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Freitag, 7. November 2014

Rezension ~ Die Engelmacherin

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Engelmacherin
Autor: Camilla Läckberg
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: List Hardcover
Ersterscheinung: 4. Januar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471350845
ISBN-13: 978-3471350843 
Originaltitel: Änglamakerskan
Genre: Krimi 
Reihe: Erica Falck & Patrik Hedström
Band: VIII


Über die Autorin

Die schwedische Krimi-Autorin Camilla Läckberg wurde am 30.08.1974 in Fjällbacka geboren. Ihr kleiner Heimatort ist ein Hafenstädtchen an der schwedischen Westküste und dient auch als Schauplatz ihrer Bücher. Ihre Kriminalromane erscheinen in über dreißig Ländern. Im Mittelpunkt ihrer Romane stehen die Schriftstellerin Erica Falck und der Polizist Patrik Hedström. Ihr Debütroman "Die Eisprinzessin schläft" aus dem Jahr 2002 sowie die Bände zwei bis vier wurden mittlerweile verfilmt. Im Januar 2013 erschien mit "Der Leuchtturmwärter" bereits der 7. Band der "Falck-Hedström-Krimis" in deutscher Sprache. Die studierte Betriebswirtin Camilla Läckberg ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie lebt mit ihrer Familie in Stockholm.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im alten Schulhaus auf der Insel Valö wird ein Mordanschlag auf die junge Ebba Stark verübt. Kommissar Patrik Hedström vernimmt die verstörte Frau, die gerade erst nach Fjällbacka zurückgekehrt war, um den tragischen Tod ihres kleinen Sohnes besser zu verkraften. Schriftstellerin Erica Falck, Patriks Frau, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf Ebba und der Geschichte ihrer Eltern. Die Elvanders verschwanden Ostern 1974 ohne jede Spur. Sollte dieser ungeklärte Fall der Grund für den Mordversuch gewesen sein?


Rezension/Meinung

Ich bin wieder einmal begeistert von diesem Buch Läckbergs, vor allen Dingen auch davon, wie gut bei ihren Büchern auch immer wieder der deutsche Titel zum Inhalt passt, da dieser ja leider doch bei vielen sehr seltsam gewählt wird. In diesem Fall ist es sogar so, dass er in Bezug auf den Inhalt eine gewisse Doppeldeutigkeit besitzt, die ihn in meinen Augen ganz besonders machte, als ich diesen Aspekt beim Lesen bemerkte.

Im Grunde genommen folgt auch dieser Band der Reihe in gewissen Maßen dem Vorgehen, das ich aus den anderen Bänden gewohnt war. Zum einen wird die gegenwärtige Handlung immer wieder durch unterschiedliche Erzählungen von Vergangenem unterbrochen, die natürlich im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall stehen. Zum anderen erfährt man natürlich auch wieder einiges sehr Privates zu den Charakteren, was ein Aspekt ist, den ich an diesen skandinavischen Krimis immer sehr mag, der aber nicht jedem gefallen wird, will er doch lieber nur auf den Kriminalfall fixiert werden. Es ist aber bei den Romanen Läckbergs immer so, dass ich nie den Eindruck hatte, dass es überhandnimmt, dass von Privatem berichtet wird und somit zu stark vom Fall ablenkt. Oftmals ist es sogar eher so, dass es ihn stimmig unterstützt.

Für mich war es auch toll, wie groß diesmal Annas, Ericas Schwester, Rolle war, da sie auf mich immer noch etwas fremder und weiter weg wirkte, als viele der anderen Charaktere, auch wenn sie in allen Romanen, die ich bisher kenne, eine deutliche Rolle spielte.

Insgesamt handelt es sich bei dem Fall um eine sehr interessante Geschichte, vor allem, da er in vielen Aspekten nicht brandaktuell ist, abweichend von dem, was man sonst oft in den Büchern lesen kann. Es gab zwar auch hier Stellen, an denen ich mich manchmal wundern musste, wie lange die Ermittler und auch andere, für die simpelsten Erkenntnisse benötigten, aber trotzdem bleibt es bis zum Ende hin spannend. Vor allem auch, da einfach so viele Beteiligte in diesem Fall mögliche Täter sein könnten.

Manches schien mir zwar zunächst nicht ganz schlüssig, aber insgesamt ist es einfach ein schlüssiger Krimi, der es wohl ab und an einfach zu leicht hinbekam, mich doch ein wenig auf den Holzweg zu führen und mich somit dann bei mancher Auflösung dann doch erst mal zum Nachdenken zwang. Alles in diesem Roman hatte ich beim besten Willen nicht erahnt und auch das macht ihn irgendwie gut, weil man trotz mancher Vermutung und Befürchtung bei Vielem richtig liegen wird, es aber nicht allumfassend greifen kann.

Ein Krimi, den ich nur empfehlen kann, vor allem, wenn man die Art der skandinavischen Krimis mag, auch wenn ich es bei diesem Band der Reihe wirklich von Vorteil sehe, zumindest die zwei Bände davor schon zu kennen, da einem sonst manches vielleicht schleierhaft bleibt.


Fazit

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