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Sonntag, 30. November 2014

Rezension ~ Wie Sonne und Mond

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Wie Sonne und Mond
Autor: Nicole Walter
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426511444
ISBN-13: 978-3426511442
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur



Über die Autorin

Nicole Walter studierte Sprachen in München. Anschließend arbeitete sie einige Jahre als Werbetexterin und Journalistin. Seit 1994 verfasst sie sehr erfolgreiche Drehbücher für Fernsehserien und Fernsehfilme. Sie zählt zu den erfogreichsten und gefragtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands.


Inhaltsangabe/Klappentext

Birgit lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Mann Tom und den beiden Kindern in einem Haus am Starnberger See. Dort taucht plötzlich ihre Schwester Kira wieder auf – Kira, die Rebellin, die Weltenbummlerin, die auf Ibiza lebt und die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Auf einmal beginnt Birgit ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen: Hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen, als sie eine bürgerliche Existenz mit Familie und Wohlstand wählte? Gibt es da nicht auch noch etwas anderes? Kira dagegen kann nicht vergessen, was in jener Nacht vor zwanzig Jahren geschah, als sie den Geliebten verlor und ihr Leben zerstört wurde – von ihrer Schwester …


Rezension/Meinung

Worauf ich mich bei dieser Geschichte wohl genau einlasse, war mir nach Klappentext und Titel noch nicht richtig klar, aber neugierig war ich geworden. Und eine Sache steht für mich fest, was man über das Buch ganz sicher sagen kann, es ist emotional, lebt von seinen Charakteren und hat eindeutig viele amüsante, aber auch durchaus ernste Seiten.

Ich fand es ehrlich sehr gelungen, wie realitätsnah das Buch an vielen Stellen ist, auch wenn es oftmals natürlich auch merkbar so ist, dass man als Leser weiß, dass so etwas passiert, ist nicht unbedingt wahrscheinlich. Allgemein aber, vor allen Dingen zum Beispiel die Demenz der Mutter betreffend, ist das Buch einfach sehr realitätsnah, denn die Unterschiede zwischen klaren Momenten, Momenten wo die Mutter nur so tut, als hätte sie gerade einen unklaren Moment und denen, wo die Demenz wirklich zuschlägt, sind sehr natürlich und glaubwürdig zu erkennen, vor allen Dingen, wenn man weiß, wie es im Umgang mit Menschen mit dieser Krankheit sein kann. Ebenso andere Verläufe innerhalb der Geschichte, hätte ich mir in der Realität genau so vorgestellt und war sehr positiv überrascht, dass die Handlung im Buch nicht eine andere Richtung genommen hat.

Vor allen Dingen sind aber auch die Charaktere gelungen, denn sowohl die beiden Schwestern sind einfach sehr interessant, vor allen Dingen, in ihren Entwicklungen, die sie durchmachen, da sich die eine, Birgit, doch sehr dem Wunsch der Welt anpasst, wie man zu sein hat, damit alles funktioniert und geregelt ist und Kira, die so vor Lebensfreude zu sprudeln scheint, hinter der sich aber doch deutlich Tieferes und teils Dunkleres verbirgt, als vor allen Dingen die Mutter der beiden und Birgits Tochter. Vor allem mit der Mutter hatte ich meinen Spaß, denn viele der Szenen mit ihr waren einfach sehr lustig, auch wenn man natürlich immer im Hinterkopf hat, dass die Demenz an sich so gar kein Spaß ist.

Auf jeden Fall ist es ein tolles Buch, mit einer sehr schönen Aussage, die es vermitteln will, dass sehr viele Emotionen weckt und beim Lesen Spaß macht, da man nicht zu viel nachdenken muss, aber einem doch auch viele Anregungen dazu gegeben werden, wenn man die Geschichte noch etwas mehr reflektieren will.


Fazit

Samstag, 29. November 2014

Rezension ~ Biest

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Biest
Autor: Jenk Saborowski
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 27. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492300936
ISBN-13: 978-3492300933
Genre: Thriller
Reihe: Solveigh Lang
Band: II


Über den Autor

Jenk Saborowski, geboren 1977 im Taunus, studierte Publizistik und Germanistik und zog nach New York. Er organisierte die erste interaktive Hundeschau der Welt, betextete unzählige Reklametafeln und arbeitete bei mehreren Medienunternehmen, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Heute lebt der Autor mit seiner Frau und seiner Tochter in München und Frankfurt. Schon in seiner Jugend begeistert er sich für neue Technologien und ist seit den frühen neunziger Jahren im Internet und dessen Vorläufern aktiv. Sein erster Thriller »Operation Blackmail« spielt im Informationszeitalter und an Schauplätzen, die er auf seinen vielen Recherche-Reisen persönlich besucht hat.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der gefährlichste Computervirus der Welt gelangt in die Hände eines russischen Topterroristen, genannt »Das Biest«. Ein Anschlag, der bis gestern noch undenkbar schien, steht unmittelbar bevor - mitten im Herzen Europas. Agent Solveigh Lang von der europäischen Geheimpolizei ECSB verfolgt seine Spur - bis ihre Einheit selbst zur Zielscheibe wird ...




