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Montag, 5. Mai 2014

Rezension ~ Das nicht ganz perfekte Leben der Mrs. Lawrence

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das nicht ganz perfekte Leben der Mrs. Lawrence
Autor: Catherine Robertson
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 8. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453409876
ISBN-13: 978-3453409873
Originaltitel: The Not-So-Perfect Life of Michelle Lawrence
Genre: Frauenroman / Chick-Lit

 

Über die Autorin

Catherine Robertson wurde 1966 in Wellington geboren und studierte englische Literatur. Nach Stationen in San Francisco und London lebt sie nun mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen wieder in Neuseeland. "Wo bleibt denn nun mein Happy End?" ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Umzug ins Gefühlschaos Eigentlich hat die quirlige Michelle Lawrence alles, was man sich nur wünschen kann: einen tollen Mann, zwei süße Kinder, viele Freunde und genug Geld. Doch dann wird ihr Mann Chad nach San Francisco versetzt, und die Familie muss mit. Eigentlich geht Michelle Probleme immer selbstbewusst an, aber hier in der Fremde wird sie doch langsam zaghaft. Da lernt sie Aishe kennen, die verschrobene Schwägerin ihrer besten Freundin. Die beiden haben mehr gemeinsam, als sie zunächst vermuten, und so beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, in deren Verlauf die Frauen einiges über sich selbst lernen.



Rezension/Meinung

Mit der Geschichte um Mo und ihren eher ungewollten Neuanfang mit ihrer Familie in San Fransisco, erzählt die Autorin einem eine Geschichte über das Familienleben, drei doch sehr unterschiedliche Frauen, die irgendwie zu Freundinnen werden und wie sehr einen auch eine solche Veränderung der Lebenssituation selbst verändern kann. Das alles aber nicht zwingend mit viel Tiefgang, auch wenn es kein ganz oberflächliches Buch bleibt, sondern viel mehr mit einer lockeren und leichten Art, die mir aber, besonders bei Mo, manchmal auch schon in ihren Ausdrucksweisen nicht mehr ganz sympathisch werden konnte.

Mo, von ihrer Art her, wäre nämlich ein Mensch, den ich persönlich glaube ich nicht wirklich sympathisch finden könnte, denn auch, wenn ich manches bei ihr in dem Roman sehr gut verstehen konnte, hatte sie doch auch so einige Eigenschaften, die mich zur Weißglut getrieben haben, weil ich manchmal echt gedacht habe, wie doof das ist, was sie tut oder wie unfair sie auch manchmal gegenüber anderen ist. Und auch manche Aktion der anderen zwei Frauen fand ich eher seltsam. Trotzdem leidet man auch in so mancher Szene mit Mo mit, versteht, warum sie sich aufregt, aber manchmal musste ich mich dann auch manchmal fragen, warum sie den Quatsch mitmacht und ihrem Mann, der ja nur noch für seine Arbeit zu leben scheint, nicht einfach mal die Meinung sagt.

Und auch, wenn ich mit Mo nie ganz warm geworden bin, macht das Buch beim Lesen auch ein wenig Spaß, denn vor allen Dingen die Unterschieden der einzelnen Charaktere wurden von Cathrine Robertson einfach super herausgearbeitet, so dass man sich alle so wunderbar vorstellen kann und es einfach ein harmonisches Bild ergibt, auch wenn in dem Buch innerhalb der Handlung nur wirklich wenig harmonisch ist. Und obwohl auch eigentlich gar nicht so viel passiert, in Bezug auf die Handlung, außer, dass man immer tiefer in die Familiengeschichten von Mo und vor allen Dingen auch Aishe eintaucht, den beiden Frauen bei ihrem Kampf für sich zuschaut, wird das Buch nicht wirklich uninteressant oder baut vollkommen an Spannung ab, sondern es unterhält immer in einem gewissen Maß. Wirklich gut unterhält es aber dann, wenn man Mo und Aishe irgendwie mögen kann, was mir einfach schwer fiel. Ihre Art war mir einfach zu unsympathisch, Mo war mir zu oft grundlos schlecht gelaunt und aggressiv in Situationen, an denen sie schnell etwas hätte ändern können und auch Aishe fand ich seltsam. Vor allen Dingen aber, mochte ich, wie schon erwähnt einfach Mos Ausdrucksweise nicht.

Ein nicht ganz typischer Chick-Lit-Roman, denn dazu sind die Ladys hier einfach zu wenig damen- und zu stark rüpelhaft, der aber die typischen Themen dieser Frauenromane aufgreift. Mein Fall war er nicht wirklich, aber er war eindeutig auch nicht wirklich schlecht, sondern einfach irgendwie anders.


Fazit

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