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Freitag, 27. Juni 2014

Rezension ~ Ich bin Tess

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ich bin Tess
Autor: Lottie Moggach
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: script5
Ersterscheinung: 17. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001587
ISBN-13: 978-3839001585
Originaltitel: Kiss me first



© Alexander James

Über die Autorin

Lottie Moggach ist freiberufliche Journalistin, liebt ihre Heimatstadt London und hat ein Faible für das 18. Jahrhundert. In ihrer Freizeit spaziert sie am liebsten mit ihrem Sohn durch die Straßen der britischen Hauptstadt und träumt davon, in einem der georgianischen Häuser zu wohnen. Die Idee zu ihrem ersten Roman Ich bin Tess kam ihr vor einigen Jahren, als sie viel zu viel Zeit mit Facebook verbrachte.


Inhaltsangabe/Klappentext

Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen? Leila hat Tess nie zuvor getroffen. Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst. Tess hat Leila nie zuvor getroffen. Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will, muss sie Leila ihr Leben anvertrauen. Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel. Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten? Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?

Lottie Moggach ist mit ihrem in Großbritannien unter dem Titel Kiss me first erschienen Debütroman für junge Erwachsene für zahlreiche Literaturpreise nominiert. Dieser Roman rund um das Social-Media-Zeitalter verdeutlicht, wie das Internet unsere Vorstellung von Realität und Identität verändert.


Rezension/Meinung

Es ist immer wieder interessant, wie in Büchern die Anonymität des Internets verarbeitet wird. Gerade diese bietet nämlich für dieses Buch den großen Ausgangs- und Dreh- und Angelpunkt, denn ohne diese Anonymität, würde eine solche Geschichte wie »Ich bin Tess« nicht funktionieren.

In gewissen Punkten ist es zwar eine Handlung, die mir doch ein wenig absurd erschien, aber doch durchaus nicht unmöglich, auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich mit den Charakteren in diesem Roman nur wenig anfangen konnte.

Bei dieser Betrachtung will ich zunächst einmal mit Leila an, die man von allen Charakteren wohl am besten kennenlernt. Eine Person, die so ist wie sie und es auf eine solche Art und Weise schafft, ihr Leben zu leben, kann ich mir an sich gar nicht so recht vorstellen. Allein ihre Persönlichkeit wirkt auf mich einfach irgendwie seltsam anders. Sie ist einfach so weit von der Welt entfernt von ihrem Kopf her, scheint eigentlich am Leben nicht wirklich teil zu haben und ist aufgrund dessen auch ein eher unsympathischer Mensch. Jedoch ist sie daher natürlich einfach wie geschaffen für die Rolle, die sie in dieser Geschichte einnehmen soll, denn bei kaum einer anderen Persönlichkeit hätte ihr Verhalten auch nur im Ansatz passen wollen, hätte man sich vorstellen können, dass es irgendwie möglich wäre, dass diese Geschichte so ins Rollen kommt. Dabei habe ich viele ihrer Handlungsweisen, gerade, da sie so pedantisch war, einfach nicht nachvollziehen können, es war oft einfach viel zu viel, aber wie ich das genau meine, fällt vermutlich am ehesten wirklich beim Lesen auf, denn wenn ich noch mehr dazu sage, erwähne ich nachher zu viel vom Buch. Ihre Handlungen habe ich oftmals auf jeden Fall nicht verstanden, sie passten teilweise so gar nicht, weder zu ihr, noch zu dem, was sie darstellen wollte. Und trotzdem, ohne diese seltsame Art, wäre die Geschichte nicht möglich gewesen.

Auch alle anderen Personen, die um Leila herum auftauchen, wie Tess etc. wirkten auf mich alle so, dass ich ihnen nie vertraut hätte, ihnen ziemlich sicher sogar aus dem Weg gegangen wäre. Also eigentlich handelt es sich in diesem Buch deutlich um eine Ansammlung seltsamer Personen.

Die Idee hinter dem Buch ist auf jeden Fall sehr interessant und ich kann mir schon vorstellen, dass sie bei dem ein oder anderen auch dazu führt, dass er gewisse Dinge im Zusammenhang mit dem Internet etwas reflektierter betrachtet, jedoch ist es auch so, dass es mir schwer fiel Leila in ihren Handlungen zu verstehen, da es einen Menschen wie sie vermutlich in der Realität nur sehr selten gäbe. Zudem mochte ich vor allen nicht, dass die Geschichte vor allem in Rückblicken erzählt und immer wieder von gegenwärtigem unterbrochen wurde.

Ein durchaus interessantes Buch, das durch eine geniale Idee lebt, aber auch ansonsten nur dadurch, dass die Charaktere einfach alle ein bisschen komisch sind. Mein Buch ist es nur bedingt gewesen, auch wenn ich mich unterhalten gefühlt habe, nur kamen mir die Szenen in der Gegenwart nicht wirklich entgegen, sie langweilten mich zusehends und auch Leila hätte ich in einigen Situationen am liebsten geschüttelt.


Fazit

Mittwoch, 25. Juni 2014

Rezension ~ Als der Sommer eine Farbe verlor

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Als der Sommer eine Farbe verlor
Autor: Maria Regina Heinitz
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Bloomsbury Berlin
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827011884
ISBN-13: 978-3827011886

 

 

Über die Autorin

Maria Regina Heinitz, geboren 1968 in Isny (Allgäu), studierte Deutsche Sprache, Literatur und Französisch, arbeitete als Artbuyerin und Fotoproduzentin und erhielt 2009 den Literaturförderpreis der Kulturbehörde der Hansestadt Hamburg. Sie lebt in Hamburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

"Wir hielten uns im Geheimnis der Unendlichkeit auf. Wir standen mittendrin ..."