Rezenison/Meinung


Mit dem Anfang dieses Romans habe ich mich mal wieder ein wenig schwer getan. Von meinem Eindruck her, hat es nämlich doch durchaus ziemlich lange gedauert, bis ich wirklich in das Buch reingekommen und in der Geschichte angekommen war. Der Beginn war für mich nämlich eher noch ein wenig schleierhaft. Jedoch war dann, als ich endlich angekommen war, auch ein deutlich Anstieg in der Spannungskurve merkbar, durch den es dann doch voran ging.

Allgemein lässt sich der Roman wohl vor allen Dingen dadurch umschreiben, dass er eine Mischung aus Action- und Politthriller ist, der durchaus ein bisschen stärker mit typischen Klischees spielt und bei dem ich nicht gerade sagen kann, dass er auch nur im Entferntesten realitätsnah wirkt, sondern von dieser eher ähnlich weit weg, wie die meisten alten James Bond Filme. An vielen Stellen wirkt die Handlung bzw., was manche der Charaktere zu leisten im Stande sind, einfach extrem übertrieben, ebenso, wie die Existenz der Agententruppe der EU für die die Protagonistin Solveigh arbeitet. Vor allen Dingen wohl auch einfach wegen der vielen Klischees in dem Punkt, wer die Bösen sein müssen, hat es mich so an Bond erinnert.

Solveigh an sich ist für mich eine Protagonistin, die ich nicht sonderlich mochte, weil sie einfach so schwer zu fassen war. So wirklich verstanden habe ich sie an vielen Stellen nicht. Vor allem auch, was ihren Freund, einen Journalisten, anbelangt, der einfach durchweg so unsympathisch rüberkam, dass ich nicht wirklich verstehen konnte, was sie von dem will, zumal ihre Beziehung, so wie dargestellt, eh vollkommen komisch war. Jedoch fand ich den ihr an die Seite gestellten Partner, Eddie, sehr sympathisch und auch mal eine interessante Idee.

Die Handlung selbst versucht eigentlich ein noch recht aktuelles Thema zu verarbeiten, wirkt aber einfach durch viele der Klischees und andere Kleinigkeiten nicht ganz glaubhaft und an manchen Stellen kamen mir schon durchaus Fragen auf, weil sich die Dinge anfingen ein wenig zu widersprechen.

Trotzdem bietet das Buch gute Unterhaltung, auch wenn sie eher ein wenig abgehoben ist und mir einige Charaktere nicht gerade gefallen haben bzw. allein die vielen Klischees deutlich zu viel des guten waren, aber wer viel Action in einem Thriller mag und auch nicht so viel Wert darauf legt, dass wirklich alles logisch passt, der wird seinen Spaß mit diesem Buch haben.


Fazit

Freitag, 28. November 2014

Rezension ~ Zero

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Zero - Sie wissen, was du tust
Autor: Marc Elsberg
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
Ersterscheinung: 26. Mai 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764504927
ISBN-13: 978-3764504922
Genre: Thriller



Über den Autor

Marc Elsberg, geboren in Wien, lebte auch in Hamburg und schreibt Romane. Sein Debüt, der Thriller "Blackout - Morgen ist es zu spät" avancierte zum Bestseller und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im Mai 2014 erschien sein neuer Thriller "ZERO - Sie wissen, was du tust".



Inhaltsangabe/Klappentext

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Und in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen …

Hochaktuell und sehr bedrohlich: Der gläserne Mensch unter Kontrolle

Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind - und WAS wir als Nächstes tun werden!


Rezenison/Meinung

Marc Elsberg bietet und mit diesem Roman eine sehr interessante Zukunftsversion, vor allen Dingen, was die Vernetzung durch Technik und wie sich diese auch auf das alltägliche Leben auswirken wird, die er zum einen sehr gut darstellt, die zum anderen aber erschreckend nah doch auch an der Gegenwart ist. Denn solche Datenbrillen, wie sie im Roman genutzt werden, gibt es in einer gewissen Form heute schon von google und auch Plattformen, die einen dazu bringen wollen, dass man selbst seine Daten sammelt, damit es nicht andere heimlich und im Hintergrund machen, gibt es sogar tatsächlich auch schon.

Allgemein ist das Buch auf jeden Fall sehr spannend geschrieben und fesselt auch sehr. Und auch, wenn viel über Technik gesprochen und diese teilweise auch detaillierter erklärt wird, ist es an keiner Stelle so, dass ich den Eindruck hatte, dass man mit wenig technischem Allgemeinwissen, sofort mit diesen Ausführungen überfordert ist und aus der Geschichte geradezu herausgeschmissen wird an diesen Stellen, sondern so, dass es für jeden durchaus verständlich ist und einem die Brisanz deutlich klar wird.

