Seiten

Mittwoch, 16. Juli 2014

Rezension ~ Sieh mich an

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Sieh mich an
Autor: Natasha Friend
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 21. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551312664
ISBN-13: 978-3551312662
Empfohlenes Lesealter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: My Life in Black and White

 

Über die Autorin

Natasha Friend wurde 1972 im Staat New York geboren. Da es in ihrem Haus keinen Fernseher gab, las sie sich schon früh durch stapelweise Bücher und begann ihrem Vater kurze Geschichten zu diktieren. In den meisten ging es um Regenbogen, Einhörner und arme Waisenmädchen, die kostbare Schätze fanden. Nach ihrem Studium zog sie nach Boston und veröffentlichte 2004 ihren ersten Roman - ganz ohne Einhörner.


Inhaltsangabe/Klappentext

Lexi war immer stolz auf ihre Schönheit - doch dann wacht sie eines Tages im Krankenhaus auf, das Gesicht von einem Autounfall entstellt. Wenn Ryan sie nicht mit ihrer besten Freundin betrogen hätte, wäre sie nie in dieses Auto gestiegen und würde jetzt nicht vor jedem Spiegel fliehen. Lexi muss sich und ihr Leben komplett neu definieren. Unerwartete Hilfe kommt von ihrer Schwester Ruth. Durch sie lernt Lexi auch Theo kennen, der ihr zeigt, dass es im Leben nicht auf Äußerlichkeiten ankommt.


Rezension/Meinung

Vor allen die Neugier, wie ein solches Thema, welches glaube ich die Jugendlichen in der heutigen Zeit sehr stark betrifft, denn Schönheit zählt ja doch leider aktuell sehr viel. in diesem Jugendbuch verarbeitet wird, hat mich dazu getrieben, dass ich dieses Buch lesen wollte.

Zunächst war ich ein wenig überrascht, wie stark das Buch doch zunächst den Fokus darauf gelegt hat, wie alles passiert ist, denn es war eindeutig sehr lange Thema, was zu dem Unfall geführt hat, bei dem Lexi verletzt wurde und nun nicht mehr so makellos schön ist, wie noch davor. In gewisser Weise fand ich aber auch gerade das sehr eindringlich, denn man merkt einfach sehr stark, was sich zum einen bei Lexi in deren Verhalten in Bezug auf ihre Umwelt, sich nach und vor dem Unfall verändert hat. Und dabei ist es für mich beim Lesen sehr interessant gewesen, wie stark sie wirklich nach dem Unfall alles auf ihr Aussehen beschränkt, wo man vorher teilweise noch eher den Eindruck hatte, dass sie es eher ein kleines bisschen lästig fand, so stark auf ihre Schönheit reduziert zu werden. Allgemein merkt man aber, dass Lexi ein sehr oberflächlicher Mensch war und auch immer noch in vielen Punkten ist. Jedoch beginnt nach ihrem Unfall und mit dem, was sie danach noch erlebt, ganz eindeutig eine Wandlung bei ihr, die angenehm langsam ist. Und auf diese Weise daher auch durchaus real wirkt, da Neues ja auch erst einmal wirklich bei einem ankommen muss, wenn man jahrelang eine vollkommen andere Weltsicht hatte.

Auf jeden Fall spielt das Buch sehr viel mit den unterschiedlichen Gefühlen, sowohl denen, von denen Lexi heimgesucht wird, als auch die Leute, die ihr nahestanden oder stehen. Dabei gefiel ist mir auch, dass Lexi ein ziemliches hin und her erlebt und nicht alles sich einfach immer so in Wohlgefallen auflöst. Zumal man sie in vielen Punkten auch sehr gut verstehen kann. In anderen, zwar eher weniger, aber ich glaube auch, dass es genau so gewollt ist, reagieren die Charaktere im Buch auch ähnlich auf sie, wie man es als Leser geneigt ist zu tun.

Am gelungensten ist aber auf jeden Fall die Aussage dieses Buches, die einem durch viele Irrungen und Gefühle Lexis am Ende auf jeden Fall zu der richtigen Erkenntnis führt. Und dabei muss ich sagen, war einer meiner liebsten Charaktere Lexis Schwester, die einfach einen sehr stimmigen Blickwinkel hatte und es sowohl schafft, den Leser, als auch Lexi selbst ab und an auf gewisse Dinge regelrecht zu stoßen. Vor allem auch, weil Lexi in ihrer Art sicherlich sehr viele Jugendliche sehr gut ansprechen wird, denn man kann sie wirklich verstehen und ich denke, dass viele Jugendliche genau so handeln würden, wie Lexi, wären sie in einer solchen Situation und gerade, dass es ihre Schwester ist, durch die man manchmal auf den richtigen Weg gebracht wird, finde ich das Buch richtig gut.

Ein Jugendbuch, das ich empfehlen würde, weil es einfach sehr gefühlvoll ist, aber auf jeden Fall einen direkt anspricht, einem nahe kommt, auch wenn man Lexi vielleicht auch nicht ganz so gerne mag, auch wenn ich, wie erwähnt, schon glaube, dass sie vielen ihn ihren Handlungen sympathisch sein wird.


Fazit

1 Kommentar: