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Montag, 3. Februar 2014

Rezension ~ Der Nachtzirkus

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Der Nachtzirkus
Autor: Erin Morgenstern
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Ullstein
Ertsterscheinung: 15. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550088744
ISBN-13: 978-3550088742
Originaltitel: The Night Circus
Genre: Fantasy


 

Über die Autorin

© Kelly Davidson
Erin Morgenstern kommt in Marshfield im US-Bundesstaat Massuchesetts zur Welt, wo sie auch ihre Kindheit verbringt. Bereits in jungen Jahren begeistert sich die Nachwuchs-Autorin und Malerin für Literatur und liest im Alter von zwölf Jahren Stephen King, der genau wie Joanne K. Rowling ihren eigenen literarischen Stil prägt. Nach ihrem Highschool-Abschluss studiert Erin Morgenstern am Smith College in Northhampton Kunst und Theater. 2009 nimmt sie Kontakt zu Literaturagenturen auf, die sich begeistert von ihren fantastischen märchenhaften Werken zeigen und so erschien im September 2011 ihr Debüt "The Night Circus". Anfang 2012 erschien "Der Nachtzirkus" in Deutschland. Noch vor der Veröffentlichung zeigten sich Kritiker begeistert von Erin Morgenstern. Gemeinsam mit ihrem Ehemann sowie zwei Katzen lebt Erin Morgenstern in Salem, Massuchusetts.


Inhaltsangabe/Klappentext

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.



Rezension/Meinung

Mit »Der Nachtzirkus« hatte ich wieder eins dieser Bücher in der Hand, die mir so schwer fallen beim Bewerten, bei der Findung einer eigenen Erkenntnis, wie ich den Roman wirklich fand, denn er hatte so viel Schönes, aber auch so verdammt viel, was mir auch nicht so zugesagt hat, dass sich das beim Nachdenken, wie das Buch den jetzt insgesamt abschneidet, einen ziemlichen Kampf ausführt.

Allein die Beschreibungen des Nachtzirkus sind einfach wunderbar und allen voran die Einleitung, mit der man in das Buch und den Zirkus geführt wird, ist einfach extrem genial gemacht. Und auch alle weiteren Beschreibungen der Attraktionen des Zirkus, seine Schausteller und alles, was einfach zu diesem Zirkus gehört, sind so traumhaft, so phantastisch und wundervoll. Allein diese Parts des Buches, in denen der Zirkus näher beschrieben wurde, haben mir jedes Mal so erstaunlich gut gefallen, dass diese Geschichte einen einfach zum Träumen anregt.

Jedoch hatte sie ja auch noch eine Handlung und die fand ich in vielen Punkten eher seltsam. Man bekommt teilweise einfach so wenig Informationen, dann scheint es oftmals nicht richtig voran zu gehen, es rücken plötzlich Charaktere in den Fokus, bei denen man sich fragt, woher sie kommen und was an ihnen denn so wichtig sein soll, weil es doch um den Wettkampf zwischen Celia und Marco gehen soll, den ich, muss ich zugeben, auch in dieser Form einfach nicht wirklich verstanden habe. Zum Ende hin wurde dann zwar alles ein bisschen klarer, aber es ist auch nicht so, dass nicht noch Fragen offen geblieben sind.

Allgemein war es eh so, dass ich mich mit vermeintlichen Nebencharakteren viel mehr anfreunden konnte, als mit den eigentlichen Protagonisten, die mir oft deutlich fremder vorkamen. Jedoch hält das Buch auch wieder eine gewisse Spannung, weil man sich einfach fragen muss, worauf das Ganze bloß hinauslaufen soll, da man so im Regen stehen gelassen wird mit näheren Informationen und man muss auch einfach weiterlesen, weil der Zirkus so toll beschrieben wird.

Und irgendwann kommt dann das Ende, das zum Buch sehr gut passt, es ist traumhaft, es erklärt sogar ein wenig und doch schien mir auch dort wieder ein bisschen was zu fehlen. Nach dem Lesen hatte ich dann einfach nur so ein eigenartiges Gefühl, da das Buch oftmals vom Stil so traumhaft schön war und manchmal so seltsam und ich einfach nicht wirklich wusste, ob ich nun traurig sein sollte, dass es vorbei ist oder froh, dass ich es überstanden hatte.

Ich glaube einfach, dass man dieses Buch wirklich selbst lesen sollte, denn zum Träumen taugt es auf jeden Fall, ob man den Rest der Geschichte mögen kann, muss wohl jeder für sich entscheiden.


Fazit

Kommentare:

  1. Das Buch liegt noch auf meinem SuB, bin gespannt, wann ich mal dazu komme :)

    Alles Liebe, Chimiko

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  2. Jaaa, genau so habe ich das Buch auch gefunden! Wunderbare Zirkusbeschreibungen treffen auf eine eher diffuse Story und farblose Protagonisten - so richtig fesseln konnte mich die Geschichte nie, aber die Einzelszenen sind so schön, dass man dann eben doch weiterliest...

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