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Freitag, 31. Januar 2014

Eine verrückte Zeit

Huhu ihr alle,

diesen Monat, bzw. eher so ca. seit Weihnachten war es ja doch etwas stiller auf meinem Blog, was auf keinen Fall daran lag, dass ich ihn vergessen hatte, sondern leider viel mehr daran, dass es viele andere Dinge gab, die mich leider zu sehr gefesselt haben.

Das leider in meinem vorigen Satz impliziert ja schon, dass die Gründe, die mich abgehalten haben, zum großen Teil nicht wirklich positiver, sondern eher negativer Natur waren. 

Aber ich will erstmal kurz mit ein paar der positiven Punkte anfangen. Zum einen war natürlich erstmal Weihnachten, was mich an sich schon durch die Feiertage ein wenig vom Posten abgehalten hat, ebenso, wie vorher noch das Geschenke vorbereiten etc. Genau dieses Geschenke vorbereiten betreffend hat mich nämlich auch noch eins meiner neueren Hobbys etwas aufgehalten, nämlich das Stricken. Vor einiger Zeit überkam es mich nämlich, dass ich das gern noch etwas mehr lernen wollte, als ich es noch aus Schulzeiten konnte und dann habe ich mir erstmal ein wenig Wolle (billige) gekauft, um zu üben. Naja und kurz vor Weihnachten war ich dann auch überzeugt, dass ich noch ein Geschenk fertig bekomme. So war es dann auch und eine Mütze für mich war auch noch drin :o)

Das grüne ist ein töltender Isländer ;o) Erkennt man auf dem Foto weniger gut, als wenn man die Mütze live sieht ^^

Dann kam erstmal Weihnachten und alles war noch vollkommen in Ordnung, außer dass ich natürlich während des Strickens nicht so viel lesen konnte und daher meine Statistik für den Dezember wohl nicht die allerbeste geworden wäre ;o)

Natürlich war ich an den freien Tagen auch viel bei den Pferden draußen und daher resultierte dann auch meine längere Abwesenheitsphase hier auf dem Blog daraus, denn als ich am zweiten Weihnachtstag an der Wiese ankam und Heiðar von der Wiese holte, stellten wir fest, dass er vorne durchaus sehr seltsam läuft. Beim Menschen würde man sagen, dass er humpelte, beim Pferd heißt es Lahmen.

Da nicht wirklich sicher war woher es kommt, habe ich dann erstmal abgewartet, da so etwas auch ab und an recht schnell wieder verschwindet, wenn sie sich zum Beispiel nur ein wenig vertreten haben. Trotzdem bin ich dann natürlich täglich zu ihm hin, um zu gucken, wie es läuft. Das Schlimmste war aber, dass es eindeutig nicht besser wurde, sondern eher immer schlimmer, so dass ich den Montag vor Silvester dann erstmal den Tierarzt da hatte. Nach dem Besuch des Tierarztes war klar, es war gut, dass ich ihn gerufen hatte, denn ganz sicher, was Heiðar denn nun fehlt, waren wir nicht, aber es wurde von ihm schon sehr gut eingegrenzt. Die Frage bestand dann nur noch, ist es eine Hufprellung, ein Hufabszess oder im schlimmsten Fall vielleicht doch eine Hufbeinfraktur. Letzteres schloss der Tierarzt aber Gott sei Dank eher aus, weil dafür sein lahmen nicht schlimm genug war.

Wir therapierten ihn also erstmal auf eine Hufprellung, die am wahrscheinlichsten schien und das Endergebnis sah wie folgt aus:

Links saß das Problem und daher gab es einen tollen stoßabsorbierenden Verband.
Mein Kleiner bekam also erstmal einen dicken Verband um den Huf, sowie Entzündungshemmer und Schmerzmittel, dass ich ihm auch noch einige Tage geben musste. Zudem durfte er sich nicht wirklich viel bewegen und wir mussten ihm ein kleines eigenes Abteil auf der Wiese abstecken, in dem er erstmal die nächsten Tage wohnen durfte.

