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Dienstag, 24. Juni 2014

Rezension ~ Almuth spielt auswärts

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Almuth spielt auswärts
Autor: Tanja Kokoska
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Pendo
Ersterscheinung: 27. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123523
ISBN-13: 978-3866123526




Über die Autorin

Tanja Kokoska, geboren 1971 in Frankfurt am Main, war nach Germanistik-Studium und Volontariat langjährige Redakteurin der Frankfurter Rundschau – zuletzt in den Ressorts Sport und Politik, und ist Autorin der Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Seit Januar 2012 arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin. »Almuth spielt auswärts« ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Für Almuth bleibt manches im Leben immer gleich: Die genialen Spielzüge des FC Barcelona, ihr Alltag als Hausfrau und ihr Ehemann Günter. Doch als sie gemeinsam mit ihren Freundinnen Lilo und Paula eine Reise in die Schweiz macht, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war. »Das Geld muss weg, das wird sonst schlecht“«, sagt Paula, die eine Erbschaft gemacht hat, und lädt ihre Freundinnen Almuth und Lilo zu einem Urlaub in die Schweiz ein -– denn wo kann man sein Geld besser verprassen? Gesagt, getan, Almuth kocht ihrem Gatten Günter für eine Woche sein Essen vor, packt die Wanderschuhe ein, und es kann losgehen! Doch angekommen im Hotel, will sich die erhoffte Fröhlichkeit bei den drei Damen nicht so recht einstellen. Paula liegt erfolglos auf der Lauer nach einem Urlaubsflirt, Lilo ist sowieso bekümmert, weil frisch verwitwet, und Almuth findet es merkwürdig, Günter nicht an ihrer Seite zu haben. Als sie aber am dritten Abend einen netten Mann kennenlernt, der genauso für Fußball brennt wie sie und auch noch Jens Lehmann heißt, ist alles plötzlich ganz anders ...


Rezension/Meinung

Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eine Reise in die Schweiz und ganz besonders Almuth mit ihrer besonderen Art, haben dieses Buch für mich an einigen Stellen durchaus sehr amüsant gemacht. Denn es handelt sich bei diesem Roman eindeutig zwar um eine eher leichte Unterhaltungslektüre, auch wenn sie so einige tiefer greifende Gedankengänge behandelt, was wohl vor allen Dingen auch daran liegt, wie die Erzählerin und Protagonistin Almuth an die Dinge herangeht.

Almuth ist ehrlich ein Charakter, wie ich ihn selten erlebt habe. Eine an sich doch sehr eigenständige Frau, die aber irgendwie nicht eigenständig ist, weil die Ehe einen Partner mitgebracht hat und schon hat man deutlich weniger allein gemacht. Zudem ist Almuth mit über 60 bekennender Fußballfan und liest Kochbücher, als wären es Romane. Allein das hat sie für mich schon zu einer sehr interessanten Protagonistin gemacht. Als es dann auch noch so weit war, dass Almuth diverse Problematiken des Alltags, des Ehelebens etc. durch vergleiche mit Gerichten, Lebensmitteln und Fußballtaktiken zu erklären versucht hat, musste ich teilweise doch sehr Schmunzeln, da manches davon gar nicht so abwegig war, aber erst einmal auf eine solche Idee zu kommen...

Wobei ich es dabei einfach auch grandios fand, dass die Kapitelüberschriften alle irgendwelche Gerichte oder Nahrungsmittel waren, die auch immer eine ganz besondere Bedeutung in dem entsprechenden Kapitel hatten und es hat einfach extrem Spaß gemacht, herauszufinden, was die Überschrift bloß mit dem Inhalt des Kapitels zu tun haben wird. Manche Kapitel waren da zwar noch bedeutungsträchtiger als andere, aber an sich hat mir die Idee einfach super gefallen.

Bei Almuths Freundinnen Lilo und Paula, muss ich auch sagen, dass die beiden einfach super gelungen sind, besonders, da sie doch sehr unterschiedlich sind, aber vielleicht auch gerade deswegen alle drei so gut zusammen passen. Zumal man auch irgendwann dachte sie beide sehr gut einschätzen zu können und dann doch noch etwas Neues lernen konnte. Wobei ich da sagen muss, dass mir in Verbindung mit den beiden und den Kapitelüberschriften das »Toast Hawaii« doch am meisten zum Grinsen gebracht hat. Zumal es einfach einige sehr geniale Charaktere in diesem Buch gab, wie zum Beispiel einen Kneipenwirt, der es mir irgendwie angetan hat.

Als einziges nicht so ganz zu dem restlichen positiven Eindruck wollte bei mir das Ende zu dem Buch passen. Irgendwie konnte ich Almuths Verhalten da nicht immer so ganz nachvollziehen. Dadurch fand ich das Ende leider eher etwas seltsam. Es machte zwar auch irgendwie Sinn, war aber gleichsam seltsam. Zudem ich es auch glaube ich nicht hundertprozentig verstanden habe, leider!

Ansonsten aber ein echt tolles Buch, das eine leichte Unterhaltung bietet, die aber nicht zu leicht ist und bei dem man sich herrlich amüsieren kann!  


Fazit

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