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Freitag, 29. November 2013

Rezension ~ Ludwig will es wissen!

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Ludwig will es wissen!
Autor: Barbara Rose
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Kerle in Herder
Ersterscheinung: 19. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451711737
ISBN-13: 978-3451711732
Empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
Genre: Kinderbuch
Reihe: Ludwig
Band: II



 

Über die Autorin

Barbara Rose, geboren 1965, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie schreibt für verschiedene Zeitschriften, hat lange für Fernsehen und Radio gearbeitet und Sendungen im Kinderfunk moderiert. Hier entstanden auch ihre ersten Geschichten für Kinder und Jugendliche. Und weil ihr das so viel Spaß macht, denkt sie sich ständig neue aus. Inzwischen sind einige ihrer Geschichten als Bücher erschienen. Barbara Rose lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Stuttgart.


Inhaltsangabe/Klappentext

Schule ist gar nicht so schlecht, findet Ludwig. Vorbei die Zeiten, als er ein pupswinziger Schulanfänger war! Damit es nicht langweilig wird, bringt Ludwig so einiges ins Rollen: Er findet eine Froschfrau für Luis, startet ein Pausenbrot-Tauschgeschäft und beweist mehr als einmal, dass man auf ihn zählen kann. Da kann es schon passieren, dass Ludwig alles ein bisschen zu viel wird. Aber mit Oma Lottis »Paxern« ist auch dieses Problem schnell gelöst ...


Rezension/Meinung

Ich habe mal wieder ein Kinderbuch gelesen, bei dem ich sowohl ein paar sehr schöne Punkte gefunden habe, aber doch auch so einige, bei denen ich sagen würde, dass das nicht sonderlich gelungen ist.

Gleich zu Anfang will ich erwähnen, was mich am meisten an diesem Buch gestört hat, dass laut einer Aufschrift auf dem Buchrücken "Zum Vorlesen und ersten Selbstlesen" sein soll, war die Tatsache, dass in ihm Wörter falsch geschrieben sind und das sichtlich absichtlich. Ich würde einem Leseanfänger nie ein Buch in die Hand geben wollen, bei dem ich ganz sicher weiß, dass es sehr grobe Rechtschreibfehler, wie »Ähliän« und »Läserschwert« enthält. Es gibt zwar Situationen, in denen mit Wörtern auch gern in Kinderbüchern gespielt werden darf, aber hier fand ich es einfach nur schlecht und unpassend.  

Davon abgesehen finde ich es sehr schön, wie einfach die Sätze in diesem Buch aufgebaut sind, so dass sie auch sehr leicht von Leseanfängern erlesen werden können. Der Aufbau der Sätze ist leicht, es gibt wenige sehr komplizierte Wörter oder Ausdrücke, die auch sehr schön erklärt werden und die kleinen Episoden aus Ludwigs Leben sind auch schön mit Bildern untermalt. Manchmal finde ich die Wortwahl zwar nicht ganz so gelungen, unter anderem gibt es häufiger auch mal Wortwiederholungen in den doch sehr kurzen Sätzen, aber ansonsten sind sie sehr kindgerecht. Auch die Kapitellängen und die Schriftgröße sind einfach für ein solches Buch sehr gut gewählt.

Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, wie ich das finden soll, sind dann noch so Dingen, wie die Bezeichnung des einen Mädchens als »mopsdick«, da ich mir zum einen darunter nichts vorstellen kann und es zum anderen auch noch so wirkt, als würde sie sehr stark durch ihr wohl etwas beleibteres Aussehen definiert. Außerdem gibt es ein Kapitel, in dem sich Ludwig gefährlich tief etwas in die Ohren steckt, bei dem aber nicht wirklich gesagt wird, dass das ziemlich dumm von ihm war und er das nicht wieder machen soll, was ich auch nicht ganz so geeignet finde.

Allgemein auf jeden Fall ein sehr schön aufgebautes Kinderbuch, das vor allen Dingen auch einmal Jungen anspricht, das sehr viele gute Ideen hat, bei dem ich aber auch so manches an der Umsetzung nicht wirklich gelungen finde und es vor allem durch die beiden absichtlich falsch geschriebenen Wörter wohl höchstens zum Vorlesen nehmen würde.


Fazit

Mittwoch, 20. November 2013

Der Lovelybooks-Leserpreis 2013


Hallo alle zusammen!

Heute möchte ich nochmal ein wenig Werbung für eine Aktion machen, von der die meisten von euch sicherlich schon etwas gehört haben, entweder, weil sie selbst Mitglieder bei lovelybooks sind oder vielleicht auch, weil sie schon einen Beitrag zum Leserpreis auf einem anderen Blog gelesen haben.

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/2013/

Ich selbst mache schon seit zwei Jahren immer wieder gern beim Leserpreis mit und wähle fröhlich mein Lieblingsbuch der einzelnen Kategorien aus denen, die nominiert wurden.

Apropos nominieren, das kann man bei diesem Leserpreis auch selbst machen und auch, wenn ich jetzt etwas spät dran bin, noch heute hat man selbst die Möglichkeit sein Lieblingsbuch in jeder Kategorie zum Leserpreis zu nominieren.

Von den Nominierungen ziehen dann übrigens die besten 35 jeder Kategorie, d.h. die mit den meisten Nominierungen, in eine Finalrunde (21.-28.11.) ein, bei denen wir dann auch wieder alle abstimmen können, welches das beste Buch für uns war. Und ich muss sagen, dass ich es jedes Jahr wieder extrem spannend finde, welche Bücher es so aufs Treppchen schaffen, auch wenn ich diese Jahr darauf hoffe, dass die Liebes- und Erotikromane etwas weniger eintönig werden, wie letztes Jahr, wo dort auf den Plätzen 1-3 die "Shades of Gray"-Trilogie zu finden war ;o)

Also, wer Lust hat, sich an dieser Aktion zu beteiligen, muss nur auf das Badge klicken und schon kann er durch einen facebook- oder lovelybooks-Account mitmachen!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Dienstag, 19. November 2013

Rezension ~ Inselsommer

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Inselsommer
Autor: Heike Fröhling
Taschenbuch: 234 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629160
ISBN-13: 978-3746629162
Genre: Liebesroman

 

Über die Autorin

Heike Fröhling wurde 1971 in Unna geboren. Sie studierte Schulmusik, Germanistik und Musikwissenschaft. Als Autorin und Musiklehrerin lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Wiesbaden und Koblenz.


Inhaltsangabe/Klappentext

Liebe und Meer - Karin Brahms, eine Journalistin aus Hamburg, will endlich ihren seit Jahren aufgeschobenen Traum verwirklichen: einen eigenen Roman schreiben. Mit ihrem verwitweten Vater und den beiden Söhnen Leon und Jonas fährt sie in den Sommerferien nach Borkum. Sie möchte Sonne und Strand genießen und endlich das Buch in Angriff nehmen, doch jedes Mal, wenn sie mit dem Roman beginnen will, kommt etwas dazwischen. Zuerst ist ihre Handtasche verschwunden dann ihr Sohn. Ihre Wege führen sie immer wieder auf die Polizeistation, und da sitzt der Kriminalhauptkommissar Andreas Wegner, ein ziemlich attraktiver Mann. Doch Männer, so hat Karin sich geschworen, werden in ihrem Leben keinen Platz mehr haben.
Die Nordsee als Kulisse für eine turbulente Liebesgeschichte.


Rezension/Meinung

Wer eine sehr lockere und leichte Sommerunterhaltung sucht, bei der man ruhig entspannen kann und nicht nachdenken muss, der ist bei diesem Roman gut bedient. Was man nur nicht erwarten sollte, ist irgendeine Art von Tiefgang, denn dieser fehlt dem Buch einfach gänzlich, was ich aber bei einer solchen lockeren Unterhaltung nicht sonderlich schlimm finde, da ich ihn auch nicht erwarten würde.

Durch die vollkommen unterschiedlichen Arten von Karin und ihrem Hippie-Vater Walter sind von Beginn an Turbulenzen vorprogrammiert, da die beiden einfach nicht harmonisieren können, er sieht alles sehr lax und ruhig, sie liebt klare Abläufe, Ruhe und vor allen Dingen, dass alles geregelt verläuft und sicher ist. Bei der Kinderbetreuung laufen die Meinungen der beiden daher natürlich durcheinander und da ist es kein Wunder, dass Walter die Kinder verloren gehen, auf einer Insel ja nicht so schlimm, wo sollen sie schon hin und die Mutter vollkommen am Rad dreht, schließlich kann man im Meer ertrinken. Alles wirkt ein wenig überzogen, weil natürlich viel zu viele Dinge passieren, die die Urlaubsruhe stören und Karin ist auch ein bisschen zu dünnhäutig gezeichnet, aber man wird dadurch durchaus ganz gut unterhalten.

Was natürlich klar ist, man weiß eigentlich genau, wie der Ablauf dieses Romans sein wird. Viele verrückte Dinge, die passieren, immer wieder taucht dabei der gutaussehende Polizist auf etc. Wodurch natürlich Spannung in dem Sinn nicht zu erwarten ist, sondern einfach diese lockere Unterhaltung, die einen nicht fordert, sondern entspannen lässt. Es ist daher keiner dieser erinnerungswürdigen Romane, die einem bei jedem erneuten lesen wieder neue Facetten aufzeigen, sondern einfach ein seichter Unterhaltungsroman.

