahrgang 1966, veröffentlichte bislang 19 Bücher in Groß- und Kleinverlagen. Wenn er nicht gerade auf Lese- oder Kleinkunstbühnen steht, reist er bevorzugt nach Sardinien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine sardische Aussteigerkomödie - Urlaubslektüre. Zipps herrlich faule Tage voller Freiheit und Müßiggang auf dem Landgut zweier freakiger Exil-Berliner sind gezählt. Er verknallt sich in Angelina, attraktive Germanistikstudentin aus Genua mit nur einem Haken: Sie verlangt von ihm, seinem Leben ein Ziel zu geben. Da kommt ihm die Idee von Tabea, flippiger Enkelin seiner Gastgeber, gerade Recht: Als angehende Filmstudentin weiß sie natürlich, dass der berühmte Schauspieler Götz George ebenfalls an Sardiniens Ostküste zu Hause ist und im Grunde nur darauf wartet, von einem talentierten Nachwuchsautor sein ultimatives Alterswerk geschrieben zu bekommen. Ein Drehbuch für Götz George das verheißt nicht nur gutes Geld, sondern auch Anerkennung bei Angelina! Mit Feuereifer macht Zipp sich ans Werk, ohne zu ahnen, dass die kommende Woche sein ruhiges Leben durcheinanderwirbelt wie ein unangekündigter Tornado. Wer hätte gedacht, wie schwierig es sein würde, an den großen Schauspieler heranzukommen!


Rezension/Meinung

Wer eine Geschichte sucht, in der sich viel Skurriles, Urlaubsstimmung und natürlich durch das Skurrile auch Witz verbergen, hat mit diesem Buch auf jeden Fall nach dem richtigen Werk gegriffen und auch ein bisschen Romantik fehlt natürlich nicht.

Insgesamt ist das Buch wohl einfach ziemlich verrückt, aber auf eine sympathische Art und Weise, denn Zipp als Protagonist sorgt allein schon dafür. Nicht mehr der jüngste, eigentlich keine wirkliche Perspektive im Leben, außer das er sich in Sardinien die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, in einem Wohnwagen wohnend und einfach eher der faule Typ, soll plötzlich etwas sinnvolles in seinem Leben machen, denn sonst bekommt er die Frau, die er gern hätte, definitiv nicht ab. Und wie man hier vielleicht schon herauslesen kann, das kann nur in Fettnäpfchen, schweren und mittelschweren Katastrophen etc. enden. Und ich muss gestehen, viel anders ist es nicht. Zipp schafft es ehrlich bei fast allem, was er anstellt irgendwie etwas vollkommen anderes zu erreichen, trifft auf teilweise noch skurrilere Menschen als sich selbst und man muss oft einfach nur lachen. Und neben Zipp, der allen durch seine Verpeiltheit klasse war, mochte ich Tessa extrem gern, die mir ihrer lockeren und auch etwas sehr forschen Art, den Roman doch sehr bereichert hat.

Es ist einfach ein Buch, bei dem man viel Schmunzeln oder Lachen muss, bei dem man sich manchmal auch ehrlich fragt, wie man wohl bloß auf solche Geschichten kommt, das aber auch allein wegen Sardinien, das mit seinem genialen Wetter sofort Urlaubsstimmung aufkommen lässt und die ganzen Turbulenzen, die mit Zipps neuer Mission auftauchen, seine verrückten Ideen und auch die vielen nicht wirklich normalen, aber einfach sehr liebenswürdigen Charaktere, machen das Buch einfach zu einer super Urlaubslektüre. Zudem ist das Buch auch einfach mit dem ein oder anderen Spruch gespickt, der einfach klasse ist und was man kaum glauben kann, es hat sogar die ein oder andere ernstere Szene bzw. behandelt auch manchmal etwas ernste Themen, aber das nie so ganz ohne Happy End in diesem Bereich bzw. mit einem Lächeln dabei.

Das hier ist eindeutig ein Buch aus dem humoristischen Bereich, den ich oftmals viel zu überzogen finde, dass ich selbst richtig gern mochte, weil die Portion Humor, die es hat, genau richtig ist in meinen Augen und die Charaktere, sowie die Atmosphäre einfach genial sind. Als lustige Urlaubslektüre oder zum Wachrufen von sommerlichen Gefühlen bzw. einer sommerlichen Stimmung, nur zu empfehlen.


Fazit

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezension ~ Fuchsteufelswild

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Fuchsteufelswild
Autor: Roland Krause
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492301088
ISBN-13: 978-3492301084
Genre: Krimi
Reihe: Kommissar Sandner
Band: II

 

Über den Autor

Roland Krause wurde 1964 in Lindau geboren. Nach einigen Jahren in Nürnberg lebt und arbeitet er heute in München. Die Stadt mit all ihren heiteren, skurrilen und abgründigen Facetten menschlichen Daseins bildet auch den Hintergrund seiner Erzählungen.



Inhaltsangabe/Klappentext

Ein entspanntes Wochenende sieht anders aus: Eigentlich will Hauptkommissar Sandner sich Erholung im Ammertal gönnen, da erleidet in München der junge Toni Brandl einen tödlichen Genickbruch. Da die Eltern in Bad Kohlgrub leben, wo der Kriminaler gerade kurt, darf er ihnen die Todesnachricht übermitteln. Dabei erfährt er, dass ihr Sohn angeblich die Schuld am Freitod der jungen Anni trug. Sofort nimmt die Polizei deren Vater ins Visier, doch der Sandner hat einen ganz anderen Verdacht ...


Rezension/Meinung

Um mit diesem Roman überhaupt warm zu werden, muss man auf jeden Fall damit klar kommen, dass er doch sehr nah an der bayrischen Mundart geschrieben ist, die dann doch eine ganz andere Wirkung beim Lesen hat und eine ganz andere Atmosphäre erzeugt, als es der Fall wäre, wenn die Geschichte ganz normal in Hochdeutsch wäre.

Ansonsten passt die Geschichte aber einfach wieder super zum Sandner. Vor allen Dingen auch durch den Schreibstil, der die Charaktere in ihrer ganz eigenen Art auch einfach stimmig herausstellt. Zudem ist es auch nicht so geschrieben, dass die Geschichte oder die Charaktere irgendwie vollkommen lächerlich und albern wirken, was leider bei einigen humoristischen Regionalkrimis nah an Mundarten und auch im Allgemeinen, der Fall ist.

Was vor allen Dingen einfach Spaß macht, sind die zwei vollkommen unabhängigen Ermittlungsorte, von dem Sandner, der in seinem Urlaub gleich einmal ermitteln darf und seinem Team in der Stadt, sowie wie sie durch die Trennung vollkommen anders an den Fall herangehen. Allein dadurch erfährt das Buch so manche interessante Wendung und es ist auch einfach so, dass man nicht zu schnell weiß, wie der Fall abgelaufen sein muss und man auch gleich noch Motiv und Tathergang vor den Ermittlern sicher kennt. Zumal man so nach dem ersten Band, nicht nur den Sandner noch näher kennenlernt, sondern vor allen Dingen auch die Leute aus seinem Team, da man in diesem Teil der Erzählung viel mehr auf sie fokussiert ist. Ganz besonders auf die Wiesner, welche einen doch sehr großen Part in diesem Band hat.

Was man jedoch durch die sehr nah an den erzählenden Charakteren liegende Erzählweise in Kauf nehmen muss, ist wohl einfach, dass die Spannung eher im Detail und Kleinen liegt, da man auch einfach viel über die Persönlichkeiten im Roman erfährt und einen die Spannung nicht geradezu anspringt. Vor allen Dingen auf den ersten Seiten des Romans plätschert er eher noch ein wenig dahin. Und trotzdem hat mich die Geschichte irgendwie mitgenommen und sie ist auch noch besser als der erste Band zum Sandner, auch wenn man diesen gelesen haben sollte, wenn man das Ganze besser verstehen will.

Ein vielleicht nicht ganz gewöhnlicher Krimi, auf den man sich erstmal einlassen muss und bei dem man sich zu Beginn ruhig durchkämpfen sollte, denn dem leicht zähen Anfang wird er doch noch ziemlich gut und auch das Ende ist dann wieder sehr spannend, besonders da es Spaß macht Mitzurätseln, welcher am Ende den Mörder wirklich fassen wird, der Sandner oder doch die Wiesner?!



