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Freitag, 31. Oktober 2014

Rezension ~ Sehnsucht nach Mill River

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel:  Sehnsucht nach Mill River
Autor: Darcie Chan
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Ersterscheinung: 27. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711894
ISBN-13: 978-3547711899
Originaltitel: The Mill River Recluse
Genre: Gegenwartsliteratur / Drama


Über die Autorin

Darcie Chan ist 39 Jahre alt, Anwältin und Umweltschutzexpertin. Mit elf begann sie zu schreiben, gewann einen Schreibwettbewerb und träumte davon, eine erfolgreiche Autorin zu werden. Die E-Book-Ausgabe von Sehnsucht nach Mill River machte sie über Nacht in den USA berühmt. Schon in den ersten Wochen verkaufte sie mehr als 650.000 Exemplare und bekam mehr als 1.000 begeisterte Amazon-Rezensionen. Darcie Chan lebt im US-Staat New York.


Inhaltsangabe/Klappentext

Seit Jahren lebt Mary zurückgezogen auf ihrem großzügigen Anwesen oberhalb von Mill River. Nur Priester Michael besucht sie und erzählt ihr vom Leben in der quirligen Stadt: Von dem verwitweten Polizisten, der mit seiner kleinen Tochter aus der Großstadt geflüchtet ist, von der habgierigen Krankenschwester, die ihre Familie mühselig über Wasser hält, und von der ungewöhnlichen Daisy, die in ihrem Wohnwagen geheimnisvolle Kräutertees braut. Niemand ahnt, welches Leid Mary erlebt hat. Als sie tödlich erkrankt, stellt sie sich endlich ihrer alten Schuld. Und sie beginnt mit der Suche nach ihrer Tochter.


Rezension/Meinung

Bei dieser Rezension will ich auch mit einem Punkt einsteigen, den ich sonst eher selten erwähne, nämlich dem Klappentext. Dieser ist mir so lange eigentlich nicht sonderlich wichtig, wie er weder die wichtigsten Informationen, die die Geschichte ausmachen, schon vorweg verrät und man eigentlich das buch nicht mehr lesen bräuchte oder im anderen Fall einen Inhalt hat, der mit dem eigentlichen Inhalt der Geschichte nur wenig gemein hat.

Im Fall dieses Romans ist es so, dass der zweite Grund zutrifft und man sich eigentlich das Lesen des Textes auf dem hinteren Cover ersparen kann, da es den Inhalt dieses Buches in keiner Weise trifft. Ein wenig verrät es sogar etwas, auf das man nie gekommen wäre, wenn es nicht dort gestanden hätte. Daher nimmt einem diese Zusammenfassung zum einen etwas Wichtiges vorweg, ändert diesen Inhalt aber so seltsam um, dass man ein gänzlich anderes Buch erwarten würde. (Bezieht sich auf die gebundene Version)

Davon aber einmal abgesehen, handelt es sich bei »Sehnsucht nach Mill River« um ein sehr angenehm geschriebenes Drama. Vor allen Dingen Mary ist einfach ein sehr interessanter Charakter. Gerade ihre persönlichen und vor allem psychischen Probleme, die extrem gut dargestellt sind, machen das Buch interessant. Dabei hat es etwas für sich, dass man immer wieder von ihrer Vergangenheit erfährt. Allgemein ist es wohl ein Stilmittel, was in diesem Genre sehr gern genutzt wird, denn auch in diesem Buch, wie vielen anderen dieser Art, hat die Geschichte eine Zweiteilung. Zum einen die Gegenwart, in der noch so einiges passiert, die hier in Mill River auch sehr interessant ist und mit einigen sehr netten, aber auch einigen mir arg unsympathischen Charakteren aufwarten kann und doch an mancher Stelle wirklich für die Spannung sorgt und der Vergangenheit von Mary. Dabei ist es gut, dass man diese Sprünge hat, denn ohne alles, was in der Gegenwart passiert, hätte das Buch durchaus ziemliche Längen bekommen können, die sich so in Maßen gehalten haben.

Und auch, wenn in diesem Buch nicht viele Rätsel vorhanden sind, macht es einfach Spaß die Geschichte zu verfolgen. Manch unerwartetes Ereignis kam auch noch auf mich zu, was durchaus natürlich die Aufmerksamkeit und Spannung steigerte, jedoch lebt das Buch eigentlich stärker von etwas anderem. Seinen Charakteren, die teilweise richtige kleine Persönlichkeiten sind, deren Macken sie entweder sehr unsympathisch oder einfach liebenswert machen, wie den Pastor Michael, über den ich so manches Mal schmunzeln konnte. Ebenso wird man auf manchen Charakter und dessen Verhalten einfach sauer, z.B. Patricks oder auch Leroys Art, haben mich oft beim Lesen schon sehr wütend gemacht.

Es passieren zwar oft eher nur alltägliche Dinge, aber trotzdem ist das Buch interessant, gerade wegen der Emotionalen Ebene, die es aufwirft und mir hat das Lesen Spaß gemacht. Wenn man einmal ein Drama, mit einigen durchaus ungewöhnlichen Charakteren lesen möchte, kann ich dieses Buch nur empfehlen, da es in diesem Punkt doch einmal etwas ganz anderes war. 


Fazit

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Rezension ~ Totenleuchten

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Totenleuchten
Autor: Klara Nordin
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch
Ersterscheinung: 14. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462046934
ISBN-13: 978-3462046939
Genre: Krimi


Über die Autorin
© Rainer Ripper

Klara Nordin ist ein Pseudonym. Die Autorin wurde 1960 in Heilbronn geboren. Nach ihrer Buchhändlerlehre studierte sie Germanistik und Pädagogik in Tübingen und arbeitete viele Jahre in verschiedenen Verlagen. 2001 wanderte sie nach Schweden aus und lebt seit einigen Jahren im schwedischen Lappland, genauer: in Jokkmokk, dem Schauplatz ihres Romans. Von dort aus ist sie als Studienleiterin für die »Schule des Schreibens« in Hamburg tätig und leitet in Deutschland regelmäßig Schreibkurse.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jokkmokk am Polarkreis, die Zweige der Kiefern biegen sich unter dem Neuschnee, auf dem zugefrorenen Talvatis-See finden Husky-Rennen statt, und die Einheimischen bereiten den alljährlichen samischen Wintermarkt vor, als ein junger Mann aus ihren Reihen ermordet wird. Grausam geschlachtet wie ein Rentier. Linda Lundin hat gerade ihren neuen Job als Hauptkommissarin in Nordschweden angetreten, einen solch schrecklichen Mord hat auch sie selten gesehen. Wer tötet einen Jungen, der im Dorf rundum beliebt war? Gemeinsam mit ihren Kollegen Bengt und Margareta nimmt sie die Ermittlungen auf und stößt im kleinen Jokkmokk auf kuriose Bewohner, samische Geschichten und alte Geheimnisse. War der tragische Unfall des besten Freundes des Mordopfers, der vor einigen Monaten im See ertrank, etwa gar kein Unfall? Und müssen sie mit weiteren Morden rechnen? Bislang erzählen nur die Nordlichter von den Toten …


Rezension/Meinung

Klara Nordin hat mit diesem Buch einen Krimi genau nach meinem Geschmack geschaffen. Er ist spannend, hat so manche interessante Wendung, geniale Charaktere und ist nicht ganz so leicht zu durchschauen, wie viele andere Krimis und das alles vor einer Kulisse, die einfach grandios ist und dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre gibt.

Allein, dass der Krimi so weit im Norden Schwedens und dann auch noch im Winter spielt, finde ich genial. Das bringt nämlich die Aspekte mit sich, dass zum einen dort schon wenig Menschen leben, sprich der Kreis, der möglichen Täter, ist gar nicht so groß, sowie auch, dass dort alles sehr weitläufig ist. Verbunden mit der Tatsache, dass in diesen Breitengraden im Winter eh vieles vollkommen anders laufen muss und auch einfach die Atmosphäre grandios ist, machen diese Aspekte den Krimi für mich schon vom Ausgangspunkt her sehr gelungen. Dazu kommt dann noch, dass alles noch mit der fremden Kultur der Samen verbunden ist, über die man doch nebenbei noch einiges erfährt und die einfach extrem interessant ist.

Jedoch ist das noch nicht alles, denn auch die Charaktere sind einfach sehr gelungen. Vor allen Dingen die beiden Protagonistinnen Linda Lundin, die Kommissarin, und Julla waren mir durchaus sympathisch. Ebenso, wie Jullas Freundin Satu, eine alte Samin, bei der sie zu Besuch in Jokkmokk ist. Und auch viele weitere Charaktere, die einfach sehr liebevoll gezeichnet waren und die man sich so real vorstellen konnte und die Geschichte enorm bereichert und mit Leben gefüllt haben, wie auch Hanna, die Tochter der Kollegin Lindas oder Satus Freundinnen Maja und Josephina.

In diesem Umfeld findet nun ein Mord statt, der allein dadurch interessant wird, dass man sich wirklich beginnt zu fragen, wie so etwas dort passieren kann und man taucht regelrecht in diese Welt dort über dem Polarkreis und die Ermittlungen ein, denn irgendwie hat man schon die Vermutung, dass alles irgendwie noch zusammenhängen wird. Dabei ist es eindeutig auch nicht so, dass die vielen kleinen Dinge, die man nebenher noch zu den Samen, den Charakteren etc. erfährt, irgendwie den Fall in den Hintergrund treten lassen, sondern man einfach auch bei den Ermittlungen über sie stolpert. Das Buch ist einfach, trotz seiner nicht sehr hohen Seitenzahl, sehr vielschichtig.