Ich war natürlich froh, dass wir erstmal gegen seine Schmerzen vorgehen konnten, aber auch ehrlich ein bisschen besorgt wegen der Böllerei an Silvester und wie er das dann findet, dass er so allein in diesem kleinen Abteil verweilen muss. Aber naja, jetzt im Nachhinein kann ich sagen, er ist eindeutig der Größte, denn es hat ihn vollkommen kalt gelassen und er hat diese Silvesternacht wieder super überstanden! :o)

Aber trotzdem war ich dann die folgenden Tage sehr häufig an der Wiese, um zu gucken, wie es meinem Süßen geht und kam folglich weder viel zum Lesen, noch zum Bloggen. Ich denke aber, dass ihr verstehen werdet, dass er mir da doch noch etwas wichtiger ist ;o)

Und als ob das nicht genug wäre, als es ihm langsam wieder besser ging, der Verband ab war und ich nicht mehr jeden Tag sein Mittelchen verabreichen musste, da passiert es doch glatt wieder, dass ich an der Wiese ankomme und es stimmt etwas nicht.

Unser jüngster, Fengari, benahm sich nämlich äußerst seltsam, ständig schmiss er sich auf den Boden, wälzte sich aber nicht, wie es bei einer Kolik üblich wäre, sondern fraß im Liegen oder stand fast sofort wieder auf. Und das ging die ganze Zeit so, dass seine Besitzerin und ich dann doch gemeinsam beschlossen, ohne Tierarzt gehen wir hier heute Abend nicht mehr weg. Es war aber schon 16:30 und es war klar, aber 17:20 spätestens, stehen wir im Finsteren.

Da die Tierärztin aber doch einen etwas längeren Weg hatte, war sie dann gegen 17:05/17:10 erst da, aber besser als nichts, denn wir hatten schon ziemlich sorgen um den Kleinen. Nach ersten Untersuchungen, die Fengari gar nicht so lustig fand, aber mal ehrlich, wer hätte schon gern eine Hand im Po, lag die Vermutung dann sehr nahe, dass er vermutlich doch eine Art Kolik hat, die sich aber sehr sonderbar äußert, als musste wir dann dagegen vorgehen, unter anderem sollte es eine Spritze geben. Problematisch daran, es war mittlerweile stockdunkel, einzig das Licht vom Auto hat uns die Angelegenheit ein wenig erhellt und zum anderen musste die Spritze in die Vene und die am Hals zu finden unter dem ganzen Winterfell war bei ihm so schwer, dass dann auch noch rasiert werden musste.

Letztendlich haben wir für die gesamte Aktion, nachdem die Ärztin da war noch locker 1 Stunde benötigt, in der ich mit dem kleinen Kerl auch noch viel herrumgelaufen bin, denn das er Bewegung hatte, war wichtig und trotzdem fühlte ich mich ein wenig so, als ob ich gänzlich eingefroren wäre.

Wie man also merkt, bei uns an der Wiese ging es die letzte Zeit hoch her, wenn auch eher im negativen Sinn, denn erst hatten wir Husten, dann einen lahmen Heiðar und schon wieder Husten, einen bauchkranken Fengari und als wäre das nicht ausreichend wäre, mussten Vinnis letzten Schneidezähne auch noch gezogen werden. Dem guten Vinni geht es aber super und er futtert wie ein Scheunendrescher :D

Ich will aber mal hoffen, dass es jetzt wieder bergauf geht und ich wieder etwas mehr Zeit mit bloggen verbringen kann :o) dann ein paar Bücher habe ich abends dann ja trotzdem noch gelesen ;o) und wenn es euch interessieren würde, kann ich euch auch noch zeigen, was ich so gestrickt habe, denn aktuell versuche ich mich gerade an einem Islandpulli aus echter isländischer Wolle :o)

Ganz liebe Grüße und diesmal wieder mit einer Monatsstatistik, verabschiede ich mich bis morgen!