Fazit

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension ~ Drei Frauen im R4

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Drei Frauen im R4
Autor: Christine Weiner
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Ersterscheinung: 9. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711940
ISBN-13: 978-3547711943
Genre: Unterhaltunsliteratur


 

Über die Autorin

Christine Weiner, geboren 1960, arbeitete in Kinderheimen, als Heiratsvermittlerin und im SWR, bevor sie sich vor vielen Jahren als Coach und Beraterin in Mannheim selbständig machte. Sie ist Autorin erfolgreicher Sachbücher und derzeit als Projektleiterin für Mentoring an der Hochschule Mannheim engagiert.


Inhaltsangabe/Klappentext

Auf ihrer gemeinsamen Feier zum 50. Geburtstag bekommen die Freundinnen Trudi, Nele und Renate eine Reise geschenkt. Der Clou: Es soll das Revival ihrer Italienreise von 1981 werden. Mit einem alten R4, Latzhosen, Kassetten von Herman van Veen und einer mickrigen Reisekasse. Als die Damen dann noch Handys, iPods und Kreditkarten abgeben müssen, ist die Stimmung erst mal im Keller. Und schon über die Fahrtroute können sie sich nicht einigen. Schmerzende Hüften und kaltes Flusswasser lassen das frühere entspannte Lebensgefühl nicht aufkommen. Doch im größten Chaos rücken die Freundinnen näher zusammen.



Rezension/Meinung

Sowohl der Klappentext, als auch das Cover haben mir sofort vermittelt, dass es sich hier um einen sehr amüsanten Roman handeln würde. Und auch um einen, der sicherlich auch ein gewisses Urlaubsgefühl vermittelt, da das Buch durch seine gelbe Farbe und auch einfach die Optik der drei Frauen auf dem Cover etwas von Sommerurlaub hat.

Der Urlaub der drei Fünfzigjährigen ist zwar keiner, wie man ihn normal machen würde, aber zumindest liegt man mit der Vermutung nicht sehr falsch. Was jedoch den Punkt angeht, dass das Buch amüsant sein muss, habe ich mich dann doch auch leider noch ein wenig getäuscht. Es gibt zwar ein paar Ecken, an denen ich durchaus schmunzeln musste, aber im Großen und Ganzen plätschert die Geschichte eher ein wenig vor sich hin. Am meisten Spaß bringt dabei glatt Hund Fips mit in das Buch, den die drei auf ihrer Reise aufgabeln. Ansonsten wiederholen sich die Dinge sogar und werden dafür für mich nicht gerade unbedingt amüsanter. Ein wenig gestört hat mich wohl auch, dass vor allen Dingen junge Männer scheinbar Witz in das Buch bringen sollte, auf die die drei Damen treffen, was für mich einfach nicht richtig passte, denn selbst in einem 80er Outfit, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass eine Frau in dem Alter plötzlich so ansprechend auf die Jugend wirkt.

Ansonsten fand ich es sehr niedlich gemacht, was alles für Anekdoten und auch Klischees über die 80er aufgetaucht sind und erwähnt wurden, die einem vermutlich, wenn man in dieser Zeit 20 war, die Erinnerungen wieder in den Kopf gebracht hätten und mir selbst, die es damals noch nicht gab, die Zeit einfach näher gebracht hat. Wobei ich Trudi, Renate und Nele auch an sich sehr sympathisch dargestellt fand, auch wenn sie teilweise ein wenig seltsam waren. Vor allen Dingen auch ein bisschen ihre Art, mit dem Leben umzugehen.

Wenn man wirklich viel Witz oder gar Spannung erwartet, dann hat man mit diesem Buch eindeutig einen Fehlgriff gemacht, denn beides hat das Buch in meinen Augen nur in geringen Maßen. Jedoch ist es sehr angenehm, wenn man einfach nur entspannen will, da die Geschichte einfach an einem vorbeifließt und man nicht viel nachdenken muss, auch wenn es vielleicht mal ein bisschen ernster wird und die Marotten der 80er sind schon etwas für sich. Zudem mag ich die Idee, dass die Kapitel als Überschriften Titel von Liedern aus den 80er tragen, die meist auch sehr gut zu dem Inhalt des Kapitels passen. Das Ende ist mir nicht ganz klar geworden, muss ich gestehen, ich verstehe es zwar, aber irgendwie war es mir vielleicht ein bisschen zu abrupt.

Ein Buch, das mir wohl nicht lange im Gedächtnis haften bleiben wird, das aber an sich ganz niedlich ist, wenn auch kein großer Wurf.


Fazit

Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension ~ Tödlicher Absturz

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tödlicher Absturz
Autor:  Daniel Holbe / Andreas Franz
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426512378
ISBN-13: 978-3426512371
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: XIII 


Über die Autoren

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt in dieser Region zu übernehmen? »Als leidenschaftlicher Krimi-Leser, auch und vor allem von Andreas Franz, ist das Vollenden der Todesmelodie natürlich ein besonderes Privileg für mich«.


Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren. Nach seinem Abschluss in
Wirtschaftsenglisch und – französisch an einer Sprachenschule verdiente er sein Geld als Drummer in verschiedenen Bands. Später arbeitete er unter anderem als LKW-Fahrer und als „Mädchen für alles“ in einer Werbeagentur, im Anschluss in der Verwaltung eines größeren Konzerns. Anfang der 1990er Jahre eröffnete er sein eigenes Übersetzungsbüro. Schon in seiner Jugend schrieb Franz erste Gedichte und Kurzgeschichten. Seinen ersten Roman „Der Finger Gottes“ verfasste er bereits 1986, er fand aber über zehn Jahre lang keinen Verleger dafür. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang Andreas Franz erst mit seinem Kriminalroman „Jung, blond, tot“, der 1996 veröffentlicht wurde. Andreas Franz starb am 31.03.2011 an Herzversagen. Zuletzt lebte er in Hattersheim am Main, war verheiratet und hatte fünf Kinder.


Inhaltsangabe/Klappentext

Frankfurt, Neujahr 2011: Während man überall noch im Silvesterrausch ist, passiert, unbemerkt von allen, ein grausamer Mord: Eine junge Frau wird verprügelt, vergewaltigt, erdrosselt und schließlich in einem Müllcontainer unweit des Bankenviertels entsorgt. Erste Spuren werden sichergestellt, sogar DNA gefunden, die Ermittlungen führen hinauf in die Chefetagen einer renommierten Bank. Der Verdächtige ist stur, verweigert die Aussage und verbirgt sich hinter einer Armada von Anwälten. Schuldig? Da passiert ein zweiter Mord ...
Eine neue Herausforderung für Julia Durant und ihr Team!


Rezension/Meinung

Was man bei diesem Krimi eindeutig bedenken muss, ist die Tatsache, dass er schon der 13. Fall für die Kommissare ist und wahrscheinlich viele der Leser Julia Durant und ihr Team schon aus den vorigen Romanen kennen, so dass eigentlich zu den Protagonisten eher weniger allgemeines gesagt wird, sie daher nicht unbedingt flach wirken als Charaktere, aber man einfach merkt, dass da schon etwas vorweg existiert, in dem man wahrscheinlich noch deutlich mehr erfahren würde. Das wird auch besonders dadurch deutlich, dass es immer mal wieder Anspielungen in Richtung der Vergangenheit der Charaktere gibt, die deutlich zeigen, da war mal was.

Trotzdem findet man sich schnell in die Charaktere ein und mir gefallen Julia Durant und ihr Team doch auch sehr gut, besonders mancher amüsanter und neckischer Wortwechsel zwischen den Teammitglieder oder auch der Umgang von der Pathologin und Julia Durant untereinander, haben mir sehr gut gefallen und bringen einen einfach als Leser näher mit dem Team zusammen.