Von daher, nichts besonderes, aber für ein paar Stunden am Strand auf jeden Fall eine gute Lektüre mit der zu erwartenden Prise Romantik.


Fazit

Montag, 18. November 2013

Rezension ~ Tödliche Überwindung

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tödliche Überwindung
Autor: Eva Sobotta
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: hansanord
Ersterscheinung: 28. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940873527
ISBN-13: 978-3940873521
Genre: Krimi

 

Über die Autorin

Eva Sobotta, Jahrgang 1962, Studium der Kunstgeschichte und Medizin an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main, 1993 Promotion in Medizin, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bad Homburg, wo sie als Ärztin tätig ist. Sie bereiste und fotografierte nahezu alle hindu-buddhistischen Länder, ihre Fotografien wurden u.a. 2008 in Professor Christof Grafs Buch über den XIV. Dalai Lama veröffentlicht. Seit 1994 Publikation lyrischer Texte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Hauptkommissar Axel Johnson von der Kripo Wiesbaden wird zu einem Tatort gerufen. In einer Jugendstilvilla findet er einen Doppelmord vor: eine junge Mutter und ihr Baby. Die Leichname sind wie überirdische Kunstfiguren auf dem Doppelbett drapiert: dramatisch, bühnenreif, publikumswirksam. Ihre nackte Haut ist mit Asche bestreut, ihre Stirn mit rätselhaften Farbenstrichen markiert. Die ganze Atmosphäre strahlt etwas Übersinnliches, Gespenstisches und beinahe Romantisches aus. Ein unheimliches Arrangement mit dem Tod. Ein schauriges Symbol der Vergänglichkeit. Unwillkürlich wird Johnson von dem morbiden Charme der Szenerie fasziniert. Die darauf folgende Obduktion der Leichen liefert grauenhafte Ergebnisse ans Licht. Handelt es sich um einen Ritualmord? Ist das ein makabres Werk eines einzelnen Psychopathen? Steckt etwa eine obskure Sekte im Hintergrund?
Da es keine richtungsweisenden Indizien, Spuren, Beweise, Zeugenaussagen, geschweige denn ein Mordmotiv gibt, steckt Johnson ermittlungstechnisch in einer Sackgasse.
Zwei Monate später wird Hauptkommissar Oliver Sander von der Kripo Frankfurt am Main zu einem Tatort gerufen. Er wird mit einem Doppelmord konfrontiert, der unverkennbar die Signatur des Killers aus Wiesbaden trägt.
Patrick Rosenthal, der obduzierende Professor für Forensische Medizin, ist fassungslos. Ebenfalls seine rechte Hand, der Sektionsassistent Damian Rix, eine ehemalige Größe aus dem Frankfurter Rotlichtmilieu.
Was keiner ahnt: Johnson, Sander, Rosenthal und Rix sind befreundet. Als leidenschaftliche Jazzliebhaber treffen sie sich regelmäßig im Blue Note Club, wo sie ihre Informationen austauschen.
Während der Zuständigkeitsstreit zwischen Wiesbaden und Frankfurt die polizeilichen Ermittlungen bremst, frischt Damian Rix seine Kontakte zur Unterwelt auf und stellt eine Truppe aus Ex-Kriminellen zusammen.
Welches Team klärt die Morde auf? Wer hat den Vorsprung?
Die Zeit läuft davon.
Der Killer hat bereits eine schöne Mutter und ihre süße kleine Tochter im Visier.


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch frage ich mich auch nachträglich immer noch, wie die Autorin, um deren Debüt es sich hier handelt, eine solche Geschichte schreiben konnte, besonders, da sie es schafft auf eher wenigen Seiten extrem langatmig zu werden, was ich in gewissem Maße sogar beeindruckend finde, wenn auch eher negativ gesehen.

Was mich jedoch fast noch mehr gestört hat, als die Langatmigkeit, die dieses Buch eigentlich von Beginn an ausgezeichnet hat und die auch zum Ende nicht nachließ, war die Art, wie sie die wörtliche Rede der Charaktere aufgebaut hat. Denn so, wie in diesem Roman gesprochen wird, würde kein Mensch reden. Sie haben eine zum einen extrem sachliche Art beim Sprechen, führen dann alles ewig lange aus, meistens gespickt mit etlichen Fremdwörtern, Adjektiven und das Alles eher in einem Stil, den man vielleicht bei einem Professor oder ähnlichem im 19. Jahrhundert erwartet hätte. Als Beispiel hier mal ein Satz, den zudem auch noch wirklich ein Mann sagt:

"Dieser Anblick hatte mich auf emotionaler Ebene auf eine sehr intime, seltsame Art berührt und etwas in meinem Inneren hervorgerufen: Unruhe, Unsicherheit, Urängste..."

Ich finde das klingt einfach allgemein zu hochgestochen, zu pathetisch, als dass jemand wirklich solche Sätze genutzt hätte. Auf Dauer, muss ich gestehen, hat mich das auch ein wenig aggressiv gemacht, da ich einfach sehr genervt davon war, wie die Leute miteinander gesprochen haben. Zudem ist die Art, wie hier die Mitglieder des Ermittlungsstabes mit den Details des Falls umgehen auch einfach gruselig umgesetzt, denn so, wären sie vermutlich schon lange nicht mehr im Besitz ihres Jobs.

Davon abgesehen, zieht sich der Roman einfach elendig, da nicht wirklich etwas passieren will, man mit langen Absätzen, die wie aus Sachbüchern kopiert wirken, bombardiert wird und einfach keinerlei Spannung aufkommen mag. Zudem sind die Charaktere, denen man in diesem Buch begegnet alle sehr flach und zudem auch noch in dem Bisschen, das man zu ihnen erfährt, auch extrem seltsam und eigenartig. Wodurch auch keinerlei Identifikation zu einem dieser Charaktere mir auch nur im Ansatz möglich war.

Und selbst die Auflösung des Falls, war in meinen Augen eher mau und auch nicht wirklich so richtig logisch, ebenso, wie ich das ganze Buch nicht so wirklich verstehen konnte, da es für meine Begriffe einfach nur langweilig und zudem auch noch seltsam war, gespickt mit einem Schreibstil, der irgendwann immer zu leichten Aggressionen bei mir führte, wodurch ich auch immer wieder Pausen machen musste, um das Buch überhaupt beenden zu können.

Von daher eindeutig ein Krimi, den ich niemandem mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann.


Fazit

Sonntag, 17. November 2013

Rezension ~ Anna und Anna

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Anna und Anna
Autor: Charlotte Inden
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Ersterscheinung: 29. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446241728
ISBN-13: 978-3446241725
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Genre: Jugendbuch

 

Über die Autorin

Charlotte Inden, geboren 1979, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Film- und Fernsehwissenschaften in Marburg, London und Straßburg. Sie lebt mit ihrem Mann in Karlsruhe und arbeitet als Redakteurin bei einer Tageszeitung.


Inhaltsangabe/Klappentext

Anna und Jan verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch dann verliebt sich Anna in Jan, und der zieht auch noch ganz weit weg. Zum Glück gibt es Großmutter Anna, die nicht nur genauso heißt, sondern auch genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem plötzlich etwas fehlt. Als endlich der ersehnte Brief von Jan eintrifft, ist Oma Anna die Erste, die davon erfährt. Und Enkelin Anna ist die Einzige, mit der ihre Großmutter über Henri spricht, den mysteriösen Unbekannten, dem sie die ganze Zeit Briefe schreibt, die sie aber nie abschickt. Kann es Zufall sein, dass Jan und Henri beide in Amsterdam wohnen? Ein wunderschönes Jugendbuch, das von der Liebe und dem Erwachsenwerden erzählt


Rezension/Meinung

Mir wurde mit diesem Buch nicht umsonst ein besonderes Jugendbuch angekündigt, denn besonders ist es auf jeden Fall. Sowohl durch seine Aufmachung, seinen Stil, als auch seinen Inhalt. Ob jedoch besonders immer auch gut heißen sollte, ist eine andere Frage, denn ich sehe viele schöne und gute Punkte an diesem Buch, aber auch den ein oder anderen, den ich eher als weniger gelungen empfinde.

Was mich allein schon sehr gewundert hat, war die Oma. An sich ein Charakter, der einem glaube ich eher sympathisch werden sollte, der mir eher etwas suspekt war. Eine alte Dame, die ständig ihrer verlorenen Schönheit nachtrauert, vor allen Dingen ihre Beine betreffend, von denen sie zu Beginn der Geschichte gerade eins verloren hat. Dabei fand ich es durchaus schon schlimm, wie oft sie sich jetzt als hässlich bezeichnet, wo sie eine Prothese hat und wie sehr sie auch immer wieder darauf bedacht ist, zu erwähnen, dass ihr ein Bein fehlt. Gestört hat mich da, dass nie ganz klar wurde, warum Oma Anna ihr Bein verloren hat und zum anderen mochte ich es einfach nicht, dass die Oma Anna immer wieder Briefe an ihr Bein schreibt, die man keinem echten Briefpartner zuordnen konnte und eine Art Tagebuchersatz bilden. Irgendwann ging mir die Beinthematik einfach nur auf die Nerven.

