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Samstag, 1. November 2014

Rezension ~ Ich bin die Nacht

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ich bin die Nacht
Autor: Ethan Cross
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 20. Dezember 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404169239
ISBN-13: 978-3404169238
Originaltitel: The Shepherd
Genre: Thriller


Über den Autor

Ethan Cross ist das Pseudonym eines Thrillerautors. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau, seinen zwei Kindern und seinen Shih Tzu Hunden in Illinois, Amerika. Im Dezember 2013 erschien in Deutschland sein Roman "Ich bin die Nacht" bei Bastei Lübbe.


Inhaltsangabe/Klappentext

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


Rezension/Meinung

Um ganz ehrlich zu sein, dieses Buch ist seltsam. Es ist jetzt nicht so, dass ich sagen kann, dass das Buch wirklich schlecht ist, oder mir gar nicht gefallen hat, aber es hat so viele Aspekte, die ich nicht richtig mochte, dass ich es auch nicht wirklich loben kann und vor allen Dingen das Ende hat mir gar nicht gefallen.

Ganz ehrlich hätte ich noch ein wenig mehr zu Francis Ackerman erwartet, als im Buch eigentlich wirklich vorgekommen ist, denn so hat man irgendwie zwar doch schon einiges über ihn erfahren und doch, hätte es für mich noch ein wenig mehr sein können, um ihn dann wirklich zu verstehen. Insgesamt ist es aber so, dass er noch einer meiner Lieblingscharaktere war, auch wenn man natürlich die Taten eines Serienmörders nicht verstehen muss, aber seine Handlungen in Verbindung mit seinen Motiven konnte ich wenigstens noch nachvollziehen. Ebenso bei dem zweiten Protagonisten Marcus, der mir über eine sehr lange Strecke des Romans auf jeden Fall auch sehr sympathisch wurde und dessen Handlungen mir zunächst auch noch sehr klar erschienen. Bei ihm war es jedoch auch so, dass ich zunächst einen gänzlich anderen Protagonisten erwartet hätte und er dann auch oftmals noch sehr eigen ist.

Die Charaktere in diesem Buch haben jedoch ein gemeinsam, die Tatsache, dass ich sehr schnell dazu kam, vermuten zu müssen, dass sie alle ein wenig verrückt sind, denn wirklich einen Menschen, der richtig normal agiert hat, gab es außer der Opfer Ackermans irgendwie nicht. In manchen Belangen waren die Motive der Täter zwar irgendwie zu verstehen und doch muss ich zugeben, dass ich sie nicht mochte bzw. es alles einfach sehr abgedreht war. Vor allen Dingen auch, wie kaltblütig wirklich alle waren. Für mich einfach schon eine etwas zu abgehobene Darstellung.

Man kann dem Buch jedoch nicht absprechen, dass es spannend war, denn ich habe schon durchaus mitgefiebert, wie es weiter gehen würde, auch wenn es ein wenig dadurch gedämpft wurde, dass der Autor deutlich vor dem eigentlichen Ende schon einen halben Showdown eingebaut hat, die bei mir die Spannungskurve wieder deutlich heruntergefahren hat, als er vorbei war. Für mich ein wenig schade, weil so irgendwie das erwartet Ende vorweg genommen wurde.

Wobei das letztendliche Ende für meinen Geschmack ganz grausam war. Die Auflösung von allem, fand ich einfach doof gemacht. Ich hätte sie zwar so ehrlich nicht mehr erwartet, aber wirklich passend, fand ich sie nicht. Sie hat mich eher ziemlich gestört und ich habe auch nicht wirklich alles verstanden, was einem da erklärt werden sollte, nur darauf einzugehen, würde leider zu viel vorweg nehmen. Einzig das Ende der Geschichte für Ackerman fand ich wirklich passend, denn seinen Part hat das Buch so zu Ende gebracht, wie ich es treffend fand.

Ein eigentlich durchaus spannendes und gut gemachtes Buch, das für mich aber doch deutlich zu viele kleine Mankos hat, als dass ich es wirklich empfehlen und loben kann.


Fazit

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