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Dienstag, 1. Juli 2014

Rezension ~ Schneetreiben

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Schneetreiben
Autor: Sandra Gladow
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 8. November 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629969
ISBN-13: 978-3746629964



 

Über die Autorin

Sandra Gladow wurde 1970 in Hamburg geboren, studierte Jura und war von 1999 bis 2002 in ihrer Geburtsstadt als Anwältin, danach als Staatsanwältin tätig. Parallel dazu arbeitete sie als Konzeptentwicklerin, Redakteurin und Drehbuchautorin. Im Dezember 2003 erschien ihr Debütroman „Glücks-Fall“ Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Hamburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

Freier Fall In der Altstadt Lübecks stürzt eine Frau vom Dach eines Kaufhauses. Die Kommissare Braun und Bendt rücken aus, doch der Fall scheint klar: Suizid. Bendt ist froh, in keinem Kapitalverbrechen ermitteln zu müssen. Er hat genug zu tun, seine Beziehung zur Staatsanwältin Anna Lorenz zu klären. Anna steckt in eigenen Ermittlungen fest. Doch der Arzt, der angeblich Abrechnungen gefälscht hat, ist Ehemann der Zwillingsschwester der Toten.


Rezenison/Meinung

Einer der wichtigsten Punkte bei den meisten Büchern ist, in meinen Augen, neben der Handlung vor allem der, dass die Charaktere irgendwie stimmig und glaubwürdig wirken. Genau das war einer der Aspekte, der mir mitunter an diesem Buch fast am besten gefallen hat, denn die Charaktere sind ehrlich sehr gelungen. Vor allen Dingen Teddy Braun, einer der Kommissare ist einfach klasse und hat auch sehr schnell vor meinem inneren Auge Gestalt angenommen.

Ebenso waren viele andere Charaktere, die an dem Fall beteiligt sind, einfach sehr gelungen, wie der Angestellte Hansen auf dem Gestüt, welches der Toten und ihrer Schwester gehörte. Bei ihm hatte man auch einfach sofort ein Bild im Kopf und das interessanteste war auch einfach, man glaubte immer wieder, dass man ihn einschätzen könnte, aber durch manche Irrung und Wirrung war man sich dann doch nicht mehr ganz sicher, weil er doch, obwohl nur ein Nebencharakter, relativ vielschichtig wirkte, was mir einfach sehr gefallen hat. Ebenso war es bei vielen der Charaktere, so dass ich bei diesen die Autorin nur loben kann, auch wenn ich teilweise die Nebencharaktere noch gelungener fand, als manchen Protagonisten, wie Kommissar Bendt, den ich einfach nicht so recht einschätzen kann.

Und unabhängig von den Charakteren fand ich die Handlung auch einfach sehr gelungen. Es scheint zu nächst vom Bild her alles sehr einfach, aber als Leser ist einem zwar irgendwie klar, dass es so nicht sein kann, aber wer wirklich hinter allem steckt und wie die Fäden am Ende zusammenlaufen, die sich aus den einzelnen Indizien und Erkenntnissen spinnen, ahnt man lange nicht unbedingt wirklich zutreffend. Es macht aber einfach extrem Spaß den Entwicklungen zu folgen und selbst einfach mit zu rätseln, auch wenn man immer mal wieder an Punkte stößt, wo man doch umdenken muss, weil sich Neues ergeben hat.

Zudem lässt sich der Krimi nicht nur durch seine tollen Charaktere und seine sehr gelungene Handlung sehr leicht lesen, ich hatte auch allein schon durch die Art, wie er geschrieben ist, die Atmosphäre, die sich entwickelt, eigentlich das Gefühl, dass sich das Buch wie von selbst liest und die Seiten nur so dahin flogen.

Für mich eindeutig ein sehr gelungener Krimi, der vielleicht nicht sehr blutrünstig ist, aber sehr durchdacht wirkt und mit Teddy Braun einen Kommissar aufweist, den ich einfach ins Herz schließen musste und ich kann mich eines Vergleiches nicht verwehren, dass ich bei ihm immer ein wenig an Dietmar Bär im Tatort denken musste.

Wirklich ein Krimi, den ich jedem Krimifan nur ans Herz legen kann.


Fazit

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