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Mittwoch, 23. Juli 2014

Rezension ~ Ich, Bakoo

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Ich, Bakoo
Autor: Hubert Wiest
Taschenbuch: 408 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Ersterscheinung: 2. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1497369207
ISBN-13: 978-1497369207
Genre: Science-Fiction / Jugendbuch


Über den Autor

Hubert Wiest, geboren 1964, erfindet und schreibt Geschichten für Kinder und Teenager. Zusammen mit Nina von Stebut produziert er Hörbücher und den Podcast Radio Lomoco. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann, dem Besuch der Bayerischen Akademie der Werbung und einigen Semestern BWL-Studium gründete Hubert Wiest in den neunziger Jahren die Internetagentur FREIRAUM Multimedia. Er führte sie durch die stürmische New-Economy der Jahrtausendwende. Später arbeitete er als Marketing- und Vertriebsleiter für internationale Unternehmen. Nach drei Jahren in Hong Kong lebt er seit 2011 mit Nina von Stebut, drei Kindern, sowie den Hunden Pepsi und Cola in Sydney.


Inhaltsangabe/Klappentext

Bakoo will Avoca-Jockey werden. Doch der Weg in die Arena von Gazmata ist hart. Ausgerechnet jetzt möchten Bakoos Eltern sein Avoca verkaufen. Sein Bruder kommt ihm wie immer in die Quere und ein verrücktes Laikarenmädchen stellt Bakoos ganzes Leben auf den Kopf. Im ungleichen Konflikt zwischen Siedlern und Laikaren muss Bakoo sich und seinen Platz finden. Ein fesselnder Jugendthriller über Identität und Macht, verpackt in ein Science-Fantasy-Abenteuer auf dem Wüstenplaneten Cambrium.


Rezenison/Meinung

Zunächst konnte ich mir nach dem Klappentext dieses Buches zwar ganz grob vorstellen, was auf mich zukommen würde, jedoch war ich mir nicht ganz sicher, was mich wirklich erwarten würde. Eins war mir aber ganz klar, das Buch wird auf jeden Fall einen leichten Hauch von Science-Fiction haben.

Genau diesen Fakt hat man auch einfach stark gemerkt, denn »Ich, Bakoo« spielt sowohl auf einem fremden Planeten, als auch in einer anderen Galaxis, wie ich vermute. Zudem gibt es einfach viel an Technologie, die es hier bei uns nicht gibt und natürlich auch andere Lebewesen, wie die Sandgorgonen und die Avocas, die eine sehr wichtige Rolle spielen und mir sehr sympathisch werden konnten. Die Beschreibung der Avocas hat mich irgendwie an eine wildere und etwas mehr ins tierische tendierende Variante der Wookies erinnert, die zudem noch ein breiteres Farbspektrum haben. Eine Idee, die mir sehr gut gefallen hat und vor allen Dingen hat man selbst bei diesen Wesen die Gefühle gespürt und manches Avoca war einfach toll. Unter anderem natürlich auch Muunabat, Bakoos Avoca.

Auch Bakoo und Alelia als wichtige Charaktere haben mir sehr gut gefallen und es war spannend am Anfang noch ihre getrennten Wege zu verfolgen und ich war extrem neugierig, wie irgendwann das Zusammentreffen der beiden aussehen würde und das war ehrlich alles sehr gut gemacht. Allgemein hat es Hubert Wiest einfach geschafft durch das gesamte Buch einfach eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten. Manches Mal einfach, weil plötzlich Charaktere aufgetaucht sind, mit denen man gar nicht mehr gerechnet hätte und oft auch einfach durch das, was so passierte. In manchen Fällen war ich zwar ein bisschen der Meinung, dass sich Bakoo sehr kindisch Verhalten hat und nicht direkt für mich wirklich verständlich, aber wenn man bedenkt, dass er durchaus einsam aufgewachsen ist, erklärt sich vielleicht so manches. An manchen Stellen hätte ich ihn aber durchaus sehr gern geschüttelt und ihn gefragt, wie er nur so naiv sein kann. Letztendlich macht er aber eine Wandlung durch, die mir sehr gefallen hat. Alelia ist dabei auch ein Charakter, den ich auch im weiteren Verlauf sehr gern mochte, ebenso, wie Visco. Und auch manch eher böser Charakter ist nicht immer ganz so leicht zu durchschauen, wie man es vielleicht gern könnte.

Den Schreibstil betrachtend, merkt man natürlich, dass der Roman ein Jugendroman ist, da er einfach zu lesen ist, sich von seiner Sprache her auch den Jugendlichen anpasst an einigen Stellen, vor allem in der wörtlichen Rede. Zudem erkennt man es natürlich auch am Alter der wichtigen Charaktere, aber ich muss auch sagen, dass mir als nicht wirklich mehr ganz jugendlichem Leser auch sehr gut gefallen hat. Man kann zwar doch auch schon einiges voraus sehen und schüttelt über Bakoo manches Mal den Kopf, aber trotzdem macht das Buch einfach Spaß, weil hinter ihm eine tolle Geschichte steht.

Ein wenig schade fand ich das Ende, denn dies ist doch ein wenig offen. Damit hatte ich irgendwie nicht wirklich gerechnet. Aber ich will hoffen, dass es vielleicht noch eine Fortsetzung gibt, denn die Geschichte ist echt toll und kann ich jedem nur empfehlen, der entweder Jugendlicher ist und gerne etwas leicht dystopisches oder Science-Fiction liest und auch jedem Erwachsen, der diese Themen in Jugendbuchform mag.


Fazit

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