Dafür ist es so, dass ich bei der jungen Anna, vor allen Dingen ihre Emotionen sehr schön dargestellt finde. Denn auch wenn oftmals die Szenen nicht lange an einer Stelle verweilen, wird das sehr schön und ich glaube auch für ein Jugendbuch passend erklärt. Die erste Liebe als eine verdammt schöne, aber manchmal auch schmerzhafte Erfahrung und mit allem, was beim Erwachsenwerden so dazu gehört. Und Anna lebt dieses Erwachsen werden richtig. Zumal ich es sehr schön finde, dass das Alles in dieser Briefform dargestellt ist, man oftmals auch nur den Brief der einen Seite liest und sich die anderen denken muss. Auch die Wahl einer blauen Schrift, die ein wenig an Tinte aus einem Füller erinnert, finde ich in diesem Zusammenhang sehr passend, wie auch die schön abwechslungsreich gewählten Kapitelanfänge, welche einfach diesen Charakter des Buches, von handgeschriebenen Briefen toll unterstützt.

Dabei fand ich es fast schon ein wenig störend, dass Oma Anna zu oft in den Fokus rückte und noch irgendwelche alten Familiengeschichten eingeflochten wurden etc. Allgemein hat das für mich den Roman einfach ein wenig überladen, da Anna, die für mich zunächst der wichtigste Charakter wirkte, immer wieder doch sehr ins Hintertreffen geriet, weil vielleicht ein bisschen zu viele Themen in das Buch eingebaut werden sollten.

Aber an sich finde ich es ein recht schönes Jugendbuch, auch wenn ich zugeben muss, dass mir das Ende nicht so ganz klar geworden ist, da es an sehr vielen Stellen sehr offen bleibt und ich mir da doch gerne noch ein bisschen mehr Erklärung erhofft hätte, aber vielleicht will die Autorin es auch einfach erreichen, dass die Leser sich am Ende noch ihre Lieblingsversion aus den Geschehnissen herausinterpretieren können.


Fazit

Freitag, 15. November 2013

Rezension ~ Sternensturm

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Sternensturm
Autor: Kim Winter
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Planet Girl
Ersterscheinung: 18. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522503090
ISBN-13: 978-3522503099
Genre: Jugendbuch / Sience-Fiction / Dystopie
Reihe: Sternen-Trilogie
Band: II


 

Über die Autorin

© Claudia Geipel
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“


Inhaltsangabe/Klappentext

Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst.


Rezension/Meinung

Der zweite Band der Sternen Trilogie von Kim Winter und ich muss ehrlich zugeben, zu Beginn hatte ich doch glatt ein wenig Probleme mich wieder in die Geschichte einzufinden, auch wenn ich nicht wirklich sagen kann, woran das lag. Es war nämlich weder ein großer Sprung zum ersten Band vorhanden, als zeitlich gesehen, auch wenn ein leichter da war, noch war irgendetwas vom Stil oder ähnlichem her, so vollkommen anders, als im ersten Band.

Trotzdem fiel mir der Einstieg seltsam schwer. Letztendlich wurde es aber deutlich besser, nachdem ich es geschafft hatte, mich endlich durch die ersten paar Seiten bzw. Kapitel zu schlagen. Jedoch muss ich gestehen, fand ich diesen Band doch auch noch ein kleines bisschen weniger gut, als noch seinen Vorgänger, was wohl auch daran lag, dass trotzdem jetzt einiges neues an Handlung in die Geschichte einfloss, diese mir etwas zu stark auf der Liebesbeziehung von Mia und Iason lag und es mir einfach im Zusammenhang mit dem restlichen Inhalt ein wenig zu übermächtig wichtig wurde. Auch wenn es alles sehr schön beschrieben ist. Man die Gefühle auch wirklich spüren kann, welche die Charakter im Roman durchleben.

Allgemein ist es mir aber eh einfach wichtig, dass eine Geschichte auch eine sinnvolle Handlung aufweist, die ich hier auf jeden Fall auch finden kann, obwohl ich zugeben muss, dass mir manche Dinge einfach nicht ganz so logisch erschienen, wie ich es gern gehabt hätte, vor allem, die Gegner, d.h. Lokondras Leute betreffen.

Insgesamt fand ich es auch fast ein wenig zu leicht durchschaubar, worauf es am Ende dieses Bandes hinauslaufen wird, wie die Dinge liegen, vor allen Dingen, aus welcher Richtung die Gefahr ganz eindeutig kommt, weil es für mich einfach die einzig logische Schlussfolgerung war. Das hat mir zwar die Spannung nicht wirklich genommen, war aber durch das irgendwie offensichtliche ein wenig schade.

Davon abgesehen, hat mir dieses Buch aber wieder viel Spaß gemacht beim Lesen, auch wenn ich ein paar Abstriche gebe im Verhältnis zu dem, was ich zum ersten Band gedacht habe. Gespannt, wie es weitergehen wird, bin ich aber auf jeden Fall! 


Fazit

Donnerstag, 14. November 2013

Rezension ~ Im Dunkel der Schuld

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Im Dunkel der Schuld
Autor: Rita Hampp
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 9. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357507
ISBN-13: 978-3453357501
Genre: Thriller


 

Über die Autorin

Rita Hampp, Jahrgang 1954, hat ihre Kindheit in Norddeutschland, die Jugendjahre in Bad Mergentheim verbracht. Nach lustlosem und unvollendetem Jurastudium wechselte sie in den Journalismus. Zwanzig Jahre blieb sie der unterfränkischen Regionalzeitung "Main-Post" in Würzburg treu, lernte zunächst als Leiterin der Kitzinger Lokalredaktion die ganze Bandbreite des Lebens kennen und spezialisierte sich für weitere zehn Jahre überörtlich als Rechts- und Gerichtsberichterstatterin. Während eines mehrjährigen Aufenthalts in New York und Virginia studierte sie book publishing, bildete sich im kreativen Schreiben weiter und wagte schließlich den Sprung in die Schriftstellerei. Als sie im Jahr 2000 ins malerische Baden-Baden zog, entfaltete sich spontan ihre mörderische Fantasie und sie begann, die berühmten Schauplätze der Stadt als mögliche Tatorte zu betrachten. Im September 2005 erschien im Emons-Verlag ihr erster Baden-Baden-Krimi "Die Leiche im Paradies" . Die in sich abgeschlossene Fortsetzung, "Tod auf der Rennbahn", erschien im September 2006, der dritte Band mit dem Baden-Badener Traum-Trio "Mord im Grandhotel", im September 2007. Nach einer Publikationspause ging die beliebte Serie mit "Baden-Badener Roulette" in die vierte Runde. Auch Einsteiger, die die ersten Bände noch nicht kennen, kommen hier jederzeit voll auf ihre Kosten. Wer allerdings vorhat, alle vier Bände zu lesen, dem sei empfohlen, die Reihenfolge einzuhalten, weil sich ein Handlungsstrang vom ersten bis zum vierten Band weiterentwickelt. Es folgte 2012 ein Genre-Wechsel. "Das Rosenhaus am Merkur", ein Unterhaltungsroman, spielt aber wiederum in ihrer Heimat, der Rosenstadt Baden-Baden. Auch ihr erster Psychothriller "Im Dunkel der Schuld", soeben im Diana-Verlag erschienen, spielt zum Teil in Baden-Baden.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Vergangenheit ist nie zu Ende. Ebba hat gelernt, mit den schrecklichen Erinnerungen an ihre Kindheit zu leben. Sie und ihre Geschwister wurden vom Vater psychisch gequält bis er bei einem Unfall ums Leben kam. Danach scheint die Familie zum ersten Mal Frieden zu finden. Doch als Ebbas Bruder unter mysteriösen Umständen stirbt, holt sie die Vergangenheit mit voller Wucht wieder ein. Hatte sein Tod, wie die Polizei glaubt, wirklich natürliche Ursachen? Oder gibt es jemanden, der Ebbas tiefste Ängste kennt? Jemanden, der in die dunkelsten Winkel ihrer Seele blicken kann?



Rezension/Meinung

In meinen Augen zwar nicht der am stärksten auch an die Psyche des Lesers gehende Psychothriller, den ich bisher gelesen habe, aber auf jeden Fall einer, der beim Lesen extrem viel Spaß macht, da er einfach spannend ist.

Ein wenig schade ist in meinen Augen, dass man als Leser einfach weiß, dass die Dinge, die passieren wirklich real auch geschehen und jemand fremdes beteiligt ist, sich Ebba also nicht alles eventuell nur einbilden könnte, was ich bei einem Psychothriller selbst einfach immer noch am spannendsten finde, wenn man als Leser selbst nicht so genau einschätzen kann, ob die Dinge nun wirklich geschehen oder nicht.

Trotzdem hat die Autorin einfach mit den Charakteren eine Gruppe geschaffen, bei der man einfach nur zu gut merkt, wie sich die Vergangenheit auswirken kann, denn selbst ohne die mysteriösen Geschehnisse, wäre doch einiges bei ihnen im Argen. Und genau das fand ich ehrlich extrem klasse dargestellt, zumal daraus auch einfach viel der Spannung resultierte, da man nur in groben Zügen wusste, warum sie sind, wie sie sind. Außerdem war die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart durch ihre Geschichte einfach klasse gemacht.

Auch war es nicht vollkommen simple herauszufinden wer eigentlich der Täter ist und welches Motiv eigentlich hinter den Taten steht. Dabei hat man selbst doch auch seine eigenen Ideen, wer vielleicht doch hinter dem Täter stecken könnte, was einfach auch Spaß macht, wenn man gern selbst mit ermittelt.

