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Samstag, 6. Dezember 2014

Rezension ~ Rabenschwestern

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Rabenschwestern
Autor: Gabi Kreslehner
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611818
ISBN-13: 978-3548611815
Genre: Krimi
Reihe: Franza Oberwieser
Band: II


Über die Autorin

Gabi Kreslehner wurde 1965 in Linz geboren. Sie wuchs mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Österreich auf. Sie arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Bildnerische Erziehung an der Hauptschule Ottensheim, wo sie heute mit ihrer Familie lebt. Zuletzt erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2010.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kommissarin Franza Oberwieser ist eine lebenslustige und kompromisslose Frau. Sie steht zu ihren Leidenschaften wie dem Plätzchenbacken und ihrer neuen großen Liebe, dem jüngeren Schauspieler Port. Da fordert ein Fall ihre ganze Aufmerksamkeit. Gertrud Rabinsky, die beliebte Teeladen-Besitzerin, wurde brutal ermordet. Doch erst als Hanna Umlauf vermisst gemeldet wird, erfährt Franza, dass die bekannte Fotografin Gertruds Schwester war. Zwei Frauen, zwei Fälle, zwei Schicksale. Wo ist die Verbindung? Für Franza wird die Suche nach Hanna zu einer Achterbahnfahrt: Ist die schöne Frau Opfer oder Täter?


Rezension/Meinung

Franza Oberweiser ist mal eine Kommissarin, die sich von vielen, die man so kennt ein wenig abhebt, da sie zum einen zwar Probleme hat, aber diese total alltäglich sind, wie unter anderem leichte Figurprobleme, aber sie liebt das Backen nun einfach zu sehr und zudem hat sie in vielen anderen Punkten eine doch eher etwas männlichere Einstellung, die sie einfach besonders machen. Um manche Ding zu ihr wirklich vollständig nachvollziehen zu können, sollte man aber, denke ich, den Vorgängerband »Regenmädchen« gelesen haben, da mir, die ich dieses Buch leider noch nicht kenne, doch aufgefallen ist, dass die Charaktere manchmal doch noch Hintergründe haben, die angeschnitten werden, aber sicherlich klarer würden, wenn man den ersten Band um Franza Oberwieser schon gekannt hätte. Trotzdem ist sie auch hier schon merkbar ein sehr lebensnaher Charakter, der manchmal sehr direkt sein kann, aber eindeutig einfach lebt.

Davon abgesehen, ist der Roman aber auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes gut zu verstehen, da er, wie bei vielen anderen Krimireihen auch, einen eigenständigen Fall behandelt, der, ebenso wie die Ermittlerin in diesem, ein wenig anders ist, als man es sonst oft gewohnt ist.

Hingegen vieler moderner Krimis kommt »Rabenschwestern« nämlich ohne viel Blut aus, lebt eher von einer Reihe an Geheimnissen, erinnert vielleicht auch eher an mancher Stelle noch ein bisschen mehr an eine Familiensaga, als an einen typischen Krimi. Aber gerade das macht das Buch auch sehr spannend, da man immer wieder neue Geheimnisse und Intrigen in dieser Familie entdeckt, die ein ganz neues Licht auf den Kriminalfall werfen und einen auch immer mal wieder dazu bringen umdenken zu müssen, damit man noch auf dem Laufenden bleibt und dem Fall gut folgen kann.
Dabei wird die Spannung auch immer sehr hoch gehalten und ich war durchweg neugierig was noch passieren wird, auch schon zu Beginn des Romans, in welchem die Geschichte eher noch etwas ruhiger anläuft und man sich daher aber auch sehr gut einfach an die Charaktere und Gegebenheiten gewöhnen kann. Und auch, wenn im späteren Verlauf, dem Leser vielleicht die ein oder andere Sache etwas vorweggenommen wird, die Franza und den anderen Ermittlern noch nicht klar ist

Ein Krimi, der ein wenig anders ist, aber dadurch definitiv nicht schlecht, sondern einem einfach eine angenehme Abwechslung bietet. Von daher, kann ich ich allen, die auch gern mal einen ruhigeren, aber spannenden Krimi lesen, dieses Buch nur empfehlen. 


Fazit

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