Dabei ist es auch einfach teils genial, wie der Autor es schafft schon jetzt alltägliche Probleme im Bezug auf die Technik mit in die Handlung einfließen zu lassen, ohne sie zu stören. Unter anderem zum Beispiel fand ich es sehr gut, dass die Protagonistin Cynthia deutlich weniger mit der neusten Technologie auskennt als ihre Tochter, also eigentlich gar nicht als das Vorbild für sie dort fungieren, Gefahren nicht wirklich einschätzen kann, weil die Jugend einfach besser damit umgehen kann. Ein Zwiespalt denke ich vieler Eltern, die zwischen dem Zwang stehen eventuell etwas lernen zu müssen, was sie nicht machen wollen, um es für ihre Kinder eigentlich einschätzen zu können, der schon jetzt im Bezug auf das Internet nicht gerade unwichtig und unaktuell ist.

Zudem sind auch einfach die Charaktere sehr gelungen und wirken einfach in ihrer Rolle im Roman, vor allen Dingen auch die Leute von Zero, auch wenn mich das Ende ihrer Videos immer ein wenig genervt hat, sowie der beste Freund von Cynthias Tochter, Eddie, der einfach klasse beschrieben war. Und selbst die eigentlich Bösen kann man irgendwie in ihrem Handeln verstehen und sind sehr genial auf ihre Art. Einzig Chander war ein Charakter, den ich seltsam fand, wohl auch, weil mir die Art seiner Rolle schon irgendwie zu schnell klar war, weil es wenn auch zu verstecken versucht, einfach schon zu offensichtlich war.

Ein Roman mit viel Spannung und Action, der unserer Realität etwas zu nah schon ist, dafür, dass er eigentlich Zukunftsmusik sein sollte.


Fazit

Donnerstag, 27. November 2014

Rezension ~ Todesnähe

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Todesnähe
Autor: P.J. Tracy
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499259192
ISBN-13: 978-3499259197
Genre: Thriller
Reihe: Monkeewrench
Band: VI


Über die Autorin

P.J. Tracy ist das Pseudonym eines Autorenteams aus Mutter Patricia Jean Lambrecht (geboren 1946) und ihrer Tochter Traci TeAmo Lambrecht (geboren 1967). Die ehemaligen Drehbuchautorinnen erzielten mit ihrem Krimidebüt "Spiel unter Freunden" einen internationalen Überraschungserfolg, der von Lesern und Kritikern mit Lob überhäuft wurde. Seitdem schreiben sie erfolgreich an ihrer Serie um das Monkeewrench-Team.


Inhaltsangabe/Klappentext

In der Nacht: Der Ex-FBI-Agent Smith verschwindet auf einem Hochseetörn. Am nächsten Morgen: In Minneapolis wird ein junges Mädchen aufgefunden, mit durchtrennter Kehle. Wenig später: Zwei weitere tote - ein Bandenkrieg? Am nächsten Tag: Drei Tote. Das Haus, vor dem sie liegen, entpuppt sich als Waffen-Arsenal. Einzelfälle? Die Detectives Rolseth und Magozzi glauben nicht daran. Smith hatte mit der Terrorabwehr zu tun. Ein Anschlag steht offenbar kurz bevor. Doch was ist das Ziel? Während die Detectives noch den Gegner suchen, hat der sie schon fest im Visier ...


Rezension/Meinung

Was ich auf jeden Fall beachtlich fand, trotzdem es sich hier um den sechsten Band einer Reihe handelt, kam ich überraschend schnell in die Handlung rein und hatte auch nicht so große Probleme mich in dem Roman allgemein einzufinden. Ein eindeutiges Lob für die Autorin, da man das nicht immer so hat und gerade bei solchen Thriller-Reihen kann es ja doch durchaus schnell mal zu Quereinsteigern kommen.

In manchen Punkten gab es für mich zwar trotzdem noch kleinere Fragen, die ich sicherlich nicht gehabt hätte, wären mir die Vorgängerbände schon bekannt gewesen, jedoch waren das eher kleine Punkte, wie die genauen Beziehungen zwischen Grace und den Männern. Zum einen ihre Verbindung zu einem der Ermittler, Magozzi, als auch zu John Smith, waren mir nicht wirklich zur Gänze klar, was etwas lästig, aber nicht das Verständnis mildernd war. Außerdem wäre es sicherlich interessant gewesen zu wissen, wieso Grace ist, wie sie ist, denn ein wenig komisch als Charakter kam sie mir schon vor, vor allen Dingen was ihre Schuhwahl, Reitstiefel, anbelangt, diese war mir gar nicht klar, auch nach Erklärung nicht.