Themis ^.^v

Mittwoch, 29. Januar 2014

Rezension ~ Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden
Autor: Myra McEntire
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 15. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442475635
ISBN-13: 978-3442475636
Originaltitel: Hourglass
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Hourglass
Band: I
 

Über die Autorin

© Amelia J. Moore Photography
Myra McEntire verfasst bereits seit frühster Kindheit eigene Erzählungen. Im Mai erscheint nun ihr Debütroman "Hourglass" in Deutschland. Er wird Teil einer Buchserie sein. Myra sagt, dass es zwar ihr erster Roman ist aber noch sehr viel angefangen hat, was bisher einfach nicht vollendet wurde. Für Hourglass wurden bereits Filmreche erworben. McEntire lebt in Nashville, der Country Hochburg in Amerika, sie selbst kann mit Country Musik aber nichts anfangen


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie kann in die Vergangenheit sehen, er in die Zukunft Die 17-jährige Emerson Cole sieht Dinge, die niemand sonst sehen kann: Es sind Geister, Menschen aus einer anderen Zeit. Keiner konnte ihr bisher erklären warum. Erst als sie Michael Weaver kennenlernt, den attraktiven Experten einer mysteriösen Organisation namens „Hourglass“, scheint ihre Welt wieder Sinn zu ergeben. Nicht nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, sondern er eröffnet ihr, dass sie eine besondere Gabe besitzt – sie kann durch die Zeit reisen. Nur deshalb hat Michael sie aufgesucht, und nur deshalb schwebt sie bereits in größter Gefahr.



Rezension/Meinung

Mit diesem Buch hatte ich wieder ein Werk in der Hand, dass von vielen sehr gelobt wurde und das mich auf jeden Fall durch sein Cover angezogen hat, da man hier ehrlich sagen muss, wer auch immer das Cover entworfen hat, derjenige hatte ehrlich einen guten Riecher, denn das Cover fällt einfach ins Auge.

Davon abgesehen, muss ich sagen, hatte das Buch wieder so ein paar Aspekte, die ich sehr schön fand, aber auch einen gewaltigen, den ich eher sehr schade fand, da er mir das Buch ein wenig vermiest hat, wenn auch es definitiv nicht ganz schlecht ist. Ich hatte einfach ein wenig meine Probleme mit den Charakteren, die mir einfach extrem aufs Äußerliche reduziert wirkten. Alle waren irgendwie besonders attraktiv und das wurde auch immer wieder erwähnt. Ganz besonders ging mir das bei Michael auf die Nerven, da Emerson an ihn gefühlt nie wegen seiner Persönlichkeit dachte, sondern scheinbar immer nur wegen des Sixpacks. Insgesamt wirkten die Charaktere sonst oftmals einfach sehr flach auf mich und Emerson habe ich auch nicht wirklich verstanden, da sie sich oftmals wie ein kleines bockiges Kind benimmt und das auch noch in Situationen, wo ein solches Verhalten einfach gerade nicht einmal im Ansatz Sinn macht.

Dazu kam dann auch leider noch, dass das Buch hauptsächlich von den attraktiven Charakteren und vor allen Dingen der Romanze zwischen Emerson und Michael geprägt war, die zudem auch noch von Seite zu Seite kitschiger wurde. Die Zeitreisethematik, mit der ich ehrlich in größeren Mengen gerechnet hätte, kam sehr lange kaum zum Zug, man hat immer nur sehr wenig weitere Informationen erfahren und dabei war es dann auch noch so, dass sie Spannung immer wieder sehr stark abnahm, weil außer Liebesgedusel nicht viel passiert, bis dann aus heiterem Himmel Wendungen kommen, bei denen man hoffen kann, dass es endlich etwas spannender weiter geht. Und so zieht es sich über einen Großteil des Buches, bis dann zum Ende hin endlich mal noch etwas passiert.

Allgemein hätte ich mir wohl einfach ein wenig mehr Handlung und ein bisschen weniger Übertreibung beim Aussehen der Charaktere und dem Kitsch bei der Liebesgeschichte gewünscht, zumal mir Emerson nicht ganz so sympathisch werden konnte. Insgesamt war das Buch daher in Ordnung, da es auch vom Lesen her sehr flüssig von der Hand ging, aber mir fehlte einfach ein bisschen mehr Handlung, da sie hier leider wie ein kleines Übel wirkte, um die Romanze zu ummanteln, wie leider bei vielen Romanen dieser Richtung.