--- Ein sorgloser Tag im Sommer ‘76 endet für Bénédicte und ihre Familie in einer Katastrophe. Kurz darauf zieht sie mit ihrem Vater Emil und dem jüngeren Bruder in die westfälische Provinz, wo Emil die Leitung einer Klinik übernimmt. Fragen nach ihrer Mutter Aimée, einer bekannten Malerin, begegnet er ausweichend. Sie erhole sich in einem Sanatorium, schreibt sie ihren Kindern – für ungewisse Zeit … ---

 »Als der Sommer eine Farbe verlor« erzählt von zwei jungen Menschen, die lernen, ihr eigenes Glück zu finden. Eine wunderbar leuchtende Familiengeschichte über Liebe und Verantwortung, Verlust und Annäherung und darüber, was es heißt, erwachsen zu werden, ohne den Zauber der Kindheit zu verlieren.


Rezension/Meinung

Es fällt mir bei diesem Roman wieder sehr schwer, ihn wirklich zu bewerten, da er einfach so anders ist, dass ich in vielen Punkten gar nicht so richtig sagen kann, wie das Buch auf mich gewirkt hat, da es einfach doch so besonders ist.

Was vor allen Dingen wohl heraussticht, sind die Charaktere, die alle irgendwie auf ihre Art und Weise besonders sind. Einen Charakter, den man wirklich als normal beschreiben könnte, gibt es in diesem Buch einfach nicht. Sowohl Bénédicte, als auch ihr Bruder Marcel, ihr Vater, ihre Mutter, Gertrud, ihre Großmutter, Philo, Susi, Rita, Volker, das Ei und auch Frau Fritzi, sind alle alles andere als normal. Manche stechen dabei noch ein wenig mehr heraus als andere, wobei ich vor allen Dingen die Beschreibungen vom Ei immer sehr treffend, wie auch seltsam fand und auch Frau Fritzi war ein sehr interessanter Charakter.

Man muss sich auf dieses Buch vom Erwachsen werden, gekoppelt, mit dem überwinden eines schrecklichen und traumatischen Ereignisses eindeutig erst einmal einlassen, denn ich empfand Bénédicte schon als einen sehr besonderen Charakter. Sowohl, durch ihre leicht künstlerisch angehauchte Art, als auch einfach ihre Art, die Welt um sich herum wahrzunehmen, wie sie andere Leute sieht und vor allen Dingen auch, wie sie mit Veränderungen umgeht. Und ich hatte auch einfach den Eindruck, dass man Bénédicte sehr nah kommen kann, wenn man das Buch wirklich an sich heran lässt, was mir manchmal ein wenig schwer fiel, da es einfach so vieles an ihr und an allen anderen Charakteren so anders ist. Und was ich einfach interessant fand, dass das Buch nicht in der Gegenwart spielt, fällt, bis auf manche kleineren Themen, wie die RAF, die häufiger angesprochen wird, gar nicht wirklich auf, da die Charaktere auch einfach so zusammenpassen, dass man nicht den Eindruck bekommt, dass da etwas anderes noch anders ist, als sie es so schon sind.

Allgemein ein sehr ungewöhnliches Buch, bei dem ich auch ehrlich, mit dem Ende, so wie es dann kam, nicht gerechnet hätte. Manches neigt man zwar irgendwann irgendwie zu ahnen, aber es wird es wirklich mit dem Aussprechen auf Papier für einen in der Geschichte wahr und vorher schwebt es wenn, einfach nur bei einem im Hinterkopf rum, dass man einen Verdacht in eine bestimmte Richtung hat, den man aber vorher nie richtig fassen konnte.

Für mich ein besonderes Buch, da ich mir immer noch nicht wirklich sicher bin, ob ich es nun mochte oder einfach nur auf seine besondere Weise interessant fand, denn eigentlich ist es in keinem Punkt wirklich spannend und trotzdem fesselte es mich. 


Fazit

Dienstag, 24. Juni 2014

Rezension ~ Almuth spielt auswärts

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Almuth spielt auswärts
Autor: Tanja Kokoska
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Pendo
Ersterscheinung: 27. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123523
ISBN-13: 978-3866123526




Über die Autorin

Tanja Kokoska, geboren 1971 in Frankfurt am Main, war nach Germanistik-Studium und Volontariat langjährige Redakteurin der Frankfurter Rundschau – zuletzt in den Ressorts Sport und Politik, und ist Autorin der Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Seit Januar 2012 arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin. »Almuth spielt auswärts« ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Für Almuth bleibt manches im Leben immer gleich: Die genialen Spielzüge des FC Barcelona, ihr Alltag als Hausfrau und ihr Ehemann Günter. Doch als sie gemeinsam mit ihren Freundinnen Lilo und Paula eine Reise in die Schweiz macht, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war. »Das Geld muss weg, das wird sonst schlecht“«, sagt Paula, die eine Erbschaft gemacht hat, und lädt ihre Freundinnen Almuth und Lilo zu einem Urlaub in die Schweiz ein -– denn wo kann man sein Geld besser verprassen? Gesagt, getan, Almuth kocht ihrem Gatten Günter für eine Woche sein Essen vor, packt die Wanderschuhe ein, und es kann losgehen! Doch angekommen im Hotel, will sich die erhoffte Fröhlichkeit bei den drei Damen nicht so recht einstellen. Paula liegt erfolglos auf der Lauer nach einem Urlaubsflirt, Lilo ist sowieso bekümmert, weil frisch verwitwet, und Almuth findet es merkwürdig, Günter nicht an ihrer Seite zu haben. Als sie aber am dritten Abend einen netten Mann kennenlernt, der genauso für Fußball brennt wie sie und auch noch Jens Lehmann heißt, ist alles plötzlich ganz anders ...


