Seiten

Sonntag, 21. Dezember 2014

Rezension ~ Mörderkind

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Mörderkind
Autor: Inge Löhnig
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 5. Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548612261
ISBN-13: 978-3548612263
Genre: Krimi



Über die Autorin

Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren. Sie studierte dort an der renommierten Akademie U5 Grafik-Design. Nach sieben Jahren als Art Directorin in verschiedenen Werbeagenturen machte sich schließlich mit einem Design-Studio selbständig. Heute lebt sie als Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie in der Nähe von München. Inge Löhnig ist die Erfinderin von Kommissar Konstantin Dühnfort, dem Mann mit dem Gourmet-Sixpack. Ihr erster Roman mit diesem Ermittler – „Der Sünde Sold“ – erschien 2008 im Ullstein Verlag und wurde ins Niederländische übersetzt (Het loon van de zonde). Bis heute sind schon sechs Bänder um Kommissar Dühnfort erschienen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie liefen ihr nach und schrien: »Mörderkind, Mörderkind!«

Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind. Fionas Kindheit war ein Alptraum. Und nun ist ihr Vater tot. Seine letzten Worte galten ihr: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt ...


Rezension/Meinung

Bisher kannte ich von Inge Löhnig nur vereinzelte Bände aus der Dühnfort-Reihe, war aber durchaus von ihrem Schreibstil angetan und schon sehr neugierig auf dieses Buch hier, bei welchem es sich um einen Einzelband handelt, daher mit ihrer Krimi-Reihe um Kommissar Dühnfort nicht zusammenhängt und mal etwas anderes ist.

Enttäuscht hat mich das Buch eindeutig nicht, auch wenn es, wie bei so vielen Krimis, leider der Fall war, dass ich für meinen Geschmack ein wenig zu leicht auf des Rätsels Lösung gekommen bin und dadurch denn ein gewisser Spannungsfaktor einfach nicht mehr vorhanden war. Ich liebe Krimis, bei denen man zwar den Täter schon länger bewusst wahrgenommen hat, ihn aber nicht direkt zunächst in Verbindung mit der Tat bringt und zudem solche, bei denen man selbst lange an Motiv und Tathergang noch rätseln muss. Vieles davon ist hier nicht lange gegeben, da man auf das Motiv und den Tathergang in einigen Punkten zu schnell kommt, auch wenn es sich beim aktuellen Mordfall mehr zieht, als bei dem aus der Vergangenheit, welcher mit dem neuen stark verknüpft ist. Interessant war es trotzdem irgendwie, denn man hat ja immer, auch wenn man als Leser vieles schon weiß, manches einem vielleicht auch verraten wird, noch die Fragestellung zu lösen, wann und wie die Charaktere es wohl herausfinden werden.

Dabei sind Fiona und Mats zwei Charaktere, die ich sehr mochte, da sie irgendwie etwas sympathisches an sich haben, vor allen Dingen Mats und die Szenen mit den beiden bei mir sehr häufig Schmunzeln auslösten, da in ihrem Umgang miteinander von der Autorin durchaus auch einiges an Humor eingeflossen ist, der in einem solchen Buch zwar nicht übermäßig werden sollte, aber auch nicht gänzlich fehlen darf. Vor allem Mats kleine Psychoanalysen haben mir immer wieder sehr gefallen. Fiona ist ein etwas komplizierterer Charakter, aber von Inge Löhnig sehr gut beschrieben. Ebenso, wie auch einige der anderen Charaktere, die einfach in ihrer Darstellung ausreichend Persönlichkeit erhalten haben, dass ich sie mir auch wirklich vorstellen konnte und sie definitiv nicht platt wirkten. Besonders mancher eher fiese Charakter, war sehr gut getroffen.

Ebenfalls mochte ich es auch wieder sehr, dass in diesem Fall Abschnitte aus der Vergangenheit und diesem Fall, sich mit der Gegenwart und den Ermittlungen zu diesem Zeitpunkt abwechselten und so durchaus, durchschaut man die Dinge nicht zu früh, noch einiges an Spannung für den Leser resultieren kann.

Die Idee hinter dem Buch fand ich auf jeden Fall klasse und ich fühlte mich, wenn auch etwas zu schnell zu Lösung gekommen, die nichts vollkommen Neues darstellt, wie sollte sie auch, durchaus sehr gut unterhalten und kann dieses Einzelwerk der Autorin nur empfehlen, wenn man gerne mal einen Krimi liest, der nicht Kommissare oder andere typische Ermittler als Protagonisten hat, sondern eher gänzlich andere Wege geht, aber mit Humor, interessanten Wendungen und durchaus auch ein wenig Spannung aufwarten kann.


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen