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Montag, 31. März 2014

Rezension ~ Mit Tante Otti auf der Insel

Allgemeine Angaben zum Roman

 
Titel: Mit Tante Otti auf der Insel
Autor: Gabriele Breuer
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 11. November 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285554
ISBN-13: 978-3548285559
Genre: Gegenwartsliteratur / Humor




Über die Autorin

Gabriele Breuer, geboren 1970, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Köln. Sie ist Verwaltungsangestellte in einem Seniorenheim und schreibt nur in ihrer Freizeit.




Inhaltsangabe/Klappentext

Deos einräumen. Doppelschichten. Jule hasst ihren langweiligen Job im Drogeriemarkt. Aber Moment, warum hat ihre Stammkundin Tränen in den Augen und will die Sonnenmilch umtauschen? Ottilie Bär, die von ihrer Reisebegleitung sitzen gelassen wurde, kann ihr Glück kaum fassen: Die nette junge Drogerie-Verkäuferin springt ein und fliegt mit ihr nach Gran Canaria! Was die beiden nicht ahnen: Als Urlaubspartner passen sie zueinander wie Sand und Sonnenbrand, wie Volksmusik und Technodisco. Dennoch ist die Reise der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch kann man eindeutig sagen, dass es einfach eine tolle Lektüre zum Entspannen ist, die sogar noch ein kleines bisschen Tiefgang bietet, was ich sehr angenehm empfand.

Außerdem macht das Buch auch einfach mächtig Lust auf Sommer, Sonne und Urlaub. Im Winter zwar vielleicht auch ein bisschen ungünstig, da es an Sommer und Sonne oftmals mangelt, aber zumindest kann man sich sommerlichen Gedanken hingeben und bekommt auch ein bisschen sommerliche Gefühle. Von daher, es ist einfach auch ein super Sommer- und Urlaubsroman.

Die beiden Charaktere Tante Otti und Jule sind auch einfach nur herrlich. Otti mit ihrer leicht verrückten, aber total lebenslustigen Art, muss man einfach gern haben, auch wenn sie ab und an auch Dinge macht, bei denen wohl auch ein bisschen fremdschämen angesagt ist. Sie kommt dabei aber einfach so verdammt nett und sympathisch an, dass man Otti einfach nur gern haben muss. Jule hingegen ist doch einfach ein Charakter, dem man ihre Jugend anmerkt, aber gleichzeitig auch, dass sie trotz ihrer Partygedanken und ähnlichem, ein Mensch ist, der sich sehr gut in andere einfühlen kann und einfach auch richtig fürsorglich wird. Einfach ein tolles Team die beiden.

Ich hätte ehrlich erwartet, wohl aufgrund des Titels, dass deutlich mehr der Handlung des Romans auf der Insel stattfindet, denn nur vorneweg und hoffentlich ohne zu viel zu verraten, ganz zutreffend, ist das nicht.

Trotzdem bietet der Roman einfach eine extrem niedliche Geschichte einer sehr besonderen Freundschaft, die sich zwar etwas schleppend und nicht ganz simpel entwickelt, aber beim Lesen einfach Spaß macht und gerade auch durch Tante Ottis Alter und gewisse Gesinnungen von ihr, fließen noch ein paar ernster Themen mit in die Geschichte ein, die sie für mich auch einfach noch interessanter und spannender gemacht haben.

Ein ehrlich toller Sommerroman, den ich jedem empfehlen kann, der gern mal etwas amüsantes, lockeres lesen möchte, dass Sommerstimmung aufkommen lässt und dabei eindeutig nicht ganz flach bleibt vom Thema her.


Fazit

Samstag, 29. März 2014

Rezension ~ Das Geheimnis der Schwestern

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Geheimnis der Schwestern
Autor: Kristin Hannah
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 14. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283705
ISBN-13: 978-3548283708
Originaltitel: True Colors
Genre: Familiendrama

 

Über die Autorin

Kristin Hannah, 1960 in Südkalifornien geboren, sie studierte zunächst Jura, doch ihre Mutter prophezeite ihr bereits zu diesem Zeitpunkt, dass sie Schriftstellerin werden würde. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Anwältin, bevor sie ganztags den Beruf als Autorin ausübte. Sie ist in den letzten Jahren in den Staaten zu einer der Top-Bestseller-Autorinnen avanciert und lebt heute mit ihrem Mann und Sohn auf einer kleinen Insel im Pazifik.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der frühe Tod der Mutter hat die Schwestern Winona, Aurora und Vivi Ann eng zusammengeschweißt. Doch schon immer hat Winona ihre jüngste Schwester beneidet: um ihre Schönheit und die Liebe des Vaters, um dessen Anerkennung sie selbst vergeblich ringt. Als die unbekümmerte Vivi Ann ausgerechnet Winonas großer Liebe Luke den Kopf verdreht, ist die ältere Schwester außer sich vor Schmerz und Eifersucht. Sie greift zu märgsten Mittel: Verrat. Jahre später führt ein Schicksalsschlag die Schwestern wieder zusammen …


Rezension/Meinung

Ich hätte ehrlich nie damit gerechnet, dass mir ein Familiendrama jemals so gut gefallen würde, wie es bei genau diesem hier der Fall war.

Es lag wohl unter anderem ein wenig daran, dass ich einfach extrem begeistert war, dass die Familie auf einer Ranch lebt, also auch Pferde ein nicht vollkommen unwichtige Rolle in diesem Roman spielen, was ich selbst, da ich diese Tiere einfach so sehr liebe, einfach nur genial fand und ich vor allen Dingen Vivi Ann dadurch oft doch auch sehr verstehen konnte, wie sie in Bezug auf manches reagiert hat. Aber, natürlich lag es auch einfach an den Charakteren, die man in ihren Handlungen so gut verstehen konnte, auch wenn sie manchmal vollkommen dämlich gehandelt habe, aber es war einfach emotional und aus ihrer Vergangenheit heraus betrachtet, die einzig sinnvolle Reaktion, die zu den einzelnen Persönlichkeiten passen wollte.
Zudem sind Win, Aurora und Vivi Ann einfach auch von ihrem Verhältnis als Schwestern her, extrem klasse, weil man einfach alles, was eine solche Beziehung ausmacht einfach spürt, die Eifersucht untereinander, den Zusammenhalt, die Nähe, aber auch ein wenig ab und an die Entfremdung im Lauf der Jahre und Entwicklung.

Dazu kommt dann noch, dass das Drama, welches sich vor allen Dingen auch um Vivi Ann, die als Einzige auf der Ranch weiterhin direkt lebt, dreht, dass mir von der ganzen Art her so gut gefallen hat. Wie doch Menschen, die von außen in die Familie kommen, deren Dynamik verändern kann, wie man sich in ihnen täuschen kann und wie man am Ende damit weiterleben muss. Vor allem auch dieses Weiterleben hat mir einfach gefallen, weil das Buch doch einen sehr großen Zeitrahmen beschreibt, in welchem sich die Geschichte abspielt, wenn man bedenkt, dass sie Ende der 1980 richtig beginnt und bis in die 2000er Jahre andauert.

Ich war auf jeden Fall mehr als positiv überrascht, die gut die Autorin es geschafft hat einfach die Emotionen zu vermitteln, die vor allen Dingen von Vivi Ann Besitz ergreifen und sie als Person langsam verändern, wie einfach sich die Zeit und die Geschehnisse auf einen Menschen auswirken können, selbst, wenn dieser zunächst der positivste Mensch war, den man sich vorstellen kann.

Von diesem Buch bin ich ehrlich begeistert und ich kann es jedem, der gern ein gutes Familiendrama lesen möchte, nur wärmstens empfehlen, denn das Buch ist ehrlich richtig gut!


Fazit

Mittwoch, 26. März 2014

Rezension ~ Das Geheimnis des Felskojoten

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Geheimnis des Felskojoten
Autor: Sanna Seven Deers
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285147
ISBN-13: 978-3548285146
Genre: Gegenwartsliteratur / Indianerroman

 

Über die Autorin

Sanna Seven Deers ist geborene Hamburgerin. Sie heiratete einen kanadischen Indianer und zog mit ihm in die Wildnis der Rocky Mountains. Dort leben die beiden mit ihren vier Kindern.




Inhaltsangabe/Klappentext

Die 26-jährige Serena wird durch einen Anruf ihres Bruders in Angst und Schrecken versetzt: Fabian, ein begabter Physiker, ist den dunklen Machenschaften eines mächtigen Konzerns auf die Spur gekommen und in Nordamerika untergetaucht. Von vorahnungsvollen Träumen geplagt, macht Serena sich gemeinsam mit Fabians Freund, dem Indianer Shane Storm Hawk auf, ihren Bruder zu finden. Die Suche, bei der sie schnell selbst zu Verfolgten werden, führt sie durch den Westen der USA bis nach Kanada. Serena fühlt sich stark zu Shane hingezogen, doch nun stehen auch ihre Leben auf dem Spiel. Sie muss auf die mystischen Zeichen vertrauen, nicht nur um Fabians Willen, sondern auch um ihrer Liebe zu Shane eine Chance zu geben.


Rezension/Meinung

Ich kann ehrlich zugeben, dass ich bei diesem Buch ein wenig etwas anderes erwartet hätte, als ich am Ende bekam. Gerechnet hatte ich mit einer Geschichte, in der die Indianer und ihre Kultur auf jeden Fall eine wichtige Rolle spielen und vor allen Dingen auch, in der es natürlich auch ein wenig um eine Liebesgeschichte geht und ein kleines Familiendrama.