Fazit


Dienstag, 28. Januar 2014

Rezension ~ Die Hüterin des Schattenbergs

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Hüterin des Schattenbergs
Autor: Monika Felten
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: cbj
Ersterscheinung: 12. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570139999
ISBN-13: 978-3570139998
Empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Genre: Fantasy 


Über die Autorin

(c) Torsten Eichholz
Monika Felten erlernt nach Abschluss der Mittleren Reife und einem Jahr an einer Hauswirtschaftsschule in Kiel den Beruf der Technischen Zeichnerin, den sie bis zur Geburt ihres ersten Sohnes 1992 ausübt. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die klassischen Konstruktionszeichnungen, aber auch Perspektivzeichnungen, für Dokumentationsunterlagen am Zeichenbrett oder mit der CAD-Anlage. Eine Restrukturierungsmaßname der Firma im Jahre 1994 führt noch während des dreijährigen Erziehungsurlaubs zum Verlust des Arbeitsplatzes. Monika Felten schreibt schon in der vierten und fünften Klasse Geschichten über "Elfen", die sie mit Oblaten bebildert, gibt das Schreiben und den Wunsch, Schriftsteller zu werden, aber in der 7. Klasse schweren Herzens auf, da man ihr fälschlich erzählt, dass ein Studium in Germanistik oder Journalismus notwendig sei, um diesen Beruf zu ergreifen. Monika Felten liest seit dem 15. Lebensjahr leidenschaftlich Fantasy und beginnt 1998, zwei Jahre nach der Geburt des zweiten Sohnes ihr erstes Buch "Elfenfeuer" zu schreiben. Ein Buch, das alles enthalten soll, was das Fantasy-Genre für sie so lesens- und liebenswert macht. Innerhalb eines Jahres entstehen autodidaktisch die ersten 100 Seiten des Romans. 17 Verlage erhalten eine Leseprobe. Nach nur sechs Wochen meldet der Stuttgarter Weitbrecht-Verlag Interesse an. Es folgen 18 Monate des Schreibens, in denen "Elfenfeuer" in Zusammenarbeit mit dem Lektor des Weitbrecht Verlags Gestalt annimmt. Im Januar 2001 erscheint "Elfenfeuer" als erster Roman "bei Weitbrecht, Stuttgart, der 2002 den "Deutschen Phantastik Preis" als "Bester Deutscher Roman 2002" erhält. 2002 erscheint mit "Die Macht des Elfenfeuers", die Fortsetzung diesmal jedoch im Münchener Piper Verlag, der das Fantasyprogramm von Weitbrecht mittlerweile übernommen hat. Auch "Die Macht des Elfenfeuers" wird 2003 als "Bester Roman National 2003" mit dem "Deutschen Phantastik Preis" ausgezeichnet. Im April 2004 kommt mit "Die Hüterin des Elfenfeuers" der dritte und letzte Teil der "Saga von Thale" unter dem Dach des Piper Verlags in den Handel. Von Oktober 2004 bis Oktober 2006 erscheinen mit „Die Nebelsängerin“, „Die Feuerpriesterin“ und „Die Schattenweberin“ im Piper Verlag drei weitere Hardcover in der Trilogie um „Das Erbe der Runen“ Nach Abschluss der Trilogie können sich die Fans bis 2009 in jedem Herbst auf ein neues Werk der Autorin unter dem Dach des Piper Verlags freuen. 2007 erscheint ihr erster eigenständiger Roman als günstige Trade-Paperback Ausgabe. Im Sommer 2002 erscheint bei Ensslin im Arena Verlag, Würzburg, unter dem Titel "Die Suche nach Shadow" der erst Teil der Jugendbuchserie "Geheimnisvolle Reiterin", eine Mischung aus klassischem Pferdebuch und Fantasyelementen, die bei den jungen Lesern so gut ankommt, dass bis zum Frühjahr 2006 noch vier weitere Bände erscheinen. Im Sommer 2006 wechselte die Autorin zum Stuttgarter Thienemann Verlag. In 2007 erschienen dort die ersten beiden Bände einer Neuen Pferde-Fantasy Buchreihe unter dem Titel „Ascalon, das magische Pferd“ erscheinen. Weitere Bände sind in Vorbereitung.



