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Dienstag, 11. November 2014

Rezension ~ Bittere Sünde

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Bittere Sünde
Autor: Liselotte Roll
Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Ersterscheinung: 17. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802592255
ISBN-13: 978-3802592256
Originaltitel: Tredje Graden
Genre: Thriller


Über die Autorin

Liselotte Roll wurde 1973 geboren. Nach ihrem Studium der Meeresarchäologie arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Ein Aufenthalt in Argentinien lieferte ihr die Inspiration für ihren Thriller „Bittere Sünde“. Heute wohnt Liselotte Roll mit ihrer Familie im Norden Stockholms am Meer. Vor Kurzem erhielt sie das Lasse-O.-Månsson-Stipendium 2013.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Kleingärtner findet seinen Nachbarn grausam entstellt und ermordet in dessen Häuschen vor. Kommissar Magnus Kalo und seine Lebensgefährtin, die Psychologin Linn übernehmen den Fall. Die Vergangenheit des Mannes gibt erste Hinweise. Er soll einst in Argentinien ein Mädchen misshandelt und vergewaltigt haben. Sucht der Täter nach Rache? Je näher Kalo der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr für ihn und seine Familie.


Rezension/Meinung

Bei diesem Thriller bin ich durchaus geteilter Meinung, denn einiges an ihm fand ich gelungen, anderes missfällt mir eher ein wenig. Das wurde mir vor allem auch dadurch bewusst, dass ich zwei Tage, nachdem ich das Buch beendet hatte, erst mal kurz den Gedanken bekam, als ich an dem Buch vorbei kam: »Du hast es grad gelesen, aber, worum ging es da bloß nochmal?«. Eine solche Situation hatte ich bisher ehrlich sehr selten, aber ein bisschen sagt das leider wohl auch über das Buch aus, denn richtig präsent konnte es nicht bleiben.

Ich habe danach wirklich schon spekuliert, woran es gelegen haben mag, denn beim Lesen fand ich es durchaus nicht uninteressant, auch wenn der Protagonist nicht ganz mein Fall war, reagierte er doch oftmals etwas seltsam, ebenso wie ich die Rolle seiner Frau in der Geschichte eher ein bisschen zu gewollt und gekünstelt fand, da Lynn einfach nicht richtig ins Bild passen wollte und mir Magnus nicht richtig sympathisch werden konnte.

Trotzdem ist das eigentlich kein Grund, dass mir die Handlung so schnell wirklich kurz entfallen konnte und auch war es nicht so, dass ich das Buch nicht auch spannend fand, denn der Fall war interessant gestrickt, wenn auch zunächst das Gefühl aufkam, dass man zu früh schon zu viel wusste. Letztendlich war das ein kleiner Trugschluss, denn es kamen noch Wendungen, die alles in eine andere Richtung warfen, aber irgendwie fehlte mir vielleicht etwas an diesem Buch, das ich so gar nicht bewusst benennen kann. Durch die Art der Morde war das Buch auf jeden Fall richtig spannend und allgemein hat es mich immer neugieriger gemacht, wie es wohl ausgehen würde, zumal auch noch die möglichen Zeugen etc. alle sehr verschlossen wirkten. Also alles kein Grund, dass ich es mir nicht merken sollte. Vor allem auch, weil Lynn oftmals Aktionen brachte, die dadurch erinnerungswürdig für mich waren, dass sie mir so unverständlich blieben, geradezu dumm wirkten und auch Magnus war eigentlich nicht der ganz typische Kommissar.

Vielleicht war es aber auch vor allem das Ende, das mir so gar nicht gefallen wollte, durch welches ich das Buch ein wenig verdrängt habe, denn nichts vollkommen besonderes im Handlungsverlauf, das sich von anderen Thrillern groß unterschied und dann auch noch eine Auflösung des Falls, die ich sehr an den Haaren herbeigezogen fand, die so gekünstelt dramatisch gestaltet wurde, dass ich es als Ende wenig passend fand. Gekonnt zwar in dem Maß, dass man auf dieses Ende so leicht wohl nicht gekommen wäre, vermutlich eher gar nicht, aber genau das ist der Punkt, der mich störte, dass es nie die Chance gab, dass man ein solches Ende auch nur hätte erahnen können.

Ein solider Thriller, der mir aber irgendwie nicht wirklich im Gedächtnis bleiben wollte mit Protagonisten, die in Ordnung, aber nicht wirklich mein Fall waren und einem für mich unstimmigen Abschluss. Schlecht ist er dennoch nicht, denn spannend war es, nur nicht nachhaltig.


Fazit

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