Rezension/Meinung

Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eine Reise in die Schweiz und ganz besonders Almuth mit ihrer besonderen Art, haben dieses Buch für mich an einigen Stellen durchaus sehr amüsant gemacht. Denn es handelt sich bei diesem Roman eindeutig zwar um eine eher leichte Unterhaltungslektüre, auch wenn sie so einige tiefer greifende Gedankengänge behandelt, was wohl vor allen Dingen auch daran liegt, wie die Erzählerin und Protagonistin Almuth an die Dinge herangeht.

Almuth ist ehrlich ein Charakter, wie ich ihn selten erlebt habe. Eine an sich doch sehr eigenständige Frau, die aber irgendwie nicht eigenständig ist, weil die Ehe einen Partner mitgebracht hat und schon hat man deutlich weniger allein gemacht. Zudem ist Almuth mit über 60 bekennender Fußballfan und liest Kochbücher, als wären es Romane. Allein das hat sie für mich schon zu einer sehr interessanten Protagonistin gemacht. Als es dann auch noch so weit war, dass Almuth diverse Problematiken des Alltags, des Ehelebens etc. durch vergleiche mit Gerichten, Lebensmitteln und Fußballtaktiken zu erklären versucht hat, musste ich teilweise doch sehr Schmunzeln, da manches davon gar nicht so abwegig war, aber erst einmal auf eine solche Idee zu kommen...

Wobei ich es dabei einfach auch grandios fand, dass die Kapitelüberschriften alle irgendwelche Gerichte oder Nahrungsmittel waren, die auch immer eine ganz besondere Bedeutung in dem entsprechenden Kapitel hatten und es hat einfach extrem Spaß gemacht, herauszufinden, was die Überschrift bloß mit dem Inhalt des Kapitels zu tun haben wird. Manche Kapitel waren da zwar noch bedeutungsträchtiger als andere, aber an sich hat mir die Idee einfach super gefallen.

Bei Almuths Freundinnen Lilo und Paula, muss ich auch sagen, dass die beiden einfach super gelungen sind, besonders, da sie doch sehr unterschiedlich sind, aber vielleicht auch gerade deswegen alle drei so gut zusammen passen. Zumal man auch irgendwann dachte sie beide sehr gut einschätzen zu können und dann doch noch etwas Neues lernen konnte. Wobei ich da sagen muss, dass mir in Verbindung mit den beiden und den Kapitelüberschriften das »Toast Hawaii« doch am meisten zum Grinsen gebracht hat. Zumal es einfach einige sehr geniale Charaktere in diesem Buch gab, wie zum Beispiel einen Kneipenwirt, der es mir irgendwie angetan hat.

Als einziges nicht so ganz zu dem restlichen positiven Eindruck wollte bei mir das Ende zu dem Buch passen. Irgendwie konnte ich Almuths Verhalten da nicht immer so ganz nachvollziehen. Dadurch fand ich das Ende leider eher etwas seltsam. Es machte zwar auch irgendwie Sinn, war aber gleichsam seltsam. Zudem ich es auch glaube ich nicht hundertprozentig verstanden habe, leider!

Ansonsten aber ein echt tolles Buch, das eine leichte Unterhaltung bietet, die aber nicht zu leicht ist und bei dem man sich herrlich amüsieren kann!  


Fazit

Montag, 23. Juni 2014

Rezension ~ Is' was, Dog? - Mein Leben mit Hund und Haaren

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Is' was, Dog? - Mein Leben mit Hund und Haaren
Autor: Dunja Hayali
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Ullstein extra
Ersterscheinung: 11. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864930219
ISBN-13: 978-3864930218



Über die Autorin

Dunja Hayali geboren 1974 in Datteln, ist Tochter irakischer Eltern. Sie studierte an der Deutschen Sporthochschule mit dem Schwerpunkt Medien- und Kommunikationswissenschaften, arbeitete nach dem Studium unter anderem als Sportmoderatorin beim Radio der Deutschen Welle. Im April 2007 übernahm Hayali die Moderation der ZDF-heute-Nachrichten sowie die Ko-Moderation des heute-journals. Seit Oktober 2007 moderiert sie außerdem das ZDF-Morgenmagazin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Plötzlich lagern Schweineohren im Küchenschrank. Man geht nun sehr viel spazieren - auch bei Schnee- und Hagelstürmen. Mit wildfremden Menschen redet man über den Liebeskummer oder die Verdauung von Pudel, Retriever & Co. Und überall liegen Haare ... Seit Jahren bildet Dunja Hayali mit ihrer Hündin Emma ein unzertrennliches Team. Nun erzählt sie von ihrem Alltag als Hundebesitzerin und all den Kuriositäten, die damit zusammenhängen. Wer ist schuld, wenn Jogger über eine zwanzig Meter lange Flexi-Leine fallen? Wieso laufen intelligente Leute mehrmals pro Woche zum Hunde-Homöopathen, kümmern sich aber nicht um ihre eigene Gesundheit? Können Hunde Gedanken lesen? Warmherzig und mit einem Happen Ironie nimmt Dunja Hayali die Eigenheiten der Vierbeiner und die Macken der Hundebesitzer aufs Korn - eine ehrliche Liebeserklärung an den besten Freund des Menschen.


Rezension/Meinung

Ich bin eigentlich nicht der große Sachbuch-Leser, da es einfach oft so ist, dass mich solche Bücher schnell langweilen, auch wenn sie eigentlich gar nicht langweilig sind. Oftmals liegt es an dem doch trockenen Ton, den viele dieser Autoren nutzen oder bei eher amüsanter gestalteten Sachbücher an dem Fakt, dass die Autoren es ein wenig zu sehr übertreiben amüsant sein zu wollen. Von daher war ich ehrlich begeistert, dass sich »Is’ was Dog?« doch in vielen Aspekten von diesen vielen amüsanten Sachbüchern ein wenig abhebt.