Gut gemacht war auch, dass man nicht so leicht drauf kommt, wer wirklich der Täter ist, denn erwartet hatte ich es zunächst nicht, auch wenn ich da vielleicht sagen muss, dass der Abschluss ein bisschen zu extrem war. In meinen Augen das einzige Manko an diesem Krimi. Richtig genial aber, und eigentlich das Sahnehäubchen an diesem Krimi ist der Epilog, den ich so nie erwartet hätte, der aber einfach nur genial war.

Ein Krimi, den ich jedem nur empfehlen kann!


Fazit

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension ~ Die Achse meiner Welt

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Achse meiner Welt
Autor: Dani Atkins
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515393
ISBN-13: 978-3426515396
Originaltitel: Fractured
Genre: Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Herfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. „Die Achse meiner Welt“ ist ihr Romandebüt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah? Lassen Sie sich von einer Liebesgeschichte verwirren, die mit nichts vergleichbar ist.


Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich sagen, das Buch ist gut gemacht. Vor allen nach den ersten beiden Abschnitten, die so vollkommen anders waren, war ich zunächst wirklich ein wenig irritiert, welcher nun wohl die Realität sei. Zumal sie auch noch beide sehr ähnlich endeten, man also nicht wirklich wissen konnte, auf welches Konzept es am Ende hinauslaufen könnte.

Dabei war es einfach super dargestellt, wie verwirrt sich Rachel fühlte, mir der Erinnerung an einen Unfall, den es laut allen anderen nicht gegeben hätte und einer vollkommen abweichenden Erinnerung an die letzten fünf Jahre. Einfach zu genial. Vor allen Dingen, da man immer wieder den Eindruck bekam, dass ihre Erinnerungen nicht vollkommen verkehrt sein konnten, aber gleichzeitig auch einfach nicht richtig zu passen schienen. So gelingt es der Autorin einfach sehr gut, eine zunächst einfach auch für den Leser sehr verwirrende Situation zu schaffen, bei der man immer wieder vor der Frage steht, was ist Realität, was nicht und vor allen Dingen, wie entsteht das, was keine Realität ist?

Jedoch muss ich auch gestehen, ich bin leider zu schnell auf des Rätsels Lösung gekommen, da es für mich nur eine logische Erklärung gab und kleine Hinweise in der Geschichte mich in dieser Vermutung auch sehr schnell bestätigten. Ich habe von anderen gehört, dass sie nicht so schnell darauf gekommen sind, was zeigt, dass die Autorin es auf jeden Fall nicht zu simpel verpackt hat, aber für mich, kam die Erklärung zu schnell durch, was ein wenig die Spannung nahm, da durchaus klar war, worauf es hinauslaufen würde.

Davon abgesehen hat mir das Buch jedoch Spaß gemacht beim Lesen, auch wenn Rachel kein Charakter ist, bei dem ich sagen kann, dass ich sie wirklich gern hatte, da sie mir oftmals viel zu naiv erschien, ich bei ihr durchaus manchmal gedacht habe, wie man nur so handeln kann und sie manches Mal leicht durchschütteln wollte, weil ihre Handlungen für mich vollkommen auf Unverständnis trafen. Ebenso ging mir Matt mächtig auf die Nerven und was man an diesem Kerl gut finden konnte, wie Rachel es ja scheinbar tat, konnte ich gar nicht verstehen. Allgemein war sie zwar in Ordnung, aber auch nicht gerade ein Charakter, wo ich sagen kann, dass ich mir ihr gelitten hätte. Am meisten Leid tat mir letztendlich ihr Vater, den ich ebenso wie Jimmy von allen Charakteren am liebsten mochte.

Allgemein ein ganz gut gemachtes Buch, das man mal so zwischendurch lesen kann und bei dem ich das Ende aus logischen Gesichtspunkten nur passend und stimmig finde, da es nach allem, was mir schon sehr schnell klar war, nicht anders hätte kommen dürfen. Letztendlich ist es eigentlich ein Liebesroman, der mit diesem Rätsel um Rachels Erinnerung gewürzt ist, nicht ganz so tiefgründig werden konnte, wie man es vielleicht hätte erwarten können, der aber durchaus gut unterhält.