Der Mordfall an sich beginnt auch gleich sehr spannend, da man am Anfang noch eine kleine Einleitung hat und dann sofort in die Geschichte hineingeschmissen wird, denn schon sehr bald taucht die erste Leiche auf. Es ist dabei extrem interessant mitzuverfolgen, wie sich Julia Durants Team sich in die Ermittlungen stürzt, da sie ja doch auch ein sehr hochgestelltes Klientel unter den Verdächtigen hat, wie Eisner, den Chef eines großen Bank und noch weitere Männer in ähnlich hohen Positionen. Dabei ist es einfach klasse gemacht, wie diese sich immer wieder versuchen aus den Dingen herauszuwinden und aus dem Fokus der Ermittlungen zu kommen. Dabei spitzen sich jedoch die Ermittlungen in ihre Richtung immer mehr zu, was doch auch sehr spannend ist, auch wenn es manchmal ein wenig schade war, dass man als Leser doch wieder deutlich mehr schon wusste, als die Ermittler, jedoch kommt man selbst so recht schnell auf eine Theorie, wieso alles so passiert. Für mich fast ein bisschen schade, weil ich die Theorie gefühlt zu schnell hatte und sie auch noch stimmte.

Insgesamt war es leider auch so, dass das Buch doch noch ein paar Längen hatte, denn über manche Phasen hätten mir die Ermittlungen, die Ereignisse bzw. was darüber erzählt wurde, ruhig ein kleines bisschen schnell gehen dürfen, denn so flaute die Spannung dann teilweise doch relativ stark ab, was ehrlich sehr schade war. Auch wenn es dann immer wieder kleinere Wendungen gab, welche die Spannung wieder etwas verstärkt haben.

Auf jeden Fall aber ein sehr solider Krimi, mit einem nicht uninteressanten Fall, der mir grundsätzlich Spaß gemacht hat beim Lesen, auch wenn er etwas dünner vielleicht noch besser gewesen wäre. Wie er sich im Vergleich mit den anderen Durant-Teilen schlägt, weiß ich nicht, aber mir scheint, die Reihe lohnt sich für Krimifans. 


Fazit

Montag, 21. Oktober 2013

Rezension ~ Mord am Lord

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Mord am Lord
Autor: B.a. Robin
Broschiert: 264 Seiten
Verlag: Goldfinch Verlag
Ersterscheinung: September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10:
3940258296
ISBN-13:
978-3940258298 
Genre: Krimi 
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Über die Autorin

B.a. Robin pendelt regelmäßig zwischen München und Irland. Sie wurde für den Agatha-Christie-Kurzkrimipreis nominiert und schreibt Thriller, schwarze Satiren und Krimis zum Totlachen.




Inhaltsangabe/Klappentext

Eindeutig Pech - wegen einer verlorenen Wette muss Theo mit seiner Freundin Josie im verregneten England Urlaub machen und das Geburtshaus von deren Lieblings-Krimiautorin Agatha Christina Sotheby besichtigen. Doch eine falsche Abzweigung im labyrinthischen Gebäude führt die beiden mitten in den einzigen unvollendeten Roman Sothebys: „Der Tote in der Bibliothek“. Als die berühmten Detektive Miss Rutherford und Mr. Stringer sollen sie den Mord an Lord Westholm aufklären. Übrigens ist das auch die einzige Möglichkeit für die beiden, die Geschichte wieder verlassen zu können. Doch der Fall ist verzwickt und schnell kommen weitere Leichen hinzu ...


Rezension/Meinung

Ich liebe Krimis und vor allen Dingen auch die alten Krimis, a la Arthur Conan Doyle oder Agatha Christie, da damals einfach der Fokus noch ein bisschen anders lag, als es oftmals heutzutage ist, das Ermitteln noch etwas komplizierter war, da die Techniken von heute noch nicht entwickelt waren und wohl auch ein wenig, weil die Detektive von damals irgendwie eine ganz besondere Note mit sich bringen.

Genau deswegen war ich auch so gespannt auf diesen Krimi, der eine kleine Hommage an Agatha Christie sein sollte und das Beste an der ganzen Sache war, dass ich auf wirklich positiv von diesem Buch überrascht wurde, auch wenn es nicht ganz perfekt ist. Vor allen Dingen lebt das ganze Buch einfach von den beiden Protagonisten Josie und Theo, die einfach vollkommen unterschiedlich sind und damit eine Menge Spaß in den Roman bringen. Zum einen hat man die vollkommen von Krimis, England und Agatha Christie begeisterte Josie, die teilweise ein wenig zu deutlich zeigt, wie begeistert sie ist und durchaus ihre Tarnung oftmals fast auffliegen lässt, da sie doch sehr wie ein Tourist wirkt, der auf Sightseeing-Tour ist und die manches Mal mehr Temperament aufweist, als ich ihr zugetraut hätte und mich damit des Öfteren zum Schmunzeln bringen konnte. Zum anderen ist da Theo, der am liebsten in Deutschland geblieben wäre, vom Reisen und England nicht viel hält, Josies Spinnereien oftmals für lächerlich hält und sie auch einfach nicht nachvollziehen kann, der aber einfach durch sein grummliges Wesen und dadurch, dass er aber doch irgendwie sehr nett ist, Josie doch ziemlich gut ergänzt, auch wenn die beiden wohl besser nicht erwägen sollten, wirklich als Detektive zu arbeiten. Aber sie haben mir auf jeden Fall so einige amüsante Momente beschert und auch die Charaktere, auf die sie im Lauf des Mordfalls treffen, sind einfach sehr gelungen, so dass man sich diesen urtypischen, aristokratischen englischen Haushalt einfach nur zu bildlich vorstellen kann und manche Macke ist einfach nur herrlich!

Und die Autorin schafft es auch, wenn dabei mit so einigen kleinen Punkten Humor, einen sehr in die Zeit der Romane von Agatha Christie zu versetzen, so dass es einfach mächtig Spaß macht mit zu ermitteln, was diese Romane einfach immer so besonders für mich gemacht hat, denn bei diesen alten Werken der Kriminalliteratur hat man auch einfach noch diese besondere Chance dabei, denn dass einem der Mörder einfach so verraten wird, ohne das auch Tathergang und Motiv sofort von den Ermittelnden erkannt werden, muss man hier nie erwarten.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig war für mich, dass Agatha Christie von Josie immer, Agatha Christina Sotheby genannt wird, was zwar im Roman, richtig ist, mich aber irgendwie verwirrt hat. Außerdem war das Ende ein ganz kleines bisschen seltsam, da es für mich etwas abrupt wirkte und nicht ganz rund und ich mir nicht ganz sicher war, ob die Auflösung so wirklich die richtige war oder vielleicht auch doch nicht, da diese doch nicht so ganz klar gestaltet wurde, wie ich es mir gewünscht hätte.

Ansonsten ist es aber ein sehr spaßiger und einfach für Fans von alten Krimis, spannender Roman, der ein auch ein paar kleine Spitzen gegen die Krimis von damals aufweist, aber einfach so toll gemacht ist, bis auf ein paar Kleinigkeiten, dass es enormen Spaß macht ihn zu lesen und ich ihm jedem Fan dieser alten Detektivkrimis nur empfehlen kann, der auch ein wenig Spaß versteht!



Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »goldfinch«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.


Samstag, 19. Oktober 2013

Rezension ~ Teufelsherz

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Teufelsherz
Autor: Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch)
Ersterscheinung: 16. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3843210438
ISBN-13: 978-3843210430
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Teufel-Reihe 
Band: I


Über die Autorin

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.



Inhaltsangabe/Klappentext

Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Jedoch nur auf Probe. Um sie vor Gefahren zu warnen, dringt er daher immer wieder in ihr Unterbewusstsein ein, obwohl dies streng verboten ist. Von nun an begegnet Emily ihrem Schutzengel fast jede Nacht in ihren Träumen und schon bald empfindet sie die Tage ohne Damian als lang und einsam. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist und eigene Absichten verfolgt. Für Emily bricht eine Welt zusammen. Mit allen Mitteln versucht sie jetzt den Schlaf zu verhindern, damit Damian jede Möglichkeit verwehrt wird, ihr wieder nahezukommen. Und dann geht sie schließlich einen Pakt mit dem Teufel ein ...



Rezension/Meinung

Mit einer der größten Pluspunkte bei diesem Buch ist ganz eindeutig der Anfang. Denn es war einfach so, dass der extrem amüsant geschrieben war, durch Damians sarkastische Art und seine Sprüche, sowie es auch einfach nur klasse gemacht war, wie er Gott davon überzeugt, ihn als Schutzengel einzusetzen. Als Einleitung in den Roman einfach nur klasse und es hat auch ehrlich richtig Spaß gemacht diesen Abschnitt zu lesen.