Es ist jetzt nicht so, dass man nicht den Eindruck hat, dass dieses Buch an vielen Stellen deutlich übertrieben ist, denn das ist es sicherlich, aber manchen Leuten kann man die Dinge auch wirklich nur dann ganz klar machen, wenn man sie überzogen darstellt. Und um ehrlich zu sein, ohne die vielen Übertreibungen, sowohl Hunde, als auch Herrchen oder ihre Beziehung zueinander betreffend, wäre dieses Buch lange nicht das geworden, was es jetzt ist.

Ich war doch so manches Mal sehr am Schmunzeln, wenn Dunja Hayali beschreibt, wie es ihr mit ihrer Emma ergangen ist und welche Sorten von Frauchen und Herrchen man so antrifft, welche Wahl sie doch beim Hund treffen und wie sie manchen Hund von seine Rasse her, einfach kategorisieren würde, in seinem Verhalten etc. Sie schafft es dabei, gleichzeitig ein wenig zu übertreiben, so dass man auf jeden Fall amüsiert ist, dabei zwar ahnt, dass es doch alles nicht ganz so extrem ist, wie dargestellt und man sich auch einfach zu gut vorstellen kann, wie es in Wirklichkeit sicher sein wird.

Dabei muss ich sagen, es zeigen sich doch immer wieder keine Klischees, die sich durchaus zu bewahrheiten scheinen und auch ist es einfach so, dass ich mir in vielen Punkten das Leben mit Hund doch durchaus genau in diese Richtung vorgestellt hätte, wenn auch nicht ganz so extrem amüsant, aber die Übertreibungen habe ich ja schon zu genüge erwähnt.

Es ist auf jeden Fall ein Buch, das sich lohnt, vor allen Dingen, wenn man selbst Hunde einfach sehr gern hat, egal, ob man selbst Besitzer eines solchen Fellknäuls ist, denn dann kann man sicherlich auch gut über sich selbst schmunzeln, wenn man so einiges wiedererkennt, als auch, wenn man selbst vielleicht irgendwann einen Hund haben will, als keine Einstimmung, was so auf einen zukommen könnte, oder auch wenn man Hunde einfach nur gern hat.

Alles aus diesem Buch, kann man sicherlich nicht grundsätzlich übertragen, ist das Leben mit Hund auf dem Land sicherlich noch deutlich anders, als in der Stadt, aber es ist einfach eine sehr lockere und amüsante Lektüre, die einfach Spaß macht, bei der man sich entspannen und lachen kann.


Fazit

Sonntag, 22. Juni 2014

Rezension ~ Und die Toten lässt man ruhen

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Und die Toten lässt man ruhen
Autor: Jürgen Kehrer
Taschenbuch: 166 Seiten
Verlag: GRAFIT
Ersterscheinung: 1990
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3894250062
ISBN-13: 978-3894250065




Über den Autor

Jürgen Kehrer wurde 1956 in Essen geboren. 1974 von der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze nach Münster geschickt, fand er das Leben in dieser Stadt bald so angenehm, dass er noch heute dort wohnt.
1990 erschien sein erster Kriminalroman "Und die Toten lässt man ruhen". Erstmals ermittelt hier der sympathische, unter chronischem Geldmangel leidende Privatdetektiv Georg Wilsberg, der ebenso wie sein Autor in Münster tätig ist. Bis 2007 folgten 17 weitere Wilsberg-Krimis. 1995 wurde Wilsberg vom ZDF entdeckt und ist mittlerweile Protagonist einer Fernseh-Krimireihe am Samstagabend. Sieben der bislang gesendeten 38 Wilsberg-Filme basieren auf Romanen von Jürgen Kehrer.
Neben den Wilsberg-Romanen schreibt Jürgen Kehrer historische und in der Gegenwart angesiedelte Kriminalromane, Drehbücher fürs Fernsehen und Sachbücher. Zuletzt erschienen von ihm die Kriminalstorys "Wilsbergs Welt" sowie der Kriminalroman "Münsterland ist abgebrannt". Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt über 700.000 Exemplare.
Jürgen Kehrer ist verheiratet mit der Krimi- und Sachbuchautorin Sandra Lüpkes und Mitglied im "Syndikat", der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen und -autoren.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der 1. Wilsberg-Roman: Wilsberg besitzt einen Briefmarken- und Münzladen und jobbt nebenbei als Privatdetektiv. Bei seinen Ermittlungen in einem 20 Jahre zurückliegenden Mordfall stößt er auf schwarzen Filz in der Bischofsstadt.
 

"... hat alles, was ein Krimi braucht. Witz, Spannung, Überraschungen, Tote, Emotionen." (Stadtblatt Münster) 
"Der Autor ... versieht seine Geschichte mit allen wesentlichen Elementen der crime-story, die man aus der amerikanischen Tradition seit Hammett und Chandler kennt." (Westfälische Nachrichten) 
"... eine Story vom Feinsten ...: garantiert unmoralisch und zynisch, antibürgerlich und unsozial, aber nicht dumpf-gewalttätig, dafür jedoch dramaturgisch perfekt bis aufs i-Tüpfelchen." (Leo's Magazin)


Rezension/Meinung

Ich bin ein großer Fan der Wilsberg-Serie im ZDF und daher war es für mich ehrlich sehr spannend, mal zu sehen, wie sehr in diesem Fall wohl Fernsehen und originale Buchfassung voneinander abweichen.

Und ich kann eins schon vorweg nehmen: Man kann sie nicht vergleichen, denn sie sind in so vielen Punkten so extrem unterschiedlich, dass man nur noch im Ansatz erkennen kann, wie beides zusammenhängt. Denn in beiden Fällen ist Wilsberg ein gescheiterter Anwalt und hat einen Laden, Briefmarken- und Münzverkauf, bzw. Antiquariat, der eher schlecht als recht läuft. Ansonsten konnte ich aber eigentlich keine wirkliche Gemeinsamkeit entdecken.