Gegen Ende gab es noch ein paar kleine Punkte, die ich nicht ganz verständlich fand, da mir dann gewisse Verdächtigungen und ähnliches von Ebbas Seite aus nicht ganz stimmig vorkamen, aber ansonsten muss ich sagen, handelt es sich um einen ehrlich sehr guten Thriller, der mir sehr gefallen hat.

Man sollte nicht zu großen Wert auf den psychologischen Aspekt bei diesem Thriller legen, denn der ist zwar vorhanden, aber eher schwach. Will man aber einfach ein spannendes Buch lesen, der deutliche Aspekte hin zu einem Psychothriller aufweist und einfach auch interessante Charaktere hat, dann liegt man mit diesem Buch genau richtig!


Fazit

Dienstag, 12. November 2013

Rezension ~ Doctor Sleep

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Doctor Sleep
Autor: Stephen King
Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 28. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453268555
ISBN-13: 978-3453268555
Originaltitel: Doctor Sleep
Genre: Horror / Mystery / Thriller
Reihe: Shining
Band: II

 

Über den Autor

© Amy Guip 2006
Stephen King, 1947 in Portland im US-Bundesstaat Maine geboren, studierte Englisch und arbeitete zunächst als Englischlehrer. Sein Einkommen reichte jedoch kaum aus, um seine Familie zu ernähren, so dass er sich mit diversen Nebenjobs – unter anderem als Bügler in einer Wäscherei – ein Zubrot verdiente. In seiner spärlichen Freizeit schrieb er Kurzgeschichten. Obwohl er hin und wieder eine seiner Geschichten verkaufen konnte, blieb der Erfolg als Schriftsteller aus. Mehrere von ihm verfasste Romane wurden von Verlagen abgelehnt. Erst 1974 gelingt ihm mit seinem Roman „Carrie“ der Durchbruch als Schriftsteller. Die Einnahmen aus den Buchverkäufen ermöglichen es ihm, seinen Beruf als Lehrer aufzugeben und sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Kurze Zeit später erscheint sein zweiter Roman „The Shining“, welcher ebenfalls ein großer Erfolg wird. Beide Bücher werden erfolgreich verfilmt, „The Shining“ etwa unter der Regie von Stanley Kubrick mit Jack Nicholson in der Hauptrolle. In den folgenden Jahren veröffentlichte Stephen King zahlreiche Romane und Kurzgeschichtensammlungen, die allesamt große Erfolge wurden.
Zudem veröffentlicht er den Fortsetzungsroman „The Green Mile“ und – unter dem Pseudonym Richard Bachmann – die zeitlich vor „Carrie“ verfassten, damals jedoch nicht veröffentlichten Romane. Den achtbändigen Dark-Fantasy-Zyklus „Der Dunkle Turm“ um den Revolvermann Roland, 2012 mit „Wind“ abgeschlossen, bezeichnet King selbst als sein wichtigstes Werk. Auch während und nach Abschluss einer großen „Turm“-Saga bleibt King ein überaus produktiver Autor. So veröffentlicht er in kurzem zeitlichen Abstand die Novelle „Colorado Kid“ (2005), die Romane „Puls“ (2006), „Love“ (2006) und „Wahn“ (2008), sowie die Kurzgeschichtensammlung "Sunset" (2008). Zahlreiche Romane und Kurzgeschichten Kings wurden für Fernsehen und Kino verfilmt. „The Green Mile“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle wurde für vier Oscars nominiert. King selbst wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und zählt zu den erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und erreichen eine weltweite Gesamtauflage von über 400 Millionen Exemplaren. Im Jahre 2003 erhielt er den „National Book Award“ für sein Lebenswerk.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Fortsetzung von "Shining":
Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten? 

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf.


Rezension/Meinung

Ich bin keiner der typischen Stephen King Fans und habe bisher auch nur zwei Bücher von ihm gelesen, wobei eins davon auch noch im Englischen unter einem Pseudonym veröffentlicht wurde und kein typischer King ist. Und das einzige Buch, was ich bisher von diesem Autor kannte, war nicht »Shining«. Von daher fehlten mir natürlich für diese Fortsetzung so einige Punkte in meinem Wissen, um das Buch wirklich von Beginn an vollkommen verstehen zu können.

Es war daher für mich ein eher ungewohnter Einstieg, mit Charakteren, die so wirkten, als müsste ich sie und ihre Hintergrundgeschichte schon kennen und meinem Problem, zunächst wirklich zu begreifen, um was es sich beim "Shining" eigentlich handelt. Und trotzdem gelingt es King einen gefangen zu nehmen, auch wenn man eigentlich immer noch ein paar Fragen hat, die sich aber nach und nach klären und das Gute ist, man benötigt auch nicht alles an Wissen aus »Shining«, um »Doctor Sleep« zu verstehen.

Dabei ist es einfach interessant, wie King seine Charaktere aufbaut, vor allen Dingen die Beziehung zwischen Dan und Abra hat mir extrem gut gefallen, durch die Art, wie sie sich langsam entwickelt und einfach alles zu passen schien, nichts dabei vollkommen unnatürlich oder unstimmig wirkte. Zudem sind die beiden auch einfach von ihrer Art her einfach ganz tolle Charakter und haben auch eindeutig ihre kleinen Fehler, was sie mir auch noch ein wenig sympathischer gemacht hat. Vor allen Dingen Abra ist ein Charakter, der irgendwie besonders ist, genau wie Azzie, der zwar nur eine Nebenrolle spielt, aber mir einfach sehr gefallen hat.

Dazu kommt dann auch noch, dass sie Story wirklich interessant ist, da man die Bösen irgendwie auch ein wenig versteht und sie gleichzeitig auch verabscheut. Trotzdem ist es einfach spannend, wie doch King das Böse oder auch einfach Unnatürliche im Natürlichen und Bekannten zu präsentieren und zu verstecken, was einfach das gesamte Lesen immer wieder spannend macht. Er schafft es einfach einen vollkommen gefangen zu nehmen, so dass man weiterlesen muss und das teils mit sehr einfachen Methoden.

Und es würde mir auch ehrlich schwer fallen, diesem Buch wirklich ein Genre zu geben, denn es ist nicht wirklich Horror, nicht wirklich Thriller, vielleicht eher Mystery, aber in meinen Augen auch nicht ganz und gerade auch das, macht es für mich zu einem guten Buch, dass man es nicht richtig in eine Schublade stecken kann, es voller interessanter Charaktere steckt, eine extrem spannende und interessante Handlung hat und man einfach immer wieder das Gefühl hat, dass man weiterlesen muss.

Wobei es auch immer wieder spannend ist, welche gesellschaftlichen Themen, wie Alkoholsucht, der Kontakt von einem Erwachsenen zu einer Minderjährigen etc. aufgegriffen werden, wodurch auch noch ein Tiefgang in dieses Buch eingebracht wird, denn ich so nicht erwartet hätte,

Ein Buch, dass ich einfach nur jedem, der spannende Literatur und vor allen Dingen natürlich auch sehr gern einen King liest, nur empfehlen kann, denn ich finde das Buch ehrlich sehr gelungen und hatte extrem viel Spaß beim Lesen, auch ohne jegliches Vorwissen aus »Shining«. 


Fazit

Montag, 11. November 2013

Neuzugänge November #1

Einen schönen Tag wünsche ich euch allen!

Da wieder so einige Bücher bei mir eingezogen sind über die letzten Tage, wollte ich sie euch allmählich wieder vorstellen, bevor mir der Post wieder zu groß würde und ich ihn teilen muss!

Allgemein ist es diesmal doch auf jeden Fall ziemlich Thriller- und Krimi-lastig, was da bei mir angekommen ist. Um genau zu sein, bis auf ein Buch meiner Neuzugänge, tummelt sich alles andere in diesem Bereich :D Aber naja, mir als Krimitante liegt das ja ;o) Auch wenn ich zwischendrin auch immer mal wieder gern auch etwas anderes lese.

Anfangen will ich mit einem Buch, das ich über das Wochenende schon durchgelesen habe und dessen Autor wohl jedem von euch etwas sagen wird. Zugeben muss ich dabei, ich hatte bisher von ihm nur zwei Bücher gelesen und eins davon hatte er auch noch unter einem Pseudonym veröffentlicht!

  Inhaltsangabe
Die Fortsetzung von "Shining": Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten? 

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf.


Ich muss ja ehrlich zugeben, ich war nie derjenige, der unbedingt der Meinung war King lesen zu müssen, fand die Bücher, die ich von ihm kannte aber auf jeden Fall klasse. Bei diesem Buch hier war es für mich am Anfang doch noch ein bisschen schwer, ich kannte schließlich »Shining« so gar nicht, aber das Buch macht auch ohne dieses Wissen Spaß, das schonmal der Rezension vorweggenommen :D

Zudem habe ich auch auch gleich noch einen weiteren Neuzugang ziemlich schnell beendet, einfach auch, weil er dann doch ziemlich spannend war!

Inhaltsangabe
Die Vergangenheit ist nie zu Ende. Ebba hat gelernt, mit den schrecklichen Erinnerungen an ihre Kindheit zu leben. Sie und ihre Geschwister wurden vom Vater psychisch gequält bis er bei einem Unfall ums Leben kam. Danach scheint die Familie zum ersten Mal Frieden zu finden. Doch als Ebbas Bruder unter mysteriösen Umständen stirbt, holt sie die Vergangenheit mit voller Wucht wieder ein. Hatte sein Tod, wie die Polizei glaubt, wirklich natürliche Ursachen? Oder gibt es jemanden, der Ebbas tiefste Ängste kennt? Jemanden, der in die dunkelsten Winkel ihrer Seele blicken kann?