Danach flachte der Roman leider für einige Zeit ab und hatte eher weniger spannende Elemente, auch wenn ich manches in der Handlung schon durchaus interessant fand, unter anderem zum Beispiel, wie Damian Emily in ihren Träumen besucht, auch wenn das, was wirklich bei diesen Besuchen passierte nicht sehr viel war, außer reden, auch wenn mir die Gefühle zwischen den beiden nicht vollkommen abwegig erschienen und diese wenigstens eine gewisse Spannung noch erhielten, wie es da bloß weitergehen würde. Jedoch nimmt das Buch erst zur Mitte hin langsam wirklich an Fahrt auf, auch dadurch, dass zum Beispiel neben Will, Emily und Damian noch ein weiterer Charakter hinzukommt und an sich auch einfach endlich mal wirklich etwas passiert.

Die Charaktere an sich fand ich aber durchaus gut ausgearbeitet, da sie alle ihre sehr eigene Art hatten, auch wenn ich sie auch manchmal nicht ganz verstanden habe, vor allen Dingen wohl Damian. Obwohl ich auch ehrlich gestehen muss, dass mir bei den Charakteren Emilys bester Freund Will deutlich sympathischer war als Damian und ich, mal wieder und wie so oft bei solchen Büchern, es ehrlich tragisch fand, dass der sympathischste Charakter mal wieder die undankbarste Rolle bekam, weil er nun einmal nicht der Badboy ist, in den sich die Protagonistin verguckt, da diese sich immer in den Badboy vergucken muss. Das ist übrigens einer der Punkte, den ich etwas schade finde, so ganz allgemein gesehen, dass das irgendwie trotz so mancher neuer Idee, warum der Badboy denn eher zu den Bösen gehört, es ein so oft wiederkehrendes und schon so bekanntes Muster ist. Aber es ist wohl auch gerade das eher undurchschaubare am Badboy, was ihn immer so faszinierend macht, was mich bei Damians Art eher etwas gestört hat.

Auf jeden Fall fand ich das Ende aber gelungen, besonders nachdem der Roman dann endlich mal an Fahrt gewonnen hatte, jedoch zeigt es auch mehr als eindeutig, dass da noch sehr viel offen ist in der Handlung in alle möglichen Richtungen und ich bin doch auch schon gespannt, was die Autorin da noch draus spinnen wird, wenn der Roman fortgesetzt wird, denn dass es wohl eine Fortsetzung geben wird, wurde angekündigt.

Ein durchaus gelungener Roman, der mir trotzdem er nicht immer so spannend war und man vieles vorausahnen konnte, doch an manchen Stellen überrascht hat und auch Spaß beim Lesen machte, vor allem wohl auch, weil ich die Charaktere sehr gern mochte, ich hoffe nur, dass der nächste Band noch ein bisschen intensiver von der Handlung her würde.


Fazit

Freitag, 18. Oktober 2013

Rezension ~ Zirkus Mortale

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Zirkus Mortale
Autor: Bärbel Böcker
Broschiert: 310 Seiten
Verlag: Gmeiner
Ersterscheinung: 9. Juli 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839213045
ISBN-13: 978-3839213049
Genre: Krimi



Über die Autorin

Bärbel Böcker wurde in Wolfsburg geboren. Sie ist Sinologin, Germanistin und Publizistin, arbeitete als Redaktionsmitglied bei der Wirtschaftsfachzeitschrift ‚China-Handel’ in Berlin und als freie Mitarbeiterin für den WDR Hörfunk. In Coautorenschaft mit Ina Simson erschien 1989 ihr Buch ‚Chinas kleine Sonnen’ über die Ein-Kind-Familienpolitik in der VR China. Sie war mehrere Jahre in leitender Position für führende deutsche Public Relations Agenturen tätig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie Mitinhaberin und Geschäftsführerin einer Kölner Film-Fernseh- und Videoproduktion GmbH. Bärbel Böcker lebt und arbeitet in Köln und in der Eifel.



Inhaltsangabe/Klappentext

Dele Sanchi, eine junge Guatemaltekin kommt nach Köln und möchte nur eines: ihre Tochter Luz finden. Dele verdient ihren Lebensunterhalt zunächst als illegale Aushilfe beim Zirkus, doch während sie im Zirkuszelt Brezeln verkauft und in ihrer Freizeit nach ihrer Tochter sucht, ahnt sie nicht, dass sie in größter Gefahr schwebt. Als sie noch des Mordes verdächtigt wird, scheint ihre Situation ausweglos. Doch Florian Halstaff findet im Rahmen der Recherche für die nächste Sendung Unglaubliches heraus


Rezension/Meinung

Am meisten überrascht war ich bei diesem Roman wohl, dass er in gewissen Punkten seine Ideen aus einem real existierenden Problem gezogen hat und nicht das meiste, was in ihm vorkam erfunden wurde. Sondern der mit wichtigste Punkt bei der Geschichte doch scheinbar tatsächlich auf realen Vorfällen basiert, die durch die Autorin so mit in den Fokus dieses Krimis gerückt wurden und für mich auch ehrlich spannend waren, auch wenn ich nicht geahnt hätte, dass es wirklich auf dieser Welt so extrem schlimm zugeht, auch wenn man wohl leider mit eigentlich allem rechnen muss.

Da sich das ganze Thema, was ich am spannendsten mitunter an dem Roman fand, aber eher aus dem Hintergrund heraus entwickelt und nach und nach bei den Ermittlungen hochkommt, kann ich darauf leider nicht zu sehr eingehen, denn dann würde ich wohl doch ein bisschen zu viel vom Roman verraten. Aber auch so kann ich sagen, dass ich den Krimi ehrlich sehr gut gemacht fand, denn er hat einfach das, was ich von einem guten Krimi erwarte, nämlich einen spannenden Fall, mit so einigen Rätseln drum herum, wer wohl ein Motiv hätte haben können, denn da stehen doch mehrere Leute im Fokus, unter anderem auch der Ehemann, sowie die Ermittlungen rund um die Tatverlauf. Dabei macht es mir einfach immer wieder Spaß, was man bei den Ermittlungen alles zur Tat, aber auch darüber hinaus erfährt und wie das zu neuen Wendungen innerhalb des Falls und auch noch so führen kann. Und genau das schafft der Roman richtig gut, auch wenn man immer mal wieder weiß, wenn zum Beispiel mal eine Ermittlungsidee in die Leere läuft, da man durch den Aufbau der Kapitel und diverse Sprünge bei der Erzählperspektive, einfach manchmal schon etwas mehr weiß, als die Ermittelnden. Trotzdem bleibt das Buch einfach durchweg spannend.

Und auch die Charaktere fand ich sehr gelungen, vor allem die Hauptverdächtige Dele Sanchi und ihren einen Zirkuskollegen mochte ich sehr gern, besonders, da man bei ihr einfach sehr gut nachvollziehen konnte, warum sie gehandelt hat, wie sie es tat und ihre Hintergrundgeschichte auch einfach toll ausgearbeitet war. Wobei der Roman übrigens eher weniger mit dem Zirkus an sich zu tun hat und dieser eher eine Nebenrolle spielt, wenn auch keine ganz unwichtige.

Auf jeden Fall ein sehr gelungener Krimi, der nebenbei noch ein reales Problemthema zur Sprache bring, das mich ehrlich doch ziemlich sprachlos gemacht hat, der aber auch einfach spannend und interessant war und den ich nur jedem Krimifan empfehlen kann.


Fazit

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Neuzugänge Oktober #2

Wie gestern schon versprochen, folgt heute, genau einen Tag nach meinem letzten Neuzugängepost schon der nächste Post zu diesem Thema, da es ansonsten einfach viel zu viel gewesen wäre. Wobei ich übrigens auch sagen muss, mit dieser Flut hätte ich so gar nicht gerechnet und ich war selbst dementsprechend überrascht, als ich die vielen Päckchen entdeckt habe.

Wie ich gestern ja schon erwähnt hatte, waren diesemal natürlich auch wieder einige Krimis und Thriller dabei, von denen ich gestern bisher jedoch nur zwei vorgestellt habe. Also werde ich natürlich mit den noch offenen Büchern aus diesem Genre anfangen!