Viele der mir bekannten Charaktere aus der Serie habe ich irgendwie etwas vermisst, vor allen Dingen, da sie immer sehr viel Witz in die Wilsberg-Folgen bringen. Jedoch kann ich jetzt auch noch behaupten, dass ich diesen Roman schlecht fand. Er ist anders, vollkommen anders als die Serie und Wilsberg aus dem Fernsehen, ist eindeutig derjenige, der mir von beiden Wilsbergs der sympathischere wäre, aber trotzdem war das Buch doch ziemlich gut.

Ich muss zwar auch sagen, dass ich Wilsberg jeden anderen Job, als Detektiv mehr ans Herz legen würde, so wie er sich in diesem Roman präsentiert, aber das sorgt auch für den ein oder anderen Schmunzler oder auch Augenroller, den ich so zunächst nicht erwartet hätte. Aber ich war ehrlich doch überrascht, wie anders dieser Wilsberg hier doch ist, vor allen Dingen, da er einige Charakterzüge aufwies, die ihn mir doch auch glatt ein wenig unsympathischer machten.

Allerdings ist es auch so, dass man dem Buch vor allen Dingen anmerkt, wie alt es doch wirklich noch ist, was ich extrem amüsant fand. Allein, dass mit DM bezahlt wurde, Handys auch noch nicht wirklich vorhanden waren etc. machte dieses Buch schon für mich zu etwas besonderem, da es eine interessante Form der Zeitreise war, nicht wie in vielen Büchern, die heute geschrieben wurden und früher spielen, nein, dieses Buch wurde auch zu dieser Zeit geschrieben und der Autor konnte gar nicht wissen, was in der Zukunft noch kommt. Und es ist wirklich so, man spürt doch einen Unterschied in der Glaubwürdigkeit der Atmosphäre des Buches.

Es ist auf jeden Fall ein interessanter Krimi, der eher der alten Schule gehorcht, also weniger blutig ist, als zum Rätseln, Knobeln und Kombinieren zu verleiten und das mit einem Detektiv, bei dem man des Öfteren den Eindruck bekommt, dass er seinen Beruf mächtig verfehlt hat, der nicht mal wirklich richtig sympathisch ist, den ich aber trotzdem gern gelesen habe, auch wenn er mit meinem Fernseh-Wilsberg bisher noch nicht ganz mithalten kann, aber ich wette, auch dieser Wilsberg hier mausert sich noch in den folgenden Romanen.


Fazit

Donnerstag, 19. Juni 2014

Rezension ~ Ambra

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ambra
Autor: Sabrina Janesch
Gebundene Ausgabe: 372 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
Ersterscheinung: 20. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351035004
ISBN-13: 978-3351035006




Über die Autorin

Sabrina Janesch studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim sowie Polonistik in Krakau. Sie ist u. a. Gewinnerin des O-Ton-Literaturwettbewerbes des NDR, Stipendiatin des Schriftstellerhauses Stuttgart und des LCB. Als erste Stadtschreiberin von Danzig erntete sie viel Medienaufmerksamkeit. Für „Katzenberge“ wurde sie mit dem Mara-Cassens-Preis für das beste Romandebüt des Jahres, dem Nicolas-Born-Förderpreis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet. 2011 war sie Stipendiatin im Ledig House/New York. 2012 erschien im Aufbau Verlag ihr Roman „Ambra“, im Sommer 2014 erscheint „Tango für einen Hund“.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine leibhaftige Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. – Nach ihrem vielfach ausgezeichneten Debüt „Katzenberge“ schreibt Sabrina Janesch die Chronik einer deutsch-polnischen Familie, die vom stetigen Wandel und einer dunklen Gabe geprägt ist. Fünf Jahrzehnte nach der „Blechtrommel“ porträtiert sie eine Stadt, in die die rätselhafte Geschichte der Myszas eingeschlossen ist wie in einen Bernstein. "Denn in dieser Stadt hat jeder ein Geheimnis und jeder ein Schweigen, das er darüber legt." Es ist Herbst, als Kinga Mischa in der fernen Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulenten Jahr. Nur ein Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist, erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine faszinierende wie dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. In der Stadt trifft sie auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie Mysza arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte auf grausame Art angewandt zu haben. – Eine zauberhafte Geschichte, die von einer Spinne, einem Stadtschreiber und einer jungen Deutschpolin widerstreitend erzählt wird – mit viel Poesie, Raffinesse und Wärme. Ein Roman über die seelischen Verletzungen einer Familie, die mit der schmerzvollen Geschichte einer ungewöhnlichen Stadt korrespondieren.


Rezension/Meinung

Selten fand ich ein Buch durch und durch so komisch, wie es mir mit diesem Werk hier ging. Und es lag nicht daran, dass in der wörtlichen Rede vollkommen auf Kennzeichnung verzichtet wurde oder daran, dass der Roman grundsätzlich so geschrieben war, dass man keine Chance gehabt hätte, ihn sehr flüssig zu lesen. Es lag vor allen Dingen daran, dass für mich einfach gar nichts in diesem Roman so richtig zusammenpassen wollte.

Allein schon die Zeit, zu der dieser Roman spielen würde, hat mich vollkommen verwirrt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass der Roman allerhöchstens irgendwie um 1900 spielen dürfte, denn die Beschreibungen der Städte, Häuser, Wohnungen, der Menschen und wie sie ihr Leben lebte, wirkte einfach so extrem historisch und passte für mich nicht auch nur mit dem kleinsten Funken in die Jetztzeit. Trotzdem sollte der Roman aber in dieser spielen, denn ganz selten kam plötzlich mal etwas vor, dass einfach in eine Zeit bis 1900 nicht passen konnte und dann kam ich beim Lesen nur noch mehr aus dem Fluss.

