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Dienstag, 4. Februar 2014

Rezension ~ Zwölf Wasser - Zu den Anfängen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zwölf Wasser ~ Zu den Anfängen
Autor: E.L. Greiff
Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423249145
ISBN-13: 978-3423249140
Genre: Fantasy
Reihe: Zwölf Wasser
Band: I

 

Über den Autor

E.L. Greiff, 1966 in Kapstadt geboren, lebt heute in den Niederlanden. Dem Studium der Theaterwissenchaften und Germanistik folgten zahlreiche freie Regiearbeiten. Neben der Autorentätigkeit arbeitet Greiff als freie Texterin für Agenturen und Unternehmen und verfasst z.B. Essays, Kommunikationskonzepte und Reden für Führungskräfte. Die Fantasy-Trilogie >Zwölf Wasser< ist ein Romandebüt. Buch Eins >Zu den Anfängen< ist im Herbst 2012 bei dtv erschienen; Buch Zwei >In die Abgründe< ist seit Oktober 2013 im Handel. Mit dem dritten Band >Nach den Fluten<, wird >Zwölf Wasser< im Herbst 2014 abgeschlossen sein

Inhaltsangabe/Klappentext

Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser ...
Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?



Rezension/Meinung

Dieser Auftakt einer Trilogie gehört eindeutig zu den Büchern, die mir mit am schwersten Fallen beim Bewerten. Zum einen merkt man dem Buch einfach an, wie viele Gedanken sich der Autor um seine Charaktere und vor allen Dingen auch seine Welt gemacht hat. Alles wirkt einfach extrem gut durchdacht, oftmals bis ins kleinste Detail und oftmals wird es einem auch so direkt nahe gebracht, was teilweise doch etwas langatmig wird.

Zudem ist es auch noch so, dass der Autor eher eine sehr gewöhnungsbedürftige Art wählt, die Leser an seine Geschichte heranzuführen, da er zunächst nur von einem der beiden Protagonisten berichtet und genau dann, wenn man das Gefühl hat, sich langsam in diese Welt einzufinden, einem Babu langsam sogar ans Herz wächst, genau in diesem Augenblick gibt es einem ziemlich harten Riss in der Geschichte und man springt zu dem nächsten Protagonisten und hört über etliche Seiten nichts mehr von Babu, sondern erlebt nur noch die Geschichte von Felt. Und ich wette, dass gerade dieser Bruch von vielen eher als unangenehm empfunden wird, denn es ist schon schwer, sich in diese detaillierte Welt einzuleben und grade dieser enorme Sprung hat mir selbst gar nicht gefallen.

Ansonsten ist es aber so, dass es sich eher um ein sehr nah an den klassischen Werken der Fantasy angesiedeltes Werk handelt, dass eindeutig einen großen Tiefgang hat, dafür aber zumindest in diesem Band noch ein bisschen mit Aktionszenen geizt, was auch ein bisschen dafür sorgt, dass es über längere Perioden des Romans einfach an Spannung mangelt und man manchmal das gefühl bekommt, dass die Geschichte sich ein wenig zieht. Jedoch merkt man auch einfach, wie viele Gedanken sich wirklich um die Welt und ihre Völker gemacht wurde, was mir extrem gut gefallen hat, denn ich liebe es einfach, wenn eine Fantasy-Welt glaubhaft wird und das kann man dieser Welt hier eindeutig nicht absprechen.

Ich muss auch gestehen, dass mit der Part mit Babu noch deutlich besser gefallen hat, als der mit Undae und Felt, obwohl mir beide Protagonisten, ebenso wie die Welt, sehr durchdacht vorkamen und auch durchweg nicht unsympathisch waren. Jedoch hatte ich bei dem Part mit Babu noch eher das Gefühl von Emotionen im Text, die mir trotz der Tiefgängigkeit der Geschichte oftmals nicht so präsent vorgekommen sind.

Auf jeden Fall ist es, allein durch den Stil wohl eine Fantasy-Trilogie, die vielen gar nicht zusagen wird, da sie zu detailliert und manchmal auch etwas zu emotionslos und daher langatmig ist. Ich selbst mochte sie aber irgendwie und gleichzeitig auch wieder nicht. Für die nächsten Teile hoffe ich daher einfach, dass auch noch ein bisschen mehr Spannung in die Bücher Einzug erhält, denn die bestdurchdachteste Geschichte ist nicht gut, wenn sie einen nicht auch irgendwie gefangen hält.


Fazit

Kommentare:

  1. Mir ging es ganz ähnlich bei diesem Buch. Man merkt die Liebe des Autors zum Detail bei seiner neuerschaffenen Welt, aber für die Geschichte und den Lesefluss wären Straffungen ganz nett gewesen, und auch sprachlich hätte man einiges glätten können. Das sind allerdings Fehler, die mir bei Erstlingswerken schon öfters begegnet sind, ich hoffe deshalb, dass die Folgebände etwas besser strukturiert sind.

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    1. Soweit ich mich erinnere, ist der zweite Band ja schon erschienen, oder? Hast du es mit dem auch schon versucht? :o)

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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    2. Nein, bisher nicht. Ich hoffe darauf, dass ich den in der Bibliothek finde, denn wenn da keine gewaltigen Fortschritte zu merken sind, werde ich der Reihe keinen Platz in meinem Regal einräumen, dafür habe ich viel zuwenig davon (oder viel zu viele Bücher, je nach Sichtweise...)

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