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Montag, 27. Januar 2014

Rezension ~ Der Mitternachtspalast

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Mitternachtspalast
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Ersterscheinung: 5. November 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841440029
ISBN-13: 978-3841440020
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: El palacio de la medianoche
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Nebel-Trilogie
Band: II

 

Über den Autor

© Sven Paustian
Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und ist im Schatten der berühmten Kathedrale Sagrada Familia aufgewachsen. Schon als Zehnjähriger verfasste er, nach seiner Aussage, inspiriert von der überbordenden Architektur Barcelonas, erste Schauergeschichten. Seinem Interesse an Literatur folgend, ist er zunächst in einer Werbeagentur als Texter tätig und schreibt zeitgleich an seinen ersten Roman „Der Fürst des Nebels“, von dem 150.000 Stück verkauft werden. 1993 erhält er dafür den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Ein Jahr später beschließt Zafón, nach Los Angeles zu gehen und arbeitet dort insgesamt zehn Jahre lang als Drehbuchautor und Journalist, widmet sich aber auch weiterhin seiner Passion, dem Schreiben. Drei weitere Jugendbücher folgen, bis er 2001 den Roman „Der Schatten des Windes“ veröffentlicht, der ein internationaler Bestseller wird und in Deutschland Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste erreicht. Der Roman ist mittlerweile in über 30 Sprachen, unter anderem Französisch, Finnisch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch und Polnisch übersetzt worden. 2008 erscheint sein Werk „Das Spiel des Engels“, welches von der Presse sehr positiv aufgenommen wird und Leser in aller Welt begeistert. Am 25. Oktober 2012 finden seine Barcelona-Romane durch einen Band 3 ihre Fortsetzung. Mit "Der Gefangene des Himmels" erscheint das Verbindungsstück der beiden Romane "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels".


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein weiterer Geniestreich und Weltbestseller aus der Feder Carlos Ruiz Zafóns - erstmals auf Deutsch. Direkt nach ihrer Geburt in Kalkutta wären die Zwillinge Ben und Sheere beinahe einem Auftragsmord zum Opfer gefallen. Um die Kinder vor dem unbekannten Verfolger zu verbergen, wachsen sie getrennt auf: Ben in einem Waisenhaus, Sheere bei ihrer Großmutter, mit der sie durch ganz Indien irrt. Doch 1932, als die beiden sechzehn werden, beginnen die Schrecken von neuem; es kommt zu mysteriösen Todesfällen in ihrem Umfeld. Ben vermutet eine Verbindung zu ihrem Vater, der bei einem tragischen Unglück ums Leben kam. Auf der Suche nach der Wahrheit geraten die Zwillinge immer tiefer in die düstere Unterwelt Kalkuttas. Es beginnt ein grausiges Spiel um Leben und Tod – mit einem Widersacher, dessen Wahn alles Vorstellbare übersteigt



Rezension/Meinung

Da ich von dem ersten Buch, das ich von Zafón gelesen hatte, deutlich begeisterter gewesen bin, als ich es vorher jemals erwartet hätte, wollte ich diese Buch, nachdem es seinen Weg zu mir gefunden hatte, auch einfach mal lesen, in der Hoffnung, dass es sich als ebenso gut entpuppt, wie das andere, auch wenn dieses hier von der Leserschaft auf deutlich jüngere Erwachsene abzielen sollte, als sein Werk "Marina".

Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich von diesem Buch eher enttäuscht bin. Ich habe den Sinn hinter der Handlung nicht so ganz greifen können und auch Kalkutta konnte vor meinen Augen nicht so wirklich lebendig werden. Auch hatte ich eher ein paar Probleme mit dem Titel, wollte er für mich einfach nicht so recht zu dem Buch passen, denn auch wenn es ein Gebäude mit diesem Namen in ihm gibt, schien es mir nie so relevant, dass es Sinn machen wollte, dass es den Titel zu dem Buch bildete.

Es war nämlich so, dass mir die Idee hinter dem Buch auch wieder sehr gut gefallen hat, nur kam ich dann mit dem Inhalt als solches nicht wirklich klar. Oftmals passieren einfach so viele Sachen auf einmal, die Handlung überschlägt sich geradezu und das auch noch auf eine Art und Weise, bei der ich mich so manches Mal fragen musste, wie die Protagonisten der Geschichte nun auf die Idee kamen so zu handeln oder warum nur gerade dieses oder jenes passierte, was vorher so gar nicht zu erahnen war, nicht logisch war. Also allgemein war ich ehrlich ziemlich darüber enttäuscht, was mir dieses zwar sprachlich wieder sehr schöne Werk zu bieten hatte, da ich einfach sehr schwer in die Geschichte hineingefunden habe, da einfach vieles für mich nicht richtig nachvollziehbar wirkte.

Und auch die Charaktere wirkten nicht ganz so liebevoll gestaltet und eine Identifizierung mit auch nur einem von ihnen wollte mir nicht wirklich gelingen, zumal sie oftmals auch sehr flach gezeichnet wirkten, kein richtiges Potenzial hatten und wenn man manchmal dachte, dass der Charakter jetzt greifbarer würde, dann tat er plötzlich etwas, was allen vorherigen Erkenntnissen widersprach.

Sehr schade eigentlich, dass das Buch eher eine Enttäuschung war, denn die Idee ist klasse und das der Autor, zumindest heute, man muss ja bedenken, dass dies eins seiner frühen Werke ist, richtig gut schreiben kann, weiß ich aus anderen Werken.


Fazit

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