Zudem springt das Buch auch sehr seltsam in der Handlung herum, so dass man irgendwie verschiedene Zeiten hat, in dem einen Abschnitt schon etwas passiert ist, was in dem anderen noch viel später erst passieren wird und irgendwann bin ich dann vollkommen verwirrt gewesen. Zumal ich auch nicht immer ganz verstanden habe, wo man mit welchem der einzelnen Zeitabschnitte wirklich genau ist. Wobei es dann nur noch komischer wurde, da von den drei unterschiedlichen Perspektiven eine irgendwie ganz unabhängig war und die schon sehr lange vergangene Vergangenheit betrachtete und ich irgendwie nicht klar sagen konnte, was mir das alles, also diese drei Perspektiven, zeigen sollte.

Am spannendsten war für mich dabei eigentlich nur der eine Strang in der Vergangenheit, da dieser eine Art roten Faden zu haben schien und wenigstens von der Atmosphäre passte, alles andere in der Geschichte machte für mich keinen Sinn, war langweilig, durcheinander und einfach nur verwirrend. Ich konnte auch keinen der Charaktere so richtig greifen, verstehen und habe mich in so gut wie jeder Situation gefragt, was die Menschen bloß für komische Anwandlungen und Probleme haben und was mir die Autorin mit der Geschichte nur sagen wollte.

Ein Buch das mich einfach nur verwirrt hat, in dem ich keinen Sinn gesehen habe, bei dem ich mir immer noch nicht sicher bin, ob das jetzt leicht phantastisch angehaucht sein sollte oder nicht und das einfach so gar nicht meins war. Es wird sicher Menschen geben, die das Buch besser finden als ich und die es vielleicht sogar verstehen, aber ich fand es nun einmal so gar nicht poetisch, sondern einfach nur grausig durcheinander und atmosphärisch vollkommen unpassend.


Fazit

Mittwoch, 18. Juni 2014

Rezension ~ Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche
Autor: Florian Herb
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285325
ISBN-13: 978-3548285320




Über den Autor

Florian Herb, 1971 in Berlin geboren, lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen im Allgäu. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit begeistert er sich für Musik, Fotografie, Film, Theater, den VFB Stuttgart und die Tücken des menschlichen Zusammenlebens.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der unerwartete Tod ihres 89-jährigen Ehemanns Franz Ferdinand stellt Liselotte Günther vor Probleme: Wie funktioniert der Kaffeevollautomat, warum gibt es kein warmes Wasser, und wer fährt sie in Zukunft zum Friseur? Eine Untermieterin muss her! Mit der ordnungsliebenden Studentin Barbara Nowak versteht Liselotte sich bald bestens. Auch dass diese von einem Unbekannten schwanger ist, trägt sie mit Fassung. Doch dann schleppt Fräulein Nowak zur Lösung von Liselottes Geldproblemen ausgerechnet einen griechischen Finanzexperten an ...


Rezension/Meinung

Wer nach einem lockeren und vor allen Dingen sehr amüsanten Buch sucht, bei dem es manchmal vielleicht nicht ganz realistisch zugeht, sondern auch locker mal eine Verkostung von Lebensmitteln samt Weinprobe im Discounter stattfindet, der greift mit diesem Buch eindeutig zur richtigen Lektüre.

Liselotte allein macht das Buch schon lesenswert, da sie einfach eine Persönlichkeit hat, die gleichzeitig so niedlich altmodisch, aber auch ziemlich taff ist, dass man sie einfach mögen muss. In vielen Szenen habe ich ehrlich schon gedacht, da Liselotte alles ihrem Mann überlassen hat, ist sie von ihrem Denken in vielen Lebensbereichen doch locker um 20 Jahre zurückgeblieben, wenn nicht sogar mehr, was manchmal zu sehr amüsanten, aber auch irgendwie liebenswürdigen Situationen führt. Ebenso merkt man aber, dass Liselotte, trotz ihrer etwas veralteten Ansichten in manchen Bereichen, eindeutig noch nicht zum alten Eisen gehört, trotz ihres hohen Alters, und noch so einiges dazulernen will.

In Kombination mit den beiden anderen Protagonisten, Barbara Nowak und Dimi Galanis, wird die Lebenssituation von Liselotte auf jeden Fall enorm aufgefrischt und ich finde die Idee, doch so unterschiedliche Charaktere zusammen zu packen einfach sehr erfrischend, zumal einfach auch alle drei etwas sehr sympathisches an sich haben. Allgemein führt einem das Buch doch noch die ein oder andere etwas skurrile und verrückte Szene vor Augen, die so real sicherlich nie geschehen wäre, bei der man sich aber irgendwie schon vorstellen kann, dass eine Person wie Liselotte es doch irgendwie schaffen könnte, dass es real wird. Und allein wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickeln, Fremde immer mehr zu Freunden werden und das über Altersgrenzen hinaus, macht dieses Buch einfach richtig toll. Besonders auch, weil Barbara eine etwas andere Person vom Charakter ist, als viele andere in ihren Zwanzigern, also doch auch einfach besonders ist, mit ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer Strebsamkeit. Ebenso, wie Dimi Galanis, der für einen Griechen ein wenig zu sehr Deutscher ist.

Ich bin auf jeden Fall sehr positiv von diesem Buch beeindruckt, da es mächtig Spaß bringt beim Lesen, aufgrund der vielen amüsanten Stellen und tollen Charaktere, die allein und im Zusammenspiel einfach etwas Besonderes sind. Ebenfalls aber auch, da man sich bei diesem Buch toll entspannen kann, denn es ist einfach so locker zu lesen und einfach etwas, das man genießen kann, da, außer diesem tollen Freundschaftsaspekt, nicht zu tiefsinniges in diesem Buch enthalten ist, aber das hätte auch einfach nicht gepasst.

