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Samstag, 20. Dezember 2014

Rezension ~ Der Ruf des weißen Raben

Allgemeine Infromationen zum Roman


Titel: Der Ruf des weißen Raben
Autor: Sanna Seven Deers
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. Juli 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282954
ISBN-13: 978-3548282954
Genre: Fanatsy / Mysterie / Romantik



Über die Autorin

Sanna Seven Deers ist 1974 in Hamburg geboren und aufgewachsen. 1997 heiratete sie den indianischen Bildhauer David Seven Deers und zog mit ihm in seine Heimat Britisch Kolumbien. Heute leben die beiden mit ihren vier Kindern auf der eigenen Ranch in den kanadischen Rocky Mountains. Sanna schreibt Romane, mit denen sie ihre Leser nicht nur in die unberührte Schönheit der kanadischen Wildnis, sondern auch in eine Welt voll Abenteuer und indianischer Mystik entführt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Trommeln und Stimmen verstummen, als die wirbelnden Rauchschwaden aufsteigen. Myras Herz pocht beinahe schmerzhaft in ihrer Brust. Sie ahnt nicht, dass sie Zeugin eines Rituals ist, mit dem der Indianer Chad Blue Knife die Geister ruft. Es wird ihre Zukunft und alles, woran sie glaubt, verändern. Sie spürt, dass ihr Leben und das von Chad auf alle Zeiten untrennbar miteinander verwoben sind ...


Rezension/Meinung

Nachdem ich schon »Das Geheimnis des Felskojoten« der Autorin gelesen hatte, dieses mir aber nicht so zusagte, »Der Ruf des weißen Raben« aber noch in meinem Regal stand, war ich doch irgendwie auch neugierig, was ich diesmal zu dem Werk dieser Autorin sagen würde. Vor allem auch, da dies eigentlich das erste Buch der Autorin ist und das mir bekannte schon das zweite. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, dass ich dieses Buch deutlich besser finde, als ihr zweites Werk, aber doch gibt es deutliche Abweichungen in ihrem Erzählstil, welchen ich in diesem Erstlingswerk stimmiger empfand.

Man sollte sich zu diesem Buch hier einfach sagen, dass es sich um eine Art von Fantasy- bzw. Mysterie-Roman handelt und schon kann man gut damit leben, dass extrem viel Unrealistisches passiert. Gerade da es so extrem viel Unrealistisches ist, empfand ich es als stimmiger, als im ersten Band, weil man hier die Absicht, diesen Aspekt hineinzubringen, was er einem vielleicht sagen soll etc. einfach für sich verständlich interpretieren kann, hingegen es im neueren Werk eher etwas gewollt und gekünstelt wirkt, da zu viel auf den Versuch der realitätsnähe gelegt wurde. Wer also ein Buch lesen will, das noch in Ansätzen realistisch ist und bei dem nicht zu viel passiert, was unter diesem Gesichtspunkt affig, seltsam, komisch oder ähnliches wirkt, der sollte definitiv nicht zu diesem Buch greifen.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mir persönlich die Geschichte ein wenig zu platt war. Sowohl die Charaktere, als auch die Aussage, den Appell, auf die es schlussendlich hinauslaufen sollte, wollte nicht wirklich tiefgründig oder lehrreich werden. Alles blieb einfach sehr oberflächlich und oftmals was es auch so, dass ganz besonders die Charaktere, bei denen es am wenigsten glaubhaft war, durch Vorangegangenes in der Geschichte oder deren Job etc., einfach so mächtig naiv und gutgläubig waren, dass ich damit einfach nicht klar kam. Vor allen den Dingen auch der “Böse”, der eigentlich so gar nicht wirklich richtig schlimm und gefährlich auf mich wirken wollte und mich ansonsten zu sehr an Mr. Smith aus Matrix denken lies. Ob diese Assoziation jedoch von der Autorin bewusst bezweckt werden sollte, weiß ich nicht und vermute es eher nicht.

Bei der Protagonistin ging mir dann einfach zu viel bei ihrer Stimmung, ihren Handlungen etc. hin und her, so dass ich sie und ihre Gründe, so zu handeln, wie sie es dann tat, einfach so gar nicht richtig nachvollziehen konnte. Eine klare Persönlichkeit konnte sich so einfach nicht herauskristallisieren, sie wirkte, wie aus unpassenden Bausteinen zusammengesetzt.

Dazu kam dann leider auch noch, dass es mir ein wenig zu übertrieben kitschig in den Beschreibungen zu romantischen Szenen wurde, so dass diese fast eher ein wenig albern wirkten. Wobei ich froh war, dass die Autorin in diesem Roman aber wenigstens die deutsche Sprache bei allem beibehalten hat und nicht wie in dem anderen Buch von ihr, teils seltsamerweise die englischen Namen für z.B. Pflanzen genutzt wurden.

Man muss halt wirklich wissen, was für eine Art Buch man lesen möchte. Bei an sich weniger Tiefgang und noch manchen Schwächen im Stil, erwartet einen hier eine eher leichte Lektüre, bei der man einfach damit rechnen muss, dass sie durchaus ein Fantasywerk sein sollte und Unrealistisches daher gehäuft auftritt.


Fazit

 

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