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Samstag, 8. November 2014

Rezension ~ Mörderische Côte d'Azur

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Mörderische Côte d'Azur
Autor: Christine Cazon
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch
Ersterscheinung: 13. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 346204642X
ISBN-13: 978-3462046427
Genre: Krimi


Über die Autorin

Christine Cazon, geboren 1962, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in Cannes. Mörderische Côte d’Azur ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Tod auf dem roten Teppich – ein spannendes Krimi-Debüt aus Südfrankreich Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmte Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Côte d’Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schließlich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption. Ein spannendes Krimi-Debüt vor mediterraner Kulisse, das auf mehr hoffen lässt.


Rezension/Meinung

Bei Krimis, die in Frankreich spielen, muss ich mich jedes Mal beim Lesen zunächst daran gewöhnen, wie die Franzosen ihre Ermittler ansprechen, da ich zu Beginn mit dem »Monsieur le Commissaire« und ähnlichem, was ja durchaus jeder Charakter ständig zu sagen pflegt, man ist schließlich höflich, etwas auf die Nerven geht. Jedoch tut dies natürlich solchen Büchern keinen Abbruch, ist es ja zum einen mein persönlicher Geschmack, dass ich damit meine kleinen Probleme habe und zum anderen auch so, dass es halt einfach typisch französisch ist.

Duval ist ein mir allgemein sehr sympathischer Kommissar, denn er hat zwar nicht alles in seinem Leben vollkommen im Griff, ist aber nicht vollkommen neben der Spur, wirkt an sich eher durchaus normal und seine Einstellung zum Essen gefällt mir auch. Zudem hat er auch einfach etwas an sich, was für mich zur Vorstellung eines Kommissars einfach dazu gehört, denn er ist kein reiner Einzelgänger und scheint seine Mitarbeiter, selbst wenn noch eher unbekannt, durchaus gut einschätzen zu können. Allgemein mochte ich die bunte Truppe der Polizei in Cannes sehr gern und vor allem auch die Richterin ist klasse, da man Duvals leichte Antipathie sofort versteht, aber ihr Charakter zu ihrem Posten auch einfach irgendwie passt.

Die Handlung selbst war jedoch eher etwas durchwachsen. Zum einen mochte ich sie sehr gern, weil sie interessant und spannend war, man viele kleine Hinweise hatte, worauf es hinauslaufen könnte, aber keiner wirklich von Beginn an so offensichtlich war, dass man als Leser nur denken konnte, wie doof die französische Polizei bloß ist. Ab einem bestimmten Punkt hatte ich dann zwar das Gefühl, dass es langsam mal in eine Richtung gehen dürfte, da es etwas langatmiger wurde, dass scheinbar immer noch eigentlich nichts bekannt war, also man an dem gleichen Punkt festzuhängen schien und plötzlich kam dann die Lösung des Falls. Ich will damit sagen, es war erst spannend, dümpelte dann ein wenig vor sich hin und die Lösung kam so plötzlich, dass ich mich dich etwas wundern musste, wie es jetzt so schnell gehen konnte. Da hätte ich mir ein bisschen angenehmere Übergänge gewünscht, da ich vor allem die schnelle Lösung ein wenig unglaubwürdig fand, da vorher so direkt nichts daraufhin deutete.

Was aber sehr gut dargestellt ist, sind die Probleme, die aus manchem Politikum entstehen und Ermittlungen durchaus auch arg behindern können. Das alles mit dem Film Festival in Cannes als Hintergrundbeleuchtung, ist ein durchaus gelungener Krimi, der jedoch auch kleine Schwächen aufweist. Einen weiteren Duval würde ich aber auf jeden Fall lesen, in der Hoffnung, dass der Fall dann etwas weniger plötzlich aufgelöst wird.


Fazit

Kommentare:

  1. Ich fand die Lösung nicht sonderlich überraschend, für mich war schon bald klar, in welche Richtung der Fall gehen muss. Aber die etwas arg vielen französischen Floskeln waren mir auch ein bisschen zu viel. Klar gehört das zu einem französischen Krimi, aber man kann es auch übertreiben...

    LG, Julia

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    1. Ja stimmt schon, zu erwarten war die Lösung, aber ich fand, man wurde nicht durch die Ermittlungsergebnisse etc. langsam in diese Richtung gebracht, sondern das kam dann irgendwie etwas übers Knie gebrochen von der Geschwindigkeit :D Also viel zu schnell, so, ich wars übrigens! Das fand ich ganz doof gelöst... :D Naja und diese ständige französische Geplänkel ging mir eh auf den Keks :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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