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Samstag, 13. Dezember 2014

Rezension ~ Der Thron von Melengar

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Thron von Melengar
Autor: Michael J. Sullivan
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Klett-Cotta
Ersterscheinung: 21. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608960120
ISBN-13: 978-3608960129
Originaltitel: The Riyria Revelations
Genre: Fantasy 
Reihe: Riyria-Reihe
Band: I

 

Über den Autor

Michael J. Sullivan, geboren 1961 in Detroit, begann seine ersten Geschichten mit acht Jahren zu schreiben. Er lebt heute mit seiner Frau und drei Kindern in Fairfax in der Nähe von Washington D.C. als freier Autor. Zunächst publizierte Michael J. Sullivan seine sechsteilige Riyria-Reihe sehr erfolgreich im Eigenverlag. Nach seinem großen Publikumserfolg wurden US-Verlage auf den Autor aufmerksam. Inzwischen wurde sein Fantasy-Epos in 14 Sprachen übersetzt und hat mehr als 100 Preise gewonnen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Royce, ein gewiefter Dieb, und sein fast ehrenhafter Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Ihr Diebesbund trägt den Namen »Riyria« und sie leben ziemlich gut dabei. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des recht kleinen Königreichs »Melengar« geht.


Rezension/Meinung

Es ist immer wieder interessant, wie vielschichtig doch das Fantasy-Genre ist. Ganz stark ist mir das wieder bei diesem Roman aufgefallen, der an vielen Stellen ohne die typischen Fantasy-Klischees auskommt, dabei aber eindeutig als Fantasy zu erkennen ist und mit einfachen Dingen schafft, extrem spannend zu sein.

Klar kommt auch dieser Fantasy-Roman nicht ganz ohne die typischen Elemente aus, die ihn, abgesehen von der meist anderen Welt, von historischen Romanen unterscheidet, sondern ein bisschen Magie ist in diesem Buch auch vorhanden, ebenso wie auch Wesen, die es so nicht gibt, aber dies kommt großteilig nur sehr am Rand vor und nimmt deutlich weniger Platz ein, als es in vielen anderen Werken der Fall ist.

Vor allen Dingen konzentriert sich dieser Roman einfach auch sehr auf die Charaktere, die ich persönlich auch sehr gelungen fand. Besonders auch bei den beiden Dieben Royce und Hadrian fand ich es toll, wie sie geschildert waren, besonders auch, da man immer den Eindruck hatte, dass es mit Royce noch mehr auf sich hat, als einem bisher wirklich bekannt ist und ich bin ehrlich immer noch neugierig, wie sich das irgendwann aufklären wird, da es sich ja bei diesem Band um einen Auftakt zu einer Reihe um die beiden handeln soll. Ganz besonders ist mir aber Hadrian an Herz gewachsen, den ich mit seiner besonneneren Art irgendwie sehr gern mochte und dabei fand ich es auch sehr gut gewählt, dass er nicht mehr ganz der jüngste ist, weil es einfach glaubwürdiger war, als wenn die Charaktere immer nur irgendwelche Jungspunde sind.

Sehr interessant fand ich von seinem Charakter und seiner Entwicklung her auch den Prinzen, zu dem ich meine Meinung während des Lesens doch ändern musste, denn anfänglich ging er mir sehr auf die Nerven, auch wenn das zu der ein oder anderen auch sehr amüsanten Passage führte.

Vor allen Dingen punktet das Buch auf jeden Fall durch seine Handlung, bei der man wirklich viel miträtseln kann, wer genau wirklich für die Intrigen, die gesponnen wurden verantwortlich ist und daher einen leichten Krimicharakter aufweist. Ganz besonders auch daher, weil man wirklich erst recht spät aufgeklärt wird, wer wirklich hinter allem steckt, was mir sehr gefallen hat, weil man auch einfach ein wenig mehr im Dunklen tappt.

Und das Buch hat eindeutig etwas ein wenig epischeres von seiner Aufmachung her, da es letztendlich doch um vielmehr geht, als nur eine Kleinigkeit, zwar nicht gleich die Rettung der gesamten Welt, aber zumindest auch ein paar Eroberungen. Genau diese vielen Richtungen in die die Handlung tendiert und eine gut ausgearbeitete Welt und tolle Charaktere, machen dieses Fantasy-Buch zu einem Werk, das ich ehrlich sehr gern gelesen habe, auch wenn es für Fantasy sehr wenig stark phantastische Elemente aufweist.


Fazit

 

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