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Freitag, 2. Mai 2014

Rezension ~ Delirium

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Delirium
Autor: Lauren Oliver
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
Ersterscheinung: November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582327
ISBN-13: 978-3551582324
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 1
Genre: Jugendbuch / Dystopie
Reihe: Amor-Trilogie
Band: I

 

Über die Autorin

Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver studierte an der New York University Philosophie und Literatur und arbeitete anschließend kurze Zeit in einem New Yorker Verlag, bevor sie sich ausschließlich auf das Schreiben konzentrierte. Im September 2010 erschien ihr Debütroman »Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie« (Originaltitel »Before I Fall«). Im November 2011 erschien ihr zweites Buch »Delirium« ebenfalls im Carlsen Verlag, das gleichzeitig den Auftakt zur »Amor-Trilogie« bildet. im November 2012 erschien mit »Pandemonium« der zweite Band der Reihe. Die Autorin lebt in Brooklyn, New York.


Inhaltsangabe/Klappentext

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals.§Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.



Rezension/Meinung 

Was mich vor allen Dingen an dieser Geschichte gereizt hat, waren, zum einen natürlich die Idee dahinter, denn die fand ich vom ersten Mal hören an irgendwie cool, auch wenn mir klar war, dass sich draus natürlich eine dieser sehr auf Liebe bezogenen Jugendbuchstorys entwickeln würde, die es ja eine Zeit lang in rauen Mengen gab, zum anderen aber auch, dass so viele Leute den Roman so bejubelt haben. Weil, geben wir es mal ehrlich zu, das macht neugierig.

Letztendlich muss ich sagen, bin ich froh, dass ich trotzdem die Leute jubeln, immer noch mit eher geringen Erwartungen an alles herangehe, denn dadurch erspart man sich glaube ich so manche Fehleinschätzung und Riesenenttäuschung. Denn hingegen der vielen extrem positiven Stimmen und der in meinen Augen tollen Idee, mochte ich den Roman zwar, fand ihn aber nicht so überragend, wie die meisten. Irgendwie war Lena einfach nicht ganz mein Fall und mir ihrer besten Freundin Hana, die auch noch gefühlt sehr viel Raum in Lenas Denken etc. einnimmt, konnte ich gar nichts anfangen, denn sie war mir trotz ihrer sehr lebhaften Art oftmals einfach doch zu undurchdacht, sowohl in ihrem Handeln, als auch als Charakter und Lena bezieht einfach viel zu viel auf Hana.

Davon abgesehen, dass Lena für mich keine wirklich gelungene Protagonistin war, weil sie so oft einfach nur gemacht hat, was z.B. andere machen etc. hat der Roman aber eindeutig auch einige gute Punkte. Unter anderem mochte ich es auch richtig gern, wie sich die Liebesgeschichte von Lena und Alex entwickelt, weil diese einfach dadurch super dargestellt ist, dass sie nicht von jetzt auf gleich einfach da ist, sondern man einfach richtig merkt, wie sich die Gefühle langsam entwickeln und sich alles aufbaut. Das ist ein Punkt, den ich ansonsten in vielen diesen Jugenbuch-Dystopien mit starken Romantikanteil eher wenig gelungen finde. Und auch das System in dieser Welt ist einfach klasse erläutert, so dass man es sich sehr gut vorstellen kann, auch wenn ich gern auch noch etwas mehr über die Rebellen gewusst hätte, aber da es sich um eine Reihe handelt, kommt das wohl erst in einem der späteren Bände.

Allgemein ist es auch ein verhältnismäßig actionreiches Buch, denn damit hatte ich ehrlich so nicht gerechnet. Und diese Szenen sind auch noch super beschrieben, so dass einen nicht nur die Romantik in manchen Szenen direkt anspringt, sondern auch einfach die Spannung und Action in diesen Szenen. Das einzige, was mir das Buch einfach persönlich etwas madig gemacht hat, waren Lena, die mir einfach nicht richtig nahe kommen konnte und auch ein wenig das Ende, das mir dann doch ein bisschen zu offen war, auch wenn ich weiß, dass es noch weitere Bände gibt. Nur hier wird man geradezu genötigt weiter zu lesen, was ich etwas arg fand und einfach schade, weil das Buch selbst so für mich eigentlich kein Ende hat.

Von daher, mal eine etwas andere Art von diesen romantischen Dystopien, die von der Idee klasse klang, von der Umsetzung noch ein wenig hapert und mir wohl auch einfach dann doch auch noch ein bisschen zu sehr Klischee bleibt. Trotzdem bin ich immer noch neugierig, wie die Geschichte weitergeht, auch wenn ich sie bisher noch nicht so hoch loben kann, wie viele, auch wenn sie auch einiges Positives aufweist.


Fazit


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