Inhaltsangabe
Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und ... sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! - Hannahs Tochter schläft im ersten Stock. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ...


Das Buch war von der Leseprobe her, denn die habe ich vor dem Erhalt schon gelesen, auf jeden Fall vielversprechend, von daher hoffe ich ehrlich auf einen spannenden Thriller, besonders, da mir das Cover auch echt schon einfach gut gefällt :o) und ich bisher auch eher Gutes gehört habe!


Inhaltsangabe
Einer der perfidesten Serienkiller aller Zeiten kehrt zurück: Joe is back!
Die Einwohner der Neuseelandmetropole Christchurch sind aufgebracht. Ein Jahr nach der brutalen Mordserie, die ihre Stadt erschütterte, beginnt der Prozess um den berüchtigten Schlächter von Christchurch. Doch Joe, der scheinbar grenzenlos naive Serienmörder, beteuert nach wie vor seine Unschuld. Unterdessen zieht sich die psychopathische Melissa X einen neuen Killer heran, um Joe, mit dem sie einst eine unheilige Liaison einging, zu töten. Christchurch droht eine Apokalypse des Todes ...


Bei diesem Buch hat mich am meisten erstaunt, wie dick es wirklich wirkte, als ich es auspackte, denn es scheint wirklich mit ziemlich dickem Papier gedruckt zu sein :D Auf jeden Fall aber klingt der Klappentext vielversprechend spannend und ich hoffe auch mal, dass sich dieser Eindruck erfüllen wird, denn für mich muss ein Thriller einfach irgendwie spannend sein, sonst passt da irgendwas einfach nicht! 


Inhaltsangabe
Er war zur falschen Zeit am falschen Ort, und jetzt lässt ihn der Alptraum nicht mehr los ...

Sami Macbeth hat das Leben übel mitgespielt. Gerade erst musste er eine dreijährige Gefängnisstrafe absitzen für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Frisch entlassen will er ein neues Leben beginnen. Doch dann muss er feststellen, dass seine Schwester verschwunden ist, und kurze Zeit später wird er in einen Anschlag auf die Londoner U-Bahn verwickelt. Er braucht dringend Hilfe, die er bei dem ehemaligen Polizisten Vincent Ruiz sucht. Und Ruiz macht schon bald einige interessante Entdeckungen ...


Das Buch klang einfach interessant, deswegen musste es bei mir einziehen, besonders da ich ich die Verstrickung von ehemaligem Verbrecher und Polizisten ganz interessant finde und schon gespannt bin, wie sich das einfach entwickeln wird. Und ja, es klingt auch einfach wieder spannend :D

Inhaltsangabe
Walter Castorp ist tot. Der Ministerpräsident von NRW, ertrunken in seinem Swimming-Pool. Sechs Tage vor der Wahl. Vincent Veih leitet die Ermittlungen. Der Hauptkommissar ist gerade erst zum Leiter des KK11 ernannt worden. Nicht alle Kollegen sind davon begeistert. Auch seine Mutter nicht. Die Ex-Terroristin hat den Großteil ihres Lebens in Haft verbracht. Sein Großvater hingegen wäre stolz auf ihn gewesen – doch das ist eine andere Geschichte … Als alle Spuren auf einen Mord deuten, gerät Vincent auch unter politischen Druck. Doch er ermittelt gegen alle Widerstände. Denn Gerechtigkeit geht Vincent über alles. Auch wenn es bedeutet, dass er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss ...


Ich bin schon so extrem neugierig auf dieses Buch, da ich schon so viel Gutes gehört habe und das Buch ist auch noch für eine Leserunde, so dass man einfach auch noch über seine Vermutungen diskutieren kann, was wohl wirklich hinter allem steckt, so dass ich mal hoffe, dass es ganz viel Raum für Spekulationen geben wird!

Und ob ihr es glauben wollt oder nicht, das war es schon mit den Krimis und Thrillern ;o) Waren doch gar nicht so viele, oder? :D

Und da es mir ja auch immer wieder ein wenig um Abwechslung geht, habe ich natürlich auch noch etwas Historisches dabei (aus dem Genre wurde ja bisher noch nichts aufgeführt).

 

Inhaltsangabe
Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist ...


Auch wenn ich von vielen Fans historischer Romane schon weiß, dass Rebecca Gablé wohl eine sehr beliebte Autorin aus diesem Bereich ist, habe ich es bis heute noch nicht geschafft, ein Buch von ihr zu lesen und das hier wird jetzt mein Debüt. Ich bin schon ehrlich gespannt auf diesen 850-Seiten-Wälzer, freue mich aber auch tierisch, dass ich ihn als Leseexemplar erhalten habe, weil meine Tante diese Autorin liebt und sich sicherlich einen Ast abfreuen wird, wenn ich ihr das Buch nach dem bewerten schenken kann :o)

Und, wo ich jetzt so gucke, was ich euch schon vorgestellt habe an Genres, fällt mir auf, bisher ist noch gar nichts aus dem Bereich Fantasy dabei! Dem kann aber sofort Abhilfe verschafft werden!

Inhaltsangabe
Athanor ist der einzige Überlebende des Menschengeschlechts. In den Ruinen des Reiches Theroja, das einst vor den Drachenkriegen ihm gehören sollte, hausen nunmehr Orks, und die Wahrheit über seine Abstammung würde ihn überall den Kopf kosten. Als Händler zwischen den verfeindeten Völkern der Zwerge und Elfen verdient er sich seinen Lebensunterhalt und wird mehr und mehr in deren Machtkämpfe hineingezogen. Doch als sich Dunkelheit über das Land senkt und sich die Untoten aus ihren Gräbern erheben, wird ihm der Sinn seines Schicksals offenbar David Falk liefert mit seinem High-Fantasy Debüt einen atemberaubenden Weltenentwurf.


Ab und an mal ein richtig gutes Fantasy-Werk muss einfach sein und da ich High Fantasy mit am meisten mag, einfach von der Art, wie sie geschnitten ist, hoffe ich einfach darauf, dass ich am Ende sagen kann, dass ich auch wirklich ein gutes Fantasy-Werk in den Händen gehalten habe. Vielversprechend klingt es auf jeden Fall schon mal und ich echt sieht das Cover auch glatt noch ein wenig besser aus ;o)

So, da ich jetzt schon eigentlich sehr viele Genres mit behandelt habe, kommen jetzt noch ein paar weitere Bücher, die sich deutlich schwerer einordnen lassen!

Inhaltsangabe
Der frühe Tod der Mutter hat die Schwestern Winona, Aurora und Vivi Ann eng zusammengeschweißt. Doch schon immer hat Winona ihre jüngste Schwester beneidet: um ihre Schönheit und die Liebe des Vaters, um dessen Anerkennung sie selbst vergeblich ringt. Als die unbekümmerte Vivi Ann ausgerechnet Winonas großer Liebe Luke den Kopf verdreht, ist die ältere Schwester außer sich vor Schmerz und Eifersucht. Sie greift zu märgsten Mittel: Verrat. Jahre später führt ein Schicksalsschlag die Schwestern wieder zusammen …


Vor längerem hatte ich zu diesem Buch eine Leseprobe gelesen und fand sie auf jeden Fall nicht schlecht, soweit konnte ich mich noch erinnern, als ich das Buch zufällig bei meiner Mutter liegen sehen habe. Und da es einfach so zum Greifen nah war, habe ich das Buch sofort mitgenommen, als meine Mutter es durch hatte und bin jetzt schon ganz gespannt, was mich am Ende erwarten wird!

Inhaltsangabe
Birgit lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Mann Tom und den beiden Kindern in einem Haus am Starnberger See. Dort taucht plötzlich ihre Schwester Kira wieder auf – Kira, die Rebellin, die Weltenbummlerin, die auf Ibiza lebt und die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Auf einmal beginnt Birgit ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen: Hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen, als sie eine bürgerliche Existenz mit Familie und Wohlstand wählte? Gibt es da nicht auch noch etwas anderes? Kira dagegen kann nicht vergessen, was in jener Nacht vor zwanzig Jahren geschah, als sie den Geliebten verlor und ihr Leben zerstört wurde – von ihrer Schwester …


Nach ein Buch, das wieder eine wenig nach typischem Frauenroman aussieht, bei dem ich aber zum einen hoffe, dass er doch vielleicht ein wenig tiefgängiger sein könnte und der mich zum andere einfach neugierig gemacht hat, denn ich würde zu gern wissen, was die Schwestern so auseinander gebracht hat.