Letztendlich habe ich einiges davon bekommen, aber auch noch einiges, was ich so nicht erwartet hätte und einfach in der Komposition nicht ganz stimmig fand.

Auf jeden Fall spielen die Indianer eine wichtige Rolle, wenn auch wieder auf eine besondere Weise, die man vielleicht einfach mögen muss, denn es wird eigentlich fast nur auf ihre spirituellen Ansichten eingegangen und die auch, auf eine teilweise für den eher verstandsgesteuerten Menschen etwas unglaubhafte oder auch kitschige Weise dargestellt. Jedoch kann ich mir durchaus vorstellen, dass man es wunderschön findet, wenn man selbst etwas spiritueller eingestellt ist. Mir kam es manchmal doch ein bisschen viel vor und auf mich wirkte Serena dadurch auch etwas unglaubwürdig oder naiv, weil sie einfach alles hinnahm, keine zögern, nichts. Es wurde von ihr, die es so nicht kannte, ohne die kleinste Frage hingenommen, aber bei einer leicht kitschigen Liebesgeschichte, sollte man ja auch nicht zu viele Fragen stellen.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich den indianischen Glauben, soweit er hier vermittelt wird, ehrlich interessant fand, besonders so grob manche der Zeremonien, die vielleicht nicht vollständig, aber hinreichend in die Geschichte eingeflossen sind, dass man sich als Leser etwas darunter vorstellen konnte.

Auch die Charaktere passen einfach super in ihre Rollen, auch wenn ich gestehen muss, dass die "Bösen" vielleicht ein kleines bisschen zu komödiantisch ausgefallen sind, so dass ich ehrlich Schwierigkeiten hatte, sie wirklich als reale Gefahr zu betrachten und nicht als eine Art Gag, wie sie einfach zu oft auf mich wirkten.

Vor allen Dingen aber zum Ende hin, wurde mir das Buch dann etwas zu überzogen. Es lief einfach zu sehr in die Schiene Aktionroman, der aber nicht wirklich durchdacht war, sondern ein kleines bisschen an die Filme von Pro7 oder RTL erinnerte, wo man sich doch immer wieder fragen muss: "Wie soll das gehen?" oder nur "Was soll das jetzt?". Es wird einfach versucht zu viel in kurzer Zeit abzuhandeln, etwas Spannung reinzubringen, dazu Action und Drama, um noch zusätzlich einen tieferen Sinn in die Geschichte einzubringen, der an sich ein schöner Gedanke ist, aber in meinen Augen gruselig umgesetzt war. Zu übertrieben, zu überzogen und einfach zu undurchdacht. Leider kann ich nicht genauer darauf eingehen, da ich ansonsten zu viel von der Geschichte beschreiben würde, nur mir hat das Ende einfach nicht gefallen, da es mit dieser Explosion an unrealistischer Entwicklung einfach die restliche, an sich ganz gute Geschichte kaputt gemacht hat in meinen Augen.

Allgemein kann ich das Buch jedem empfehlen, der die Spiritualität der Indianer und ihre Gedanken zu Welt interessant findet, der nicht zwingend alles logisch erklären möchte und der auch einiges an Kitsch ganz gern mag und sich nicht daran stört, dass das Ende einfach ist, wie es ist, ein wenig unpassend zum Rest der Geschichte und einfach zu viel auf zu wenig Seiten gequetscht, wenn ich mir die für mich unstimmigen Dinge irgendwie erklären will.

Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen und so für Zwischendurch ist es auf jeden Fall gut geeignet, man sollte halt nur nicht zu viel erwarten, denn ob es Erwartungen erfüllen kann, kommt ehrlich extrem auf den Leser an.


Fazit

Dienstag, 25. März 2014

Rezension ~ Ich heirate Frau Antje ihre Familie

Allgemeine Angaben zum Roman

 
Titel: Ich heirate Frau Antje ihre Familie
Autor: Ben Bergner
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 19. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629535
ISBN-13: 978-3746629537
Genre: Humor


 

Über den Autor

Ben Bergner, seit Jahren 39, hat an der Universität zu Köln seinen Magister in den Fächern Geschichte, Politik und Pädagogik abgelegt. In den Anfangswirren seines Studiums hat er sich sogar durch ein ganzes Semester Niederlandistik gequält, dann aber schnell aufgegeben. Ben Bergner lebt zusammen mit seiner holländischen Frau und seinen drei Kindern in München und arbeitet als freier Journalist für Süddeutsche Zeitung TV.


Inhaltsangabe/Klappentext

Mit Anouk, seiner "Frau Antje", hat der Deutsche Gabriel das große Los gezogen. Doch seine neue holländische Großfamilie treibt ihn in den Wahnsinn einem Einzelgänger wie ihm geht es mit dieser Sippe wie einem Veganer, der im Schlachthof arbeitet. Und schon bald stellt Gabriel fest, dass das, was er für typisch holländisch hielt, nicht mehr als ein Marketing-Gag ist: Weder sind Kiffen und Gruppensex Volkssport, noch trägt Anouk Schulmädchenzöpfe.


Rezension/Meinung

Nachdem ich mit »Auf Heineken könn wir uns eineken« mein erstes Buch über die Holländer gelesen hatte, welches ja aus der Sicht einer deutschen Frau, die es in die Niederlande zieht, geschrieben war, bin ich ganz gespannt an dieses Buch gegangen, dass aus der Sicht eines deutschen Mannes geschrieben wurde, welcher ebenfalls durch die Liebe nach Holland gekommen ist. Ich war einfach extrem gespannt, ob die beiden Autoren Holland und die Holländer doch unterschiedlich oder sehr ähnlich wahrgenommen haben.

Und ich bin ehrlich überrascht, wie ähnlich sie die Dinge wohl sehen. Allgemein ist es einfach ein Buch, bei dem man extrem viel Schmunzeln muss, weil ich schon glaube, dass so manche holländische Vorliebe auch noch ein bisschen überspitzt dargestellt wird, aber es ist einfach so, dass es dort einige für uns vollkommen seltsame Gebräuche gibt. Allein das wohnen dort ist für mich vollkommen verrückt. Entweder ist es ein Haus mit der Grundfläche eines Schuhkartons und riesigen Fenstern oder ein Hausboot. Dabei habe ich hier die Variante Hausboot kennengelernt, die ich noch verrückter fand und mich am Ende ehrlich gefragt habe, wie man das bloß machen konnte.

Auch die ganzen Bräuche, wie der Elfstedentocht und das in Holland sehr wichtige Nikolausfest samt Swarte Piet, sind einfach so etwas ganz anderes und wie es in diesem Buch beschrieben ist, muss man einfach den Kopfschütteln und Lachen, weil man sich gar nicht vorstellen kann, dass die Holländer solche Dinge wirklich so arg ernst nehmen. Auf jeden Fall aber lernt man die Gezelligkeit der Holländer sehr gut kennen und man hat den Eindruck, dass man auch manche, für uns sehr sonderbare Verhaltensweise, Tradition etc. ein wenig besser versteht. Und auch, wenn dieses Buch nicht ganz so umfangreich ist, wie »Auf Heineken könn wir uns eineken« habe ich hier noch so einige für mich neue Dinge über die Holländer und ihre Mentalität herausgefunden und auch so manche mir schon bekannte Sache noch bestätigt gefunden und das Ganze auf knapp 200 sehr amüsanten Seiten, die sich ehrlich einfach so flott weg lesen lassen und echt Spaß machen, da sie einfach super witzig geschrieben sind.

Ich hatte auf jeden Fall Spaß mit dem Buch und kann es jedem, der gerne mal eine amüsante Betrachtung unserer holländischen Nachbarn lesen möchte, nur empfehlen, vor allen Dingen auch, weil die Holländer auf keinen Fall veralbert werden, aber die Situationskomik einfach herrlich ist, da sich unsere beiden Länder doch durchaus arg unterscheiden in manchen Punkten.


Fazit

Sonntag, 23. März 2014

Rezension ~ Leerer Kühlschrank, volle Windeln

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Leerer Kühlschrank, volle Windeln
Autor: Mario D. Richardt
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Eulenspiegel
Ersterscheinung: 20. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3359023986
ISBN-13: 978-3359023982
Genre: Humor / Erlebnisbericht


 

Über den Autor

Mario D. Richardt, 1976 in Berlin geboren und seit über 15 Jahren in Sachsen zu Hause, begann seine Fernsehkarriere bereits als Zehnjähriger. Mit 24 Jahren gewann er für die Comedyshow »Pommes mit Mario« den Sächsischen Fernsehpreis, mit 25 wurde er Redaktionsleiter eines Regionalsenders. Seit 2001 ist er das Gesicht der MDR-Erfolgssendung »Mach dich ran«(montags, 19.50 Uhr) und vieler anderer Formate des Senders. 2008 veröffentlichte er sein erstes Buch »Und kommen Sie gut in die Betten ... – Aus dem Alltag eines Fernsehmoderators«. Mit dem im August 2013 erschienenen Buch »Leerer Kühlschrank, volle Windeln – Vom Single zum Papa« (Eulenspiegel Verlag) setzt er seinen Weg als Autor fort.


Inhaltsangabe/Klappentext

Er ist Anfang dreißig, durchaus ein Frauenschwarm, aber das soll der Vergangenheit angehören. Er hält den Zeitpunkt für gekommen, eine Familie zu gründen. Vom Single zum Papa – wie schön! Der Weg dahin: Marathon- und Hindernislauf in einem, und reichlich komische Kapriolen muss er auch noch schlagen. Die Abenteuer des Alltags werden andere, als er das Glück in den Armen hält! In pointierten Geschichten erzählt Mario D. Richardt über das turbulente Leben eines jungen Vaters.


