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Sonntag, 7. Dezember 2014

Rezension ~ Giftspur

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Giftspur
Autor: Daniel Holbe
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513749
ISBN-13: 978-3426513743
Genre: Krimi



Über den Autor

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt in dieser Region zu übernehmen? »Als leidenschaftlicher Krimi-Leser, auch und vor allem von Andreas Franz, ist das Vollenden der Todesmelodie natürlich ein besonderes Privileg für mich«.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ulf Reitmeyer, Leiter eines großen Biobetriebes in der südlichen Wetterau, bricht auf offener Straße zusammen. Alles deutet auf plötzlichen Herzstillstand hin, auch wenn das Opfer sportlich und scheinbar kerngesund war. Da wird eine zweite Leiche gefunden, und das Opfer war ausgerechnet Mitarbeiter in Reitmeyers Betrieb. Sabine Kaufmann greift ein, die das Frankfurter Kommissariat vor kurzem verlassen hat, um näher bei ihrer schwerkranken Mutter zu sein. Ihr erster Fall in der »Provinz« konfrontiert sie nicht nur mit ihrem gewöhnungsbedürftigen Kollegen Ralph Angersbach, sondern auch mit einem Täter, der auf perfide Weise mordet ...


Rezension/Meinung

Wenn man schon die Krimireihe um Julia Durant kennt, ist es interessant mit diesem Buch in eine Geschichte einzutauchen, in der einer der bekannten Charaktere als Protagonistin auftaucht. Das Gute, wenn man Sabine Kaufmann schon kennt, ist dass man sie von ihrem Hintergrund und ihrer Art schon ein wenig einschätzen kann, auch wenn ich sagen muss, dass ich doch auch noch deutlich mehr durch dieses Buch über sie erfahren habe. Von daher macht es also nichts aus, wenn man die Julia Durant Fälle nicht kennt, da man Sabine Kaufmann durch dieses Buch auch allein sehr gut kennenlernt und einen Charakter vor sich hat, der eindeutig eine gut entwickelte Persönlichkeit besitzt.

Dazu kommt dann noch ihr neuer Kollege Angerbach, den ich durchaus auch sehr interessant, wenn ich in manchem Punkt ein wenig schwerfällig fand, da er eine extrem raue Schale verpasst bekommen hat, die manchmal fast schon ein bisschen übertrieben wirkte. Allgemein aber bilden die beiden ein sehr interessantes Gespann, da sie in so vielen Punkten sehr unterschiedlich sind, dass es immer wieder Reibungspunkte zwischen ihnen gibt, die sowohl erheiternd sein können, als auch die Geschichte auf eine angenehme Weise vorantreiben.

Was man bei diesem Krimi nicht unbedingt erwarten sollte, ist jedoch überbrodelnde Spannung, den auch wenn ich den Fall sehr interessant fand, war es für mich zum einen sehr früh klar, was die Todesursache gewesen sein muss und zum anderen erhält man zwar immer wieder Hinweise auf mögliche Täter, aber es ist nie so, dass man den Eindruck bekommt, dass es extrem spannend und schnell wird im Handlungsverlauf, sondern eher, dass es alles etwas ruhiger zugeht. Vielleicht das auch, weil einfach viele Intrigen und ähnliches hinter den Geschehnissen stehen und der Versuch diese zu verbergen deutlicher im Vordergrund steht für die Beteiligten.

Dabei fand ich unter anderem auch einfach die Charakterstudien der in den Fall möglicherwiese Verwickelten sehr interessant, da man selbst einfach sehr gut miträtseln konnte, wer wohl in dem Fall welche Rolle spielen könnte. Und es ist dabei sehr gelungen, wie man immer mal wieder auf falschen Fährten geführt wird. Leider ist es in meinen Augen, aber fast unmöglich selbst auf den Täter zu kommen, auch wenn man sehr gut im Rätseln und Kombinieren ist.

An sich aber ein sehr gelungener Krimi, der mir sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn er eher etwas ruhiger ist. Ich denke aber, dass er einem Krimifan gut gefallen könnte. 


Fazit

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