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Freitag, 14. November 2014

Rezension ~ Am Ende der Treppe, hinter der Tür

Allgemeine Information zum Roman

 
Titel: Am Ende der Treppe, hinter der Tür
Autor: Sabine Ludwig
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216752
ISBN-13: 978-3499216756
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Genre: Jugendbuch


Über die Autorin

Sabine Ludwig arbeitet seit Jahren außerordentlich erfolgreich als Kinderbuchautorin und Übersetzerin von Autoren wie Kate DiCamillo und Eva Ibbotson. Sie wurde mit dem Titel «Lesekünstlerin des Jahres 2010» ausgezeichnet. «Painting Marlene» ist ihr erstes Buch für Junge Erwachsene.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wie erpresst man einen Mörder, den man nicht gesehen hat? Die 16-jährige Martha ist zufällig Ohrenzeugin des Mordes an ihrer Nachbarin geworden. Nun beschließt sie, dieses Wissen für sich zu nutzen. Denn sie braucht Geld. Damit sie endlich mit ihrer Mutter in eine eigene Wohnung ziehen kann. Und damit sie sich nicht mehr mit diesem Glatzkopf und seiner nervigen kleinen Tochter Poppy rumärgern muss. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jill entwickelt Martha einen raffinierten Plan ... doch dann begeht sie einen entscheidenden Fehler.


Rezension/Meinung

Ein Buch, dass von seinem Klappentext her Krimi zu sein vermitteln will, aber ganz eindeutig eher ein Jugendbuch ist, bei dem ich mich frage, wie man bloß auf die Idee kommen konnte die Krimielemente, die es enthält noch einzubauen, denn sie sind so oft fehl am Platz, wirken gekünstelt und machen den Roman für mich eher wunderlich und weniger sympathisch, als hätte ich mich wohl allein mit Martha auseinandersetzen müssen.

Abgesehen nämlich einmal von diesen schrecklich unpassenden Krimielementen, ist es so, dass Martha für mich schon ein komplizierter Charakter war. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ich mich als Jugendlicher besser mit ihr hätte identifizieren können, steht sie doch für so einiges, was man als Jugendlicher sicher nicht sein will, wie bodenlos naiv. Verliebt in ihren Lehrer und überzeugt, dass irgendwann mal was aus ihnen werden könnte, befreundet mit einer durchaus selbstsüchtigen Person, die man nicht als Freundin bezeichnen kann und dann auch extrem pubertierend, so dass ich manches Mal schon echt dachte, was haben ihr diese Leute bloß getan. Martha war mir also nicht wirklich sympathisch. In manchen Situationen konnte ich sie wohl schon ein wenig verstehen, schien ihre Mutter sich ja wirklich nur noch um die Stiefschwester zu sorgen, aber Marthas Verhalten war im Allgemeinen auch einfach nur grausig.

Wäre es jedoch bei diesen Punkten geblieben und hätte man die Erkenntnis in der Auflösung dieser Geschichte anders herbeigeführt, dann hätte man es noch als ordentlichen Jugendroman durchgehen lassen können, spiegelt Martha doch durchaus manchen Jugendlichen wider, auch wenn diese das sicherlich nicht gern hören wollen.

Jedoch enthält der Roman nun einmal diesen Krimianteil, den ich einfach schlecht gemacht fand, die Auflösung war in gewisser Weise zu erahnen, wenn vielleicht nicht ganz so extrem abgedreht, wie es letztendlich der Fall war. Ebenso verhält sich Martha gerade in Bezug auf diese Geschichte so enorm unreif und naiv, dass es einfach nicht mehr glaubwürdig sein kann, außer Martha hätte zuvor abgeschottet von der restlichen Zivilisation gelebt. Das mag hart klingen, aber so kam es mir einfach beim Lesen vor.

Mein Fall war das Buch also eher nicht, denn weder Martha mochte ich, ich fand sie eher grässlich nervig, noch war der angedachte Krimi irgendwie groß zu spüren in vielen Teilen und in denen er eine Rolle spielte, war er enorm unglaubwürdig.

Ein Buch, das sicherlich manchem gefallen kann, vor allem eher durchaus Jugendlichen, die überzogene Darstellungen vielleicht noch nicht so genau nehmen und allen, die es gerade dadurch toll finden könnten. Mein Fall war das Buch jedoch so gar nicht.


Fazit

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