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Mittwoch, 18. Juni 2014

Rezension ~ Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche
Autor: Florian Herb
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285325
ISBN-13: 978-3548285320




Über den Autor

Florian Herb, 1971 in Berlin geboren, lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen im Allgäu. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit begeistert er sich für Musik, Fotografie, Film, Theater, den VFB Stuttgart und die Tücken des menschlichen Zusammenlebens.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der unerwartete Tod ihres 89-jährigen Ehemanns Franz Ferdinand stellt Liselotte Günther vor Probleme: Wie funktioniert der Kaffeevollautomat, warum gibt es kein warmes Wasser, und wer fährt sie in Zukunft zum Friseur? Eine Untermieterin muss her! Mit der ordnungsliebenden Studentin Barbara Nowak versteht Liselotte sich bald bestens. Auch dass diese von einem Unbekannten schwanger ist, trägt sie mit Fassung. Doch dann schleppt Fräulein Nowak zur Lösung von Liselottes Geldproblemen ausgerechnet einen griechischen Finanzexperten an ...


Rezension/Meinung

Wer nach einem lockeren und vor allen Dingen sehr amüsanten Buch sucht, bei dem es manchmal vielleicht nicht ganz realistisch zugeht, sondern auch locker mal eine Verkostung von Lebensmitteln samt Weinprobe im Discounter stattfindet, der greift mit diesem Buch eindeutig zur richtigen Lektüre.

Liselotte allein macht das Buch schon lesenswert, da sie einfach eine Persönlichkeit hat, die gleichzeitig so niedlich altmodisch, aber auch ziemlich taff ist, dass man sie einfach mögen muss. In vielen Szenen habe ich ehrlich schon gedacht, da Liselotte alles ihrem Mann überlassen hat, ist sie von ihrem Denken in vielen Lebensbereichen doch locker um 20 Jahre zurückgeblieben, wenn nicht sogar mehr, was manchmal zu sehr amüsanten, aber auch irgendwie liebenswürdigen Situationen führt. Ebenso merkt man aber, dass Liselotte, trotz ihrer etwas veralteten Ansichten in manchen Bereichen, eindeutig noch nicht zum alten Eisen gehört, trotz ihres hohen Alters, und noch so einiges dazulernen will.

In Kombination mit den beiden anderen Protagonisten, Barbara Nowak und Dimi Galanis, wird die Lebenssituation von Liselotte auf jeden Fall enorm aufgefrischt und ich finde die Idee, doch so unterschiedliche Charaktere zusammen zu packen einfach sehr erfrischend, zumal einfach auch alle drei etwas sehr sympathisches an sich haben. Allgemein führt einem das Buch doch noch die ein oder andere etwas skurrile und verrückte Szene vor Augen, die so real sicherlich nie geschehen wäre, bei der man sich aber irgendwie schon vorstellen kann, dass eine Person wie Liselotte es doch irgendwie schaffen könnte, dass es real wird. Und allein wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickeln, Fremde immer mehr zu Freunden werden und das über Altersgrenzen hinaus, macht dieses Buch einfach richtig toll. Besonders auch, weil Barbara eine etwas andere Person vom Charakter ist, als viele andere in ihren Zwanzigern, also doch auch einfach besonders ist, mit ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer Strebsamkeit. Ebenso, wie Dimi Galanis, der für einen Griechen ein wenig zu sehr Deutscher ist.

Ich bin auf jeden Fall sehr positiv von diesem Buch beeindruckt, da es mächtig Spaß bringt beim Lesen, aufgrund der vielen amüsanten Stellen und tollen Charaktere, die allein und im Zusammenspiel einfach etwas Besonderes sind. Ebenfalls aber auch, da man sich bei diesem Buch toll entspannen kann, denn es ist einfach so locker zu lesen und einfach etwas, das man genießen kann, da, außer diesem tollen Freundschaftsaspekt, nicht zu tiefsinniges in diesem Buch enthalten ist, aber das hätte auch einfach nicht gepasst.

Von mir eindeutig eine Empfehlung für alle, die mal etwas Amüsantes lesen wollen!


Fazit

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