Rezension/Meinung

Irgendwie ist mir mal wieder eins dieser Bücher in die Hand gefallen, dass vor allem auch dadurch Punktet, dass die Kapitel angenehm kurz sind, man sie mal zwischendurch lesen kann und es einfach eine leichte Lektüre ist, die vor allen Dingen mit sehr viel Witz geschrieben wurde.

Eigentlich erzählt der Autor nicht mal etwas besonders spannendes, sondern der Reiz dieses Buches liegt viel mehr darin, dass er es einfach schafft alltägliche Situationen, die man so oder so ähnlich selbst einfach kennte, so zu beschreiben, dass man einfach Schmunzeln muss und man einfach denkt, das trifft den Nagel auf den Kopf. Und dabei begleitet man ihn einfach nur vom Singledasein bis hin zum Ende des ersten Lebensjahres seiner kleinen Tochter Johanna, die mir auch sehr viel Freude bereitet hat beim Lesen, denn man hat doch des Öfteren gedacht, die hat es sicherlich später mal faustdick hinter den Ohren! Von verrückten Treffen mit Frauen, die ihn im Internet angeschrieben haben, Betrachtungen zum Sport und seiner Meinung zu den einzelnen Formen der Leibesertüchtigung, sowie manchen Verwechslungen, die zu einem sehr witzigen Ende führten, gibt es in diesem Buch einfach so viele kleine Anekdoten, die einfach Spaß machen.

Meine liebste Episode beschäftigt sich übrigens mit der Hypnosetherapie, da die Darstellung vom Therapeuten und vor allen Dingen seiner Idee, wie das Ganze helfen soll, einfach so zum Schießen war, dass  selbst ich das Lachen nicht mehr aufhalten konnte. Auch, weil in dieser Episode, wie aber auch vielen der anderen, einfach auch einiges an Wortwitz und Situationskomik vorhanden ist, die einfach wirkt und der sich glaube ich nur schwer jemand entziehen kann. Und auch positiv beeindruckt hat mich, dass das Buch auch ein paar etwas ernstere Passagen hatte, was einfach alles recht angenehm aufgelockert hat, da sich nicht immer zwingend Lacher an Lacher reihen musste.

Ein Büchlein, dass ich jedem, der gern mal kurze Passagen, die das Leben einfach so wie es ist greifen und aus den Situationen vor allem das Amüsante herausstellen, nur empfehlen kann, denn ich saß beim Lesen auf jeden Fall mit einem Grinsen im Gesicht da!


Fazit

Freitag, 21. März 2014

Rezension ~ Schatzsuche

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Schatzsuche
Autor: Nora Miedler
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. Juni 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611486
ISBN-13: 978-3548611488
Genre: Frauenroman / Humor
Vorgängerband: Aschenpummel

 

Über die Autorin

Nora Miedler, Jahrgang 1977, ist ausgebildete Schauspielerin, lebt in Wien und ist bereits erfolgreiche Krimiautorin. Grund genug, jetzt auch einmal etwas anderes zu schreiben, über Teddy Kis, eine rundum unperfekte Frau.


Inhaltsangabe/Klappentext

Teddy Kis hat es geschafft: die pummelige Schuhverkäuferin mit Problemmutter und Hang zum Fettnäpfchen hat den Mann ihrer Träume erobert. Jetzt könnte es ja endlich losgehen mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit, doch erst mal passiert gar nichts und dann ganz viel: Aber kein Kissengeflüster, sondern eine Doppelhochzeit, und mittendrin Teddy! Klingt nach Mädchentraum, doch zwischen Hochzeitskleidern aus der Horroshow, härtester Brautkonkurrenz, einer liebestollen Hochzeitsplanerin und einem absurd schüchternen Bräutigam überkommt Teddy eher Mordlust als Romantik. Wird die Liebe dennoch siegen?


Rezension/Meinung

Das Cover verrät es ja schon, ich habe mich mal wieder an einen Frauenroman gewagt. Diesmal muss ich jedoch gestehen, habe ich eher ein Exemplar erwischt, mit dem ich so ziemlich gar nichts anfangen konnte, was vor allen Dingen damit zusammenhängt, dass mir das ganze Buch einfach viel zu übertrieben dargestellt ist.

Was man dem Buch einfach sofort anmerkt, ist die Tatsache, dass es eigentlich witzig sein soll, ein richtiges Buch zum Lachen eben, nur dass leider einfach zu sehr übertrieben wurde, so dass viele der Aktionen der Charaktere, ihr Verhalten, die Folgen etc. einfach nur lächerlich und einfach ein bisschen nach zu viel des Gutem wirken, was die ganze Geschichte, für mich, irgendwie einfach schlechter und schlechter werden ließ, da es sich auch eher im Lauf des Romans zu steigern, als zu bessern schien. Allein der Auftakt, des Romans, war extrem seltsam, wie sie sich dazu fertig macht ihren Freund zu verführen und ich ehrlich nur noch denken konnte: "Wie doof ist die eigentlich!".

Zudem kam bei mir noch dazu, dass ich den Vorgänger »Aschenpummel« nicht kannte und mich daher an vielen Stellen ehrlich fragen musste, warum ist sie so?,  warum sagt sie das so?, was beim Lesen doch ein wenig gestört hat. Ganz besonders stellte sich mir immer die Frage, warum sie ihren Freund eigentlich immer "der Pirat" nennt, was mir zum einen sehr auf die Nerven ging und mir zum anderen, bis mindestens zur Hälfte des Romans ein enormes Rätsel blieb. An sich ist es so, dass die ganzen Charaktere auch einfach nur seltsam sind, die Protagonistin Teddy, allen voran, aber auch alle anderen Charaktere sind einfach nur seltsam und ehrlich zugegeben, ich habe an so vielen Stellen nicht verstanden, was die eigentlich alle miteinander und voneinander wollen. Eigentlich streiten sich alle nur, stellen seltsame Dinge an oder hüpfen in Fettnäpfchen, die so groß sind, dass sie der Wassermenge auf unserem Planeten Konkurrenz machen und zudem auch noch so offensichtlich aufgestellt wurden, dass ich mich ehrlich gefragt habe, wie man da noch jemanden hineinlaufen lassen kann.

Für manchen oder auch viele mag genau dieses Übertreiben an allen Ecken und Ende genau das richtige sein, wenn er mal wieder richtig lachen möchte, weil genau das für ihn sehr reizvoll ist und solchen Lesern kann ich das Buch auch guten Gewissens empfehlen, denn wer Übertreibungen in Büchern toll findet, dem wird dieses Buch sicherlich gefallen. Mir selbst war es einfach viel zu viel und ich war einfach nur noch genervt von den Charakteren und der gesamten Situation, denn ganz so schlimm, hätte ich es mir nach dem Klappentext eindeutig nicht vorgestellt.


Fazit

Donnerstag, 20. März 2014

Rezension ~ Dierk Gewesen und das Geheimnis von Glamour City

Allgemeine Informationen zum Roman

 Titel: Dierk Gewesen und das Geheimnis von Glamour City
Autor: Christian Gailus
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 8. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453436423
ISBN-13: 978-3453436428
Genre: Humor / Krimi / Sience-Fiction
Vorgängerband: Dierk Gewesen und die glorreichen Sechs


Über den Autor

Christian Gailus wurde 1967 in Hamburg geboren. Heute arbeitet er als Redakteur in einer Werbeagentur und schreibt nebenher Hörspiele, Kurzgeschichten und verfasst Drehbücher. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein erster Roman heißt "Dierk Gewesen und die glorreichen Sechs".


Inhaltsangabe/Klappentext

Gerade erst hat Dierk Gewesen die Welt vor dem Untergang bewahrt, da kündigt sich neues Unheil an: Eine Wasserstoff- Blondine verdreht dem Hansestadt-Supercop den Kopf und teleportiert ihn in eine furchtbare Welt, in der die Typen Vokuhila tragen und die Mädels Schulterpolster-Sakkos. Noch dazu arbeitet Gewesens Mama in der Kirche, und seine Ex ist zur Nonne mutiert. Ein Albtraum ist Wirklichkeit geworden: Dierk Gewesen ist in den 80ern gestrandet!


Rezension/Meinung

Wer auf abgehobene und durchaus sehr verrückte Literatur steht, dir gern auch mal vollkommen neben der Spur wirken darf, bei der man eventuell auch mal den Faden verlieren könnte, wenn man nicht ganz besonders aufpasst, ist diese Buch auf jeden Fall erstmal zu empfehlen.

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich dieses Buch wirklich bewerten soll, da es einfach vollkommen verrückt ist, dabei aber sowohl schlecht als auch gute Punkte aufweist, von denen man aber kaum etwas zu deutlich erläutern kann, weil man dann, trotzdem keiner, der eine Rezension zu diesem Buch liest, wirklich dessen Inhalt verstehen dürfte, einfach schon wieder ein wenig zu viel verraten, als dass, das Lesen noch wirklich Spaß macht. Versuchen will ich es trotzdem, in der Hoffnung, dass ich eine Mischung hinbekomme, dass man sich ein wenig etwas unter diesem Buch vorstellen kann, aber nicht gleich alles verraten wird.

