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Sonntag, 23. November 2014

Rezension ~ Die tote Schwester

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die tote Schwester
Autor: Stephan Brüggenthies
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
Verlag: Eichborn Verlag
Ersterscheinung: 25. Januar 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3821861312
ISBN-13: 978-3821861319
Genre: Krimi
Reihe: Kommissar Zibigniew
Band: II


Über den Autor

Stephan Brüggenthies wurde 1968 in Münster geboren. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Betriebswirtschaft und arbeitete parallel als Musik - und Filmjournalist. Es folgte ein weiteres Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg an welcher er zahlreiche Kinofilme schrieb und inszenierte. Brüggenthies gewann den SAT1-Nachwuchspreis und schreib zwei Drehbücher für die Erfolgsserie Tatort. Mittlerweile lebt Brüggenthies in Köln.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im seinem zweiten Fall muss der Kölner Kommissar Zbigniew Meier um das Leben seiner Freundin Lena bangen und gerät in den Sog eines lange zurückliegenden Verbrechens.

Endlich! Lena, Zbigniew Meiers Freundin, ist volljährig geworden. Um das zu feiern, verbringen die beiden zwei Wochen in New York. Kaum zurück in Deutschland, wird Lena vor Zbigniews Augen entführt. Die Sonderkommission unter der Leitung seines ins Präsidium aufgestiegenen Freundes Zeynel geht von einem Racheakt aus und ermittelt in Richtung Organisierte Kriminalität. Doch Zbigniew hat eine dunkle Ahnung: In New York bat ihn ein alter deutscher Emigrant, nach seiner am Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland verschwundenen Schwester zu suchen, und für Zbigniew mehren sich die Anzeichen, dass es zwischen dieser Bitte und Lenas Entführung einen direkten Zusammenhang gibt. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ...


Rezension/Meinung

Das wohl Schlimmste an diesem Buch war für mich eindeutig der Einstieg, denn dieser fiel mir überraschend schwer. Zunächst hatte ich ehrlich ziemliche Probleme mit Zbigniew warm zu werden. Dadurch hat es für mich vom Gefühl her sehr lange gedauert die ersten ca. 50 Seiten dieses Krimis zu lesen. Als ich diese jedoch hinter mir hatte, wurde das Buch einfach immer besser und ich kann es eigentlich ehrlich nur loben, denn es hat mich durchaus begeistert.

Es ist einfach interessant gemacht, wie Zbigniew sich auf eigene Faust ans ermitteln macht und zwar in eine vollkommen andere Richtung, als seine Kollegen, da er ja offiziell nicht an einem Fall beteiligt sein darf, bei dem er persönlich betroffen ist. Dabei ist es auch einfach sehr interessant, wie Zbigniew durchaus zwar immer mal wieder durch die Ermittlungsergebnisse an seinem Weg zweifelt und am überlegen ist, ob es wirklich Sinn macht, was er da tut und man selbst als Leser auch teils anfängt, sich zu fragen, welche Richtung wirklich die richtige sein wird, vor allem, da Zbigniew die deutlich spannendere für den Leser ist.

Dabei ist Zbigniew schon ein sehr eigener Charakter, den ich zwar irgendwie durchaus irgendwann mochte, der aber auch sehr speziell zu sein schien. Allgemein konnte ich seine Beziehung zu Lena, bzw., wie es bei den beiden zu einer solchen gekommen war, noch nicht ganz nachvollziehen, das lag aber vielleicht auch daran, dass man ihn und Lena sehr wenig zusammen erlebt hat und das auch nur in dem Teil, wo ich mich überhaupt erst einmal mit Zbigniew anfreunden musste.

Alles was mit den Ermittlungen hinsichtlich der im zweiten Weltkrieg verschollenen Schwester zu tun hat, war für mich aber extrem spannend, sowohl in den Punkten, die man noch zur NS-Zeit erfährt, als auch einfach, wie am Ende alles zusammenspielt, wer in was verwickelt ist und wie man diverse Charaktere auch teilweise doch zunächst anders einschätzt, als ihre Rolle am Ende dann war.

Ich fand die Kombination, aus der sich der Fall hier zusammensetzt, richtig gelungen, denn sowohl die Charaktere waren nach einer Eingewöhnungszeit lebendig und interessant, als auch einfach die gesamte Geschichte sehr spannend. Was dieses Buch einfach zu einem sehr gelungenen Krimi ist, bei dem man miträtseln kann, bei dem man oftmals nicht ganz sicher ist, ob alles wirklich so ist, wie es scheint und der nebenbei sogar noch durchaus lehrreich ist.

Von mir nur zu empfehlen, auch wenn der Einstieg für mich schwer war.


Fazit

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