Fazit

Dienstag, 28. Oktober 2014

Rezension ~ Dohlenwinter

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Dohlenwinter
Autor: Anders Björkelid
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Ueberreuter Verlag
Ersterscheinung: 18. Juli 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764170182
ISBN-13: 978-3764170189
Originaltitel: Ondvinter
Genre: Fantasy / Jugendbuch


Über den Autor

Anders Björkelid lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Uppsala. Er arbeitet als Lehrer und hat bereits zwei Bilderbücher veröffentlicht und in seinem Leben über 300.000 Bäume gepflanzt. »Dohlenwinter« ist sein Fantasy-Debüt.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Solange die Dohlen laut sind, ist alles gut. Erst wenn sie schweigend fliegen, wird es gefährlich, denn dann ist der Unwinter über uns gekommen.« Die Zwillinge Wulf und Sunia führen mit ihrem Vater ein abgeschiedenes Leben auf dem Land. Sie spüren, dass sie anders sind als die Menschen im Dorf – keiner von ihnen sieht ihnen mit ihrem schwarzen Haar und der hellen Haut ähnlich. Auch verbindet die Zwillinge seit ihrer Geburt viel mehr als nur das Blutsband: sie verstehen sich wortlos und nicht einmal die größte Entfernung vermag sie voneinander zu trennen. Doch als eines Abends ein Fremder ihren Vater besucht, gerät ihre heile Welt plötzlich ins Wanken und die beiden verlieren alles Vertraute um sich herum – sogar einander. Die kommende Kälte ist viel mehr als nur ein harter Winter – sie will in dein Herz.


Rezension/Meinung

Ein Buch, das von seinem Stil so besonders war, habe ich schon lange mehr gelesen und ich muss auch sagen, dass es sich genau in diesem Punkt, um eine der größten Stärken dieses Buches handelt.

Allein, wie zunächst die Beziehung der Zwillinge dadurch verdeutlicht wird, dass der gesamte Text aus einer "Wir"-Erzählperspektive geschrieben ist, hat etwas so Ungewöhnliches, das aber gleichzeitig so passend war, dass man einfach sagen muss, dass das Buch richtig genial ist. Auch, wenn ich zugeben muss, dass diese Art der Erzählform zunächst extrem gewöhnungsbedürftig ist und ich mich sehr daran gewöhnen musste. Dabei schwankt die Erzählform im Verlauf des Romans noch ein wenig, aber dies immer so, dass man einfach einen triftigen Grund dafür hat, wie sie aktuell ist, was der Autor einfach genial macht, denn das eine Geschichte so stark auch von seiner Erzählform repräsentiert wird und so viel damit auszudrücken schafft, habe ich selten erlebt. Für mich schon allein genial.

Des Weiteren schafft der Autor auch einfach eine geniale Atmosphäre, bei der man die ungewöhnliche Kälte, die zum einen extrem wichtig für die Handlung ist, einfach direkt spüren kann. In diesem Zusammenhang finde ich auch wichtig zu erwähnen, selbst das deutsche Cover drückt diese Kälte sehr gekonnte aus, was ich im Zusammenspiel richtig gelungen finde. Man hat teilweise schon beim Lesen den Eindruck, dass die Kälte einfach zu spüren ist, weil der Autor sie so genial beschreibt.

Die Welt, in welcher dieser Roman spielt, hätte für meinen Geschmack etwas detaillierter sein können, da ich oftmals bei den örtlichen Veränderungen nicht wirklich verstanden habe, wie die einzelnen Orte wirklich zueinander liegen da dies etwas wirr war. Obwohl es sehr interessante Orte gab und ich die Geschichte dieser Welt durchaus gelungen fand, wenn ich auch bei manchen Begriffen durchaus anderes erwartet hätte, als Erklärung, wie sie einem später geliefert wurde. Das sorgte durchaus für manche Überraschung, die das Buch auch durchaus spannender gemacht hat. Allgemein fand ich das Buch für einen Jugendroman durchaus sehr spannend, vor allem, da einem noch so manche interessante Wendung in der Geschichte begegnete.

Neben den Zwillingen schienen mir die anderen Charaktere leider noch etwas flach und bei vielen hätte ich durchaus gerne etwas noch etwas mehr gewusst. Man merkt dem Buch aber an, dass auf diesen Band noch weitere folgen sollen und ich vermute auch, dass dann mancher Charakter noch ein wenig weiter ausgearbeitet wird, über den ich schon jetzt gern etwas mehr gewusst hätte.

Allgemein ist es einfach ein von seinem Stil vollkommen anderes Jugendbuch, als ich in letzter Zeit viele gelesen habe, das aber gerade durch diesen viele Punkte bei mir machen konnte und auch, wenn ich bei der eigentlichen Geschichte, nicht zur Gänze sagen kann, dass ich sie richtig gelungen fand als Einstieg, weil es mir manches Mal ein bisschen unübersichtlich wurde, richtig gut finde. Vor allem, weil die Atmosphäre einfach genial war und die Idee der Erzählweise klasse ist und ich wette, wenn noch ein paar mehr Details hinzu kommen, kann die Geschichte in ihren weiteren Bänden auch im Bereich der Handlung noch richtig gut werden.

Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung!


Fazit