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Mittwoch, 16. April 2014

Rezension ~ Bauernopfer - Lichthaus' zweiter Fall

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Bauernopfer
Autor: Paul Walz
Broschiert: 357 Seiten
Verlag: Prolibris Verlag Rolf Wagner
Ersterscheinung: 28. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954750724
ISBN-13: 978-3954750726
Genre: Krimi
Reihe: Kommissar Lichthaus
Band: II

 

Über den Autor

Paul Walz (Pseudonym), Jahrgang 1964, lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Trier. Hier arbeitete er einige Jahre in einer Bank, bevor er 2001 als Professor an eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet wechselte. Nach zahlreichen Beiträgen in betriebswirtschaftlichen Fachmagazinen, die er unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlichte, begann er Kriminalromane zu schreiben.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein bestialischer Mord erschüttert Trier. Ein Biobauer der ersten Stunde wurde in seinem Vorzeigestall grausam umgebracht. Schnell findet Lichthaus einen Verdächtigen im Kreise der Familie. Als jedoch kurz darauf ein stadtbekannter Politiker vor Lichthaus’ Augen ermordet wird, stehen er und sein Team wieder am Anfang der Ermittlungen. Müssen sie den Täter doch in der Ökobranche suchen? Will jemand die Biolandwirtschaft in Misskredit bringen? Oder hat sich gar die Mafia in ihr eingenistet? Ein Journalist wittert einen weitreichenden Skandal und muss für seine Recherchen teuer bezahlen. Kann Lichthaus den Wahnsinn stoppen, bevor seine eigene Familie ins Visier gerät?


Rezension/Meinung

Wenn ich an Regionalkrimis denke, dann habe ich entweder sofort die eher amüsanten Exemplare, die meist im bayrischen Raum spielen im Kopf oder die zwar ernsteren Regionalkrimis, wie sie zum Beispiel Nele Neuhaus schreibt. Von beiden Richtungen hebt sich dieser Krimi aber durchaus sehr ab, da er von seiner Note noch ein ganzes Stück härter ist an manchen Stellen, sowohl vom inhaltlichen, als auch von der Wortwahl her, was ihn doch aus der Masse an Regionalkrimis hervorschauen lässt.

Ich muss jedoch auch sagen, obwohl der Krimi einige härtere Töne anschlägt, mag ich ihn sehr gern, da er mit den Intrigen rund um den Biobauernhof und den Diskrepanzen zwischen biologischer Herstellung und Wirtschaftlichkeit, sowie den politischen Einflüssen darauf einfach ein Thema anspricht, das ziemlich interessant ist. Ganz besonders auch, da die Charaktere in diesem Fall sehr interessant sind und selbst manchmal mit sich und anderen in Interessenkonflikte geraten oder auch einfach die Familienkonstruktionen sehr interessante Ausmaße annehmen.

Dabei finde ich es auch sehr interessant, wie Walz seinen Protagonisten Lichthaus darstellt, da man bei ihm von Beginn an das Gefühlt hat, dass er ein ganz normaler Typ aus der Nachbarschaft sein könnte. Lichthaus wirkt an keiner Stelle irgendwie künstlich aufgeputscht, weder zum besonders Positiven, noch zum besonders Negativen. Allgemein ist er einfach ein Typ wie die Leser selbst, mit kleineren Problemen, die ihn aber nicht vollkommen dauerbelasten und der einem dadurch sofort sympathisch wird. Ein wenig hätte es mir, die ich Lichthaus bisher noch nicht kannte, vielleicht geholfen den ersten Band zu lesen, weil man so zunächst eher wenig über ihn erfährt und eher den Eindruck hat, man müsste ihn eigentlich schon kennen, aber das ist nicht si ausgeprägt, dass es mich beim Lesen wirklich gestört hätte.

Aber gerade, dass der Krimi grundsätzlich nicht übertreibt, macht ihn für mich so interessant, weil er damit und seiner realitätsnahen Brutalität einfach sehr glaubhaft wirkt, einen großen Teil an Spannung bietet und das ganz eindeutig in einem sehr interessanten Umfeld, welches die Biobauern und auch diese kleine Dorfgemeinschaft drum herum bilden.

Ein Krimi, den ich nur jedem empfehlen kann, der nach Spannung und einer super Geschichte sucht, bei dem Ermittler, wie Opfer und Täter irgendwie aus dem Leben gegriffen wirken.


Fazit

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