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Donnerstag, 6. November 2014

Rezension ~ Das Gesicht der Anderen

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Gesicht der Anderen
Autor: Fabian Eder
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Braumüller Verlag
Ersterscheinung: 4. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3992001164
ISBN-13: 978-3992001163
Genre: Gegenwartsliteratur / Belletristik


Über den Autor

Fabian Eder, geboren 1963, lebt als freiberuflicher Autor und Filmemacher in Wien. Regie und Drehbuch u. a. bei der Verfilmung des Romans "Die Schrift des Freundes" von Barbara Frischmuth oder bei Fernsehfilmen aus der Reihe TATORT (Granit, Kein Entkommen). 2013 erschienen "Griechenland blüht, ein Buch über das Leben in der Krise", sowie sein Debüt­roman "Aufstand" bei Braumüller.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Sommerfest in einem Schloss am Stadtrand. Eine Waffe, ein Schuss. Und eine junge Frau, die sich vom entstellten und einsamen Mädchen zu ­einer herrischen, knallharten Unternehmerin in der männerdominierten Welt der Waffen entwickelt. Ein durch Zufall gelöster Schuss aus der Waffe ihres Vaters ändert das Leben der blutjungen, steinreichen Margarete Boll schlagartig. Isoliert von ihrer Umwelt, einsam und gefangen in einem goldenen Käfig, versteckt sie ihre seit dem Unfall grässlich entstellte Erscheinung hinter einer starren Maske und sehnt sich nach Liebe. Nur ein 36 Jahre älterer Mann vermag es, sie aus ihrer Isolation zu befreien. Er wendet als Erster den Blick nicht ab. Schleichend beginnen die Grenzen zwischen Moral, Hingabe, Perversion, Hass und Wahnsinn zu verrinnen, bis Margarete erkennt, dass gerade ihr größter Makel größte Macht bedeutet.


Rezension/Meinung

Allein schon das Cover hat mich sehr neugierig gemacht, denn es ist einfach mal wieder etwas ganz anders, das ich so lange nicht mehr gesehen habe. Dazu kam, dass auch der Klappentext durchaus sehr ansprechend ist, auch wenn ich mich schon gefragt habe, worauf dieses Buch hinauslaufen soll, da davon noch nichts absehbar war.

Zu Beginn der Lektüre war ich erst einmal doch sehr irritiert, hätte ich das Geschehen doch irgendwie vom Gefühl und der Atmosphäre her, in eine deutlich frühere Zeit, als die unsere verlagert, aber da dann doch relativ schnell Helikopter und andere Dinge auftauchen, die es so noch nicht ganz so lange gibt, wurde mir schnell klar, dass Buch spielt wohl doch in der heutigen Zeit. Obwohl mir das nun klar war, hatte ich noch so manches Mal das Gefühl, dass in der Villa der Bolls und in deren Werk, auch so einiges etwas stehen geblieben schien und zwar in einer Zeit, die schon sehr lange vergangen ist.

Gelungen fand ich zunächst die Darstellung von Magarete Boll und wie sie versucht mit ihrem Makel umzugehen, wie sie daraufhin lebt und vor allen Dingen auch. wie sie sich vielleicht auch einfach verändert, denn ihre Naivität fand ich schon beeindruckend. Jedoch verändert sich ihr Charakter im Lauf des Romans urplötzlich sehr stark und das, obwohl mir eindeutig der Auslöser gefehlt hat. Es passiert zwar was, ja, aber der Zusammenhang zwischen dem Geschehen und der Verwandlung, der wollte mir nicht so recht einleuchten. Vor allen Dingen dann auch ganz zum Ende hin bekam ich immer mehr den Eindruck, dass bei ihr jetzt so einiges gar nicht mehr stimmen will. Der einzige Charakter im gesamten Buch, der mir durchweg sympathisch war und dessen Handlungen ich vollkommen nachvollziehen konnte, war der von Anna, der Haushälterin der Familie Boll.

Irgendwie hatte ich nach dem Klappentext auch ein wenig mehr Liebesroman erwartet, was ich so gar nicht wirklich bestätigen kann, denn diese Beziehung ist, wenn auch sehr wichtig für den Handlungsverlauf, auf einer ganz anderen Ebene wichtig, als ich es aus dem Klappentext herausgelesen hätte. Die Handlung wirkte auf mich eher etwas unverständlich, da ich Magaretes Gründe nicht wusste, wieso sie manches anfing, wodurch das Buch zwar nicht uninteressanter wurde, ich aber das Gefühl hatte, es fehlt einfach ein bisschen.

Vollkommen seltsam fand ich dann aber das Ende, da plötzlich alles einfach nur abgehoben war, übertrieben ebenso und mir nur die Frage vor Augen schwebte, was der Autor damit bezwecken wollte, dass er es so enden lässt.

In meinen Augen ein sehr seltsames Buch, dass zu lesen sich nicht wirklich lohnt.


Fazit

Kommentare:

  1. Schade, der Klappentext klang vielversprechend, aber offenbar führt der eher in die Irre...

    LG, Julia

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    1. Mir ging es ähnlich wie dir, der Klappentext klang gut und auch die Leseprobe, die bis zu dem Augenblick ging, wo sie verletzt wird, alles noch super, aber dann in Gänze, war das Buch seltsam, denn alles danach war einfach absurd, leide :o(

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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