Was mir einfach super gefallen hat, waren die vielen kleinen Anspielungen auf diverse bekanntere Bücher und Filme, die immer mal wieder auftauchen und in einigen Fällen doch auch sehr stark zur Vorlage genommen wurden. Trotzdem war es an keinem Punkt so, dass ich das Gefühl hatte, dass das so stark betrieben wurde, dass es dem Film oder ähnlichem zu sehr glich. Es war einfach so, dass man selbst ein kleines Deja-vu-Gefühl hatte und darüber schmunzeln musste, wie gut manches einfach auch sympathisch veralbert werden kann. Gleichzeitig erkennt wohl auch nicht jeder, in jeder Szene so etwas heraus und doch kann man mit vielen Leuten, so einige Gemeinsamkeiten zu anderen Werken finden, was aber durchaus sehr amüsant ist. Des Weitern gelingt es dem Autor einfach bei all den Albernheiten und anderen verrückten Dingen irgendwie noch, dass wirkliches Wissen in den Roman einfließt, was auch noch zutreffend und logisch erklärt und manches Mal dem Buch passend erweitert wird. Hat man diverses Wissen nicht schon vor dem Lesen, könnte es sogar passieren, dass mancher die reale Forschung für Erfindung hält, da sie selbst schon ein wenig absurd klingt manches Mal und trotzdem passt einfach alles zusammen.

Und allen die ganzen Charaktere, die man vielleicht besser schon aus dem Vorgänger kennen sollte, um sie noch etwas besser zu verstehen, machen den Roman einfach enorm lustig. Manche Szene, gebe ich ehrlich zu, habe ich nicht ganz verstanden, ich kenne den ersten Band aber auch nicht. An einigen Stellen habe ich mich auch fragen müssen: "Warum machen sie das jetzt?". Aber allgemein hatten die Charaktere durchaus alle irgendwie das gewisse etwas, auch wenn dieses oft eher leicht lächerlich war.

Irgendwie ein so ganz anderes Buch, an das man sich eindeutig gewöhnen muss, das mit vielen verrückten, teils coolen Charakteren aufwarten kann und eine extrem verrückte Story bietet, die nicht einmal gänzlich aus der Luft gegriffen ist. Dabei ist auch einfach das Design des Buches noch zu erwähnen, dass immer mal wieder mit Soundwörtern arbeitet, die einfach zu dem ganzen Stil passen wollen, aber allem auch einen Huch von Comic verpassen. Mich hat es gleich von Beginn an ein wenig an "Austin Powers" erinnert, wer also die Filme mag und sich etwas ähnliches auch in Buchform vorstellen kann, dem kann ich das Buch nur empfehlen und allen, die sich auf eine verrückte Geschichte einlassen können und wollen ebenfalls, auch wenn es sicherlich auch manchem sehr schwer fallen wird, sich in dieses Werk hinein zu finden.


Fazit

Sonntag, 16. März 2014

Rezension ~ Radieschen von unten

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Radieschen von unten
Autor: Lotte Minck
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Droste
Ersterscheinung: September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3770014898
ISBN-13: 978-3770014897
Genre: Krimi / Humor
Reihe: Loretta Luchs
Band: I

 

Über die Autorin

Lotte Minck - eigentlich Brenda Stumpf - ist von Geburt halb Ruhrpottgöre, halb Nordseekrabbe. Nach 50 Jahren im Ruhrgebiet und diversen Jobs von Gastronomie über Veranstaltungs- bis hin zur Medienbranche lebt sie mittlerweile an der Nordseeküste. Sie schreibt nicht nur unter ihrem echten Namen, sondern ist auch Frau Keller von Auerbach & Keller und Stella Conrad. Vor einigen Jahren war sie eine Hälfte des Duos Minck & Minck - nun präsentiert sie solo als Lotte Minck eine neue Ruhrpottkrimi-Reihe um ihre Heldin Loretta Luchs


Inhaltsangabe/Klappentext

Das Leben kann ganz schön hart sein, findet Loretta Luchs. Der Job an der Sex-Hotline ist anstrengend, der Freund zu Hause erst recht. Um mal in Ruhe nachzudenken, zieht sie für ein paar Sommertage in den Schrebergarten ihrer Freundin Diana. Für Loretta ist die Kolonie "Saftiges Radieschen" das Paradies auf Erden. Selbst die ständige Präsenz von Muskelprotz Frank, der schneller redet als denkt, kann das Idyll nicht stören. Wohl aber die Tatsache, dass Parzellennachbar Uwe eines schönen Sommermorgens kopfüber in seiner Regentonne steckt - mausetot.


Rezension/Meinung

Bei diesem Krimi war ich von Anfang an extrem neugierig, wie er wohl werden würde, denn zumindest war ihm anzusehen, dass er eine sehr amüsante Note haben würde, nur leider ist mir auch schon oft aufgefallen, dass ein Krimi unter dieser auch ein wenig leiden kann.

Hier war es jedoch so, dass beides einfach super zusammen gepasst hat und mir viele der Charaktere doch auch sehr ans Herz gewachsen sind. Vor allen Dingen Frank, der mir mit seiner Art zu sprechen einfach so viele Schmunzler entlockt hat und zudem auch noch ein Charakter ist, der mich immer wieder doch auch überrascht hat, denn an einigen Stellen hat er Dinge gemacht, die ich bei ihm gar nicht erwartet hatte. Dabei sollte ich auch erwähnen, er hat mich positiv überrascht!

Und auch Loretta ist einfach ein Charakter, den man irgendwie gern haben muss, mit ihrer frechen, aber irgendwie immer sympathischen Art. Vor allen Dingen passieren ihr auch einfach die Dinge oft auf eine solch amüsante Weise oder auch ihre Art zu denken, waren einfach klasse.

Vor allen Dingen kommt aber auch der kriminalistische Aspekt nicht zu kurz, sondern ganz im Gegenteil, es gibt so einige Tote und wie diese sterben, ist auch einfach genial geschildert, zum einen amüsant, zum anderen aber eindeutig so, dass der kriminalistische Spürsinn erwachen muss. Und wie Loretta ihre Ermittlungen angeht, ist vielleicht nicht vollkommen professionell, passt aber sehr gut zu einer solchen Geschichte, zu einer Person wie Loretta und macht einfach mächtig Spaß.

Alles in allem ein Roman, der einem einfach extrem viel Spaß bringt, beim Ermitteln Spaß macht und vor allen Dingen einfach toll erzählt ist. Auf jeden Fall ein Buch, das ich jedem, der gerne mal etwas Amüsantes oder vor allen Dingen auch einen amüsanten Krimi lesen möchte, nur empfehlen kann. Vor allen Dingen auch wegen der Charaktere, die dieses Buch einfach so lebendig machen!


Fazit

Samstag, 15. März 2014

Rezension ~ Im Schatten des Krans

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Im Schatten des Krans
Autor: Jürgen Rath
Taschenbuch: 276 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
Ersterscheinung: 1. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954002205
ISBN-13: 978-3954002207
Genre: Historischer Kriminalroman


 

Über den Autor

Jürgen Rath hat so einiges gemacht in seinem Leben, ist aber immer seinem Motto treu geblieben: Alle zehn Jahre den Beruf wechseln! Er ist gelernter Seemann mit Kapitänspatent, hat als IT-Spezialist gearbeitet (obwohl das früher anders hieß), war Ausbilder für kaufmännische Berufe in einem internationalen Unternehmen und schließlich Leiter der Personalwirtschaft. Danach hat Jürgen Rath als Schifffahrtshistoriker Sachbücher veröffentlicht und jetzt schreibt er Kurzgeschichten, Romane und Essays. Jürgen Rath ist Betriebswirt, Soziologe und hat in den historischen Wissenschaften promoviert.
Eigentlich müsste er hundert Jahre alt sein, da er aber vieles parallel gemacht hat, hält sich das mit dem Alter gerade noch in Grenzen.
Für zwei seiner Kurzgeschichten hat er im Jahre 2011 den KaroKrimiPreis und den Preis der Friedenslesung Berlin erhalten. 2012 sind sein Debütroman „Nordhörn. Ein Nordsee-Krimi“ und das Sachbuch „Mann über Bord! Der Tod auf See“ erschienen.
Und daruf folgend ist "Im Schatten des Krans. Ein historischer Hamburg-Krimi" beim Sutton-Verlag herausgekommen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Hamburg 1845. Die Schrecken des Großen Brandes sind noch überall präsent, auch der alte Kran im Hafen wurde zerstört. Während Reeder und Kaufleute als Ersatz einen eisernen Schwergutkran aus England fordern, plädiert der Werftbesitzer Elbrand für eine hölzerne Hebemaschine. Und er hat beste Kontakte zur Regierung. Als Elbrand eines Nachts ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen und erbitterter Gegner der Hebemaschine, unter Verdacht und wird arretiert. Kontorlehrling Moritz Forck glaubt nicht an die Schuld des Kollegen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Seine Nachforschungen führen ihn bis in die hintersten Winkel der berüchtigten Hamburger Gängeviertel. Obwohl Moritz spürt, dass er verfolgt wird, gibt er die Suche nicht auf. Schließlich will er nicht nur den Mörder finden, sondern auch Cäcilie, der Tochter seines Arbeitgebers, beweisen, dass er ein ganzer Kerl ist.

Mit profunder Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen entführt Jürgen Rath den Leser in die Elbmetropole zwischen Hansetradition und Aufbruch in die Moderne. Die detailgetreuen Milieubeschreibungen von vornehmer Hamburger Gesellschaft und einfachen Hafenarbeitern sowie die stimmigen Charaktere fesseln ebenso wie die spannende Tätersuche.


