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Montag, 7. April 2014

Rezension ~ Faltenfrei

Allgemein Informationen zum Roman

 
Titel: Faltenfrei
Autor: Gerlinde Friewald
Taschenbuch: 254 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
Ersterscheinung: 1. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954002140
ISBN-13: 978-3954002146
Genre: Krimi


 

Über die Autorin

Gerlinde Friewald erblickte 1969 in Mödling das Licht der Welt. Sie war viele Jahre im PR- und Werbebereich tätig. Seit 2009 konzentriert sie sich ganz aufs Schreiben und präsentiert mit „Faltenfrei“ den ersten Fall ihres charmanten Ermittlers Nick Stein.
 



Inhaltsangabe/Klappentext

Ausgerechnet in Mödling. Nick Stein, Profiler und Starermittler beim Bundeskriminalamt, hat von Anfang an ein flaues Gefühl im Magen, als er mitten in der Nacht zu einem Tatort in seiner Heimatstadt gerufen wird. Als er die Leiche sieht, trifft ihn fast der Schlag: Susanne Rippel, seine alte Schulkollegin, die er und seine Kumpels immer wegen ihres Übergewichts gehänselt hatten. Eigentlich müsste er den Fall abgeben, denn die Ermittlungen führen mitten hinein in seine alte, feierfreudige Clique, die mittlerweile zur guten Mödlinger Gesellschaft gehört. Andererseits ist er der beste Mann des BK. Private Gefühle können doch einen Nick Stein nicht ablenken, er ist schließlich promovierter Psychologe mit Dutzenden Zusatzausbildungen. Denkt er. Aber der charismatische Nick kann den Frauen nach wie vor genauso wenig widerstehen wie sie ihm. Und nur ganz tief im Unterbewusstsein warnt eine leise Stimme, dass er den Lebensstil seiner alten Freunde seinerzeit nicht grundlos aufgegeben hat. Als sich auch noch der Bürgermeister einmischt und ein zweiter Mord geschieht, ist es mit der professionellen Distanz dann endgültig vorbei, denn hinter den bürgerlichen Fassaden lauert das nackte Grauen.


Rezension/Meinung

Dieser Krimi schafft es auf eher wenigen Seiten eine spannende und nicht ganz gewöhnliche Kriminalgeschichte zu erzählen, die zwar auch ihre kleinen Tiefen hat, mir aber ansonsten sehr gut gefällt.

Ich finde es vor allen Dingen sehr gelungen, wie die Örtlichkeit um Wien herum und vor allen Dingen auch Mödling einem präsentiert wird, denn ich denke, sowohl der Ortskundige, als auch derjenige, der diese Ecke nicht kennt, kann sie sich danach entweder sehr gut vorstellen, bekommt einfach ein Gefühl dafür dort zu leben oder wird an Dinge erinnert, die er so kennt.

Dabei war es dann auch noch so, dass man sich nicht nur sehr schnell in die Umgebung eingefunden hat und einfach einen guten Eindruck davon bekommen konnte, sondern auch der Krimi hat sehr schnell spannend losgelegt und man war nach nur kurzer Zeit schon mitten im Geschehen. Und gerade, weil das Buch nicht so sonderlich viele Seiten hat, war das einfach klasse, da sich nicht mit viel unnötigem Drumherum aufgehalten, sondern sofort die Geschichte voran getrieben wurde.

Ich muss zwar zugeben, dass mit der Protagonist nicht sonderlich sympathisch werden konnte, da war seine Einstellung in einigen Bereichen einfach doch etwas seltsam, vor allen den Frauen gegenüber, aber ganz unsympathisch fand ich ihn nur auch wieder nicht. Vor allen Dingen gab es aber auch so viele Personen in diesem Roman, die nach und nach aufgetaucht sind, von denen man auch so einiges erfahren hat und bei denen es vor allem so war, dass man einfach irgendwann sehr viele Verdächtige bekam, da irgendwie durch das Wissen was man schon hatte und neue weitere Erkenntnisse man als Leser zwar super mitermitteln konnte, aber doch auch noch so viele Optionen offen hatte, dass die Spannung nie gänzlich abflaute. Und obwohl ich immer einen sehr genauen Verdacht hatte, welcher der vielen Verdächtigen es in meinen Augen am ehesten gewesen sein dürfte, war ich mir bis zu Auflösung nie ganz sicher.

Es macht also einfach Spaß diesen Krimi zu lesen, der ein wenig in den höheren Kreisen fischt, sowie in einer Umgebung, die mir scheint dafür bekannt zu sein und mit seiner Thematik unter anderem rund um die Schönheit, auch wohl lange recht aktuell bleiben wird. Dabei sind die Charaktere einfach alle auf ihre Weise sehr interessant und vor allen Dingen plastisch genug, dass sie, trotzdem viele nur Nebencharaktere waren, realitätsnah genug auf mich wirkten. Wobei ich Nick, den Protagonisten, wie er wähnt nicht wirklich sympathisch fand und auch seine Begründungen oftmals nicht ganz nachvollziehen kann.

Trotzdem, da der Krimi also solcher ziemlich gut ist, kann ich ihm jedem Krimifan, vor allem, wenn man gern miträtselt, nur empfehlen.


Fazit

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