Inhaltsangabe
Rachel und Ben. Ben und Rachel. Zu Uni-Zeiten waren sie unzertrennlich. Beste Kumpels waren sie. Die Welt konnte ihnen nichts anhaben. Doch in der Nacht vor der Abschlussfeier ist etwas passiert. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen. Zehn Jahre und 781 erfolglose Google-Suchen später stehen sie sich unerwartet gegenüber. Alles ist wieder wie früher. Und doch ist es ganz anders. Ben ist verheiratet, und Rachel hat sich gerade von ihrem Verlobten getrennt. 
"Das witzigste und romantischste Buch, das ich seit 'Zwei an einem Tag' gelesen habe." Lisa Jewell


Wieder eins dieser Bücher, bei denen mich die Leseprobe neugierig gemacht hat. Und auch wieder eins, das auf mich wirkt, als könnte es noch spannend werden, denn auch wenn man sofort eine Vermutung bekommt, um was es sicherlich gehen wird, bin ich gespannt, wie es denn genau war!

Und endlich habe ich es geschafft, ich bin am Ende meiner Neuzugänge angelangt! Last but not least noch ein Buch, das mich gestern erst erreicht hat, das aber amüsant und zudem auch sehr flott zu lesen(190 Seiten) wirkt!

Inhaltsangabe
Mit Anouk, seiner "Frau Antje", hat der Deutsche Gabriel das große Los gezogen. Doch seine neue holländische Großfamilie treibt ihn in den Wahnsinn einem Einzelgänger wie ihm geht es mit dieser Sippe wie einem Veganer, der im Schlachthof arbeitet. Und schon bald stellt Gabriel fest, dass das, was er für typisch holländisch hielt, nicht mehr als ein Marketing-Gag ist: Weder sind Kiffen und Gruppensex Volkssport, noch trägt Anouk Schulmädchenzöpfe.


Es klingt einfach amüsant und, ich habe ja schon einen Roman gelesen, der sich mit den Niederländern beschäftigt und bin ehrlich neugierig, wie groß einfach der Unterschied darin sein wird, was die Romane sagen, sprich, wie unterschiedlich die Autoren dieses Land und die Leute einfach aufgenommen haben!


Jetzt bin ich aber wirklich durch mit allen meinen Neuzugängen und ihr müsst mir doch zustimmen, für einen Post wären das eindeutig zu viele Bücher gewesen, oder?

Ich bin ehrlich neugierig, ob auch der ein oder andere Neuzugang dabei ist, der für euch interessant wäre, von daher würde ich mich auf jeden Fall über Kommentare dazu freuen :D

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Neuzugänge Oktober #1

Einen schönen Tag euch allen!

Ich habe ja außer den Rezensionen länger jetzt nichts mehr von mir hören lassen, was einfach daran lag, dass ich für andere Posts einfach gerade nicht so ganz die Zeit hatte.
Trotzdem hat die Post darauf natürlich keine Rücksicht genommen, so dass sich in den letzten Tagen doch auch noch so einige neue Bücher bei mir angesammelt haben, die teilweise jetzt schon gelesen sind, aber auch natürlich noch darauf warten, von mir zur Hand genommen zu werden.

Und ich glaube ihr würdet ähnlich große Augen machen, wie ich, als ich die Liste gemacht habe, welche Bücher ich euch jetzt gleich alles vorstellen kann! Da ich euch aber solche unansehnlichen Glubscher ersparen will, werde ich den Post einfach mal auf zwei Tage aufteilen :D

Zunächst fange ich mal mit drei Büchern an, die mir eine Freundin geliehen hat und von denen ich auch schon zwei durchgelesen habe, da ich Geliehenes immer gern schnell wieder zurückgebe!

Inhaltsangabe
Charlotte wirft ihren Mann raus, weil der sie zum x-ten Mal betrogen hat. Beim Leerräumen des gemeinsamen Hauses stolpert sie über ein altes Handy. Und über eine uralte Mailboxnachricht von Doro. Das verrückte Huhn ist schon seit Jahren untergetaucht, doch plötzlich hat Charlotte Sehnsucht nach ihrer unsteten Schwester. Charlotte macht sich auf die Suche. Ihre heißeste Spur: Doros ehemalige Liebhaber. Und jeder Mann bringt sie ihrer Schwester näher – und einem bunten Leben, das sie sich an der Seite ihres Exmanns nie hat träumen lassen.


Den Anfang macht erstmal das Buch, das ich bisher noch nicht gelesen habe, dass ich aber allein schon wegen des Titels und des Covers einfach in die Hand nehmen musste :D Ich wette auch, dass es eine recht lustige und lockere Lektüre werden wird, was ja ehrlich nie schlecht ist :o)

Genau einem ähnlichen Typ entspringen auch die anderen beiden Bücher, die ganz eindeutig Frauenromane sind, wobei ich den einen bedeutend besser fand als den anderen, der mich doch auch teilweise glatt ein bisschen genervt hat!

Inhaltsangabe
Teddy Kis hat es geschafft: die pummelige Schuhverkäuferin mit Problemmutter und Hang zum Fettnäpfchen hat den Mann ihrer Träume erobert. Jetzt könnte es ja endlich losgehen mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit, doch erst mal passiert gar nichts und dann ganz viel: Aber kein Kissengeflüster, sondern eine Doppelhochzeit, und mittendrin Teddy! Klingt nach Mädchentraum, doch zwischen Hochzeitskleidern aus der Horroshow, härtester Brautkonkurrenz, einer liebestollen Hochzeitsplanerin und einem absurd schüchternen Bräutigam überkommt Teddy eher Mordlust als Romantik. Wird die Liebe dennoch siegen?


Dieses Buch ist übrigens das oben als zweites erwähnte, was mich teilweise echt zu leicht aggressiven Gefühlen veranlasst hat, weil es an so vielen Stellen einfach so seltsam war, dass es nicht mehr wirklich zum Lachen reichte, sondern eher zum Kopfschütteln, leider.

Inhaltsangabe
Als Hannah Scheifart von einem Tag auf den anderen ihren Blumenladen schließen muss, bricht schon eine Welt für sie zusammen. Aber dann noch ihren Freund mit einer anderen im Bett zu erwischen, stürzt sie in ihre größte Krise. Sie flüchtet zu ihrem Cousin an den Chiemsee, wo bayerische Gemütlichkeit, grüne Wiesen, gut gelaunte neue Freunde und eine neue Liebe auf sie warten...


Dieses Buch hält eigentlich genau das, was es verspricht, es ist einfach ein vollkommen typischer Frauenroman, bei dem man sofort weiß, wie er ausgehen wird, was genau passieren wird und der einen eigentlich weit weg von jedem Nachdenken bringt, aber ab und an muss so etwas auch einfach sein und dafür ist er einfach wie gemacht!

Und da ich ja eigentlich nicht der typische Frauenromantyp bin, kommen jetzt natürlich auch noch ein paar Bücher aus anderen Genres, die aber auch, denke ich, wieder vollkommen unterschiedlich sein werden, denn Abwechslung wird bei mir ja groß geschrieben ;o)

Zunächst habe ich noch ein Rezensionsexemplar bekommen, auf das ich ehrlich schon ziemlich gespannt bin, da ich, als mir das Angebot gemacht wurde, allein schon den Autor des Buches, in den Beschreibungen sehr interessant fand und auf seine Erlebnisse daher schon gespannt bin.

Inhaltsangabe
Jakobsweg im Smoking? Tatsächlich? Tatsächlich: Ein dänischer Pilger hat seinen feinsten Anzug dabei, weil er glaubt, spanische Restaurants würden ihn sonst nicht hereinlassen. Andere Pilger bringen ihre Hängematte mit, dicke Wörterbücher, Solarladegeräte, tütenweise Proviant und Batterien...Seit über tausend Jahren gehen Pilger den Jakobsweg, da könnte man vermuten, dass sich mittlerweile eine gute Packliste herumgesprochen hat. Das Gegenteil scheint der Fall: Viele Pilger kommen mit 20-30 kg schweren Riesenrucksäcken, laufen sich Füße, Knie und Schultern kaputt, bevor sie dann für viel Geld große Pakete nach Hause schicken. In kurzweiligen Episoden berichtet der Autor von den Wirrungen der Ausrüstungsbeschaffung und pilgert schließlich mit nur 3 kg im Rucksack nach Santiago de Compostela. Dieser Ausrüstungsratgeber ist ein Muss für jeden Pilger!


