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Montag, 3. November 2014

Rezension ~ Vera und das Dorf der Wölfe

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Vera und das Dorf der Wölfe
Autor: Tyra Teodora Tronstad
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423640065
ISBN-13: 978-3423640060
Empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
Originaltitel: Hundetanker
Genre: Jugendbuch


Über die Autorin

Tyra Teodora Tronstad wurde 1972 in Norwegen geboren und debütierte mit einem Gedichtband. Ihr erster Jugendroman erhielt auf Anhieb einen der wichtigsten norwegischen Literaturpreise. "Vera und das Dorf der Wölfe" ist ihr zweites Buch für Jugendliche.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als die 13-jährige Vera mit ihrem Vater in das verschlafene Dörfchen Rønset hoch in den Norden Norwegens zieht, ahnt sie nicht, welche Abenteuer sie dort erwarten. Denn in den Wäldern rund um den Ort streifen Wölfe umher. Die Dorfbevölkerung fühlt sich bedroht. Eine Gruppe von Nachbarn will die Tiere sogar erschießen, aber von ihrem Vater weiß Vera, dass Wölfe für den Menschen keine Gefahr sind. Auf wundersame Weise versteht sie die Sprache dieser wilden Vierbeiner, sucht ihre Nähe und wahrt doch Distanz. So steht Veras Entschluss bald fest: Sie muss den Wölfen helfen! Gemeinsam mit ihrem Freund Gustav macht sie sich nachts auf, die Tiere zu retten. Und gerät dabei ins Fadenkreuz der Wolfsgegner.


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch will ich meine Rezension mit einem Aspekt starten, den ich eher seltener erwähne, dem Cover. Eigentlich finde ich das Cover nur dann wirklich relevant für ein Buch, wenn es mir etwas vollkommen anderes vermittelt, als ich am Ende im Buch zu erwarten habe. Im Fall von »Vera und das Dorf der Wölfe« ist es einfach so, dass ich das Cover an sich total schön und gelungen finde, aber durchaus etwas andere hinter dem Buch erwartet hatte, da mir die Verbindung des Mädchens auf dem Cover mit dem Wolf doch sehr nah und wild erschien.

Letztendlich sind jedoch die Wölfe in dieser Geschichte auf jeden Fall wichtig, aber doch auf einer anderen Ebene, wie ich finde.

Sehr gelungen finde ich, dass man beim Lesen des Buches sofort merkt, dass das Alter, für welche Leser es ausgelegt ist und das Alter von Vera sehr gut zusammen passen und nicht Inhalt, Schreibstil und Altersempfehlung vollkommen auseinander gehen, wie ich es schon oft erlebt habe.

Dabei ist es so, dass Vera ein durchaus sehr sympathisches Mädchen ist, auch wenn ich sie im Lauf des Buches manches Mal nicht ganz verstanden habe, da sie in einigen Situationen etwas macht, was sehr viel Mut oder Waghalsigkeit erfordert, in anderen Situationen aber vollkommen verängstigt und mutlos ist, die an sich weniger schlimm sind. Von daher war ich manchmal durchaus von ihren Reaktionen verwirrt. Es ist zwar allgemein so, dass ihr Verhalten im Buch konsistent ist, also nicht vollkommen wirr, jedoch fand ich sie dabei manchmal seltsam. Ihren neuen Freund Gustav fand ich auch sehr interessant dargestellt, wenn auch manchmal ein wenig blass, denn, auch wenn es ein Kinder-/Jugendbuch ist, fand ich, kam Gustav ein wenig platt rüber. Sehr sympathisch hingegen war jedoch Veras neuer Nachbar und sein Hund Sappo, die ich sehr gern mochte.

Allgemein ist es in diesem Buch so, dass man die Bösen durchaus sehr leicht als solche erkennt, weil sie einem sofort unsympathischer sind, als die netten Charaktere, aber so stelle ich mir das in Büchern für diese Altersklasse auch einfach vor und in diesem hier ist es auch noch so gut gemacht, dass man durchaus merkt, sie sind aber halt nicht immer nur rein böse.

Ein wenig gewundert hat mich, dass das mit den Wölfen, beachtet man Titel und Cover, fast ein bisschen wenig zur Geltung kam. Ich hatte das Thema etwas präsenter erwartet, als es am Ende im Buch war und auf eine andere Art und Weise. Ich fand es zwar nicht schlecht, wie es jetzt letztendlich wirklich war, aber Cover und Titel gaben für mich eine ganz andere Richtung vor.

Wichtig ist jedoch, das Buch ist spannend gemacht, gibt einem so manches Rätsel auf, das auch nicht immer ganz simpel zu lösen ist und einen Grübeln lässt. Zudem ist es durchaus auch ein wenig actionreicher und macht einfach Spaß beim Lesen.

Für Kinder im Alter von 11-13 Jahren von mir daher nur zu empfehlen, da es nicht zu gruselig ist, aber auch nicht langweilig, viele Facetten hat und einfach eine niedliche Geschichte erzählt.


Fazit

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