Inhaltsangabe/Klappentext

High-Fantasy vom Feinsten von der Fantasy-Queen Deutschlands§Die junge Eleve Jemina ist die letzte, lebende Hüterin des Schattenbergs nur sie allein kann das Land vor dem drohenden Untergang bewahren. Denn ohne die Magie der Hüter werden sich die Schatten des Berges schon bald befreien und Unheil und Verderben über die Menschen bringen. Jemina hat nur eine Chance, um das zu verhindern: Sie muss den gefahrvollen Weg ins Reich der Toten auf sich nehmen, um das Wissen der verstorbenen Hüter zu erlangen. Mithilfe des ebenso anziehenden wie geheimnisvollen Eleven Rik nimmt Jemina die Herausforderung an.§Doch dann erfährt sie von der wahren Bedeutung des Schattenbergs und steht vor einer folgenschweren Entscheidung


Rezension/Meinung

Was ich einfach wunderhübsch bei diesem Buch finde, ist das Cover, deswegen muss ich es auch einfach in der Rezension erwähnen, weil ich es zum einen als Bild einfach toll finde und zum anderen, weil es auch einfach nur richtig gut zu dem Beginn des Buches auch passen will.

Ansonsten muss ich sagen, habe ich schon deutlich bessere Geschichten der Autorin gelesen. Die Idee hinter der Geschichte fand ich zwar richtig gut und das Buch war auch an sich wieder gut geschrieben, nur wirkte es einfach viel oberflächlicher, als ich es ansonsten von der Autorin gewohnt war. Die Charaktere wirkten mir oftmals nicht so richtig durchdacht und es konnten mir auch weder Jemina noch Rick wirklich sympathisch werden. Zumal ich mich auch manchmal bei der Handlung ehrlich fragen musste, was das jetzt soll, was sie da machen bzw. warum so vieles so einfach läuft. Oft hatte ich einfach das Gefühl, dass sich die Probleme in Luft aufzulösen schienen oder wenn sie mal etwas größer waren, fast schon zu einfach zu bewältigen waren.

Dabei fehlte mir einfach etwas, das ich sonst bei den Büchern von Monika Felten immer hatte, nämlich das Gefühl, dass die Welt und die Charaktere wirklich gut durchdacht waren und es dazu auch noch eine spannende Handlung gab. Die Handlung an sich war in Ordnung, wenn auch halt einfach oft zu konsequenzlos und auch ab und an etwas undurchdacht. Ebenso kamen mir die Charaktere und die Welt leider auch vor, oberflächlich vollkommen in Ordnung, aber wirklich mehr war da einfach nicht. Zumal Jemina in meinen Augen auch oft sehr seltsam gehandelt hat, so dass es für mich nicht immer ganz zusammenpassen wollte.

Es war zwar also ganz schön zu lesen, aber irgendwie fehlte einfach etwas, um die Geschichte wirklich gut zu machen, obwohl die Idee richtig gut klang, aber wenigstens schaut das Buch im Regal klasse aus!


Fazit

Montag, 27. Januar 2014

Rezension ~ Der Mitternachtspalast

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Mitternachtspalast
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Ersterscheinung: 5. November 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841440029
ISBN-13: 978-3841440020
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: El palacio de la medianoche
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Nebel-Trilogie
Band: II

 

Über den Autor

© Sven Paustian
Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und ist im Schatten der berühmten Kathedrale Sagrada Familia aufgewachsen. Schon als Zehnjähriger verfasste er, nach seiner Aussage, inspiriert von der überbordenden Architektur Barcelonas, erste Schauergeschichten. Seinem Interesse an Literatur folgend, ist er zunächst in einer Werbeagentur als Texter tätig und schreibt zeitgleich an seinen ersten Roman „Der Fürst des Nebels“, von dem 150.000 Stück verkauft werden. 1993 erhält er dafür den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Ein Jahr später beschließt Zafón, nach Los Angeles zu gehen und arbeitet dort insgesamt zehn Jahre lang als Drehbuchautor und Journalist, widmet sich aber auch weiterhin seiner Passion, dem Schreiben. Drei weitere Jugendbücher folgen, bis er 2001 den Roman „Der Schatten des Windes“ veröffentlicht, der ein internationaler Bestseller wird und in Deutschland Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste erreicht. Der Roman ist mittlerweile in über 30 Sprachen, unter anderem Französisch, Finnisch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch und Polnisch übersetzt worden. 2008 erscheint sein Werk „Das Spiel des Engels“, welches von der Presse sehr positiv aufgenommen wird und Leser in aller Welt begeistert. Am 25. Oktober 2012 finden seine Barcelona-Romane durch einen Band 3 ihre Fortsetzung. Mit "Der Gefangene des Himmels" erscheint das Verbindungsstück der beiden Romane "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels".


