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Montag, 14. April 2014

Rezension ~ Fillory - Der König der Zauberer

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Fillory ~ Der König der Zauberer
Autor: Lev Grossman
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: FISCHER FJB
Ersterscheinung: 21. November 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421032
ISBN-13: 978-3841421036
Originaltitel: The Magician King 
Genre: Fantasy 
Reihe: Fillory
Band: II

 

Über den Autor

Lev Grossman wurde 1969 in Boston geboren. Er studierte Literatur an der Universität von Yale. Seit 2002 schreibt er für TIME Magazine. Lev Grossman lebt heute in Brooklyn. Seine Romane «Die Macht des Codex» und «FILLORY Die Zauberer» wurden weltweit zu großen Bestsellern. 2011 wurde Lev Grossman mit dem »John W. Campbell Award for Best New Writer« ausgezeichnet.


Inhaltangabe/Klappentext

Quentin muss die sieben goldenen Schlüssel finden, um nicht nur Fillory sondern alle magischen Welten und damit die Welt selbst zu retten.

Quentin und seine Freunde, Julia, Janet und Eliot, sind nach Fillory zurückgekehrt, um in dieser magischen Welt als Könige und Königinnen zu leben. Aber schon bald wird Quentin dieser so ausgeglichenen und unveränderlichen Welt überdrüssig – er will das Abenteuer und er will sich nützlich machen. Als die Außeninsel ihre Steuern nicht bezahlt, nimmt er das zum Anlass, sich dorthin auf die Reise zu machen. Er hat ein uraltes Segelschiff gefunden, dass er aufwendig restaurieren lässt und sticht schließlich mit Julia und seinen Freunden in See. Doch was sie nicht wissen, ist, dass Julia sich auf einen gefährlichen Handel mit einer Gruppe abtrünniger Magier eingelassen hat. Sie erhält außergewöhnliche Kräfte, büßt dafür aber ihre Menschlichkeit ein. Und diese Magier haben zudem die alten Götter heraufbeschworen, die die magischen Welten zerstören wollen. Nur wenn Quentin und seine Freunde die sieben goldenen Schlüssel finden, können sie die Welt retten. Eine fantastische Suche beginnt, die die Freunde von Fillory über Chesterton, Massachusetts, Venedig und die Jenseitsinsel bis ans Ende der Welt führt.


Rezension/Meinung

Von diesem Buch hatte ich mir, auch wenn ich den Vorgänger nicht kannte, deutlich mehr erwartet, als sich am Ende hinter ihm verbarg. Leider!

Allein schon der Stil, in dem die Geschichte geschrieben war, wurde für mich von Seite zu Seite immer etwas unangenehmer. Irgendwie neigt der Autor einfach dazu, die Dinge extrem schnell abzuhandeln und springt arg in seiner Erzählweise, so dass man den Eindruck hat, er versucht sehr viel auf sehr wenig Raum zu erzählen, was oftmals leider dazu führt, dass er vieles nicht ausreichend erklärt, seltsame Sprünge vorkommen und man einfach ein wenig die Lust verliert, weiter zu lesen. Dazu kommt dann auch noch, dass ich extrem den Eindruck hatte, dass der Autor sich gern bei anderen Büchern bedient hat, denn der Anfang des Romans hat mich so enorm an das Ende von "The Lion, the Witch and the Wardrobe", also die Chroniken von Narnia erinnert, dass ich mich ehrlich etwas im falschen Film fühlte. An sich erinnert die Welt, die hier entstanden ist für mich einfach viel zu sehr an Narnia, so dass ich irgendwie keinen rechten Spaß an dem Buch entwickeln konnte. Und auch an vielen anderen Stellen wirkte der Inhalt, soweit denn verständlicher vorhanden war, dieser einfach nur geklaut.

Dazu kommt, dass der Autor zwar versucht seine Protagonisten als schon älter darzustellen, indem sie abends immer Whisky trinken und für meine Verhältnisse sehr häufig an Sex denken oder von diesem sprechen, aber trotzdem schafft er es dadurch nicht, sie wirklich älter wirken zu lassen, sondern hat mich immer wieder verwirrt zurückgelassen, da sie sich eigentlich eher alle benehmen, als wären sie höchstens um die 14. Für mich beim Lesen ganz schlimm, weil mir schon allein dadurch, die Charaktere sehr fremd blieben. Außerdem ist es auch noch so, dass mir keiner von ihnen auch nur im Ansatz sympathisch war, sondern sie waren entweder sehr kindisch und angeberisch, so dass sie mir nur auf die Nerven gingen oder so seltsam und verschlossen, dass ich sie auch nicht ganz verstanden habe.

Allgemein fehlt der Geschichte auch einfach ein roter Faden, der sich irgendwie durch alles so zieht, dass man es wirklich verstehen könnte und nicht nur das Gefühl hat, man springt von einem seltsamen Ereignis zum nächsten. Eine richtige Logik war für mich oftmals hinter den Handlungen der Charaktere nicht wirklich zu erkennen und auch die Magie, wie sie hier dargestellt wurde, konnte mir nicht ganz klar werden.

Insgesamt finde ich die Idee hinter dem Buch weiterhin eigentlich sehr gut, jedoch ist die Umsetzung einfach grausig und ich kann das Buch leider nicht so loben, wie es ein sehr bekannter Fantasy-Autor auf dem Klappentext macht, denn in meinen Augen kommen hier einfach ein seltsamer Erzählungsstil und unsympathische Charaktere zusammen und das ohne schöne Handlung mit einer sehr seltsamen Aufklärung und einem dadurch auch eher komischen Ende. Eindeutig nicht mein Buch.


Fazit

Kommentare:

  1. Ich stimme dir voll und ganz zu! Für mich war dies eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Dieses ganze Getrinke und der Sex waren einfach so unpassend.
    LG
    Sunny

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    1. Ja da sind wir eindeutig einer Meinung. Besonders weil auch einfach alle so extrem jung auf mich wirkten, passten diese Passagen so gar nicht, in meinen Augen.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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