Ich war von dem Buch ehrlich ein wenig überrascht und zwar auch eher positiv überrascht. Zudem hat es einfach Spaß gemacht es zu lesen, auch wenn ich jetzt den psychologischen Aspekt bei diesem Thriller nicht ganz so hoch werten würde, wie bei manch anderem Psychothriller.

Jetzt nach zwei Thrillern, will ich erstmal noch zu ein paar der Krimis kommen, damit wir wenigstens ein kleines bisschen Abwechslung in diesen Ausführungen hier haben.

Inhaltsangabe
Die junge und attraktive Lady Michelle Carter-Jones ist tot, angeblich ist es Selbstmord – und das, obwohl sie wenige Tage zuvor zusammen mit Mabel Clarence eine große Geburtstagsparty für ihren älteren, an den Rollstuhl gefesselten Ehemann geplant hat. Für Mabel steht fest: Allen scheinbaren Beweisen zum Trotz - da kann etwas nicht stimmen! Als Pflegerin für Lord Carter-Jones getarnt, schleicht sie sich auf dem Herrensitz Allerby House ein und kommt einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Spur, das sie selbst in größte Gefahr bringt.


Ich habe schon den letzten Band mit Mabel gelesen und der war einfach nur genial! Deswegen freue ich mich auch schon mächtig darauf Mabel jetzt in diesem Band wieder zu treffen! :o)


Inhaltsangabe
Ausgerechnet in Mödling. Nick Stein, Profiler und Starermittler beim Bundeskriminalamt, hat von Anfang an ein flaues Gefühl im Magen, als er mitten in der Nacht zu einem Tatort in seiner Heimatstadt gerufen wird. Als er die Leiche sieht, trifft ihn fast der Schlag: Susanne Rippel, seine alte Schulkollegin, die er und seine Kumpels immer wegen ihres Übergewichts gehänselt hatten. Eigentlich müsste er den Fall abgeben, denn die Ermittlungen führen mitten hinein in seine alte, feierfreudige Clique, die mittlerweile zur guten Mödlinger Gesellschaft gehört. Andererseits ist er der beste Mann des BK. Private Gefühle können doch einen Nick Stein nicht ablenken, er ist schließlich promovierter Psychologe mit Dutzenden Zusatzausbildungen. Denkt er. Aber der charismatische Nick kann den Frauen nach wie vor genauso wenig widerstehen wie sie ihm. Und nur ganz tief im Unterbewusstsein warnt eine leise Stimme, dass er den Lebensstil seiner alten Freunde seinerzeit nicht grundlos aufgegeben hat. Als sich auch noch der Bürgermeister einmischt und ein zweiter Mord geschieht, ist es mit der professionellen Distanz dann endgültig vorbei, denn hinter den bürgerlichen Fassaden lauert das nackte Grauen.


Das Buch hat mich einfach schon extrem durch dieses schlichte, aber so passende Cover angezogen. Zudem klingt der Krimi auch ziemlich spannend und ich bin schon so neugierig, ob er halten kann, was er mir verspricht :D

Inhaltsangabe
Der russischstämmige Chefermittler der Mordkommission Zürich, Maxim Charkow, wird mit einer Serie mysteriöser Mordfälle in katholischen Kirchen konfrontiert. Der Täter hinterlässt bei seinen Opfern Insignien der heiligen Sakramente. Charkows schlimmste Befürchtung, einen religiös motivierten Serientäter jagen zu müssen, scheint sich zu bestätigen. Erst der dritte Mord führt ihn auf eine neue, weitaus gefährliche Spur und in ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte …


Irgendwie klingt das Ganze für mich einfach nur mächtig interessant und spannend und vor allen Dingen auch so, als wäre es nicht so, dass es zu sehr in das Kirchliche abdriftet, aber so Annotationen davon hat, was ich in dem Fall so genial finde, weil es darum letztendlich ja doch nicht gehen wird. Also ich bin auf jeden Fall schon sehr neugierig :D

Inhaltsangabe
Ella Brandt ist am Ende. Fertig. Den Job los. Den Mann los. Auf Juist sucht die Münsteraner Journalistin Rettung in der Dunenburg-Klinik. Rettung vor sich selbst, vor einem Leben, das sich nur noch falsch anfühlt. So schlimm wie befürchtet sind die Klinik und die anderen Patienten gar nicht. Vor allem versteht Dr. Rottmann sein Handwerk. Die Spezialtherapie des Chefarztes soll wahre Wunder wirken. Dazu das Meer, die Dünen. Und dieser Lysander hat es ihr angetan, muss sich Ella widerwillig eingestehen. Schade, dass der sich mehr für ihre depressive Tischnachbarin Mascha interessiert. Eines Morgens ist Mascha tot. Selbstmord, heißt es. Doch erst als auch noch die beste Schwimmerin unter den Patienten „ertrinkt“, wacht Ella auf: Hier stimmt etwas nicht! Wenn sie überleben will, muss sie kämpfen. Nicht nur gegen ihre eigenen Dämonen …


Ich bin schon ehrlich neugierig, wie viel Thriller dieser Roman sein wird, denn bisher kenne ich nur Krimis und Historisches aus diesem Verlag und bin ehrlich extrem neugierig, wie sich ein Thriller von ihnen machen wird. Auf jeden Fall hat mich mal wieder der Klappentext gereizt :o)

Inhaltsangabe
Belfast befindet sich im Ausnahmezustand. Detective Sergeant Sean Duffy ist neu in der Stadt, und gleich bei seinem ersten Fall der Suche nach einem Serienkiller muss er sich ins Zentrum des Terrors begeben. 
Sean Duffy ist wahrscheinlich der einzige katholische Bulle in ganz Nordirland, denn es ist 1981, und "katholisch sein" steht vor allem für eins: IRA. Die Paramilitärs haben der Polizei den Krieg erklärt, nehmen sie, wo es nur geht, unter Beschuss, jagen Polizeiautos in die Luft. Ihnen gilt Duffy als Verräter. Doch auch unter den Kollegen in Carrickfergus, einem Vorort von Belfast, wohin er nach seiner Beförderung gerade erst versetzt wurde, muss sich der junge Polizist sein Ansehen erkämpfen. Entlang der Frontlinien ermittelt Duffy in zwei Mordfällen, hinter denen ein Serienkiller zu stecken scheint. Eines der Opfer stand in Verbindung mit den höchsten IRA-Kreisen, wo Duffy auf eine Mauer des Schweigens trifft, da jeder, der den Mund aufmacht, mit dem Schlimmsten rechnen muss


Dieses Buch habe ich mir von einer Freundin geliehen, die zwar meinte, es wäre ein bisschen seltsam, aber irgendwie auch nicht schlecht. Ich bin dadurch auf jeden Fall neugierig geworden und bin jetzt schon gespannt, was ich am Ende dazu sagen werde.

Inhaltsangabe
Ein gnadenloser Killer jagt die Exfrau eines mächtigen Unternehmers und einen wortgewandten Gangster durch Irland. Ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende alle ihren Frieden finden und sei es im Tod. 
Killian ist ein Spezialist darin, Menschen zu finden, die nicht gefunden werden wollen. Richard Coulter, Besitzer einer Fluglinie mit Beziehungen zu den höchsten politischen Kreisen Irlands, bietet ihm eine halbe Million Pfund, wenn er seine Exfrau Rachel und die beiden Töchter zu ihm zurückbringt. Killian wittert den Job seines Lebens, doch er stellt bald fest, daß er nicht der erste ist, der sich an Rachel die Zähne ausbeißt. Als er merkt, daß ein russischer Killer auf ihn angesetzt wurde, und ihm klar wird, daß es um mehr als eine Familienangelegenheit geht, muß Killian sich entscheiden, auf wessen Seite er steht.


Wie man sieht, die beiden Bücher haben den selben Autor! Zu diesem hier bin ich übrigens dadurch gekommen, dass mein Kollege das andere Buch bei mir gesehen hat und meinte: "Von dem hatte ich doch auch schon eins, das hatte ich dir doch gegeben, oder?" Einen Tag nach meinem Verneinen dieser Aussage, hatte ich das Buch dann bei mir auf dem Tisch liegen :D

Und jetzt, last but not least, das einzige nicht Krimi oder Thriller exemplar unter meinen Neuzugängen!

Inhaltsangabe
Die 26-jährige Serena wird durch einen Anruf ihres Bruders in Angst und Schrecken versetzt: Fabian, ein begabter Physiker, ist den dunklen Machenschaften eines mächtigen Konzerns auf die Spur gekommen und in Nordamerika untergetaucht. Von vorahnungsvollen Träumen geplagt, macht Serena sich gemeinsam mit Fabians Freund, dem Indianer Shane Storm Hawk auf, ihren Bruder zu finden. Die Suche, bei der sie schnell selbst zu Verfolgten werden, führt sie durch den Westen der USA bis nach Kanada. Serena fühlt sich stark zu Shane hingezogen, doch nun stehen auch ihre Leben auf dem Spiel. Sie muss auf die mystischen Zeichen vertrauen, nicht nur um Fabians Willen, sondern auch um ihrer Liebe zu Shane eine Chance zu geben.