Ich bin ehrlich einfach gespannt, weil die Berichte auf den Seiten, die mir zur Verfügung gestellt wurden, um zu schauen, ob ich an dem Buch Interesse haben könnte, klangen einfach so, als könnte das Ganze einfach mal etwas vollkommen anders, aber gutes sein. Auf jeden Fall werde ich mich da jetzt mal überraschen lassen, wie gut meine erste Einschätzung war.

Einen Neuzugang, den ich schon gelesen habe, kann ich allen, die gern mal Lachen und nichts gegen aus der Realität gegriffene Anekdoten haben nur wärmstens empfehlen, denn an ein paar Stellen hätte sogar ich und das, obwohl ich höchst selten bei Büchern wirklich lachen kann, am Boden gelegen, weil ich so kichern und lachen musste!

Inhaltsangabe
Er ist Anfang dreißig, durchaus ein Frauenschwarm, aber das soll der Vergangenheit angehören. Er hält den Zeitpunkt für gekommen, eine Familie zu gründen. Vom Single zum Papa – wie schön! Der Weg dahin: Marathon- und Hindernislauf in einem, und reichlich komische Kapriolen muss er auch noch schlagen. Die Abenteuer des Alltags werden andere, als er das Glück in den Armen hält! In pointierten Geschichten erzählt Mario D. Richardt über das turbulente Leben eines jungen Vaters.


Das Buch hat einfach so viele Stellen, die so wahr sind und gerade dadurch auch, mit einem gewissen Humor gesehen, einfach nur zum Brüllen sind und ich kann euch sagen, der Autor schafft es einfach super die Dinge genau so zu verpacken, dass man als Leser sehr schnell dazu neigt Lachen zu müssen!

Die, die mich kennen, sitzen jetzt bestimmt vor diesem Post und denken nur noch: »Wo stecken bisher bloß die Krimis und Thriller?« und ich kann denen sagen, ihr kennt mich wirklich, denn natürlich sind auch aus diesem Bereich wieder einige Neuzugänge dabei!

Inhaltsangabe
Eindeutig Pech - wegen einer verlorenen Wette muss Theo mit seiner Freundin Josie im verregneten England Urlaub machen und das Geburtshaus von deren Lieblings-Krimiautorin Agatha Christina Sotheby besichtigen. Doch eine falsche Abzweigung im labyrinthischen Gebäude führt die beiden mitten in den einzigen unvollendeten Roman Sothebys: „Der Tote in der Bibliothek“. Als die berühmten Detektive Miss Rutherford und Mr. Stringer sollen sie den Mord an Lord Westholm aufklären. Übrigens ist das auch die einzige Möglichkeit für die beiden, die Geschichte wieder verlassen zu können. Doch der Fall ist verzwickt und schnell kommen weitere Leichen hinzu ...


Ich bin schon so gespannt auf dieses Buch, denn bisher habe ich genau drei Bücher aus dem goldfinch-Verlag gelesen und alle drei waren klasse, also habe ich natürlich auch große Hoffnungen, dass sich diese Serie auch beim vierten Buch aus diesem Verlag fortsetzen wird!

Auch ein Krimi, auf den ich schon sehr gespannt bin, ist folgender:

Inhaltsangabe
Norwegischer Krimipreis 2012! Ungemütliche Zeiten für Hauptkommissar William Wisting: Wegen des Vorwurfs, Beweise manipuliert zu haben, wird er vom Dienst suspendiert. Der Fall, um den es geht, liegt schon siebzehn Jahre zurück, gilt aber bis heute als einer der aufsehenerregendsten der Kriminalgeschichte Norwegens. Damals war die junge Cecilia Linde erst verschwunden und wurde dann ermordet aufgefunden. Wisting hatte den Täter überführen können, doch nun stellt sich heraus, dass die Beweise gefälscht waren - eine Topstory für die Medien. Plötzlich ist der Hauptkommissar in der Rolle des Gejagten. Seine Kollegen drehen jeden Stein um, den er je angefasst hat, und die Journalistenmeute heftet sich unerbittlich an seine Fersen. Ihm bleibt nur ein einziger Weg: selbst herauszufinden, was damals wirklich geschah. Trotz tatkräftiger Unterstützung seiner Tochter Line, einer Kriminalreporterin, entwickelt sich die Geschichte schnell zu einem nervenzerreißenden Wettlauf gegen die Zeit. Denn wieder verschwindet eine junge Frau und die Parallelen zu Cecilia Linde sind offensichtlich ...


Ich mag grundsätzlich die nordischen Krimis sehr gern, von daher bin ich schon sehr gespannt, was mich bei diesem Buch erwarten wird und ob es sich am Ende bei den guten skandinavischen Krimis einreihen wird, was ich doch mal hoffen werde, bei der Auszeichnung, die es schon bekommen hat, oder bei den eher schlechten dieser Art, von denen mir bisher noch nicht so viele in die Hand gefallen sind.


Wer sich von euch jetzt fragt, wo denn die Thriller geblieben sind, denn will ich nochmal auf meine Einleitung hinweisen, denn morgen gibt es Teil II meiner Neuzugänge der letzten Tage, weil zu lange Posts, und zu so einem würde dieser dann werden, liest ja eh niemand :D

Von daher, viel Spaß beim Durchstöbern der ersten paar meiner Neuzugänge!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Dienstag, 15. Oktober 2013

Rezension ~ Rōnin - Das Buch der Vergeltung

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Rōnin - Das Buch der Vergeltung
Autor: David Kirk
Broschiert: 512 Seiten
Verlag:
rororo 
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3499253291
ISBN-13: 978-3499253294
Genre: Historischer Roman

 

Über den Autor

David Kirk wurde 1985 in Peterborough geboren und ist in Stamford, Lincolnshire, aufgewachsen. Als 12-jähriger las er James Clavells „Shōgun“, und seine Begeisterung für die japanische Geschichte und Kultur war geweckt. Der Autor lebt und arbeitet in Sendai im Nordosten Japans als Englischlehrer für Grund- und Sekundarschüler. «Rōnin. Das Buch der Vergeltung» ist sein erster Roman und der Auftakt eine Reihe um die Kultfigur Musashi Miyamoto, größter Kämpfer aller Zeiten.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sein Name ist Bennosuke. Seine Bestimmung: Ein großer Samurai zu werden wie sein Vater, bewundert und gefürchtet im gesamten japanischen Reich. Furchtlos kämpft er für ihn im Duell und siegt. Doch den schändlichen Mord an seinem Vater kann er nicht verhindern. Bennosuke muss fliehen. Fortan hat er nur noch ein Ziel: Unter dem Kämpfernamen Musashi Miyamoto den Tod seines Vaters zu rächen



Rezension/Meinung

Von diesem Buch bin ich ehrlich begeistert. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das in Japan spielt und, wie ich zugeben muss, auch nie eins, das wirklich in einer historischen Epoche spielt und diese so eindringlich behandelt, wie es in Rōnin der Fall ist.

Schon gleich auf den ersten Seiten ist es bei diesem Buch einfach so, dass man sofort merkt, wie brutal doch die Welt damals war, vor allen Dingen, wenn man das Leben eines Samurai führte. Ich war in mancher Szene daher schon überrascht, wie deutlich alles geschildert wurde unter anderem auch gleich auf den ersten Seiten der Seppuku eines Neunjährigen, was ich total unvorstellbar finde, einem aber diese Lebensansicht einfach so viel näher gebracht hat.

