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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Rezension ~ Ein toter Mann ist doch kein D-Zug

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Ein toter Mann ist doch keine D-Zug
Autor: Victor Thoma
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
Ersterscheinung: 17. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833309377
ISBN-13: 978-3833309373
Genre: Krimi / Humor



Über den Autor

Victor Thoma ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Drehbuch- und Romanautors. Er lebt in München und Berlin


Inhaltsangabe/Klappentext

Eigentlich wollte Ellermann nur sein Gehalt als Klavierlehrer aufbessern, indem er ein paar Tage auf Sophia, eine schusselige, aber reizende alte Dame, aufpasst. Doch dann ist sie plötzlich verschwunden, und Ellermann wird schlecht vor Sorge. Denn auf einmal ist die ganze Stadt in Aufruhr: Jemand überfällt die örtliche Bank, eine Leiche wird gefunden, es passiert ein mysteriöser Autounfall. Und wenn Sophia irgendetwas zustößt, kann sich Ellermann nicht nur sein Honorar abschminken …


Rezension/Meinung

Amüsante Krimis habe ich schon so einige gelesen, doch dieser ist mal so ganz anders, als die meisten anderen, die mir bisher in diesem Bereich begegnet sind.

Das liegt wohl vor allen Dingen daran, dass es eigentlich nicht wirklich eine Leiche im näheren Umfeld gibt, über die eine eigentlich nichts mit Ermittlungen am Hut habende Person stolpert oder der Kommissar einfach nicht die hellste Kerze  auf dem Kuchen ist, sondern allein schon dran, dass der Fall eigentlich von einem Toten nur ganz am Rand gestreift wird und daher von der Handlung her schon gänzlich anders ist als viele Krimis.

Dabei sind Ellermann und Sophia einfach geniale Charaktere und auch Magda, Ellermanns Haushälterin, habe ich irgendwie richtig gern gewonnen. Ellermann an sich ist eher ein Charakter, dem man nicht so wirklich nah kommen kann. Pianist, der zu viel Lampenfieber hat, um auf der Bühne zu stehen und daher zum Musiklehrer geworden ist. Gleichzeitig ist er extrem wohlerzogen von seiner Art her, also eher Gentleman, manchmal aber ein wenig naiv dabei und teils viel zu neugierig, aber auch manches Mal sehr zaghaft. Also eine sehr bunte Mischung, die schon zu vielen amüsanten Aktionen führt.

Gepaart mit Sophia ergibt das Ganze dann noch eine extrem explosive Mischung, da diese alte Dame einfach nicht einzuschätzen ist. Manchmal wirkt sie dement in anderen Augenblicken wieder so klar und gewitzt, dass man sich die gesamte Handlung hindurch nie so wirklich sicher ist, ob die dementen Augenblicke nur gespielt oder real sind. Dabei macht sie so oft verrückte Dinge, dass man einfach nur den Kopf schütteln muss und gleichzeitig wurde sie mir dadurch immer sympathischer, weil die alte Dame einfach etwas an sich hatte.

Es handelt sich eindeutig nicht um einen Krimi im üblichen Sinn, aber es ist eine Geschichte, die vor allen Dingen von ihren Charakteren und dem ein oder anderen Rätsel lebt und eindeutig eine Krimihandlung im Hintergrund hat. Vor allen Dingen ist es aber eine Geschichte, die einfach nur enorm Spaß macht. Man sollte sich also nicht zu sehr vom Titel leiten lassen, denn diesen konnte ich mit dem Buch nicht wirklich in Verbindung bringen.

Für jeden, der gern Bücher liest, die von den Charakteren leben, der gern Krimis mag, die ein wenig anders sind oder jedem, der gern mal ein wenig rätselt, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.


Fazit

Kommentare:

  1. Das klingt gut, ich mag spleenige alte Damen!

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    1. Hihi, ja ich finde auch, spleenige ältere Leute bereichern die meisten Bücher immer arg :D Vor allem, wenn es amüsante Bücher sind! ^^

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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