Rezension/Meinung

Immer mal wieder, lese ich verdammt gern einen guten historischen Krimi und nachdem mir »Nordhörn« von Jürgen Rath so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch sein neues Werk »Im Schatten des Krans« lesen. Wobei mir da sofort aufgefallen ist, dass der Autor durchaus sehr unterschiedliche Werke schaffen kann. War es noch bei »Nordhörn« so, dass der Roman sehr stark von der düsteren und gruseligen Atmosphäre auf der Insel lebte, ist es in »Der Schatten des Krans« viel mehr die wuselige Atmosphäre Hamburgs mit seinen vielen Menschen und auch ein gänzlich andere Stimmung, die von dem Roman transportiert wird.

Allgemein ist dieser Roman weniger von der düsteren Sorte, als viel mehr einfach ein wenig rätselhaft, manchmal ein bisschen düster, aber er lebt vor allen Dingen davon, dass Hamburg einfach groß ist und neben vielen ehrbaren und nicht ganz so ehrbaren Leuten, auch sehr viel Gesindel in den Gassen der Stadt lebt. Und zudem auch davon, dass der Protagonist Moritz doch auch mit seinen 15 Jahren nicht wirklich erwachsen ist. Dabei resultieren daraus auch, leicht ab von der eigentlichen Krimihandlung, denn das muss ich sagen, in »Der Schatten des Krans« schien mir der historische Aspekt deutlich stärker zum Tragen zu kommen, als der kriminalistische, einfach wunderbare Szenen, die teils sehr amüsant sind. Vor allen Dingen Moritz erste Erfahrungen mit den Frauen haben mich doch das ein oder andere Mal sehr zum Schmunzeln gebracht.

Was man aber vor allen Dingen erfährt, ist extrem viel über Hamburg zu dieser Zeit, was für mich einfach sehr spannend war, weil ich solche geschichtsträchtigen Städte einfach spannend finde und die Hansestadt Hamburg hat eindeutig schon verdammt viel erlebt. Dabei gelingt es dem Autor auch einfach vortrefflich aus einem realen historischen Ereignis und ein wenig Phantasie, einen tollen Krimi zu schaffen, der einem das Ereignis auf eine spannende und interessante Weise näherbringt. Auch, wenn es ab und an so war, dass es ein paar Stellen gab, die vielleicht nicht gänzlich logisch waren, die aber nicht in dem Maße störten.

Wenn man wirklich viel Krimi erwartet, ist dieses Buch glaube ich nur bedingt etwas für einen, da es einfach doch an vielen Stellen auch sehr stark zu den historischen Dingen abdriftet, was mir aber sehr viel Spaß gemacht hat, weil ich bei einem historischen Krimi immer eine Mischung aus beidem erwarte, die oftmals aber etwas mehr in eine der Richtungen tendiert. Jedem, der also gern einen historischen Roman, mit Krimianteil liest, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen und auch jedem, der sich für Schiffe und die Geschichte Hamburgs ein wenig interessiert.


Fazit

Freitag, 14. März 2014

Rezension ~ Jakobsweg im Smoking

Allgemeine Angaben zum Buch

 
Titel: Jakobsweg im Smoking
Autor: Philipp B. Winterberg
Taschenbuch: 216 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Ersterscheinung: 7. Juni 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1484889169
ISBN-13: 978-1484889169
Genre: Reisebericht

 

Über den Autor

Philipp B. Winterberg M.A., studierte Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Jura, lebt in Berlin und Münster und liebt Facettenreichtum: Er sprang Fallschirm in Namibia, meditierte in Thailand und schwamm mit Haien und Rochen in Fidschi und Polynesien.

Seine Apps wurden bereits viele Millionen Mal aus dem Internet heruntergeladen. Seine Bücher eröffnen neue Perspektiven im Umgang mit essentiellen Themen wie Freundschaft, Achtsamkeit und Glück. Sie werden in über 20 Sprachen weltweit gelesen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jakobsweg im Smoking? Tatsächlich? Tatsächlich: Ein dänischer Pilger hat seinen feinsten Anzug dabei, weil er glaubt, spanische Restaurants würden ihn sonst nicht hereinlassen. Andere Pilger bringen ihre Hängematte mit, dicke Wörterbücher, Solarladegeräte, tütenweise Proviant und Batterien...Seit über tausend Jahren gehen Pilger den Jakobsweg, da könnte man vermuten, dass sich mittlerweile eine gute Packliste herumgesprochen hat. Das Gegenteil scheint der Fall: Viele Pilger kommen mit 20-30 kg schweren Riesenrucksäcken, laufen sich Füße, Knie und Schultern kaputt, bevor sie dann für viel Geld große Pakete nach Hause schicken. In kurzweiligen Episoden berichtet der Autor von den Wirrungen der Ausrüstungsbeschaffung und pilgert schließlich mit nur 3 kg im Rucksack nach Santiago de Compostela. Dieser Ausrüstungsratgeber ist ein Muss für jeden Pilger!


Rezension/Meinung

Bei diesem Titel hatte ich ehrlich erst gedacht, was kommt da bloß jetzt auf mich zu, denn irgendwie erwartet man nicht unbedingt das Buch, was sich einem am Ende darstellt, auch wenn sich der Titel schon irgendwie noch klären wird.

Am meisten überrascht war ich wohl, wie sachbuchartig dieses Buch doch an vielen Stellen ist, denn es werden einem wirklich Listen präsentiert, von den Dingen, die der Autor mit auf seine Reise über den Jakobsweg in seinem Rucksack hatte und der Rucksack selbst, findet sich ebenfalls in dieser Liste wieder. Von daher doch mal ein gänzlich anderes Buch was dieses Thema angeht, als ich es bisher kannte, denn es geht einfach nicht, wie in vielen anderen Lektüren zum Jakobsweg um eine spirituelle Erfahrung, sondern eher um eine sportliche, sowie auch einfach ein bisschen vom Forschungsdrang getriebene. Denn vor allen Dingen wird wirklich betrachtet, mit wie wenig Gepäck, vor allen Dingen auf das Gewicht gemünzt, man eine solche Reise bestreiten kann, ohne dabei Probleme egal welcher Art zu bekommen. Dabei ist es ehrlich einfach interessant, wie viele Gedanken er sich wirklich schon vor der Tour gemacht hat und wie lange man wirklich auch dafür brauchen kann, wenn man alles im Voraus schon so weit plant.

Und ich muss ehrlich sagen, mir hat diese Idee, eine solche Reise anzugehen und zu beschreiben, ehrlich extrem gut gefallen. Vor allen Dingen auch im Abschnitt der Reise selbst, in dem man dann einfach merkt, was viele Leute wirklich so alles mitnehmen auf eine solche Reise und wie viele sich damit dann auch einfach übernehmen, denn jedes Kilogramm mehr an Gepäck, muss man ja schließlich die ganze Strecke tragen. Einige Erkenntnisse, welche Dinge man wirklich eher nehmen sollte, als andere fand ich dabei einfach extrem interessant, besonders das Schuhwerk betreffend, bei anderen Dingen, die so als Gepäck von Reisenden mitgenommen wurden, war ich ehrlich baff, wie man auf die Idee kommt, solche Dinge zu benötigen. An sich ist es einfach interessant, welche Leute dort so scheinbar lang reisen und wie.

Das Buch ist auf jeden Fall mit einer gewissen Portion an Humor geschrieben, dabei aber auch einfach immer noch sehr sachlich, was die Betrachtung hinsichtlich des Reisegepäcks auch auf jeden Fall sehr glaubwürdig, stimmig und ernst wirken lässt, aber alles auf eine Weise, dass es Spaß beim Lesen macht. Vor allen Dingen unterstützen die Bilder von der Reise bzw. den Reisevorbereitungen das Ganze auch einfach nur richtig toll. Jedoch muss man sich halt wirklich damit abfinden, dass der wichtigste Punkt in diesem Buch das leichte Gepäck ist, daher oftmals Listen enthalten sind, einem praktische Tipps gegeben werden etc. und man eher weniger über den Jakobsweg an sich oder spirituelle Erfahrungen erfahren wird, sondern vor allen Dingen die bestmögliche Reiseausstattung im Fokus steht.

Mir hat das Buch auf jeden Fall irgendwie gefallen, gerade weil es mal so anders war!


Fazit

Donnerstag, 13. März 2014

Rezension ~ Der Schatten meines Bruders

Allgemeine Informationen zum Buch

Titel: Der Schatten meines Bruders
Autor: Tom Avery
Gebundene Ausgabe: 149 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Ersterscheinung: 3. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407820496
ISBN-13: 978-3407820495
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: My Brother's Shadow 
Genre: Jugendbuch

 

Über den Autor

Tom Avery wurde in eine große Londoner Familie hineingeboren. Später arbeitete er als Lehrer in London und Birmingham und parallel als Autor. 2010 erschien sein erstes Buch, das gleich den "Diverse Voices Children's Book Awar" gewann. Mit seiner Familie lebt er in London.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nach dem Tod ihres Bruders steht Kaias Welt still. Was kommt nach dem Nichts? Eine zutiefst berührende Geschichte über das Weiterleben, wenn plötzlich nichts mehr ist, wie es war. Kaias Bruder ist tot. Nichts mehr wie vorher. Nicht für Kaia und nicht für ihre Mutter, die in ihrer Trauer die Tochter aus den Augen verliert. Nur einer dringt noch zu Kaia durch: der wilde, stumme Junge, der neu an der Schule ist. Wo kommt der Junge her? Gibt es ihn wirklich? Langsam, sehr langsam fasst Kaia wieder Vertrauen zu ihren Freundinnen, die sie davon überzeugen, dass echte Freundschaften auch tiefe Krisen überwinden.


Rezension/Meinung

Wenn ich nach einem Buch suchen würde, das ich als Schullektüre empfehlen sollte, dieses Buch würde auf jeden Fall in die engere Auswahl kommen.

