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Samstag, 22. November 2014

Rezension ~ Treibland

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Treibland
Autor: Till Raether
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349926708X
ISBN-13: 978-3499267086
Genre: Krimi



Über den Autor

© Manuel Krug
Till Raether, geboren im Februar 1969, begann nach seiner Schullaufbahn eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule und absolvierte hinterher mehrere Praktika bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Als Schriftsteller bekannt ist Raether unter anderem für sein Buch "Das Leben ist nur eine Phase", das 2007 bei PIPER veröffentlicht wurde. Neben der Schriftstellerei ist Raether als Journalist für "Brigitte" und das "Süddeutsche Zeitung Magazin" tätig.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im Hamburger Hafen läuft das Kreuzfahrtschiff «Große Freiheit» ein. An Bord: ein toter Passagier – verstorben an einem geheimnisvollen Virus. Bald herrscht Ausnahmezustand in der Stadt. Kriminalkommissar Adam Danowski, der eigentlich am liebsten am Schreibtisch ermittelt, wird an Bord beordert. Er kommt einem Komplott auf die Spur, das noch viele Tote mehr zu fordern droht. Doch das unter Quarantäne gestellte «Pestschiff» darf keiner verlassen und Danowskis Gegner sorgen mit aller Macht dafür, dass dies so bleibt ...


Rezenison/Meinung

Zunächst macht in meinen Augen dieser Titel extrem neugierig auf das Buch, bei dem man sofort denkt, Treibsand, den kenne ich, was jedoch soll Treibland sein, jedoch klärt sich diese Frage schon sehr bald auf und auch, wenn das Treibland nur geringfügig etwas mit dem Roman zu tun hat, reizte der Titel zumindest mich, dass ich neugierig wurde.

Erwähnenswert ist in meinen Augen allein schon der Kommissar, den man in diesem Roman folgt. Er ist nämlich ein sehr unwilliger Typ, schon zu Beginn hat man den Eindruck, dass er seinen Job am liebsten hinschmeißen will und auch sollte, da er mächtig unfähig wirkt, auch wenn er eigentlich deutlich mehr können dürfte. Und dieses Verhalten der Unlust, dass er eigentlich gar nicht ermitteln will, sich eher schon ärgert, dass er mit dem Fall überhaupt in Berührung gekommen ist, zieht sich fast durch das gesamte Buch.

Ansonsten muss ich sagen, ist der Fall durchaus interessant und auch, obwohl an sich nicht wirklich brutal, nicht etwas für Leute mit empfindlichen Nerven und einem empfindlichen Magen, da sich es doch die ein oder andere arg ekelhafte Szene in diesem Buch gibt, die sehr detailliert beschrieben sind. Aber vor allen Dingen die Krankheit und was damit zusammenhängt, wer sie noch bekommen könnte, etc. machen das Buch extrem spannend, auch wenn ich mich immer wieder über Danowski geärgert habe, da er ein sehr seltsamer Kommissar ist.

Genau wegen diesem Kommissar, denn anders würde es einfach nicht stimmig sein, wenn man einen solchen Charakter in ein Buch einbindet in dieser Position, dümpelt das Buch zunächst lange eher etwas rum. Man hat zwar durchaus Dinge, an denen  man rätseln kann, jedoch ist auch deutlich, wie sehr alles gehemmt wird, werden die Ermittlungen eindeutig eher halbherzig geführt. Dazu kommt dann noch, dass man aufgrund des Prologs zwar irgendwie den Eindruck hat, wer noch eine Rolle spielen wird, aber es kommt alles nicht richtig voran.

Das Ende dann kommt sehr schnell, als wäre nach dem leichten Aufwecken Danowskis plötzlich deutlich mehr Luft im Roman, die Dinge werden rasant schneller und fast schon urplötzlich steht man vor des Rätsels Lösung, die dann doch auch ein bisschen sehr abwegig erschien, weil man einfach vorher nie auf etwas in diese Richtung gestoßen ist, was es für einen wirklich logisch greifbar macht und dann diese Erkenntnis am Ende mit sich brachte, dass es so durchaus eine logische Erklärung gibt.

Allgemein ein Buch, dass man lesen kann, das einen grundsätzlich interessanten Plot hat, mit eher ungewöhnlichen Charakteren aufwartet, aber dennoch irgendwie nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, sondern einfach nur in Ordnung. 


Fazit

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