Ansonsten war ich ehrlich doch auch ein wenig überrascht, dass die Geschichte auf einen real existierenden Menschen zurückgeht, von dessen jungen Jahren bisher nur wenig bekannt ist und um die der Autor hier eine sehr interessante Geschichte gesponnen hat. Allgemein fällt dabei einfach auf, wie viel man selbst noch über die Welt der Samurai, ihre Ansichten, sowie auch die der normalen Bevölkerung und der Mönche in Japan zu dieser Zeit erfährt. Dabei ist es nicht einmal so, dass solche Hinweise im Fokus stehen, sondern viel mehr die Charaktere, ihre Gefühlswelt, ihr Motive zu ihren Taten etc. Dabei sind sowohl Munisai, als auch Bennosuke einfach extrem spannende Charaktere, deren Handlungen man aus heutiger Sicht nicht immer wirklich nachvollziehen kann, die aber im Kodex des Lebens als Samurai und einfach dieser Zeit teilweise auch verständlich, wenn auch schrecklich und sinnlos wirken.

Dabei sind die kleinen Intrigen, die um alles herum gesponnen werden, die Intentionen der Charaktere, die der Erzählung noch wirklich dann eine Handlung geben, einfach nur interessant, so dass alles einfach deutlich mehr Tiefe bekommt und man auch wirklich neben den vielen historischen Fakten rund um die Kultur und Art der Samurai, auch eine Geschichte hat, die sich entwickeln kann. Obwohl ich da auch im Nachhinein ehrlich ein wenig verwundert bin, dass das Buch so viele Seiten hatte, dabei aber eigentlich gar nicht so viel passiert ist, was jedoch meinen Eindruck unterstützt, dass die Entwicklung der Charaktere und einfach ihre Ansichten von der Welt, deutlich wichtiger waren.

Ich bin, muss ich ehrlich gestehen, schon sehr neugierig, ob es noch weitere Rōnin-Bände geben wird, denn dieser hat mir in seiner Einfachheit und auch seiner teilweise zwar sehr brutalen, aber sicherlich sehr realitätsnahen Darstellung einfach super gefallen und bringt einem Japan und die Samurai doch deutlich näher. Von daher kann ich das Buch auch nur jedem Japaninteressierten empfehlen, der sich vor allen Dingen auch für das historische Japan interessiert. 


Fazit


Montag, 14. Oktober 2013

Rezension ~ Ein Lied aus der Vergangenheit

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ein Lied aus der Vergengenheit
Autor: Aminatta Forna
Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
Verlag:
Deutsche Verlags-Anstalt 
Ersterscheinung: 17. April 2012
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3421045224
ISBN-13:
978-3421045225
Originaltitel:
The Memory of Love 
Genre:  Gegenwartsliteratur


Über die Autorin
© Simon Westcott

Aminatta Forna kommt in Glasgow zur Welt und wächst letztendlich in Sierra Leone auf, kehrt als Erwachsene aber nach Großbritannien zurück. Sie arbeitete längere Zeit als Journalistin für BBC Television. Mittlerweile ist sie aber ausschließlich als Schriftstellerin tätig. Ihr zweiter Roman "Ein Lied aus der Vergangenheit" wurde unter anderem mit dem Commonwealth Writers Prize geehert. Aminatta Forna lebt und arbeitet heute in London.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein mitreißendes Afrika-Epos über die Macht der Liebe

Westafrika, Anfang der Nullerjahre: Der Psychologe Adrian Lockheart, soeben aus England eingetroffen, kämpft mit dem Staub und der Hitze Sierra Leones – und mit dem Schweigen eines Volkes, dem er helfen will, die Schrecken der Vergangenheit zu überwinden. Im Krankenhaus in Freetown findet er unerwartete Freundschaft bei Kai, einem jungen Kollegen, und Elias, einem Patienten, der auf dem Sterbebett damit hadert, während des Krieges den Weg des geringsten Widerstandes gegangen zu sein. Als Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verschmelzen beginnen, kristallisiert sich heraus, dass die drei Männer durch mehr verbunden sind, als sie ahnen: durch die Liebe ein und derselben Frau.

Ein bildkräftiges Epos voller Sprachmagie über gewöhnliche Menschen, die mit ungewöhnlichen Umständen kämpfen müssen; ein Roman über Freundschaft, Verständnis, Absolution und die Unauslöschbarkeit der Vergangenheit; über Reisen, Träume und Verluste und über die Macht der Liebe.


Rezension/Meinung

Für dieses Buch habe ich auch irgendwie wieder einmal, zumindest so mein Gefühl, extrem lange benötigt. Vielleicht hatte ich es einfach zum falschen Zeitpunkt begonnen, da mein größtes Problem nämlich wirklich am Einstieg in das Buch lag. Ich fand ihn einfach irre seltsam und habe ihn einfach nicht verstehen können. Es machte einfach erstmal alles keinen wirklichen Sinn für mich auf den ersten Seiten, so dass ich einfach nicht in die Geschichte finden konnte.

Danach lag das Buch einige Zeit bei mir und jetzt habe ich es mal wieder zur Hand genommen und den Einstieg ein weiteres Mal gelesen. Es war immer noch so, dass ich ihn durchaus sehr seltsam fand, ich habe mich aber dann doch schnell entschieden, dass ich darüber versuche einfach hinwegzusehen und dem Buch eine Chance gebe, besser zu werden, vor allem, da es mich diesmal nicht ganz so schnell, so sehr verwirrt hat. Und es war eine sehr gute Entscheidung, denn nach dem ersten Kapitel wurde es wirklich besser. Mir fiel es danach so viel leichter, mich in die Geschichte einzufinden, dass es wirklich auch irgendwann anfing Spaß zu machen, das Buch zu lesen, auch wenn ich sehr lange vor der Frage stand, was mir die Geschichte wohl erzählen wird und vor allen Dingen, wer die im Klappentext erwähnte Frau wohl sein wird.

Es ist auf jeden Fall sehr spannend, von einem Land zu lesen, von dem Mann eigentlich gar nichts weiß, wie es bei mir und Sierra Leone der Fall ist. Mir ist einfach beim Lesen so stark aufgefallen, wie wenig ich von diesem Land, seiner Kultur und vor allen Dingen auch seiner Geschichte weiß und auch das, was man in dem Buch darüber erfährt, ist nicht ausreichend, dass ich sagen könnte, dass ich wirklich viel schlauer bin, auch wenn es mir schon einiges auch in diese Richtung aufzeigen konnte. Mein größtes Problem lag aber darin, dass es mir schwer viel, mir die aus Sierra Leone gebürtigen männlichen Charaktere vorzustellen. Irgendwie waren sie für mich alle gleich, Adrian aus England, als auch Elias Cole und Kai aus Sierra Leone. Dass einer von ihnen weiß oder schwarz von seiner Hautfarbe sein könnte, kam mir so nie wirklich in den Kopf. Ob ich dieses Verschwimmen der Charaktere wirklich gut finden soll, weiß ich nicht, jedoch war es irgendwie so ganz anders.

Allgemein war es so, dass wohl die Charaktere mit die wichtigste Rolle in dem Roman hatten, denn die Handlung spielte viel in der Vergangenheit und war in der Gegenwart durchaus verwirrend. Es war sogar so, dass ich mich an vielen Stellen auch ein wenig fragen musste, warum gewisse Charaktere eingeführt wurden, denn sie hatten zwar über einen Zeitraum eine gewisse Relevanz und es blieb selten etwas über sie ungeklärt, jedoch verschwanden sie manchmal, obwohl nicht alle Charaktere auf dem Stand des Lesers waren, was für mich doch in einigen Fällen seltsam war, dass sie so einfach vergessen wurden.

Ansonsten ist es eine Geschichte, die man wirklich einfach gelesen haben muss, die für mich ab einem gewissen Punkt endlich durchschaubar wurde, bei der ich mich zwar immer noch gefragt habe, wie sie wohl Enden würde, was ihre Endaussage sein könnte und bei der ich vom Ende dann doch, auch wenn es irgendwie passte, verwirrt war. In ihr schwingt auf jeden Fall durchweg eine sehr eigene Atmosphäre mit, die auch immer eine Nuance Trauer in sich trägt, aber was will man in einem solchen Land, mit der Geschichte, die es zu der Zeit, in der das Buch spielt hatte, auch anderes erwarten.

Im Nachhinein war ich ehrlich doch positiv von dem Buch überrascht, aber ich gebe auch zu, dass ich es nicht in jeder Stimmung hätte lesen können, weil es mir einfach nicht wie ein Buch vorkommt, dass man einfach mal so fix nebenbei liest. Für jemanden, der sich aber für fremde Länder und auch etwas dramatischere Geschichten interessiert, kann ich dieses Buch nur empfehlen!


Fazit