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Sonntag, 30. November 2014

Rezension ~ Wie Sonne und Mond

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Wie Sonne und Mond
Autor: Nicole Walter
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426511444
ISBN-13: 978-3426511442
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur



Über die Autorin

Nicole Walter studierte Sprachen in München. Anschließend arbeitete sie einige Jahre als Werbetexterin und Journalistin. Seit 1994 verfasst sie sehr erfolgreiche Drehbücher für Fernsehserien und Fernsehfilme. Sie zählt zu den erfogreichsten und gefragtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands.


Inhaltsangabe/Klappentext

Birgit lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Mann Tom und den beiden Kindern in einem Haus am Starnberger See. Dort taucht plötzlich ihre Schwester Kira wieder auf – Kira, die Rebellin, die Weltenbummlerin, die auf Ibiza lebt und die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Auf einmal beginnt Birgit ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen: Hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen, als sie eine bürgerliche Existenz mit Familie und Wohlstand wählte? Gibt es da nicht auch noch etwas anderes? Kira dagegen kann nicht vergessen, was in jener Nacht vor zwanzig Jahren geschah, als sie den Geliebten verlor und ihr Leben zerstört wurde – von ihrer Schwester …


Rezension/Meinung

Worauf ich mich bei dieser Geschichte wohl genau einlasse, war mir nach Klappentext und Titel noch nicht richtig klar, aber neugierig war ich geworden. Und eine Sache steht für mich fest, was man über das Buch ganz sicher sagen kann, es ist emotional, lebt von seinen Charakteren und hat eindeutig viele amüsante, aber auch durchaus ernste Seiten.

Ich fand es ehrlich sehr gelungen, wie realitätsnah das Buch an vielen Stellen ist, auch wenn es oftmals natürlich auch merkbar so ist, dass man als Leser weiß, dass so etwas passiert, ist nicht unbedingt wahrscheinlich. Allgemein aber, vor allen Dingen zum Beispiel die Demenz der Mutter betreffend, ist das Buch einfach sehr realitätsnah, denn die Unterschiede zwischen klaren Momenten, Momenten wo die Mutter nur so tut, als hätte sie gerade einen unklaren Moment und denen, wo die Demenz wirklich zuschlägt, sind sehr natürlich und glaubwürdig zu erkennen, vor allen Dingen, wenn man weiß, wie es im Umgang mit Menschen mit dieser Krankheit sein kann. Ebenso andere Verläufe innerhalb der Geschichte, hätte ich mir in der Realität genau so vorgestellt und war sehr positiv überrascht, dass die Handlung im Buch nicht eine andere Richtung genommen hat.

Vor allen Dingen sind aber auch die Charaktere gelungen, denn sowohl die beiden Schwestern sind einfach sehr interessant, vor allen Dingen, in ihren Entwicklungen, die sie durchmachen, da sich die eine, Birgit, doch sehr dem Wunsch der Welt anpasst, wie man zu sein hat, damit alles funktioniert und geregelt ist und Kira, die so vor Lebensfreude zu sprudeln scheint, hinter der sich aber doch deutlich Tieferes und teils Dunkleres verbirgt, als vor allen Dingen die Mutter der beiden und Birgits Tochter. Vor allem mit der Mutter hatte ich meinen Spaß, denn viele der Szenen mit ihr waren einfach sehr lustig, auch wenn man natürlich immer im Hinterkopf hat, dass die Demenz an sich so gar kein Spaß ist.

Auf jeden Fall ist es ein tolles Buch, mit einer sehr schönen Aussage, die es vermitteln will, dass sehr viele Emotionen weckt und beim Lesen Spaß macht, da man nicht zu viel nachdenken muss, aber einem doch auch viele Anregungen dazu gegeben werden, wenn man die Geschichte noch etwas mehr reflektieren will.


Fazit

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