Irgendwie kann ich mich noch nicht wirklich entscheiden, ob ich das Buch gut finde oder nicht so wirklich, weil ich es vom Thema, dieser Traurigkeit und Verlorenheit dieses Mädchens aufgrund des Todes ihres Bruders und wie stark sie darin involviert war, sehr interessant und auch irgendwie wichtig finde, es aber gleichzeitig von manchen Punkten her auch sehr seltsam ist. Ich habe beim Lesen selbst oft den Eindruck gehabt, dass der Junge, den sie die ganze Zeit sieht, irgendwie viel metaphorische Bedeutung hat, die ich oftmals nicht so ganz verstanden habe. Dadurch kann man in dem Buch aber natürlich auch viel deuten und über vieles Diskutieren. Auch, weil die anderen Schüler sich teilweise sehr unfair ihr gegenüber benehmen und sie in ihrem Zustand auch Probleme hat, diejenigen an sich heran zu lassen, die es mit ihr positiv meinen.

Sehr gelungen dabei fand ich auch, dass die Erzählerin während des Verlaufs auf kleine Regeln für sich und das Leben kommt, die jedes Kapitel irgendwie abschließen und auch oft sehr interessante Erkenntnisse sind. Gleichzeitig war es aber auch so, dass ich es an vielen Stellen einfach nicht so angenehm fand, wie das Buch geschrieben war und wie sich die Handlung bewegt hat.

Trotzdem ist es auf jeden Fall ein sehr lehrreiches Buch, das zwar eine traurige Geschichte erzählt, bei der viele Menschen mit hineingerissen werden und auch einiges Unschönes passiert, aber ebenso auch einige sehr positiver Dinge, die auch viel Mut machen können.

Als Schullektüre in meinen Augen auf jeden Fall ein richtig gutes Buch, einfach so als Jugendbuch aber vielleicht nur bedingt geeignet, weil man es eigentlich wirklich stärker reflektieren sollte.


Fazit

Mittwoch, 12. März 2014

Rezension ~ Todesengel

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Todesengel
Autor: Andreas Eschbach
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Ersterscheinung: 20. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785724810
ISBN-13: 978-3785724811
Genre: Krimi / Thriller

 

Über den Autor

Andreas Eschbach wurde am 15. September 1959 in Ulm geboren. Er studierte in Stuttgat Luft- und Raumfahrttechnik, schloss aber nie ab. Stattdessen arbeitete er als Softwareentwickler und Unternehmer, bevor er sich aufgrund seines Erfolgs als Schrifsteller voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren konnte. Sein Debütroman veröffentlichte er 1995 mit »Die Haarteppichknüpfer« – ebenso wie die darauf folgenden Werke ist er dem Science-Fiction-Genre zuzuordnen. Mit dem 1997 veröffentlichten »Jesus Video« gelang ihm erstmals ein echter Bestseller, der sich gleichzeitig von der Phantastik entfernt und eher dem Thriller-Genre zuzuordnen ist - der Roman wurde bereits von einer deutschen Produktion verfilmt. Mit dem 2007 erschienenen Roman »Ausgebrannt« wendet sich Eschbach wieder der Science Fiction zu und beschreibt eine Zukunft nach dem Überschreiten des globalen Ölfördermaximums und damit einer Welt ohne billiges Öl. Außerdem schuf er mit »Das Marsprojekt« eine Pentalogie für Jugendliche, die bei Arena erschien. Ebenfalls als Jugendroman angelegt, erschien 2010 »Black Out« sowie dessen Nachfolger »Hide Out« im Novemer 2011. Im gleichen Jahr veröffentlichte Eschbach seinen nächsten Erwachsenenroman »Herr aller Dinge«. Im Herbst 2013 erscheint im Verlag Bastei Lübbe der Thriller "Todesengel". Andreas Eschbach ist außerdem mehrfacher Träger des »Deutschen-Science-Fiction-Preises«, des »Kurd-Laßwitz-Preises«, sowie des »Deutschen-Phantastik-Preises«. Er gewann darüber hinaus noch den »Prix Bob Morane« in Belgien und den »Grand Prix de l’Imaginaire« in Frankreich. Seit September 2003 lebt Eschbach mit seiner Frau Marie in der Bretagne, Frankreich


Inhaltsangabe/Klappentext

Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind - erschossen von fremder Hand. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige.


Rezension/Meinung

Mit »Todesengel« habe ich meinen ersten Roman von Andreas Eschbach gelesen und musste dabei feststellen, dass mir zumindest dieser Roman das Autors sehr gut gefällt.

Was mir vor allen Dingen bei diesem Krimi einfach sehr gut gefallen hat, waren die vielen Positionen, aus denen man den Kriminalfall betrachten konnte. Zum einen einfach durch den Protagonisten, der auch noch in gewissem Maß die Medien repräsentiert hat, dann durch die Sichtweise des für mich zweiten Protagonisten, der die Sicht der Polizei repräsentieren durfte und zudem auch noch aus der Perspektive des Täters selbst, die aber immer ein wenig verschwommen blieb. Dabei waren allein die Charaktere, die aufgetaucht sind, schon einfach sehr interessant, vor allen Dingen gefielen mir Ingo Praise, der Journalist, und Justus Ambick, der Kommissar, sehr gut, besonders, da sie beide sehr individuelle Meinungen vertreten haben und sich nicht vollkommen in eine der typischen Schubladen pressen lassen.

Davon abgesehen, handelt es sich hier um den ersten Roman des Autors, bei dem ich schon bei der Leseprobe dachte, dass er mir wirklich gefallen könnte und ich finde es einfach genial, welches Thema er in diesem Buch aufgreift und wie, denn es gibt wenig Autoren, die es wohl so gekonnt geschafft hätten das Thema der sinnlosen Gewalt und Zivilcourage so gekonnt darzustellen, dass es nicht zu sehr in eine Richtung kippt. Denn ich denke, keiner könnte sinnlose Gewalt jemals gutheißen, aber trotzdem ist es nicht in Ordnung, die Täter einfach auch mit Gewalt zu bekämpfen und gerade dieser Zwiespalt, den man selbst einfach in einer solchen Situation empfindet, macht den Krimi so spannend.

Dazu kommt dann noch, dass gerade auch die Wirkung der Medien bei solchen schwierigen Themen mit einbezogen wird, wie durch diese und wie sie die Dinge darstellen, unterschiedliche Steine ins Rollen kommen und welche Auswirkungen die Berichterstattung hat, ganz besonders auch dann, wenn sie durch jemanden stattfindet, der durch seine Erfahrungen parteiisch ist.

Allgemein ein sehr aktuelles und interessantes Thema, dass ich auf eine angenehme und spannende Weise verarbeitet finde und bei dem ich nur sagen kann, dass der Autor hiermit einen sehr guten Roman geschaffen hat, der mich sowohl von der Themenauswahl, der Geschichte, als auch der Spannung überzeugen konnte, auch wenn es ein paar Kleinigkeiten gab, die ich mir anders gewünscht hätte, aber so wie er ist, besonders durch das Ende, hat der Roman eine eindeutige Aussage, die ich so sehr gelungen finde.


Fazit


Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »Lübbe-Verlag«, wie auch bei »Blogg dein Buch«
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Dienstag, 11. März 2014

Rezension ~ Wie ich Brad Pitt entführte (eBook)

Allgemeine Informationen zum eBook


Titel: Wie ich Brad Pitt entführte
Autor:Michaela Grünig
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 332 Seiten
Verlag:
Knaur eBook
Ersterscheinung: 3. Juni 2013
Sprache:
Deutsch
ASIN:
B00CPEFVMQ
ISBN: 978-3-42643085-9 
Genre: Chick-Lit / Krimi

 

Über die Autorin

Leider erfährt man nirgendwo etwas knapp gehaltenes zur Autorin Michaela Grünig. Daher verweise ich an deiser Stelle einfach direkt auf ihre Homepage.
Und ein Interview mit ihr, dass ich euch lieber in Gänze präsentieren, als es auseinander nehmen will.


Inhaltsangabe/Klappentext

Natürlich nicht den echten, sondern Tom Schneider, seine deutsche Ausgabe (wie ich finde), den Star der TV-Soap Opera "Südstadt". Und den finde ich, Vicky Leenders, Tochter eines reichen und einflussreichen Kölner Geschäftsmannes, und ansonsten hauptsächlich mit der Führung meines Ein-Personen-Haushaltes beschäftigt, noch deutlich toller! Und einer muss sich ja um den armen Mann kümmern, der laut Regenbogenpresse ein massives Alkoholproblem hat. Darum habe ich Tom in meine private Entzugsklinik eingeladen. Und Tom ist dieser Einladung – zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig – gefolgt. Aber mehr davon und darüber, wie sich Polizei und Presse mit "dem Fall Tom Schneider" befassen, erfahrt Ihr in meinem Blog – oder in diesem eBook!

Witzig und amüsant, alle Fans von Bridget Jones werden Vicky Leenders lieben!


Rezension/Meinung

Allein der Titel in Kombination mit dem Cover lässt schon relativ tief blicken, worum es sich bei diesem Buch vom Genre her handeln wird.

Jedoch muss ich auch sagen, dass es für ein Chick-Lit-Buch auch ein wenig aus dem Rahmen fällt, da es, denke ich, auch nicht Chick-Lit-Lesern durchaus gefallen kann, da ich mich selbst eher zu diesen zähle, mir Chick-Lit oft einfach ein wenig sehr unverständlich ist, denn die Leute haben meistens irre Zeitaufwendige Jobs, bekommen wenig Geld, geben aber irre viel aus und gehen auch noch ständig auf Partys und trinken allgemein irre viel Alkohol, was für mich einfach allein schon zeitlich kaum zu bewerkstelligen klingt. Anders in diesem Buch, das in so vielem vom typischen Chick-Lit, aber auch vom typischen Krimi abweicht.