Dieses Buch zählt auch wieder zu denen, die ich schon ein wenig angefangen habe und bisher gefällt es mir auch noch recht gut, auch wenn es mir ein bisschen weniger in Richtung der Religion sein dürfte. Vor allen Dingen der Christlichen, denn etwas über den eher unbekannten indianischen Glauben zu erfahren ist doch durchaus interessant. Aber mal gucken, wie es sich weiterentwickelt :o)



Das waren auch schon wieder meine Neuzugänge und ich bin der Meinung, dass es doch auch schon wieder relativ viele sind :D Von daher, erstmal sind es ausreichend, auch wenn ich nicht ausschließen will, dass noch ein paar dazu kommen!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Samstag, 9. November 2013

Rezension ~ Never Go Back

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Never Go Back
Autor: Lee Child
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Bantam Press
Ersterscheinung: 29. August 2013
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0593065751
ISBN-13: 978-0593065754
Genre: Agententhriller
Reihe: Jack Reacher
Band: XVIII


 

Über den Autor

© Jerry Bauer
Lee Child wurde 1954 in Coventry, England geboren. Hinter dem Pseudonym Lee Child verbirgt sich der Thrillerautor Jim Grant, der zunächst Jura studierte und dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen arbeitete. Bei Granada Television betreute er zahlreiche Thrillerserien, u.a. "Prime Suspect" ("Heißer Verdacht") oder "Cracker" ("Für alle Fälle Fitz"), in Summe war er bei der Übertragung von mehr als 40.000 TV-Programm-Stunden beteiligt, bevor er 1995 der Fernsehwelt und England den Rücken kehrte. Child zog in die USA und beschloß Romanautor zu werden. Mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller "Killing Floor" (dt. Titel: "Größenwahn") landete er 1997 gleich einen internationalen Bestseller. Weitere Romane, in deren Mittelpunkt der ehemalige US-Militärpolizist Reacher steht, folgten. Er wurde mit mehreren hoch dotierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem "Anthony Award", dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur. Lee Child lebt zur Zeit mit seiner Frau Jane in New York.


Inhaltsangabe/Klappentext

After an epic and interrupted journey all the way from the snows of South Dakota, Jack Reacher has finally made it to Virginia. His destination: a sturdy stone building a short bus ride from Washington D.C., the headquarters of his old unit, the 110th MP. It was the closest thing to a home he ever had. Why? He wants to meet the new commanding officer, Major Susan Turner. He liked her voice on the phone. But the officer sitting behind Reacher's old desk isn't a woman. Why is Susan Turner not there? What Reacher doesn't expect is what comes next. He himself is in big trouble, accused of a sixteen-year-old homicide. And he certainly doesn't expect to hear these words: ‘You're back in the army, Major. And your ass is mine.' Will he be sorry he went back? Or – will someone else?


Rezension/Meinung

Dieses Buch war mein erster Jack Reacher und es war doch schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig in diese Reihe mit Band 18 einzusteigen, weil ich mich doch an manchen Stellen schon gefragt habe, was bloß vorher war, was für eine Art Mensch der Protagonist Jack Reacher wirklich sein dürfte und auch, wenn man das Vorwissen nicht zwingend brauchte, fiel mir doch immer wieder auf, dass es mit Vorwissen, sicherlich leichter gewesen wäre.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn ich mich nicht der ganz großen Begeisterung vieler anschließen kann. Vor allen Dingen hatte ich einfach nicht das Gefühl, dass das Buch so actionreich sei, wie viele bisher darüber geschrieben haben. Viel mehr erschien mir das Buch eher etwas dahin zu plätschern und ab und an mal einen etwas actionreicheren Moment zu haben, aber nicht so, dass ich es mit der Action aus z.B. einem typischen Actionfilm vergleichen könnte. An vielen Stellen war es einfach etwas zu ruhig und zog sich fast.

Und auch, wenn das Buch für mich nicht voller Spannung war, war es trotzdem nicht uninteressant, denn der Fall selbst, war durchaus sehr spannend gestaltet, da man nicht wirklich wusste, was die Wahrheit sein wird, wer dahinter steckt und was überhaupt am Ende bei der Geschichte herauskommen wird. Dabei war es auch einfach so, dass Jack Reacher und seine Begleitung zwei Charaktere waren, die mir auf ihre Weise sympathisch wurden, auch wenn ich sie beide auch oftmals sehr seltsam fand, aber das bringt vielleicht einfach ihre Militärzugehörigkeit mit sich.

Es hat eindeutig Spaß gemacht das Buch zu lesen und mitzuerleben, wie die beiden auf der Flucht sind und gleichzeitig grob zu wissen, wie weit die Verfolger wirklich informiert sind, was das Buch für mich auf jeden Fall sehr voran gebracht hat. Nur das Ende hat es mir dann doch noch ein wenig vermiest, denn irgendwie war da etwas für mich, was ich nicht ganz rund fand, vielleicht, weil es am Ende zum einen zu einfach war und zum anderen doch auch wieder so, dass man als Leser allein nicht hätte auf die Lösung kommen können, was mich immer ein wenig wurmt, denn ich mag es nicht, wenn der Gegner am Ende ein vollkommen Unbekannter zu sein scheint.

Jedem Jack Reach-Fan ist das Buch sicherlich zu empfehlen und auch ansonsten macht es beim Lesen Spaß, auch wenn ich keinen extrem actionreiche Unterhaltung versprechen würde.


Fazit

Freitag, 8. November 2013

Rezension ~ Heiß

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Heiß
Autor: Gerd Schilddorfer
Gebundene Ausgabe: 669 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe
Ersterscheinung: 16. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345540426X
ISBN-13: 978-3455404265
Genre: Thriller
Vorgänger Band: Falsch
Band: II


 

Über den Autor

Gerd Schilddorfer ist in Wien geboren und aufgewachsen. Er war Reporter, Journalist und Fotograf, arbeitete sechs Jahre lang an der Dokuemtationsserie "Österreich II" von Hugo Portisch als Chefreporter mit, ist seitdem Reisender, Weltenbummler und begeisterter Motorradfahrer, Hobbykoch, Autor und Storyteller. Er lebt und arbeitet in Wien, Berlin, Niederösterreich und wo immer es ihn hinverschlägt. Zusammen mit David G. L. Weiss hat er drei Thriller geschrieben, die zwischen 2009 und 2011 erschienen sind. Die nächste Trilogie, die mit "Falsch"  beginnt, erscheint bei Hoffmann und Campe in Hamburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine mörderische Jagd nach dem größten Geheimnis der Antike. Ein alter, weiser Künstler im Hindukusch, grausam ermordet. Eine schöne Archäologin, niedergestochen in Alexandria. Ein Berliner Nachtwächter mit durchgeschnittener Kehle. Die Spuren führen zu einem sagenumwobenen Grab in der Sahara, seit Jahrhunderten bewacht von Skorpionen, dessen Geheimnis so kostbar ist, dass Menschenleben wenig zählen ... John Finch, der nicht mehr ganz junge, dafür umso tollkühnere Pilot, erhält einen fast unmöglichen Auftrag: Er soll den Polizeichef einer pakistanischen Kleinstadt ausfliegen, der hinter dem Mord an dem alten Mann westliche Geheimdienste vermutet und so plötzlich zum Gejagten wird. Für Finch ist kein Auftrag zu gefährlich - doch in Europa angekommen, beginnt für Finch und seine Verbündeten ein Wettlauf um ihr Leben. Sie haben in ein Wespennest gestochen: Ihre Gegner sind nichts weniger als dem unbekannten Grab Alexanders des Großen und einem verschwundenen Geheimdienstarchiv auf der Spur. Eine atemlose Jagd rund um den Globus und quer durch die Zeiten beginnt ...


Rezension/Meinung

Wieder eins dieser Bücher, bei denen ich den Vorgänger nicht kenne, aber bei dem ich auch ehrlich zunächst gar nicht gewusst hätte, dass es denn einen gibt. Irgendwann fiel mir nur beim Lesen dann doch auf, dass irgendwie eine Vorgeschichte da sein muss, denn die Charaktere schien teilweise einiges zu verbinden, aber es war gleichsam deutlich was es ist, wie auch irgendwie wieder vollkommen unklar.

Was mir an diesem Buch aber ganz besonders gefallen hat, sind die vielen unterschiedlichen Charaktere, die es einfach extrem spannend gemacht haben. Allein zu Beginn, wo viel zwischen Charakteren, ihren Aufenthaltsorten etc. gesprungen wird, ist man einfach extrem verwirrt, aber es ist gleichzeitig so spannend. Man weiß einfach noch nicht wirklich etwas und dann muss man sich auch noch mit so vielen unterschiedlichen Situationen und Menschen auseinandersetzen, dass einem gar nicht langweilig werden kann. Zumal man sich auch einfach die ganze Zeit fragen muss, wie das bloß alles irgendwann zusammenkommen wird. Und irgendwann beginnt man es dann zu durchschauen, was ich einfach nur klasse gemacht finde. Zumal die vielen kleinen Abschnitte, in welche die Hauptkapitel aufgrund der vielen Orte unterteilt sind, das Lesen einfach sehr angenehm machen. Man erfährt immer wieder was Neues und es tauchen einfach keine größeren Längen auf.

