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Dienstag, 8. April 2014

Rezension ~ Schwarzlicht

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Schwarzlicht
Autor: Horst Eckert
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 20. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250576
ISBN-13: 978-3805250573
Genre: Krimi / Politthriller

 

Über den Autor

Horst Eckert, geboren 1959 in Weiden/Oberpfalz hat in Erlangen und Berlin Politikwissenschaft studiert. Er lebt als freier Schriftsteller in Düsseldorf und arbeitete 15 Jahre als Fernsehjournalist für verschiedene Sender. 1995 erschien sein Krimidebüt „Annas Erbe“. Er gilt als „der wichtigste Vertreter des hartgesottenen Kriminalromans in Deutschland“ (Ulrich Noller, WDR), „der seine Leser mit einer Sprache fesselt, wie sie hierzulande kaum ein anderer Krimiautor beherrscht: stimmig, rasant, illusionslos“ (Martin Schöne, ZDF). Seine Romane sind ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt sowie mehrfach preisgekrönt (Marlowe für „Aufgeputscht“, Friedrich-Glauser-Preis für „Die Zwillingsfalle“, Krimi-Blitz für "Schwarzer Schwan"). Der „Deutschlandfunk“ bezeichnet sie als „im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit“. Daneben schreibt Eckert auch Kurzgeschichten und lehrt in Schreibseminaren. Im September 2013 erschien sein zwölfter Roman "Schwarzlicht" bei Wunderlich.


Inhaltsangabe/Klappentext

Walter Castorp ist tot. Der Ministerpräsident von NRW, ertrunken in seinem Swimming-Pool. Sechs Tage vor der Wahl. Vincent Veih leitet die Ermittlungen. Der Hauptkommissar ist gerade erst zum Leiter des KK11 ernannt worden. Nicht alle Kollegen sind davon begeistert. Auch seine Mutter nicht. Die Ex-Terroristin hat den Großteil ihres Lebens in Haft verbracht. Sein Großvater hingegen wäre stolz auf ihn gewesen – doch das ist eine andere Geschichte … Als alle Spuren auf einen Mord deuten, gerät Vincent auch unter politischen Druck. Doch er ermittelt gegen alle Widerstände. Denn Gerechtigkeit geht Vincent über alles. Auch wenn es bedeutet, dass er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss ...


Rezension/Meinung

Mein zweiter Roman dieses Autors und ich bin wieder begeistert, wie er es schafft politische Themen so in einem Krimi oder Thriller aufzuarbeiten, dass man sie beim Lesen wirklich spannend findet und einen der politische Anteil an der Geschichte nicht eher ein wenig nervt oder stört, wie es mir doch auch schon bei einigen Autoren gegangen ist, sondern sich einfach sehr gut einfügt und sogar mehr als das, einfach sehr viel zur Spannung beiträgt.

Dabei finde ich es gerade auch gut, dass er mit dem Kommissar Vincent Che Veih einen Charakter geschaffen hat, der aus so unterschiedlichen Richtungen geprägt wurde, mit einem Vater, dem Politik, das Recht vom Staat aus, etc. über alles gegangen sind und seiner Mutter, die sich zum vollkommenen Gegenteil entwickelt hat und sehr revolutionär eingestellt ist. Dadurch ist sein Charakter auch einfach sehr interessant geprägt, der zwar eher in die Richtung seines Großvaters tendiert, aber dabei nicht halb so streng ist, wie dieser es noch auslebt. Gerade aber diese Gegensätze und Hintergründe beim Kommissar sind im Zusammenhang mit dem politischen Rahmen des Falls einfach nur klasse.

Dabei sind die Verstrickungen aus Vergangenheiten, den Taten zu denen Ermittelt wird und politischen Kleinigkeiten einfach genial herausgearbeitet und gerade auch die Knüppel, die den Ermittlern seitens der Politik zwischen die Beine geworfen werden, bringen einfach noch mehr Pepp in die ganze Geschichte, weil man sich immer wieder fragen muss, kann es denn wirklich sein, dass so etwas über dem steht, dass man herausfindet, wer ein Menschenleben beendet hat?

Auf jeden Fall machen die Korruptionen, Verstrickungen und alles einfach extrem Spaß beim Lesen, der Krimi hat einfach eine sehr eigene Dynamik, die aber nur klasse ist und ich kann ihn wirklich als Politthriller/-krimi nur empfehlen, da er einfach eine sehr gute Symbiose aus unterschiedlichen Themen, mit auch sehr interessanten Charakteren bietet, die ich so noch nicht häufig gefunden habe. Zudem gibt es auch viele kleine Dinge, die dem Roman neben der Haupthandlung noch ein bisschen mehr Würze verleihen und auch den Grund, wie er zu seinem Titel kommt, finde ich sehr interessant.

Es ist auf jeden Fall ein Roman, den ich, wenn man sich auch auf den politischen Aspekt einlassen mag, nur empfehlen kann!


Fazit

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