An vielen Stellen ist das Buch ein wenig verrückt, da auch einfach alle Charaktere mächtig einen an der Waffel haben, was dem Lesevergnügen, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, nicht wirklich schadet. Es ist zwar dadurch alles ein wenig arg verrückt, auch nicht wirklich glaubhafter, als das Zeitmanagement in typischen Chick-Lit-Büchern, aber es ist gleichzeitig auch oft einfach sehr amüsant. Dazu kommt noch, dass durch die Entführung, das gesamte Buch einen leichten Hauch von einem Krimi erhält, den man als Leser zwar nur bedingt ernst nehmen kann, schließlich weiß man ja, wo das Entführungsopfer ist und wie die Sachlage ausschaut, aber auch ein weiterer kleiner Fall, den ich sehr gut integriert finde, bringt doch durchaus noch ein wenig Spannung mit in das Buch.

Und es punkte wohl auch einfach ein wenig durch seine Charaktere, auch wenn ich da ganz ehrlich sagen muss, ich mochte einige Nebencharaktere durchaus bedeutend lieber, als die Protagonistin selbst. Vor allen Dingen Blitzi und seinen Freund Kasi mochte ich sehr gern. Die Frauen in diesem Roman waren mir meistens einfach ein bisschen zu überdreht, denn auch die Polizistin hatte ein paar Anwandlungen, die ich eher nicht so sympathisch fand. Protagonistin Vicky spielt allgemein in einer Liga, die ich nicht ganz verstehen kann, extrem naiv, seltsame Ideen, vollkommen weltfremd, etc., so dass viele ihrer Handlungen durchaus zu ihrem Charakter passten, sie mir dadurch aber irgendwie immer noch sehr gaga vorkam.

Allgemein aber ein sehr amüsantes Buch, das wirklich Spaß macht beim Lesen, wenn man einfach unterhalten werden will und keine Probleme damit hat, wenn es drunter und drüber geht und an der ein oder anderen Stelle auch mal vollkommen verrückt wird. Zudem einfach auch toll, durch diese Verknüpfung aus Chick-Lit und Krimi, die zum einen sehr gelungen ist und einfach auch mehr Handlung in das Ganze bringt. 


Fazit

Sonntag, 9. März 2014

Rezension ~ Magdalenas Garten

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Magdalenas Garten
Autor: Stefanie Gerstenberger
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 9. Januar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345335429X
ISBN-13: 978-3453354296
Genre: Gegenwartsliteratur


 

Über die Autorin

Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport. Sie wechselte ins Hotelfach, lebte und arbeitete u. a. auf Elba und Sizilien. Nach einigen Jahren als Requisiteurin für Film und Fernsehen begann sie selbst zu schreiben. Ihr erster Roman "Das Limonenhaus" wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein Bestseller, gefolgt von "Magdalenas Garten" und "Oleanderregen", die beide für den DeLiA-Preis nominiert wurden. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Köln. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine unvollendete Liebe, ein Geheimnis, das den Tod überdauert, eine Tochter auf der Suche nach Wahrheit

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wuchs Magdalena bei den Großeltern auf, die ihre Fragen nach dem unbekannten Vater nie beantworten konnten. Warum kehrte ihre Mutter dreißig Jahre zuvor allein von Elba zurück? Und wer ist dieser Mann, der seine Tochter nie kennenlernen wollte? Bei ihrem Versuch, das Geheimnis der unvollendeten Liebe ihrer Eltern zu entschlüsseln, lernt Magdalena Nina und Matteo kennen. Ohne zu ahnen, wie einschneidend diese Begegnung für sie sein wird, hofft Magdalena, mithilfe der beiden ihren Vater schnell zu finden. Doch es soll eine schmerzhafte Suche mit überraschendem Ausgang werden — eine Suche, die ihren Anfang nimmt inmitten eines alten Zitronengartens auf Elba …


Rezension/Meinung

Im Fall dieser Geschichte ist es wirklich so, dass meine Erwartungen und die Realität meilenweit auseinander klafften.

Versprach mir das Buch von seinem sehr sonnigen, sommerlichen, südländischen Cover und dem Klappentext noch eine amüsante, lockere Geschichte, die Lust auf Urlaub, Strand und Sonne macht, kam die Geschichte selbst ganz schnell davon ab.

Allein Magdalena ist ein Charakter mit dem ich mich gar nicht anfreunden konnte, weil sie so viele Spleens hat, gleichzeitig auf eine so dämliche Art naiv ist und einfach so viele Dinge tut, die mir einfach unsympathisch und unverständlich waren, dass ich nicht wirklich mit ihr warm werden konnte und wenn, dann eigentlich eher auf einer negativen Ebene. Mit den Nebencharakteren ging es mir genau so, wenn nicht noch schlimmer, weil sie ebenfalls einfach verrückt waren, aber wieder auf so eine seltsame und unverständliche und somit unsympathische Art. Allen voran Nina, die mir mit ihrer aufgedrehten, launischen Art einfach auf die Nerven fiel. Zudem wirkte alles so unsinnig und zusammengestückelt. Ebenso wie alle Lebensformen in dieser Geschichte. Keiner schien irgendwie auch nur im Ansatz ein bisschen normal zu sein, in seinem Häuschen oder seiner Wohnung zu leben und ganz normal arbeiten zu gehen, ohne, dass irgendwo noch was Seltsames vorkommt in seinem Leben.

Dazu kam dann noch, dass der rote Faden des Buch immer mal wieder für 100 Seiten oder mehr gekappt wurde und irgendwelche Dinge passierten, welche die Geschichte nicht voran brachten, sondern eher zu einem Stillstand führten. Dabei waren diese Handlungen auch noch vollkommen sinnbefreit, was mir den Lesespaß dann immer mehr verdarb und auch dazu führte, dass ich mir einfach nur wünschte, dass es endlich vorbei ist, denn das Buch wurde immer langatmiger.

Was dabei zumindest nicht aufkam, war der Wunsch nach Sonne und Urlaub, denn abgeschreckt von den ganzen verrückten Menschen in diesem Buch und der unerklärbaren Handlungen und nicht vorhandenen Zusammenhänge in der Geschichte, fiel dieser Aspekt ziemlich hinten runter, wurde überdeckt und führte daher dazu, dass schon ein zweiter Punkt meiner Erwartungen unerfüllt blieb.

Ein Buch, dass Sommer, Sonne und maritime Urlaubsgefühle verspricht und dabei vollkommen von allem abschweift, locker nur die Hälfte der Seiten hätte haben können und damit trotzdem die Geschichte locker hätte erzählen können und das mit einem deutlichen roten Faden ohne Stellen, an denen man diesen nicht wiederfindet.

Mein Buch war es so gar nicht, von daher kann ich es auch nur denen empfehlen, die auf vollkommen seltsame Typen und einen Stil bei Romanen stehen, der alles andere als sinnvoll ist, sondern viel mehr unerklärbare Handlungen bringt, die aber am Ende meist keinen großen weiteren Sinn hatten. 


Fazit

Dienstag, 4. März 2014

Rezension ~ Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens (eBook)

Allgemeine Angaben zum eBook


Titel: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
Autor: Sebastian Niedlich
Seiten: ca. 372 Seiten
Verlag: dotbooks Verlag
Ersterscheinung: März 2014 
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-95520-450-1
Genre: Humor
Kaufen?!


 

Über den Autor

Sebastian Niedlich, 1975 in Berlin-Spandau geboren, ist Autor aus Überzeugung und schrieb bereits zahlreiche Graphic Novels und Drehbücher. „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ ist Sebastian Niedlichs erster Roman.

Website von Sebastian Niedlich


Inhaltsangabe/Klappentext

Wenn man den Tod sehen kann, ist das ein Fluch oder eine Gabe?

„Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!“

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann … Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Schmunzeln und lachen, weinen und sich trotzdem wohlfühlen: DER TOD UND ANDERE HÖHEPUNKTE MEINES LEBENS ist eine schwarze Komödie mit Herz, die man so schnell nicht vergessen wird.


Rezension/Meinung

Ich spreche solche Punkte bei einem Buch eher selten an, aber in diesem Fall muss es einfach sein, denn das Cover war einer der Gründe warum ich überhaupt auf die Idee gekommen bin mir dieses Buch näher anzugucken. Denn nicht allein nur der Titel, der einfach genial ist, hat mich neugierig gemacht, sondern vor allen Dingen auch die Covergestaltung mit dem irgendwie so niedlichen Tod mit seinem Kescher, den für mich auf den ersten Blick eher unerklärbaren Schmetterlingen und allem Sonstigen, das mich allein schon irre neugierig gemacht hat.

Und das Buch verspricht einem auch nicht zu viel, denn es ist einfach sehr amüsant und Tod ist eindeutig ein richtig genialer Charakter. Manchmal ziemlich verplant, durchaus ein wenig altmodisch, aber irgendwie auch wieder eigentlich ziemlich lieb und nett, bringt er durchaus ein ganz schönes durcheinander in Martins Leben. Viele von seinen Äußerungen waren einfach nur genial und ich musste ziemlich oft Schmunzeln. Vor allen Dingen auch, da Tod einfach ein zielsicheres Gespür dafür hat in Situationen zu erscheinen, in denen er es besser hätte lassen sollen.
Zudem ist auch Martin irgendwie ein Protagonist, den ich ziemlich gern mochte, da er trotz der Begegnungen mit Tod sehr normal wirkt und nicht vollkommen daneben oder so, als würde er der totale Überflieger sein, sondern einfach ganz normal. Dabei hat er zwar auch manchen Spleen, der aber, denke ich, vor allem durch den Kontakt mit Tod entstanden ist.