Dabei ist die Geschichte auch einfach nur interessant, da man sich immer nur fragen muss, warum machen diese Personen das, was steckt hinter dem Ganzen, wer steckt bloß dahinter etc. Es ist einfach von der Gestaltung der Geschichte her ein klasse Buch, was auch an vielen Stellen mit grandioser Action aufwarten kann und so viel Spaß macht beim Lesen. Wobei doch auch die ein oder andere amüsante Stelle nicht fehlt, was einfach eine super Ergänzung bei einem solchen Buch für mich ist.

Nur eine Kleinigkeit hat mir nicht ganz gefallen. Das Ende war etwas schnell da und auch wieder nicht. Vieles wird noch aufgeklärt, aber bei manchem hatte ich einfach das Gefühl, dass der letzte Fetzen noch fehlt, damit es auch bei mir gänzlich verständlich ankommt. Vor allen Dingen bei dem, was hinter der ganzen Geschichte steckte, wurde mir etwas zu wenig Aufklärung gegeben, was letztendlich aus dem Wissen gemacht wurde, auch wenn ich es an sich schön gemacht fand, dass es zu jedem Charakter noch ein Ende gab, so dass man bei keinem im Regen stehen gelassen wurde, was aus ihm wurde.

Ein Buch, dass ich jedem der gerne ein spannendes Buch lesen möchte, bei dem es auch ab und an ein wenig hoch her geht, nur empfehlen kann.


Fazit

Donnerstag, 7. November 2013

Rezension ~ Was danach geschah

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Was danach geschah
Autor: James Kimmel
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag:
Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 14. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10:
3548284833
ISBN-13:
978-3548284835
Originaltitel:
The Trial of Fallen Angels 
Genre: Roman
 

Über den Autor

James Kimmel ist Anwalt und beschäftigt sich insbesondere mit der Verbindung zwischen Gesetz und Spiritualität. Außerdem hilft er psychisch Kranken und Drogenabhängigen im Umgang mit dem Strafjustizsystem. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Pennsylvania.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als die Anwältin Brek Cuttler an einem verlassenen Bahnhof aufwacht, weiß sie nicht, was passiert ist. Ihre kleine Tochter ist weg, und weit und breit sieht sie keinen Menschen. Brek ist tot. Im Jenseits muss sie nun andere Verstorbene vor dem Jüngsten Gericht verteidigen. Ihre Mandanten haben alle große Schuld auf sich geladen. Und dennoch hat ihr Handeln auch Gutes hervorgebracht. Brek lernt ihre größte Lektion, und sie muss erkennen, dass Gott den schmalen Grat zwischen Gut und Böse immer im Blick hat.



Rezension/Meinung

Eine Kleinigkeit vorweg, man sollte bei diesem Roman nicht erwarten, dass er wirklich dem Klappentext entspricht. Ich fand die Idee hinter diesem Roman, die sich mir mit dem Klappentext eröffnet hat, einer Art, Leben-nach-dem-Tod, dass dann für manche so aussieht, dass sie die Seelen anderer vor dem jüngsten Gericht verteidigen, sehr interessant und ich war ehrlich neugierig, wie das Ganze zum einen umgesetzt würde und wie Brek dann zum anderen damit umgeht, dass sie die Seele von ihrem eigenen Mörder vertreten muss.

Jedoch ist es so, dass zumindest dieser Hauptpunkt, die Auseinandersetzung von Brek und der Seele ihres Mörders erst im letzten Viertel des Romans wirklich in die Handlung einfließt, was ich dafür, dass es so wichtig im Klappentext wirkt, einfach extrem spät fand. Es ist zwar nicht so, dass die Dinge, die man vorher miterlebt, nicht spannend und interessant wären, aber irgendwie blieb bei mir beim Lesen im Hinterkopf immer die Frage: »Wann ist es bloß soweit?«. Zudem schien es mir auch eigentlich nicht wirklich um Gerichtsverhandlungen zu gehen, wie man durch den Klappentext vermittelt wurde, denn wirklich erkennbar verhandelt wird nirgendwo, sondern man erlebt nur die unterschiedlichsten Szenen aus dem Leben der Seelen. Wobei die Geschichten der Personen, die vorgestellt werden, beginnend um den 2. Weltkrieg herum, bis hin in die Zeit zu Breks Tod, durchaus auch sehr interessant sind, besonders, welche Zusammenhänge sich dann auch innerhalb der Geschichte noch ergeben.

Obwohl ich auch sagen muss, dass mir vor allen Dingen Brek nicht wirklich näher kommen konnte in dem Buch. Irgendwie ist sie mir die gesamte Lesezeit über sehr fremd geblieben. Das mag daran liegen, dass so viele andere Menschen noch so nah vorgestellt wurden, aber wohl auch daran, dass mir das, was ich über sie erfahren habe, mir keine sympathische Person vor Augen geführt hat.

Irgendwie aber doch gestört hat mich, dass irgendwie fast schon ein bisschen zu viel Religionsbezug in diesem Buch vorhanden war. Irgendwie haben sie einfach so extrem viel philosophiert, über Gerechtigkeit, Vergebung, Liebe und auch den Unterschied zwischen göttlicher Gerechtigkeit und menschlicher Gerechtigkeit etc. wobei mir oftmals die Argumente nicht mal richtig klar werden konnte, so wie sie beschrieben waren. Allgemein fand ich es ein bisschen zu viel philosophieren, zumal man irgendwie sehr stark in eine Richtung gedrängt wurde, dass dies die richtige sei, die mir einfach nicht gefallen wollte. Ebenso, wie mir alles zu sehr mit dem christlichen Glauben verwoben wurde, der doch häufig das von Brek außerhalb der Erinnerungen der Seelen erlebte, durchdrungen hat.

Ich gebe ehrlich zu, dass ich das Buch eher etwas seltsam fand. Es hatte einige schöne Punkte und hat mich gegen Ende auf jeden Fall auch noch einmal richtig überrascht, aber allgemein fand ich es einfach komisch und das Ende habe ich auch nicht so gänzlich verstanden und kam dann auch sehr abrupt.


Fazit


Mittwoch, 6. November 2013

Rezension ~ Schwarze Schafe in Venedig

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Schwarze Schafe in Venedig
Autor: Chris Ewan
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 16. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404165799
ISBN-13: 978-3404165797
Originaltitel: The Good Thief's Guide to Venice
Genre:  Krimi

 

Über den Autor

Chris Ewan, geboren 1976 in Taunton, England, studierte Amerikanistik in England und Kanada, bevor er eine Laufbahn als Jurist einschlug. Sein preisgekröntes Krimidebüt "Amsterdam. Ein Meisterdieb jagt seinen Schatten" ist in verschiedene Länder verkauft worden, unter anderem in die USA. Chris Ewan lebt auf der Isle of Man.


Inhaltsangabe/Klappentext

Meisterdieb und Krimiautor Charlie Howard beschließt, fortan ein ehrbares Leben zu führen. Deshalb reist er nach Venedig, um sich dort auf die Arbeit an seinem neuen Buch zu konzentrieren. Doch das Schicksal - in Person einer sehr attraktiven jungen Dame - vereitelt seinen Plan. Diese Dame nimmt es mit dem Eigentum anderer Menschen offenbar ebenso locker wie er. In ihren Besitz gelangt etwas, das eigentlich Charlie gehört und das unser Held um fast jeden Preis wieder zurückhaben möchte. Als Gegenleistung soll er in einen Palazzo einbrechen. Aber nicht etwa, um dort etwas zu stehlen. Er soll etwas zurückbringen: eine Schatulle, die er auf keinen Fall öffnen darf. Doch die Neugier ist stärker als jede Warnung, und so öffnet Charlie das Kästchen - und damit die Büchse der Pandora ...


Rezension/Meinung

Ich liebe Krimis und gerade auch ausgefallene Krimis haben es mir oft angetan. Und diese Reihe um den Krimiautor Charlie Howard liebe ich einfach. Das liegt vor allen Dingen auch an Charlies Zweitjob, Meisterdieb.

Alle Romane der Reihe, so auch dieser hier, zeichnen sich durch einen grandiosen Sprachwitz und einiges an Selbstironie aus, denn Charlie ist nicht nur der Protagonist, sondern auch der Ich-Erzähler dieser Geschichten und manche seiner Gedanken sind einfach nur so genial, dass man einfach Schmunzeln oder sogar Lachen muss. Besonders auch dann, wenn er sich über sich selbst aufregt, weil er Mist gebaut hat, dabei ist Mist zu bauen oder ähnliches. Allein diese Art, wie die Romane geschrieben sind, machen sie einfach nur genial und bringen so viel Spaß beim Lesen, dass ich sie gar nicht weglegen mag.

In diesem Band wagt Charlie nun leider den Versuch seriös zu werden und seinen Zweitjob an den Nagel zu hängen. Gott sei Dank kommt dann aber jemand dazwischen und er muss doch wieder ran und das nach einiger Zeit der Abstinenz vom Einbrechen. Allein dadurch werden einige Szenen sehr amüsant, denn zwar hat er nichts verlernt, aber dennoch ist manches irgendwie anders als sonst. Wobei einer der größten Garanten für Spannung und Aktion, wie auch einiges an Witz in diesen Romanen, Charlies Neugier ist, die ihn doch des Öfteren dazu verleitet Dinge zu tun, die er besser hätte bleiben lassen.

