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Sonntag, 14. Dezember 2014

Rezension ~ Die goldene Kastanie oder Das Herz des Waldes (eBook)

Allgemeine Informationen zum Roman



Titel: Die goldene Kastanie oder Das Herz des Waldes
Autor: Frank-Thomas Kirchberg
Seitenzahl als Print-Ausgabe: 84 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B00HZKLIR2
Genre: Märchen




Über den Autor

Der Autor, Frank-Thomas Kirchberg, wurde 1959 in Erfurt geboren. Er war schon als Kind eine Leseratte und liebte Bücher über alles. Deshalb wollte er eigentlich auch in seinem Berufsleben etwas mit Büchern tun. Es kommt jedoch immer anders, als man denkt. Und so wurde er, nach Abschluss der Schule, Koch und arbeitete über 15 Jahre in diesem Beruf. Später machte er eine zweite Berufsausbildung und wurde Bürokaufmann. 2007 arbeitete er im Christophoruswerk Erfurt an einem Projekt zur Produktion eines Hörspiels mit. Er erfand dann die Geschichte dafür. Sie hieß: „Die goldene Kastanie“. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde daraus eine 22minütige Hörspielfassung gemacht, die weitgehend der originalen Geschichte folgt. In den Studios von Radio Funkwerk Erfurt wurde das Hörspiel professionell produziert. Und schließlich zum Jahreswechsel 2007 ausgestrahlt. Außerdem wurde davon eine CD hergestellt, und gegen eine Spende vertrieben. 2009 erschien, die originale ungekürzte Fassung, in einer Anthologie des Verlages P & B, als Taschenbuch. 2014 veröffentlichte der Autor seine Geschichte: „Die goldene Kastanie“ als E-Book.
Die Veröffentlichung weiterer Geschichten ist geplant. Der Autor arbeitet derzeit an einem mehrbändigen Roman.

Inhaltsangabe/Klappentext

Bei der Geschichte: „Die goldene Kastanie: Das Herz des Waldes“, handelt es sich um ein märchenhaftes Fantasy-Abenteuer mit ökologischem Touch: Prinzessin Selina hat sich verirrt, und reitet im strömenden Regen, bei Blitz und Donner durch den Wald. Schlammverschmiert und mit zerrissenen Kleidern ist sie auf der Suche nach Weg und Steg. Aber was ist das, eine Stimme spricht zu ihr und da ist eine strahlende Gestalt. Das ist eine Fee. Aber es gibt keine Feen. Und dann gibt sie Selina auch noch Befehle. Diese weigert sich. Aber es hilft alles nichts. Sie muss tun, was die Fee befiehlt. „Rette den Wald! Bring mir die goldene Kastanie zurück! Oder du kommst nie mehr aus meinem Wald heraus!“ Das ist eine schwere Aufgabe. Aber Selina darf sich dabei Hilfe suchen. Sie trifft auf den Grafen Waldemar. Einen Freund aus alter Zeit. Aber der hat selber genug Probleme. Er weiß nicht mehr ein noch aus. Und da ist noch die Magd Elsbeth, die vor Verzweiflung die Hände ringt. Doch der Knecht Johann knurrt und grunzt nur dazu. Er ist keine Hilfe. Wozu sind die Männer nur zu gebrauchen. Wer beschützt sie nur vor dem Richter Adelbert. Einem unverbesserlichen Bösewicht und Trunkenbold. Zu allem Überfluss ist auch noch der Familienschatz des Grafen unerklärlicherweise verschwunden. Bekommt Selina die goldene Kastanie wieder? Und wem jagt der Richter Adelbert wutschnaubend mit einem großen Knüppel hinterher? Wie soll das wohl Alles noch enden?


Rezension/Meinung

Es kommt eigentlich selten vor, dass ich so kurze Geschichten lese, die nicht direkt als Kinderbuch erkennbar sind. Hier habe ich mich doch einmal herangewagt. Zum einen auf Anfrage des Autors und zum anderen, da ich es einfach mal interessant fand, eine Art Märchen zu lesen, das nicht aus mündlichen Überlieferungen entstanden ist und mit der Seitenanzahl doch auch schon für ein Märchen ziemlich lang ist.

Und ich kann sicher sagen, man merkt stark, dass es sich um ein Märchen handelt, denn die Geschichte hat einfach diesen typischen Märchencharakter beim Erzählen, allein schon von der Atmosphäre her, wie die Abläufe sind und auch bei der Sprache, die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, da manchmal vielleicht etwas wenig erklärt wird. Aber erwartet man das denn wirklich so stark bei einem Märchen? Mancher schon, mancher nicht.

Trotzdem weicht es von bekannten Märchen auch ein wenig ab, vor allen Dingen beim Ende, das einem sehr ausführlich vorzeigt, was aus allen Charakteren geworden ist, was mir von Märchen eher weniger geläufig war. Jedoch hat das Ende auch eine sehr typische Gemeinsamkeit mit allen Märchen, denn es vermittelt eindeutig einen starken Apell, hat eine Aussage, was man nicht machen sollte und wie man besser sein sollte, um wirklich ein guter Mensch zu sein. Eine für mich typische Sache bei Märchen, dass doch meist, die Bösen irgendwie bestraft werden und die Guten, durch ihre guten Taten belohnt werden. In gewisser Weise hat es mich ein wenig irritiert, wie wenig vom Ende auf die Lösung der Geschichte an sich verwandt wurde und wie viel auf weitere Erklärungen, wie es den Charakteren ergeht, jedoch denke ich, hat der Autor deutlich klar gemacht, was er mit seinem Märchen aussagen will.

Ich finde dieses modernere Märchen, was sich im Stil in vielem an alte, bekannte Märchen anlehnt, aber doch auch viel eigenes entwickelt auf jeden Fall durchaus gelungen, sowohl von seinem Stil her, sein Atmosphäre, als auch seiner letztendlichen lehrenden Aussage, vor allem die Natur betreffend. Allein Freunden von Märchen kann ich diese Geschichte daher empfehlen, denn auch wenn sie vielleicht sogar besser wäre, wenn sie entweder etwas weniger oder ein paar mehr Seiten hätte, ist es ein hübsches Märchen, dass anders ist, aber dadurch nicht schlecht, vielleicht nur ein bisschen kitschiger, als man es gewöhnt ist und seine Schwerpunkte etwas eigen setzt.


Fazit

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