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein weiterer Geniestreich und Weltbestseller aus der Feder Carlos Ruiz Zafóns - erstmals auf Deutsch. Direkt nach ihrer Geburt in Kalkutta wären die Zwillinge Ben und Sheere beinahe einem Auftragsmord zum Opfer gefallen. Um die Kinder vor dem unbekannten Verfolger zu verbergen, wachsen sie getrennt auf: Ben in einem Waisenhaus, Sheere bei ihrer Großmutter, mit der sie durch ganz Indien irrt. Doch 1932, als die beiden sechzehn werden, beginnen die Schrecken von neuem; es kommt zu mysteriösen Todesfällen in ihrem Umfeld. Ben vermutet eine Verbindung zu ihrem Vater, der bei einem tragischen Unglück ums Leben kam. Auf der Suche nach der Wahrheit geraten die Zwillinge immer tiefer in die düstere Unterwelt Kalkuttas. Es beginnt ein grausiges Spiel um Leben und Tod – mit einem Widersacher, dessen Wahn alles Vorstellbare übersteigt



Rezension/Meinung

Da ich von dem ersten Buch, das ich von Zafón gelesen hatte, deutlich begeisterter gewesen bin, als ich es vorher jemals erwartet hätte, wollte ich diese Buch, nachdem es seinen Weg zu mir gefunden hatte, auch einfach mal lesen, in der Hoffnung, dass es sich als ebenso gut entpuppt, wie das andere, auch wenn dieses hier von der Leserschaft auf deutlich jüngere Erwachsene abzielen sollte, als sein Werk "Marina".

Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich von diesem Buch eher enttäuscht bin. Ich habe den Sinn hinter der Handlung nicht so ganz greifen können und auch Kalkutta konnte vor meinen Augen nicht so wirklich lebendig werden. Auch hatte ich eher ein paar Probleme mit dem Titel, wollte er für mich einfach nicht so recht zu dem Buch passen, denn auch wenn es ein Gebäude mit diesem Namen in ihm gibt, schien es mir nie so relevant, dass es Sinn machen wollte, dass es den Titel zu dem Buch bildete.

Es war nämlich so, dass mir die Idee hinter dem Buch auch wieder sehr gut gefallen hat, nur kam ich dann mit dem Inhalt als solches nicht wirklich klar. Oftmals passieren einfach so viele Sachen auf einmal, die Handlung überschlägt sich geradezu und das auch noch auf eine Art und Weise, bei der ich mich so manches Mal fragen musste, wie die Protagonisten der Geschichte nun auf die Idee kamen so zu handeln oder warum nur gerade dieses oder jenes passierte, was vorher so gar nicht zu erahnen war, nicht logisch war. Also allgemein war ich ehrlich ziemlich darüber enttäuscht, was mir dieses zwar sprachlich wieder sehr schöne Werk zu bieten hatte, da ich einfach sehr schwer in die Geschichte hineingefunden habe, da einfach vieles für mich nicht richtig nachvollziehbar wirkte.

Und auch die Charaktere wirkten nicht ganz so liebevoll gestaltet und eine Identifizierung mit auch nur einem von ihnen wollte mir nicht wirklich gelingen, zumal sie oftmals auch sehr flach gezeichnet wirkten, kein richtiges Potenzial hatten und wenn man manchmal dachte, dass der Charakter jetzt greifbarer würde, dann tat er plötzlich etwas, was allen vorherigen Erkenntnissen widersprach.

Sehr schade eigentlich, dass das Buch eher eine Enttäuschung war, denn die Idee ist klasse und das der Autor, zumindest heute, man muss ja bedenken, dass dies eins seiner frühen Werke ist, richtig gut schreiben kann, weiß ich aus anderen Werken.


