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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension ~ Die Achse meiner Welt

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Achse meiner Welt
Autor: Dani Atkins
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515393
ISBN-13: 978-3426515396
Originaltitel: Fractured
Genre: Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Herfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. „Die Achse meiner Welt“ ist ihr Romandebüt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah? Lassen Sie sich von einer Liebesgeschichte verwirren, die mit nichts vergleichbar ist.


Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich sagen, das Buch ist gut gemacht. Vor allen nach den ersten beiden Abschnitten, die so vollkommen anders waren, war ich zunächst wirklich ein wenig irritiert, welcher nun wohl die Realität sei. Zumal sie auch noch beide sehr ähnlich endeten, man also nicht wirklich wissen konnte, auf welches Konzept es am Ende hinauslaufen könnte.

Dabei war es einfach super dargestellt, wie verwirrt sich Rachel fühlte, mir der Erinnerung an einen Unfall, den es laut allen anderen nicht gegeben hätte und einer vollkommen abweichenden Erinnerung an die letzten fünf Jahre. Einfach zu genial. Vor allen Dingen, da man immer wieder den Eindruck bekam, dass ihre Erinnerungen nicht vollkommen verkehrt sein konnten, aber gleichzeitig auch einfach nicht richtig zu passen schienen. So gelingt es der Autorin einfach sehr gut, eine zunächst einfach auch für den Leser sehr verwirrende Situation zu schaffen, bei der man immer wieder vor der Frage steht, was ist Realität, was nicht und vor allen Dingen, wie entsteht das, was keine Realität ist?

Jedoch muss ich auch gestehen, ich bin leider zu schnell auf des Rätsels Lösung gekommen, da es für mich nur eine logische Erklärung gab und kleine Hinweise in der Geschichte mich in dieser Vermutung auch sehr schnell bestätigten. Ich habe von anderen gehört, dass sie nicht so schnell darauf gekommen sind, was zeigt, dass die Autorin es auf jeden Fall nicht zu simpel verpackt hat, aber für mich, kam die Erklärung zu schnell durch, was ein wenig die Spannung nahm, da durchaus klar war, worauf es hinauslaufen würde.

Davon abgesehen hat mir das Buch jedoch Spaß gemacht beim Lesen, auch wenn Rachel kein Charakter ist, bei dem ich sagen kann, dass ich sie wirklich gern hatte, da sie mir oftmals viel zu naiv erschien, ich bei ihr durchaus manchmal gedacht habe, wie man nur so handeln kann und sie manches Mal leicht durchschütteln wollte, weil ihre Handlungen für mich vollkommen auf Unverständnis trafen. Ebenso ging mir Matt mächtig auf die Nerven und was man an diesem Kerl gut finden konnte, wie Rachel es ja scheinbar tat, konnte ich gar nicht verstehen. Allgemein war sie zwar in Ordnung, aber auch nicht gerade ein Charakter, wo ich sagen kann, dass ich mir ihr gelitten hätte. Am meisten Leid tat mir letztendlich ihr Vater, den ich ebenso wie Jimmy von allen Charakteren am liebsten mochte.

Allgemein ein ganz gut gemachtes Buch, das man mal so zwischendurch lesen kann und bei dem ich das Ende aus logischen Gesichtspunkten nur passend und stimmig finde, da es nach allem, was mir schon sehr schnell klar war, nicht anders hätte kommen dürfen. Letztendlich ist es eigentlich ein Liebesroman, der mit diesem Rätsel um Rachels Erinnerung gewürzt ist, nicht ganz so tiefgründig werden konnte, wie man es vielleicht hätte erwarten können, der aber durchaus gut unterhält.


Fazit

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