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Mittwoch, 6. August 2014

Rezension ~ Himmelfahrt

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Himmelfahrt
Autor: Richard Dübell
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 11. Juli 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548284876
ISBN-13: 978-3548284873
Genre: Krimi
Reihe: Peter Bernward
Band: II
Vorgängerband: Allerheiligen
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Über den Autor

© Olivier Favre
Richard Dübell wurde am 5. Oktober 1962 in Landshut, Niederbayern geboren. Er ist als Autor historischer Romane bekannt. Sein Debüt veröffentlichte er 1999 mit dem Historienkrimi »Der Tuchhändler«. Außerdem betätigt er sich auch als Grafiker und leitet eine Schreibwerkstatt. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem »Kulturförderpreis der Stadt Landshut« ausgezeichnet. Sein dritter Roman »Eine Messe für die Medici« schaffte es erstmals auf die Bestsellerliste, damit gehört er zu den beliebtesten deutschen Autoren seines Genres. Richard Dübell lebt zusammen mit seiner Frau und ihren den zwei Söhnen bei Landshut. Mit Allerheiligen legte er den ersten Band einer neuen Krimiserie vor.

Inhaltsangabe/Klappentext

Kruzifix! Hauptkommissar Peter Bernward hat schlechte Laune: Ganz Landshut steht unter Wasser, und die Polizei ist im Dauereinsatz. Noch schlimmer ist aber, dass seine attraktive Kollegin Flora ihn mal wieder abserviert hat. Als dann auch noch die Leiche eines bekannten Bauunternehmers auftaucht, ist die Stimmung auf ihrem Tiefpunkt. Der Polizeichef greift durch und übergibt Flora den Fall. Aber das lässt ein Peter Bernward natürlich nicht auf sich sitzen. Er ermittelt auf eigene Faust und stößt auf einen alten Skandal, den so mancher Landshuter lieber vergessen hätte ...


Rezension/Meinung

Zunächst zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Teil der Reihe zu einem Ermittlerteam handelt, denn auch, wenn ich den Roman durchaus verstehen konnte, ohne den ersten Band zu kennen, hatte ich doch den Eindruck, dass es an manchem Punkt nicht so schlecht gewesen wäre, ihn doch zu kennen, vor allem, da mir Flora dann vielleicht sympathischer hätte werden können.

Es war nämlich durchweg so, dass ich Flora in ihrem Verhalten in diesem Krimi nur bedingt verstanden habe und sie durch ihre Art eher etwas unsympathisch fand, was durchaus den Roman schon für mich arg in die Richtung beeinflusst hat, dass ich unbedingt wollte, dass sie mir ihrer Einstellung eventuell noch ein klein wenig in den Brunnen fällt, weil ich sie Peter, dem mir deutlich sympathischeren Protagonisten, gegenüber, sehr unfair fand. Irgendwie ist er nämlich schon ein wenig urig, aber dabei irgendwie sympathisch.

Der Fall selbst war jedoch auch durchaus spannend und gerade die besondere Lage, die auch auf dem Klappentext erwähnt wird (»Landunter in Landshut«) bringt noch ein wenig mehr Spannung in die Sache, weil halt nicht alles so einfach laufen kann, der Großteil der Polizei ist mit den Überflutungen beschäftigt, viele Straßen sind nicht befahrbar etc. Es kommen also Probleme auf die Kommissare zu, die man so nicht hat, denn kaum Streifenpolizisten, die helfen können und auch noch immer wieder darüber nachdenken müssen, dass man nicht so leicht von A nach B kommen könnte, wie auch der Punkt, in einem solchen Chaos lässt sich eine Leiche doch schon viel leichter entsorgen.

Dabei hatte ich schon sehr früh zumindest einen Verdacht, wer mit in dem Fall drin stecken muss, was vielleicht auch einfach an der Beziehung zu den Charakteren lag, wie ich sie knüpfte, bei der ich mir aber auch gut vorstellen kann, dass sie vom Autor so gewollt war. Damit hatte ich zwar meinen ersten Verdacht schon sehr früh und doch wurde er immer noch einmal ein wenig umgeschmissen bzw. ich musste Umdenken, wie ich es mir anders, passend zurechtrücken könnte. Denn manche Wendung weißt der Roman eindeutig auf, die ich so nicht wirklich hatte kommen sehen.

Dadurch war der Krimi gut gelungen, auch wenn man manche Verwicklung im Allgemeinen schon vorausahnen konnte, wusste, wer einfach mit in dem Ganzen noch drin stecken musste, da so viel so eindeutig angedeutet wurde, dass man es einfach wusste. Obwohl ich solch ein Vorgehen eigentlich nicht mag, wo man schon fast mit der Nase drauf gestoßen wird und nicht umhin kommt, diesen Fakt aufzunehmen, passte es hier, da man bis zum Ende wirklich nicht sicher wusste, welche Rolle derjenige genau spielte und ausreichend Fragen noch offen blieben.

Das Ende war für mich etwas unbefriedigend, was aber wohl mitunter damit zusammenhängt, dass es einen weiteren Band geben wird, der mir meine Fragen dann wohl erklären könnte, denn genau ein solches Ende vermittelt dieses Buch, es schreit geradezu: »Achtung! Alles weitere zu den wichtigen Charakteren dann im nächsten Teil!«.


Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »Ullstein«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

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