Von mir eindeutig eine Empfehlung für alle, die mal etwas Amüsantes lesen wollen!


Fazit

Montag, 16. Juni 2014

Rezension ~ Liebesleuchten am Bodensee

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Liebesleuchten am Bodensee
Autor: Johanna Nellon
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 11. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285597
ISBN-13: 978-3548285597




Über die Autorin

Johanna Nellon lebt im schönen Rheinland, ist aber gern auf Reisen und liebt den Chiemgau und das Dreiländereck.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine Landschaftsgärtnerin und ein Filmschauspieler - kann das gutgehen? Als Bettina Solberg den charmanten Rick auf der Insel Mainau kennenlernt, hält sie ihn zunächst für einen Winzer aus der Gegend. Und Rick ist froh, dass er mal nicht erkannt wird, und gibt den Weinkenner. So nimmt am hochsommerlichen Bodensee, zwischen Blütenpracht und Segeljacht, das Liebeschaos seinen Lauf. Doch je ernster es zwischen den beiden wird, desto größer die Flunkerei. Rick muss kämpfen für ein Happy End zwischen Mainau, Kreuzlingen und Bregenz ...


Rezension/Meinnung

Ist man auf der Suche nach einem lockeren und leichten Buch, dass einen einfach in eine leichte Urlaubsstimmung versetzen soll und bei dem man sich auch sicher sein kann, dass es am Ende wieder gut ausgehen wird, macht man mit diesem Buch auf jeden Fall nichts falsch.

Ganz wie nämlich zu erwarten handelt es sich bei diesem Buch um den lockeren leichten Roman, mit ein wenig Intrigen, einigen Irrungen und Wirrungen und natürlich auch einigem an Romantik. Wobei ich ehrlich überrascht war, wie schnell die Romantik in diesem Roman doch in Körperlichkeit umschlägt und diese in den Beziehungen scheinbar einen sehr großen Raum einnehmen. Und teilweise die Dinge ein wenig schnell gehen. Trotzdem macht es aber Spaß das Buch zu lesen. Zum einen wegen dem angenehmen Stil, in dem das Buch geschrieben ist und zum anderen da die Charaktere so schön stereotyp sind, dass man sofort weiß, wen man einfach mögen muss und wer einem einfach nur suspekt sein kann oder sofort unsympathisch ist. Wobei mir vor allen Dingen der Hund extrem sympathisch war, da er etwas extrem Niedliches an sich hatte.

Was als einziges ein wenig an dem Buch stören kann, sind die vielen Geschichten, bzw. Handlungsstränge, die auf die doch eher wenigen Seiten gequetscht wurden, da man auf unter 300 Seiten, mit ungefähr fünf Handlungen innerhalb der Handlung konfrontiert wird, die zwar letztendlich alle zusammenhängen, aber ein bisschen weniger, wäre auch nicht schlecht gewesen, da es so manchmal alles etwas schnell abgehandelt wirkte, also die Charaktere alle sehr entscheidungsfreudig zu sein schienen, so schnell, wie sich Dinge in ihrem Leben grundlegend ändern konnten. In diesem Fall wäre sicherlich ein bisschen weniger mehr gewesen, aber grundsätzlich schadet das der Geschichte vom Grundsatz her nicht so stark, es ist halt alles nur etwas knapper gehalten.

Allgemein handelt es sich trotzdem um eine typische Rosamunde Pilcher und ähnliche Handlung, die ich aber auch erwartet hätte und die einfach toll zum Entspannen ist und verdammt viel Spaß gemacht hat beim Lesen. Jedem, der also gern mal ab und an eine solche Geschichte liest oder einfach nur Lust auf ein lockeres Buch hat, kann ich »Liebesleuchten am Bodensee« nur empfehlen.


Fazit

Samstag, 14. Juni 2014

Rezension ~ London Calling

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: London Calling
Autor: Anja Marschall
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Goldfinch
Ersterscheinung: März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940258334
ISBN-13: 978-3940258335
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Über die Autorin

Anja Marschall ist:
... gebürtige Hamburgerin,
... bekennende Anglophile,
... immer wieder ertappte Leserin von Krimis & Co,
... arbeitende Publizstin und Journalistin, ... meistens gut gelaunt,
... begeisterte Rotweintrinkerin und
... leidenschaftliche Gutesserin.
Anja Marschall schreibt:
... seit 2008 literarisch und kriminell,
... auch Kurzgeschichten,
... derzeit an einer Serie fürs Fernsehen.
Ihr Erstlingswerk "Fortunas Schatten" erschien erstmals 2012


Inhaltsangabe/Klappentext

In der City of London, dem Herzen der internationalen Finanzwelt, wird die Leiche des dubiosen Finanzberaters Bradshaw gefunden. Die flippige Künstlerin Luna hat den Mann seit einiger Zeit verfolgt, weil das Geld, das sie ihm anvertraut hat, verschwunden ist. Scotland Yard vermutet schnell, dass eine Stalkerin den Banker erschossen hat – und kommt auf die Spur von Luna. Doch diese schwört ihrer Freundin Kate, dass sie unschuldig ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stechen unversehens in ein Wespennest aus Korruption und Geldwäsche, Eitelkeiten und Gier.


Rezension/Meinung

Den Vorgänger dieses Romans »Das Erbe von Tanston Hall« kannte ich bisher noch nicht, was ich denke, in gewissem Maß schade war, da mir zumindest zu Beginn die beiden Protagonistinnen Kate und Luna ein wenig fremd waren und mir vor allen Dingen ihre Beziehung zueinander und auch einfach ihre Hintergründe so unbekannt waren, dass ich an manchen Stellen schon etwas verwundert war.

