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Mittwoch, 25. Juni 2014

Rezension ~ Als der Sommer eine Farbe verlor

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Als der Sommer eine Farbe verlor
Autor: Maria Regina Heinitz
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Bloomsbury Berlin
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827011884
ISBN-13: 978-3827011886

 

 

Über die Autorin

Maria Regina Heinitz, geboren 1968 in Isny (Allgäu), studierte Deutsche Sprache, Literatur und Französisch, arbeitete als Artbuyerin und Fotoproduzentin und erhielt 2009 den Literaturförderpreis der Kulturbehörde der Hansestadt Hamburg. Sie lebt in Hamburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

"Wir hielten uns im Geheimnis der Unendlichkeit auf. Wir standen mittendrin ..."

--- Ein sorgloser Tag im Sommer ‘76 endet für Bénédicte und ihre Familie in einer Katastrophe. Kurz darauf zieht sie mit ihrem Vater Emil und dem jüngeren Bruder in die westfälische Provinz, wo Emil die Leitung einer Klinik übernimmt. Fragen nach ihrer Mutter Aimée, einer bekannten Malerin, begegnet er ausweichend. Sie erhole sich in einem Sanatorium, schreibt sie ihren Kindern – für ungewisse Zeit … ---

 »Als der Sommer eine Farbe verlor« erzählt von zwei jungen Menschen, die lernen, ihr eigenes Glück zu finden. Eine wunderbar leuchtende Familiengeschichte über Liebe und Verantwortung, Verlust und Annäherung und darüber, was es heißt, erwachsen zu werden, ohne den Zauber der Kindheit zu verlieren.


Rezension/Meinung

Es fällt mir bei diesem Roman wieder sehr schwer, ihn wirklich zu bewerten, da er einfach so anders ist, dass ich in vielen Punkten gar nicht so richtig sagen kann, wie das Buch auf mich gewirkt hat, da es einfach doch so besonders ist.

Was vor allen Dingen wohl heraussticht, sind die Charaktere, die alle irgendwie auf ihre Art und Weise besonders sind. Einen Charakter, den man wirklich als normal beschreiben könnte, gibt es in diesem Buch einfach nicht. Sowohl Bénédicte, als auch ihr Bruder Marcel, ihr Vater, ihre Mutter, Gertrud, ihre Großmutter, Philo, Susi, Rita, Volker, das Ei und auch Frau Fritzi, sind alle alles andere als normal. Manche stechen dabei noch ein wenig mehr heraus als andere, wobei ich vor allen Dingen die Beschreibungen vom Ei immer sehr treffend, wie auch seltsam fand und auch Frau Fritzi war ein sehr interessanter Charakter.

Man muss sich auf dieses Buch vom Erwachsen werden, gekoppelt, mit dem überwinden eines schrecklichen und traumatischen Ereignisses eindeutig erst einmal einlassen, denn ich empfand Bénédicte schon als einen sehr besonderen Charakter. Sowohl, durch ihre leicht künstlerisch angehauchte Art, als auch einfach ihre Art, die Welt um sich herum wahrzunehmen, wie sie andere Leute sieht und vor allen Dingen auch, wie sie mit Veränderungen umgeht. Und ich hatte auch einfach den Eindruck, dass man Bénédicte sehr nah kommen kann, wenn man das Buch wirklich an sich heran lässt, was mir manchmal ein wenig schwer fiel, da es einfach so vieles an ihr und an allen anderen Charakteren so anders ist. Und was ich einfach interessant fand, dass das Buch nicht in der Gegenwart spielt, fällt, bis auf manche kleineren Themen, wie die RAF, die häufiger angesprochen wird, gar nicht wirklich auf, da die Charaktere auch einfach so zusammenpassen, dass man nicht den Eindruck bekommt, dass da etwas anderes noch anders ist, als sie es so schon sind.

Allgemein ein sehr ungewöhnliches Buch, bei dem ich auch ehrlich, mit dem Ende, so wie es dann kam, nicht gerechnet hätte. Manches neigt man zwar irgendwann irgendwie zu ahnen, aber es wird es wirklich mit dem Aussprechen auf Papier für einen in der Geschichte wahr und vorher schwebt es wenn, einfach nur bei einem im Hinterkopf rum, dass man einen Verdacht in eine bestimmte Richtung hat, den man aber vorher nie richtig fassen konnte.

Für mich ein besonderes Buch, da ich mir immer noch nicht wirklich sicher bin, ob ich es nun mochte oder einfach nur auf seine besondere Weise interessant fand, denn eigentlich ist es in keinem Punkt wirklich spannend und trotzdem fesselte es mich. 


Fazit

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