Insgesamt ist dies zwar leider der für mich bisher langweiligste Teil der Reihe, da ich einfach das Gefühl hatte, dass in den drei Vorgängern noch deutlich mehr Aktion war, viel mehr passiert ist und auch der Diebstahl und Fall dahinter, noch ein bisschen spannender waren, dennoch setzt dieser Band die Reihe toll fort. Ich konnte häufig Lachen und hatte meinen Spaß bei dem Buch und Charlie und seine Verlegerin Viktoria sind einfach zwei Charaktere, die klasse ausgearbeitet sind und mir von Buch zu Buch mehr ans Herz gewachsen sind.

Und auch, wenn die anderen Teile noch einen Funken besser waren, lohnt sich das Buch einfach, da die Geschichte spannend und vor allen Dingen lustig und der Schreibstil einfach nur genial ist. Ich freue mich auf jeden Fall schon, dass bald ein neuer Band um meinen Lieblingsmeisterdieb erscheinen wird und diesmal auch noch in einer deutschen Stadt, denn Charlies nächster Fall wird ihn, wie ich herausgefunden habe nach Berlin führen und ich werde ihn dort wieder verdammt gern begleiten!


Fazit

Montag, 4. November 2013

Rezension ~ Stirb, mein Prinz

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Stirb, mein Prinz
Autor: Tania Carver
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: List Hardcover
Ersterscheinung: 14. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471350780
ISBN-13: 978-3471350782
Originaltitel: Cage of Bones
Genre: Thriller
Reihe: Phil Brennan und Marina Esposito
Band: III

 
© Charlie Hopkinson

Über die Autorin

Die Britin Tania Carver veröffentlicht 2010 ihr Romandebüt "Entrissen." Es ist ihr erster Thriller über die Profilerin Marina und Carver schafft es, direkt mit ihrem Erstlingswerk in die internationalen Bestsellerlisten. Mit "Der Stalker" und "Stirb, mein Prinz" folgten 2011 und 2013 die Fortsetzung der Reihe um die junge Profilerin. Tania Carver lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Südengland.



Inhaltsangabe/Klappentext

Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind. Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen zurück.



Rezension/Meinung

Mit diesem dritten Band setzt Tania Carver ihre Reihe um Phil Brennan und Marina Esposito fort und das zum einen in einem positiven Sinn und zum anderen auch teilweise etwas negativer, als bei den Vorgängern.

Um schon einmal zu einem der positiven Punkte zu kommen. Ich fand es sehr gut, dass Marina Esposito, die bei den beiden Vorgängern immer im Klappentext als so wichtiger Faktor erwähnt wurde und gefühlt dann aber eher nur am Rande wirklich etwas mit dem Fall zu tun hatte, dieses Mal dann doch etwas mehr in das Ganze eingebunden wurde und nicht wieder so abseits und am Rand stehend wirkte, sie es bei den anderen Teilen der Fall war.

Was mich hingegen doch etwas gestört hat, war das, was man über Phil Brennan in diesem Buch so erfährt, da ich ihn, dadurch, dass er bisher eher wie ein sehr normaler Kommissar auf mich wirkte, den es heutzutage zwischen den ganzen psychisch mitgenommenen Gestalten eher selten gibt, jetzt einen Faktor bei ihm hinzu gibt, den ich einfach unpassend und sehr schade finde, da er sich leider nicht mehr wirklich abhebt. Allgemein fand ich es irgendwie schade, dass er auf diese Weise mit in den Fall involviert wurde, da ich es eher unpassend und übertrieben fand. Es wurde mir dadurch einfach zu absurd, was sehr schade war. Dazu kam, dass der Täter für mich auch eher etwas sehr seltsam war und mir am Ende immer noch die Frage gestellt habe: Warum das alles jetzt genau? Irgendwie fehlte mir ein wenig der Grund, das genaue Motiv und an sich wirkte das Konstrukt hinter der Tat auf mich sehr obskur und skurril und irgendwie kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass sich etwas auf diese Art entwickelt.

Aber vielleicht auch gerade, weil das ganze so absurd war, hielt die Geschichte irgendwie ihre Spannung oben, denn irgendwie wusste ich, bis auf meine Vermutung, was leider noch über Phil ans Tageslicht kommen würde, nicht, was bloß als nächstes passieren würde. Man macht sich zwar so seine Gedanken um den Täter, und ich bin immer noch überrascht, wie gut man doch auch miträtseln konnte, aber die gesamte Erklärung am Ende war einfach sehr seltsam und gefiel mir einfach nicht.

Von daher zwar eine nicht schlechte, aber für mich langsam doch zu übertriebene Fortsetzung, die mir einfach viel zu unrealistisch geworden ist, wodurch mir sowohl die Charaktere immer fremder werden und ich auch die Handlung einfach sehr unglaubhaft fand, ganz besonders so einige Szenen beim Ende, die ich ehrlich sehr schlecht fand.

Ein Empfehlung für das Buch auszusprechen fällt mir daher auch ein wenig schwer, da es schon recht spannend zu lesen ist, aber halt so eine absurde Handlung erhält. Irgendwie hoffe ich ja, dass, sollte es einen weiteren Band geben, dieser etwas realistischer wird.


Fazit

Sonntag, 3. November 2013

Oktober in Zahlen

Hallo alle zusammen!

Auch diesen Monat kommt meine kleine Statistik mal wieder ein bisschen verspätet, aber ich hatte die letzten zwei Tage einfach irgendwie zu viel anderes noch zu tun, so dass ich gar nicht wirklich in Internet gekommen bin :D Aber ich wollte euch auch nicht zu lange warten lassen und habe mich deswegen jetzt erstmal einfach an die Arbeit gemacht!

Mein bester Lesemonat war dieser Oktober ganz eindeutig nicht, aber ich bin trotzdem halbwegs zufrieden. Ich mache das "erfolgreich" übrigens weniger von der Anzahl der Bücher, als von den Seiten, die ich geschafft habe abhängig, ist es doch irgendwie so, dass man es daran viel besser erkennen kann. Und irgendwie sind es dann doch so ungefähr 1.000 Seiten weniger, als es so im Durchschnitt bei mir sind, aber ich wette, dass ich jetzt im November wieder etwas mehr schaffen werde, da ich mittlerweile doch die Zeitumstellung schon sehr bewusst merke. Meine Abende werden nämlich immer länger und ich war die ersten paar Tage echt ein wenig unschlüssig, was ich bloß mit der ganzen Zeit machen soll, die ich jetzt habe, wo ich eher um 18:00 von den Pferden wieder zu Hause bin und nicht erst gegen 20:00/21:00.

Aber genug der vielen Worte, hier erstmal die Bücher, die ich in diesem Monat gelesen habe!

Gelesene Bücher: 14

davon
 Wanderbücher: 1
  eigene Bücher: 13
  1. Im Schatten des Krans (268 Seiten) ~ Jürgen Rath
  2. Ein Sommer am Chiemsee (265 Seiten) ~ Johanna Nellon
  3. Schatzsuche (267 Seiten) ~ Nora Miedler
  4. Ein Lied aus der Vergangenheit (650 Seiten) ~ Aminatta Forna
  5. Leerer Kühlschrank, volle Windeln (190 Seiten) ~ Mario D. Richardt
  6. Dierk Gewesen und das Geheimnis von Glamour City (334 Seiten) ~ Christian Gailus
  7. Mord am Lord (262 Seiten) ~ B. a. Robin (RE)
  8. Jakobsweg im Smoking (203 Seiten) ~ Philipp B. Winterberg (RE)
  9. Never go Back (413 Seiten) ~ Lee Child
  10. Ich heirate Frau Antje ihre Familie (198 Seiten) ~ Ben Bergner
  11. Sag beim Abschied leise Blödmann (299 Seiten) ~ Ulrike Herwig
  12. Sternensturm (587 Seiten) ~ Kim Winter
  13. Heiß (663 Seiten) ~ Gerd Schilddorfer
  14. Plötzlich Fee - Frühlingsnacht (483 Seiten) ~ Julie Kagawa (WB)


 Gehörte Bücher: 1

  1. Golem und Dschinn ~ Helene Wecker (RE)

  

Gelesene Mangas: 0

 

Gelesene Seiten: 5.085

davon 
Wanderbücher: 483
Mangas: 0
 eigene Bücher: 4.599


Neue Bücher: 17

davon
Wanderbücher: 0
eigene Bücher: 17
WB = Wanderbuch ; RE = Rezensionsexemplar
 

Flop des Monats

 Das Buch war einfach so gar nicht meins, viel zu albern, affig, affektiert und einfach seltsam. Ich mochte die Charaktere alle einfach nicht und konnte das, was vermutlich lustig sein sollte, einfach nicht lustig finden, da es alles so extrem übertrieben war....

Top des Monats

Das Buch hat mich einfach so extrem positiv überrascht. Ich hätte zunächst gar nicht damit gerechnet, dass es so amüsant und einfach gut geschrieben ist. Also verglichen mit vielen anderen humoristischen Büchern, hat mir dieses hier einfach extrem gut gefallen, weil die Dinge so aus dem Leben gegriffen wirkten und nicht zu übertrieben waren, sondern genau richtig, so dass man einfach Lachen musste, weil es einem auch irgendwie wieder bekannt vorkam.


Und jetzt werde ich diesen Morgen erstmal noch etwas ruhig und gemütlich mit einem Buch auf dem Sofa angehen lassen! Euch allen noch einen schönen Tag! :o)

Liebe Grüße,
Themis ^.^v