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Dienstag, 15. April 2014

Rezension ~ Das Haupt der Welt

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Haupt der Welt
Autor: Rebecca Gablé
Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)
Ersterscheinung: 4. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431038832
ISBN-13: 978-3431038835
Genre: Historischer Roman

 

Über die Autorin

Rebecca Gablé ist das Pseudonym der deutschen Schriftstellerin Ingrid Krane-Müschen, geboren am 25. September 1964 in Wickrath bei Mönchengladbach. Sie ist vor allem für mittelalterliche Ritterromane bekannt. Rebecca Gablé schließt 1984 die Schule mit dem Abitur. Nach der Schule macht sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau. In diesem Beruf arbeitet sie einige Jahre auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie die englische Kultur und Sprache näher kennenlernt. 1991 beginnt Rebecca Gablé ein Studium der Anglistik und Germanistik mit den Vertiefungen in Literaturwissenschaft und Mediävistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dort arbeitet sie für drei Jahre als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für mittelalterliche englische Literatur. Im Frühjahr 1996 schließt sie das Studium mit einem Magister ab. Gablé schreibt 1990 ihr erstes Buch, den Kriminalroman „Jagdfieber“. Viele Jahre suchte sie verzweifelt nach einem Verleger für ihr erstes Buch. Es erscheint schließlich 1995 beim Verlag Bastei Lübbe. Für den Roman wird sie für den „Friedrich-Glauser-Krimipreis“ nominiert. Ihr zweiter Roman „Die Farben des Chamäleons“ ist ebenfalls ein Krimi. Von dem Honorar, das sie für die Bücher bekommt, kann Gablé nicht leben, sodass sie als Übersetzerin für verschiedene Verlage arbeiten muss. Ihren Durchbruch erlebt sie 1997 mit ihrem ersten historischen Roman „Das Lächeln der Fortuna“. Bereits im ersten Jahr nach Erscheinen werden etwa 200.000 Exemplare davon abgesetzt. Auf das Buch folgen zwei weitere Kriminalromane. Von 1999 bis 2000 nimmt Gablé einen Lehrauftrag in altenglischer Literatur an der Heinrich-Heine-Universität an. Im Jahr 2000 veröffentlicht sie mit „Das zweite Königreich“ einen weiteren Historienroman. Seither spezialisiert sie sich auf dieses Genre, alle ihre Bücher schaffen wiederholt den Sprung in die Bestsellerlisten. Gablé ist Mitglied und drei Jahre lang auch Sprecherin der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur mit dem Namen „Syndikat“. Daneben ist sie auch Mitglied im „Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis“. 2006 erhält sie von derselben Autorenvereinigung den Silbernen Lorbeer des „Sir Walter Scott-Preises“ für das Werk „Die Hüter der Rose“. 2008 veröffentlicht Gablé ein belletristisches Sachbuch zur Geschichte des englischen Mittelalters unter dem Titel „Von Ratlosen und Löwenherzen“. Im Oktober 2009 ist ihr Roman „Hiobs Brüder“ bei der Verlagsgruppe Lübbe erschienen. Es folgten "Der dunkle Thron" und im Herbst 2013 "Das Haupt der Welt". Rebecca Gablé und ihr Mann leben unweit von Mönchengladbach in Wickrath auf dem Land. Sie interessiert sich neben dem Schreiben und Lesen vor allem für die mittelalterliche Geschichte, das Theater und die Musik. Sie spielt Klavier und singt seit einigen Jahren in einer Band.


Inhaltsangabe/Klappentext

Endlich ist es da - ein neues Buch von Rebecca Gablé.

Ihr neuer historischer Roman versetzt den Leser ins Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist ...


Rezension/Meinung

Ich hatte schon so viel von Rebecca Gablé gehört und auch schon einige ihrer Romane über Leseproben angelesen, vielleicht übrigens die falschen, denn ich bin nie so richtig reingekommen, dass es mit diesem Buch, trotzdem mir die Autorin schon sehr bekannt war, meine eigentlich erste Erfahrung mit ihr war.

Und mal davon abgesehen, dass sie eine der bekanntesten Autorinnen historischer Romane ist, kann ich nur sagen, dass es auch gerade in diesem Genre eine sehr neue Erfahrung für mich war, mal ein Buch dieser Autorin zu lesen. Denn wie viele historische Romane transportiert es eine Geschichte, die über einen sehr langen Handlungszeitraum gezogen wird, was ich grundsätzlich eigentlich nicht so gern habe, da mir dabei einfach immer zu viel Zeit zwischen den einzelnen Handlungszeitpunkten liegt, es oftmals sehr bruchstückhaft und abgehackt wirkt. In diesem Roman ist das aber sehr gut gehandhabt und ich hatte nie wirklich das Gefühl, dass es immer nur gefühlt sehr eigenständige Bruchstücke waren, sondern das große Ganze konnte man sehr gut erkennen.

Auch die Charaktere waren einfach nur toll, denn vor allem Tugomir als Protagonist, als auch Thankmar, den Bruder Ottos, mochte ich sehr gern. Leider blieben, was wohl auch bei einer solchen Menge an Charakteren nicht anders möglich ist, manche ein wenig auf der Strecke, wie für mein Gefühl ein bisschen Dragomira, Tugomirs Schwester, die man zwar eigentlich auch gut kennenlernt, die aber trotzdem für mich sehr unscheinbar blieb. Trotzdem ist einfach die Interaktion zwischen den Charakteren richtig genial und es macht einfach Spaß weiter zu lesen, auch wenn manchmal scheinbar sehr wenig passiert, sich diverse Intrigen sich immer mal wieder leicht abgewandelt wiederholen. Aber so war es wohl auch zu der Zeit einfach.

Insgesamt scheint mir der Roman auf jeden Fall richtig gut recherchiert und es macht einfach mächtig Spaß mal ein historisches Werk zu lesen, dass zu dieser Zeit spielt, da ich bisher wenige Bücher gefunden habe, die in dieser relativ frühen Zeit, zwischen 900 und 950 angesiedelt sind. Und es ist einfach spannend zu erfahren, wie damals die Welt ausgesehen hat und gerade auch die Konflikte zwischen dem Glauben an den christlichen Gott und die alten Gottheiten und wie damit auch umgegangen wurde, ist einfach toll dargestellt.

Trotz der langen Zeitspanne und einem Inhalt, der natürlich auch ähnlich in anderen historischen Romanen zu finden sein wird, kann ich dieses Buch nur empfehlen, da es einfach toll zu lesen ist und vor allen Dingen von einigen sehr tollen Charakteren profitiert und mal eine Zeit der deutschen Geschichte aufgreift, von der man sonst eher selten liest.


Fazit

Kommentare:

  1. Das klingt gut! Ich hatte das Buch letzthin in den Händen, aber der Klappentext klang nicht so prickelnd. Offenbar muss ich ihm nochmals ne Chance geben...

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    1. Der Klappentext verrät bei diesem Buch eigentlich auch echt wenig und nicht unbedingt das interessanteste und spannendste an dem Buch :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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