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Donnerstag, 4. Dezember 2014

Rezension ~ Todesfrist

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Todesfrist
Autor: Andreas Gruber
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 18. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478669
ISBN-13: 978-3442478668
Genre: Thriller



Über den Autor

Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Seine Bücher wurden u.a. dreimal mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ermittelt in den beiden Romanen »Schwarze Dame« und »Die Engelsmühle«. Zuletzt erschienen die Thriller »Rachesommer«, »Todesfrist« und »Herzgrab«. Maarten S. Sneijders zweiter Fall »Todesurteil« ist für Februar 2015 bei Goldmann angekündigt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen – und ein altes Kinderbuch dient ihm als grausame Inspiration. »Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen ...


Rezension/Meinung

Mit diesem Buch hat der Autor einen Thriller geschaffen, bei dem ich sagen muss: Klasse! Denn er ist auf jeden Fall sehr spannend und erfüllt in meinen Augen auch gewisse Punkte, die ein Thriller einfach haben muss, damit er sich irgendwie vom Krimi abhebt, nämlich, dass er in der Lage ist, einem auch wirklich ein wenig Gänsehaut oder richtigen Ekel zu bescheren und das am besten noch mit einem psychisch nicht ganz einwandfreien Täter kombiniert, macht einfach schon viel aus, damit der Thriller gute Chancen hat, wirklich gut zu sein.

Bei diesem Thriller sind diese Aspekte auf jeden Fall schon mal sehr stimmig, denn die Tatorte und das Vorgehen des Täters lässt einen von Beginn an das schlimmste vermuten und bei der ein oder anderen Situation können einen schon sehr gut Ekel und leichtes Grauen überkommen, auch wenn ich da relativ hartgesotten bin. Dabei finde ich es einfach sehr interessant, auf welche Weise der Täter vorgeht und worin seine Inspirationsquelle liegt, denn genau das macht einfach viel bei der Atmosphäre aus. Und auch, wenn ich durch ein Zitat relativ weit zu Beginn des Buches schon sehr früh wusste, in welche Richtung sich alles drehen wird, die Kommissare zu dieser Erkenntnis jedoch noch deutlich länger brauchten, fand ich die gesamte Atmosphäre einfach sehr gelungen, so dass dieses kleine bisschen Vorahnung, um das was grob kommen würde, so gar nicht gestört hat.

Zumal auch einfach der psychologische Aspekt, wie der Täter seine Taten ankündigt, die Spannung nur erhöht, weil man so recht nie genau weiß, wieso er genau diesen Menschen jetzt wirklich anspricht und diese kleinen Rätsel machen das Ganze einfach sehr viel spannender. Dabei fand ich es hier interessant gemacht, dass man zwar, durch gewisse Abschnitte im Buch, schon geahnt hat, wer der Täter sogar in Person sein wird, aber es war immer noch interessant, langsam heraus zu finden, worin genau seine Beweggründe sind und wie sich die Dinge zu dem gesteigert haben, was am Ende wirklich passiert. Für mich einer der seltenen Fälle, wo ich es nicht schlimm fand, schon zu einem recht frühen Zeitpunkt zu wissen, wer wirklich der Täter ist, da ich das ansonsten eher nicht sonderlich mag, aber hier passte es einfach, da noch ausreichend Fragen offen blieben, die noch geklärt werden wollten.

Und vor allen Dingen auch die Charaktere in diesem Buch waren mal etwas ganz anderes, wobei ich da vor allen Dingen Maarten S. Snijder hervorheben will, der mich während des Lesens zwar ziemlich verrückt gemacht hat, aber auch dem Buch auf eine besondere Weise mehr Leben eingehaucht hat, weil er gleichsam Unsympathat, wie auch einfach nur genial war. Ein Charakter, den ich sehr gelungen fand und der in Kombination mit der Protagonistin Sabine Nemez ein interessantes und auch sehr spannungsgeladenes Gespann gebildet hat. Zudem waren auch einige Nebencharaktere einfach nur sehr gut durchdacht, vor allen Dingen alle Psychologinnen, die in diesem Roman auftauchen.

Ein Thriller, den ich aufgrund seiner Gesamtkonzeption nur empfehlen kann, denn er hat alles was einen guten Thriller ausmacht, eine spannende Handlung, eine geniale Atmosphäre und durchaus auch etwas irre Charaktere.


Fazit

Kommentare:

  1. Da kann ich dir nur recht geben! Das Buch war letztes Jahr mein Jahres-Highligth!
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ich hab das Buch durch meine Mutter entdeckt, die meinte, es wäre spannend, wenn auch etwas brutaler, da habe ich es dann einfach mal mitgenommen :o)

      Und es war eine gute Entscheidung!

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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  2. Ich schließe mich da an - mir hat es auch richtig gut gefallen! Ein wirklich toller Thriller!
    Liebe Grüße
    Alex von crimesNcooking

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    1. Bei mir war es echter Zufall, dass ich auf ihn gestoßen bin, wie obern schon erwähnt, aber es war ein guter Zufall. Vorher kannte ich den Autor auch noch gar nicht wirklich ^^

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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