Davon aber abgesehen, ist das Buch gelungen, wenn auch vielleicht nicht der grandioseste Krimi, den ich bisher gelesen habe, was unter anderem auch daran lag, dass vieles, was in diesem Roman passiert, einfach doch ein wenig abwegig auf mich wirkte. Vor allen Dingen auch, wie Kate und Luna in die Ermittlungen hineinrutschen und was daraufhin noch so alles passiert. Es wirkt zwar nicht vollkommen unglaubwürdig, aber doch hatten die beiden in meinen Augen an vielen Stellen deutlich mehr Glück, als eigentlich wahrscheinlich sein will, was für mich einfach nicht ganz stimmig war.

Leider war es auch so, dass mir Luna die gesamte Zeit ziemlich fremd blieb, wohingegen ich Kate irgendwann zumindest zu verstehen glaubte und sie ein bisschen mehr einschätzen konnte. Daher auch meine Vermutung, dass es sinnvoll wäre, wenn man den ersten Band mit den beiden Charakteren kennen würde, da ich mir schon vorstellen kann, dass Luna da etwas besser eingeführt, man bei ihr nicht ganz so im Regen stehengelassen wird. Von daher war mir auch einfach vieles, was auch Lunas Richtung passierte, einfach etwas suspekt oder unverständlich.

Der Fall an sich ist jedoch irgendwie auch spannend, so dass man schon damit leben kann, dass vieles davon doch ein wenig weit hergeholt wirkt, da man sich im Grunde zumindest vorstellen kann, dass die Leute Intrigen in diese Richtung planen. Zumal es einen auch sehr am Lesen hält, dass man wissen möchte, wie Kate und Luna aus dem Schlamassel wieder herausfinden, dass sie jetzt gesucht und für Mörder gehalten werden.

Insgesamt ist es aber eher ein Krimi für Zwischendurch, von dem man sich in meinen Augen nicht zu viel erwarten sollte, weil er einfach doch deutlich abgehoben und eher unwahrscheinlich ist, die Charaktere nicht unbedingt jedem liegen und es auch einfach so ist, dass es deutlich spannendere Krimis gibt, die glaubwürdiger erscheinen. Und vor allen Dingen das Ende konnte mich nicht überzeugen, da dann doch noch mehr hinzukam, was ich so etwas arg merkbar konstruiert fand.


Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »goldfinch«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Ich bin wohl schuld...


Hallo ihr alle!

Ja, also, ihr kennt mich noch nicht, aber ich wollte mich euch mal vorstellen, da ich mittlerweile schon mitbekommen habe, dass meine Frauli ihren Blog teilweise doch ein kleines bisschen vernachlässigt in letzter Zeit und ich etwas bedenke habe, dass ich daran unter anderem die Schuld trage!

Also, für alle, die sich jetzt wundern, wer ich eigentlich bin - ich bin Fylgja, 3 Jahre alt und gehöre hier seit neustem zur Famile!

Naja und ich muss euch ehrlich sagen, ich neige wohl dazu Frauli ein wenig sehr auf Trab zu halten, aber ich habe sie einfach gerne um mich, auch wenn ich wohl manchmal ein bisschen frech zu ihr bin. Aber man muss das ja auch verstehen, da wächst das schönste Gras am Straßenrand und die will einfach daran vorbei gehen! Frevel, oder? Also ich verstehe es nicht! Und dann muss man ja auch mal zeigen, wo der Hammer hängt, oder? Zur Not halt auch mal mit den Zähnchen, wenn man sie schon nicht zum Gras zupfen nutzten darf. Leider scheint Frauli davon gar nicht wirklich begeistert und weit komme ich damit auch nicht wirklich...

Aber ja, ich freue mich immer tierisch, wenn sie bei uns an der Weide ist, da vergesse ich dann auch oft glatt das Grasen, weil ich ihr natürlich immer schön auf den Fersen bleiben muss! Wäre ja noch schöner, dass sie bei uns war und mich nicht wenigstens ein bisschen geknuddelt habe, schließlich bin ich die wichtigste Persönlichkeit an der Weide, auch wenn sie ab und an doch glatt noch diesen Heiðar von der Weide holt... 

Wenigstens habe ich aber schon rausgefunden, dass sie mich aber über den wenigstens nie ganz vergisst, auch wenn ich manchmal schon etwas traurig am Tor stehe und hinterher gucke, wenn die beiden einfach ohne mich abziehen. 

Ab und an kann ich mich aber auch ganz gut ohne Frauli vergnügen, es sind ja schließlich noch die ganzen anderen auf der Weide. Den Kerlen verdrehe ich wenn Frauli gerade nicht so richtig zum Spielen/Kraulen zu bewegen ist, dann gerne den Kopf oder zicke sie manchmal ein wenig an, wenn mir die Kerle dann doch zu aufdringlich werden. Und eins meiner liebsten Spiele ist, mich mit der Rita zu streiten, die ist nämlich eine ganz schöne Zicke und will einfach nicht wahrhaben, dass ich jetzt das flotteste Mädel der Weide bin ;o)


Auf jeden Fall wollte ich mich jetzt einfach mal bei euch entschuldigen, dass ich Frauli in letzter Zeit so viel ablenke ^^, also wundert euch bitte nicht zu sehr, wenn die Beiträge hier nicht ganz so extrem regelmäßig kommen, denn ich brauche Frauli zum Knuddeln und so :o) Vor allen Dingen aber, weil ich von ihr noch einiges lernen kann, auch wenn ich es ihr vielleicht etwas schwer mache, weil ich ihr zu gerne auf der Nase rumtanze :D

So, und jetzt verdrücke ich mich mal in unsere Hütte und mache ein kleines Nickerchen, ich bin nämlich doch ein wenig erschöpft vom heutigen Training!

Alles Liebe,
Eure Fylgja