Fazit

Dienstag, 14. Januar 2014

Rezension ~ Tödliches Requiem

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tödeliches Requiem
Autor: Paolo Roversi
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. Juli 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610404
ISBN-13: 978-3548610405
Originaltitel: Niente baci alla francese
Genre: Krimi

 

Über den Autor

Paolo Roversi, geboren 1975 , ist Journalist und lebt in Mailand. Für seinen Kriminalroman Die linke Hand des Teufels  erhielt er den Premio Camaiore, einen renommierten Preis für Kriminalliteratur. Er gehört zu einer neuen Generation italienischer Kriminalautoren und wird von der Presse hoch gelobt. In Frankreich ist Milano Criminale für den Prix Polar nominiert.


Inhaltsangabe/Klappentext

Anfang Dezember: In der Mailänder Scala nähert sich das Konzert für die Bürgermeister von Paris und Mailand seinem Höhepunkt. Dann fällt der Strom aus. Als das Licht angeht, ist der Mailänder tot. Der umtriebige Journalist und Profi-Hacker Enrico Radeschi ist sofort an dem Fall dran und beginnt zu ermitteln: zwischen Mailand und Paris, zwischen politischen Fronten und immer unter größter Gefahr für sein eigenes Leben.



Rezension/Meinung

Auch wenn ich über das Buch schon ehrlich jede Meinung gelesen hatte, dachte ich einfach, dass ich es mal mit ihm versuche. Ich war zwar auch ein wenig skeptisch, was vor allen Dingen daran lag, dass ich bisher eher keine ganz so positiven Erfahrungen mit Büchern von italienischen Autoren gemacht hatte, deren Stil ist wohl einfach nicht so ganz der meine, aber man weiß ja nie.

Leider hat mich das Buch dann aber doch irgendwie enttäuscht. Ich kann nicht unbedingt genau benennen, was ich alles so grausig daran fand, aber vor allen Dingen auch der Kommissar war so gar nicht mein Fall. Ebenso wenig, wie der Hobby-Ermittler und eigentlich Journalist Radeschi, der dann auch noch den Roman extrem dominiert hat. Irgendwie schien mir die eigentliche Handlung ziemlich in den Hintergrund zu treten und dieser seltsame Mensch immer wichtiger zu werden. Zumal es dann auch noch so war, dass ich die Handlung, den Kriminalfall betreffend auch nicht wirklich realitätsnah fand, sondern eher ein wenig zu konstruiert, zu gestellt, so dass es alles begann immer falscher zu wirken, denn auch etwas irgendwie parodiehaftes konnte ich leider nicht erkennen.

Ich habe leider irgendwie das Gefühl, dass viel meiner Abneigung bei diesem Roman auch einfach aus seinem Schreibstil resultiert, mit dem ich nicht gänzlich warm werden konnte, ebenso wenig, wie mit den Charakteren, die mir trotz einer oftmals auch sehr intensiven Charakterisierung einfach nicht sympathisch werden konnten, die ich sogar eher gar nicht mochte. Das ganze gepaart mit der eher verworrenen und seltsamen Handlung, war einfach leider nicht mein Buch. Vielleicht ist es einfach wirklich so, dass ich mit dem italienischen Stil bei Romanen einfach nichts anfangen kann.

Von daher kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen, aber wer auf eher seltsame Protagonisten steht und zudem auch noch Musik und italienische Autoren mag, der wird an diesem Buch vielleicht seine Freude haben.


Fazit

Sonntag, 12. Januar 2014

Rezension ~ Verflucht seist du

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Verflucht seist du
Autor: Inge Löhnig
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 14. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611230
ISBN-13: 978-3548611235 
Genre: Krimi 
Reihe: Kommissar Dühnfort
Band: V


