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Freitag, 19. Dezember 2014

Rezension ~ Kings of Cool

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Kings of Cool
Autor: Don Winsolw
Gebundene Ausgabe: 351 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag
Ersterscheinung: 17. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518464000
ISBN-13: 978-3518464007
Originaltitel: The Kings of Cool: A Prequel to Savages
Genre: Thriller


Über den Autor

Don Winslow ist am 31. Oktober 1953 in New York geboren. Er wuchs in Perryville an der Küste von Rhode Island als Sohn eines Offiziers der Navy auf, seine Mutter war Bibliothekarin. Später studierte er afrikanische Geschichte in Nebraska, um anschließend nach New York zurückzukehren und in verschiedenen Berufen u.a. Privatdetektiv, zu arbeiten. Nicht ganz unbeeinflusst von seinem Vater, studierte er erneut, diesmal Militärgeschichte. Im Jahr 1991 dann erschien sein, noch in den 80er Jahren verfasster, erster Roman um den Privatdetektiv Neal Carey. Dieser Hauptfigur gönnte er noch vier weitere Auftritte, bis er sich 1996 erstmal andere Themen und Protagonisten sucht. Mitte der 90er Jahre zog er dan mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn nach Kalifornien auf eine Farm, wo sie bis heute leben. Seinen ersten großen Erfolg hat Winslow mit »Die Auferstehung des Bobby Z« 1997. Sein im Original 2005 und auf Deutsch im Jahr 2010 veröffentlichter Roman »Tage der Toten« gilt als sein Meisterwerk. Für die Geschichte über den Drogenkrieg in Mexiko recherchierte er sechs Jahre.


Inhaltsangabe/Klappentext

Am Strand ist das Paradies. Am Strand verlor Kalifornien seine Unschuld. Aussteiger, die in Versuchung gerieten. Lokalhelden und Träumer, die nicht genug bekommen konnten. Drogen, Gier, der Sündenfall. Es ist eine Geschichte, die weit zurückreicht, bis in die Sechziger, als in Laguna Beach Surfer und Hippies zusammentrafen und einen Pakt mit dem Teufel schlossen. Eine brutale, majestätische, atemberaubende Geschichte.


Rezension/Meinung

Mein erstes Werk von Don Winslow und ich weiß nicht wirklich, ob ich es nach diesem Buch noch einmal mit ihm versuchen werde.

Ich will einfach mal anfangen zu erläutern, was ich an diesem Buch so eigenartig fand und fange einfach schon einmal mit klar ersichtlichen Position an. Das Buch hat ca. 350 Seiten und schafft es doch glatt, dabei ganze 305 Kapitel zu haben. Man merkt also sofort, die Kapitel müssen teilweise sehr kurz sein und es ist auch wirklich so, dass es manchmal Kapitel gibt, die aus lediglich einem Satz bestehen, der teilweise auch nur ein Halbsatz ist und durchaus auch nur aus zwei Worten evtl. auch einem bestehen kann. Ebenso gibt es Kapitel, die nur aus wenigen Zeilen bestehen, andere wiederum gehen über einige Seiten. Teilweise ist es auch so, dass ein Satz über mehrere Kapitel geht, was ich extrem gewöhnungsbedürftig fand.

Andere stilistische Mittel die Don Winslow einsetzt, sind Sätze, die sich über mehrere Zeilen ziehen, aber so, dass
            jeweils
                        das
                                nächste
                                            Wort
                                                      eine Zeile tiefer ist.
Schon seltsam, oder? Es gibt auch noch viele andere Versionen, wie er Sätze mitten in der Zeile abbricht, um sie dann in der nächsten fortzuführen. Für mich beim Lesen sehr seltsam, denn es las sich schwerer und wirklich mehr Ausdruck konnte er damit auch nicht in den Text hinein bringen.

Dazu kommt dann noch, dass seine Sätze im Allgemeinen sehr kurz sind. Oftmals bestehen sie wirklich nur aus Subjekt, Prädikat, Objekt. Haben seine Sätze mehr als drei Wörter oder der Länge einer Zeile, handelt es sich eigentlich im Großteil der Fälle um Aufzählungen. Wirkliche richtige lange Sätze, findet man nur mit einigem an Suchaufwand.

Man merkt also, am meisten Wirkung auf mich als Leser, hatte wirklich dieser sehr eigene Stil, in dem dieses Buch geschrieben ist. Ein sehr eigener und mir so extrem noch nicht untergekommener Stil.

Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, fand ich die Handlung, sowie auch die Charaktere, eigentlich eher ewas flach, viele Zusammenhänge waren sehr leicht ersichtlich und das Drogenmilieu ist eindeutig nicht mein Fall, auch wenn ich gestehen muss, dass es durchaus seltsame Charaktere hervorbringt, die ich alle samt nicht richtig verstanden habe. Aber ich hatte, wie erwähnt, auch nicht wirklich den Eindruck, als hätte Don Winslow darauf sehr viel Energie investiert. Obwohl die Handlung in gewisser Weise durchaus einen roten Faden hat, sogar mehrere Ebenen, spielt sie teilweise in der Gegenwart und in der Vergangenheit, aber wirklich viel passiert trotzdem nicht. Vor allen Dingen nichts Unerwartetes.

»Kings of Cool« ist ein Buch, das auf jeden Fall sehr speziell ist, aber nicht durch seine Handlung heraussticht, sondern eher wegen des Stils und Aufbaus. Für mich war es gewöhnungsbedürftig, irgendwie auch interessant, aber ich kann mit dieser Art Buch nicht wirklich warm werden, sondern empfand es die gesamte Zeit als interessantes Studienobjekt, was an seltsamen Stilmitteln wohl als nächstes käme.


Fazit

 

Kommentare:

  1. Das klingt so skurril, dass ich das Buch schon fast lesen möchte. Aber eben nur fast... ;)

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    1. :D Ja, skurril trifft es in einem gewissen Maß durchaus. Also ich hatte ja vorher schon ab und an bei lovelybooks und Co. das Gefühl, dass viele diesen Autor sehr genial finden... So ganz nachvollziehen, kann ich das leider nicht :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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