Vor allem aufgrund des Wortwitzes, der Situationskomik und einfach der Art, wie mit dem Thema Tod umgegangen wird, wie Tod dargestellt wird und was er alles so interessantes kann, bin ich von diesem Buch ehrlich sehr begeistert. Viele der Ideen finde ich auch einfach richtig klasse, vor allen Dingen die Schmetterlinge, die sich mir beim Lesen dann doch sehr schnell erklärt haben.

Ein Buch, das ich jedem, der gern mal etwas amüsantes, aber nicht vollkommen flaches lesen möchte, nur empfehlen kann, den Tod ist richtig klasse und am Ende des Buches hatte ich irgendwie das Bedürfnis die Beatles zu hören, denn manches Lied von ihnen ist einfach so lebensbejahend.

Fazit


Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »dot.books«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Montag, 3. März 2014

Rezension ~ Wo die Nelkenbäume blühen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Wo die Nelkenbäume blühen
Autor: Danielle Stevens
Broschiert: 380 Seiten
Verlag:
Mira Taschenbuch im Cora Verlag
Ersterscheinung: 13. Januar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10:
3862788652
ISBN-13:
978-3862788651 
Genre: Liebesroman
Kaufen?!

 

Über die Autorin

Danielle Stevens ist das Pseudonym einer deutschen Autorin. Ihre große Leidenschaft ist, neben dem Schreiben, das Reisen. Gemeinsam mit ihrem Mann, mit dem zusammen sie auch ihre Romane verfasst, hat es sie schon in viele entlegende Ecken der Welt verschlagen. Und da das Fernweh sie niemals wirklich loslässt, begleitet sie, wenn sie gerade einmal nicht verreisen kann, die Heldinnen und Helden ihrer Romane an die schönsten und romantischsten Schauplätze der Welt. Nachdem einige ihrer frühen Romane in der Cora-Reihe ROMANA erschienen sind, ist nun ihr erster größerer Roman "Das Geheimnis der Maori-Frau" als Taschenbuch im Mira-Verlag erschienen. Anfang 2014 folgte der Roman "Wo die Nelkenbäume blühen", in dem die Leserinnen und Leser nach Sansibar entführt werden, der Insel der Düfte, der Erinnerungen und der großen Gefühle ...


Inhaltsangabe/Klappentext

Trauernd reist Lena nach Sansibar – in das Land, in dem die Nelkenbäume blühen. Auf der Gewürzplantage der Bennetts will sie das Werk ihres verstorbenen Verlobten Andy Bennett beenden und dessen Familiengeschichte aufschreiben. Doch den Ort, an dem alles begann, droht der britische Geschäftsmann Stephen Alistair mit dem Bau eines Luxushotels zu zerstören. Um das Andenken der Bennetts zu bewahren, setzt Lena alles daran, die Plantage zu retten, und facht unwissend eine alte Fehde an. Ausgerechnet in der finsteren Vergangenheit liegt der Schlüssel zu einer glücklichen Zukunft für Lena …


Rezension/Meinung

Allein der Titel zeigt einem sofort, dass man bei diesem Buch sehr leicht Fernweh bekommen kann und genau das ist auch einer der Reize dieses Buches, denn ich muss schon sagen, dass es mir Sansibar überraschend nah gebracht hat, auch wenn natürlich auf der Insel an sich nicht direkt das Hauptaugenmerk dieses Romans liegt.

Wie man sowohl am Verlag, als auch am Cover gut erkennen kann, handelt es sich natürlich um einen Roman, bei dem man das Ende sehr leicht absehen kann, was aber den Spaß an diesem Werk nicht wirklich vermindert, da er einfach toll geschrieben ist und die Geschichte an sich sehr viel Spaß macht. Zum einen durch die beiden Protagonisten, die einem sofort sympathisch werden, als man sie näher kennenlernt, vor allen Dingen auch Lena, durch deren Schicksal, wie auch manches andere, der Roman auf jeden Fall auch einen gewissen Ernst und Tiefgang beibehält. Dabei ist es interessant gelöst, wie einem Stephen immer mal wieder sympathisch und unsympathisch wird im Verlauf der Handlung, auch wenn man sich durchaus ziemlich sicher sein kann, ob er zu den Bösen oder Guten zählt.
Zum anderen hat es mir sehr gut gefallen, dass man auch etwas über die Vergangenheit Sansibars erfährt und einen zweiten Handlungsstrang zu dieser Zeit hat, bei dem vor allem auch die Spannung die gesamte Zeit erhalten bleibt, wie genau damals schon alles zusammen hing.

Es ist auf jeden Fall ein schön kurzweiliger Roman, den man einfach auch super als Urlaubsbuch lesen könnte, da er schon dieses Fernweh und den Wunsch nach Strand und gutem Wetter vermittelt, sowie auch einfach das Gefühl von Sommer, was ihn natürlich auch im Winter sehr reizvoll macht, da man die Sonne und Wärme ja doch des Öfteren mal vermisst.

Allgemein ein Buch bei dem man wunderbar träumen kann und das beim Lesen einfach Spaß macht, wenn man nach einer eher leichten und lockeren Lektüre sucht, die nicht vollkommen banal ist, sondern auch ein wenig etwas zu erzählen hat.
Ich kann es also jedem Fan von romantischer Lektüre und auch von solchen, die in fremden Ländern spielen, nur empfehlen. 


Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »mira Taschenbuch Verlag«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Februar 2014 in Zahlen

Heute will ich euch mal wieder meine Monatsstatistik präsentieren, die auch diesmal wieder nicht ganz so umfangreich ist, aber was will man bei einem Monat mit nur 28 Tagen auch erwarten ;o), bei der ich aber trotzdem sehr zufrieden bin. Vor allen Dingen auch, da ich ein paar Bücher geschafft habe, bei denen ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte, dass ich sie mal lese und da viele dabei waren, die mir gut gefallen haben und nur wenige, bei denen ich ehrlich sagen muss, dass sie nicht wirklich was für mich waren.

Gelesene Bücher: 14

davon
 Wanderbücher: 0
  eigene Bücher: 14

  1. Die Schattensurfer (385) ~ Hubert Wiest
  2. Die goldene Kastanie (52) ~ Frank-Thomas Kirchberg (RE)
  3. Multiplayer - Gefährliches Spiel (457) ~ Jannis Becker (RE)
  4. Der Schatten meines Bruders (143) ~ Tom Avery (RE)
  5. Schneetreiben (312) ~ Sandra Gladow
  6. Wolke 7 (140) ~ Luisa Celestino
  7. Der Thron von Melengar (376) ~ Michael J. Sullivan
  8. Rabenschwestern (410) ~ Gabi Kreslehner
  9. Troll und Oliver (32) ~ Adam Stower
  10. Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens (354) ~ Sebastian Niedlich (RE)
  11. Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene (582) ~ Rick Riordan
  12. Magdalenes Garten (446) ~ Stefanie Gerstenberger
  13. Kesselsturm (341) ~ Oliver Wolf
  14. Wie ich Brad Pitt entführte (322) ~ Michaela Grünig (RE)

Gehörte Bücher: 0

  

Gelesene Mangas: 0

 

Gelesene Seiten: 4.352

davon 
Wanderbücher: 0
Mangas: 0
 eigene Bücher: 4.352
WB = Wanderbuch / RE = Rezensionsexemplar

Flop des Monats


Diese beiden Bücher waren eindeutig die Flops des Monats, weil ich bei beiden einige Kritikpunkte anzubringen habe. Bei »Magdalenas Garten« ist es wohl vor allen Dingen die Tatsache, dass das Buch locker 200 Seiten weniger hätte haben können und dann weniger langweilig, weniger seltsam und allgemein weniger langatmig gewesen wäre. Bei »Wolke 7« war es eher so, dass ich einfach ehrlich finde, dass es eher etwas von einem Kinderbuch für 7-10 Jährige hat, als wirklich die Zielgruppe der ersten wirklich Verliebten zu erreichen und dann auch noch so viele Dinge bietet, die ich selbst im größten Liebestaumel nicht machen wollen würde.

Top des Monats

 Auch hier kann ich mich nicht direkt für ein Buch entscheiden, weil ich ehrlich einfach bisher alle Bücher von Rick Riordan, die ich kenne einfach richtig gute finde. Zum einen der Humor und dann auch alles andere, passen einfach so genial zusammen, dass ich diese Bücher in rasanter Geschwindigkeit lese, weil es einfach solchen Spaß macht und auch so flott geschrieben ist. »Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens« ist einfach so ein Buch, was total genial gemacht ist und Tod ist so cool. :D Es gibt wenig Bücher bei denen ich wirklich lachen muss, aber Tod hat es einige Male geschafft und ich finde die Idee hinter dem Ganzen auch einfach nur zu genial!


Wie gesagt, die Statistik ist diesmal auch wieder klein, aber fein, denn von 14 Büchern nur zwei wo ich wirklich sagen muss, die sind richtig schlecht gewesen, ist schon ein ziemlich guter Schnitt, besonders, da alle anderen auch eher bei richtig gut, als nur bei gut rangieren ;o)

Vielleicht kommt nachher auch glatt doch mal ein zweiter Post an einem Tag, nämlich noch eine Rezension, aber da muss ich mal gucken, wie ich das heute noch schaffe!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v