Über die Autorin

Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren. Sie studierte dort an der renommierten Akademie U5 Grafik-Design. Nach sieben Jahren als Art Directorin in verschiedenen Werbeagenturen machte sich schließlich mit einem Design-Studio selbständig. Heute lebt sie als Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie in der Nähe von München. Inge Löhnig ist die Erfinderin von Kommissar Konstantin Dühnfort, dem Mann mit dem Gourmet-Sixpack. Ihr erster Roman mit diesem Ermittler – „Der Sünde Sold“ – erschien 2008 im Ullstein Verlag und wurde ins Niederländische übersetzt (Het loon van de zonde). Dühnforts zweiter Fall „In weißer Stille“, kam im Februar 2010 ebenfalls bei Ullstein heraus und machte sie laut der Zeitschrift FÜR SIE, zum hoch gehandelten Geheimtipp und heimlichen Bestsellerautorin. (FÜR SIE 10/2010). Der dritte Roman um Dühnfort und sein Ermittlerteam mit dem Titel „So unselig schön“, wird im Februar 2011 erscheinen, natürlich im Ullstein-Verlag. Vorher erblickt aber im Juli 2010 noch ein Jugendthriller aus Inge Löhnigs Tastatur das Licht der Buchhandlungen: Schattenkuss erscheint im Arena Verlag.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der Selbstmord einer jungen Frau erschüttert München. Aber war es überhaupt Selbstmord? Warum wird ein Freund der Toten kurz darauf heimtückisch ermordet? Kommissar Dühnfort und sein Team folgen der blutigen Spur eines Mörders und verstricken sich dabei in einem Netz aus Lügen, Verrat und Eifersucht.



Rezension/Meinung

Ich hatte vor diesem Roman noch keinen aus der Dühnford-Reihe von Inge Löhnig gelesen, kann daher aber auf jeden Fall sagen, dass man die Bücher auch einzeln sehr gut versteht und sich auch mit den Charakteren sehr schnell zu recht findet, die nicht sonderlich stark eingeführt werden, weil man sie ja eigentlich schon aus den anderen Teilen der Reihe kennen müsste, hätte man wirklich alles gelesen.

Von daher fand ich es schon sehr positiv, dass ich mich sehr schnell in dem Roman angekommen fühlte, ohne dass ich irgendwann einmal das Gefühl bekam, dass ich die Charaktere gar nicht einschätzen kann und vollkommen flach ausgearbeitet fand, sondern es ging alles sehr leicht und wäre vermutlich mit Kenntnis der Vorgänger noch schöner gewesen, da sich Charaktere über so viele Bücher ja doch auch entwickeln. Davon abgesehen, finde ich das Thema für diesen Krimi einfach sehr gut, da es einfach sehr aktuell ist und vor allen Dingen auch noch sehr lange aktuell bleiben wird. Die Gefahr, die aus den sozialen Netzwerken auf Kinder und Jugendliche ausgeübt wird, ist von vielen einfach noch zu sehr unterschätzt. Vor allen Dingen, wenn die Eltern dann an Gefahren denken, kommen ihnen zunächst erst einmal Fremde in den Sinn, die sich als etwas anderes ausgeben, als sie sind. Jedoch das seit einigen Jahren aufgekommene Phänomen des Cyber-Mobbings ist einfach noch zu neu, als das nicht sonderlich internetaffine Menschen wirklich auf die Idee kommen, auch zu gucken, dass das eigene Kind nicht in einen solchen Strudel gerät.

Vor diesem Hintergrund, ist nämlich der Fall aufgebaut, der einfach extrem spannend ist, mit den unterschiedlichen Jugendlichen, die man erst einmal einzuschätzen lernen muss, bei denen man zunächst lernen muss, wie die Verbindungen untereinander genau aussehen. Dabei haben sie gleichzeitig noch eine weitere Spur, die in eine ganz andere Richtung führt und man ist als Leser schon immer ein wenig hin und her gerissen, da beides wahrscheinlich klingt. Dadurch ist es einfach verdammt interessant und spannend den Ermittlungen zu folgen, besonders zwar in die Richtung des Cybermobbings, da dort gleich zwei Fälle interessant werden, aber auch in die Richtung der Drogenmilieus und vor allen Dingen auch der Familien der Toten.

Zudem kommt noch dazu, dass die Auflösung mich doch überrascht hat, denn  auch wenn sie mir irgendwann zwischendrin auch mal in den Sinn gekommen war, schien es mir dann wieder unwahrscheinlich, obwohl alles vollkommen logisch und nachvollziehbar ist, das Motiv, die Durchführung etc. Es passt einfach super zusammen und ist auf dem Weg dorthin einfach spannend.

Ein ehrlich richtig guter Krimi, der mich dazu veranlasst mir auf jeden Fall noch die restlichen Bücher um Dühnford und sein Team anzugucken und dann auch mit dem ersten Band anzufangen!


Fazit