Trotzdem ist es ein sehr interessantes Buch, da einfach die Kombi aus dem verschwunden John Smith, den Morden bei denen Magozzi und sein Kollege ermitteln, den Dingen, die man nebenbei noch erfährt etc. einfach spannend ist und einen ziemlich schnell fesselt. Mir kam es zwar, vielleicht auch wieder, weil ich die Reihe nicht kenne, ein wenig seltsam vor, dass gerade diese eher sehr nerdige Truppe von Programmierern irgendwie in diese Dinge mit hineingezogen wird, aber auch, wenn mir dieser Punkt nicht ganz klar werden konnte, hatte das Buch einen sehr großen Unterhaltungswert.

Vor allen Dingen wohl auch, weil es eigentlich keinen Charakter in dem gesamten Buch gibt, der mir auch nur im Ansatz nicht ein wenig schräg vorkam. Durch die Bank weg haben eigentlich alle von denen etwas man nur denkt: “Wie jetzt?”. Es war daher in meinen Augen zwar ein Roman, der nicht wirklich viel Realitätsnähe hatte, aber trotzdem muss ich sagen, dass er unterhalten hat, auch wenn ich das Ende echt extrem überzogen war und meine Gedanken dazu hauptsächlich in Richtung Hollywood tendieren.

Für alle Fans von actionreichen Thrillern, die nicht unbedingt die größte Realitätsnähe aufweisen, ist dieser Roman auf jeden Fall super. 


Fazit

Mittwoch, 26. November 2014

Rezension ~ Burnout

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Burnout - Für immer auskuriert
Autor: Alice Spogis
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Sutton
Ersterscheinung: 1. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954002183
ISBN-13: 978-3954002184
Genre: Krimi / Thriller



Über die Autorin

Alice Spogis, Jahrgang 1969, hat die Juristerei fürs Schreiben an den Nagel gehängt und war jahrzehntelang in leitender Stellung als Journalistin und PR-Beraterin tätig. Seit einigen Jahren arbeitet sie ausschließlich als Autorin mit Schwerpunkt im kriminalistischen Genre. Nach zahlreichen Wettbewerbsbeiträgen und Kurzgeschichten präsentiert die „Mörderische Schwester“ nun ihren ersten Spannungsroman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ella Brandt ist am Ende. Fertig. Den Job los. Den Mann los. Auf Juist sucht die Münsteraner Journalistin Rettung in der Dunenburg-Klinik. Rettung vor sich selbst, vor einem Leben, das sich nur noch falsch anfühlt. So schlimm wie befürchtet sind die Klinik und die anderen Patienten gar nicht. Vor allem versteht Dr. Rottmann sein Handwerk. Die Spezialtherapie des Chefarztes soll wahre Wunder wirken. Dazu das Meer, die Dünen. Und dieser Lysander hat es ihr angetan, muss sich Ella widerwillig eingestehen. Schade, dass der sich mehr für ihre depressive Tischnachbarin Mascha interessiert. Eines Morgens ist Mascha tot. Selbstmord, heißt es. Doch erst als auch noch die beste Schwimmerin unter den Patienten „ertrinkt“, wacht Ella auf: Hier stimmt etwas nicht! Wenn sie überleben will, muss sie kämpfen. Nicht nur gegen ihre eigenen Dämonen …


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch hat mich vor allen Dingen einfach der Untertitel zum Titel gereizt, da es nach einer interessanten Mischung aus Thriller und eher amüsantem Buch wirkte, die ich mir so noch gar nicht wirklich vorstellen konnte.

Vollkommen Unrecht hatte ich damit eindeutig nicht, denn an einigen Stellen kam mir das Buch doch wirklich eher ein wenig amüsanter vor, als auch nur noch im Ansatz wirklich spannend, was teils auch an etwas überzogenen Darstellungen lag, die doch durchaus oft in diesem Roman vorkam. Vor allen Dingen die Patientin Danny kam mir etwas zu überzogen dargestellt, so dass manches einfach ein wenig unglaubwürdig wird, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es eine solche Situation wirklich in einer Klink gäbe, wie sie in diesem Rahmen dargestellt wird. Davon abgesehen aber, ist das Buch durchaus spannend, vor allem auch, da man nicht so leicht darauf kommt, wie die ganzen Sachen wirklich zusammenhängen und wer genau dahinter steckt, da auch, wenn es mal sehr leicht und klar erscheint, immer noch eine kleine Überraschung auf einen warten kann.

Ansonsten war ich nur bei den Charakteren ein wenig zwiegespalten. Zum einen waren einige sehr interessante Charaktere, wie Leander oder auch in gewissem Maß Danny, dabei, jedoch war es auch so, dass ich mit der Protagonistin Ella nur wenig anfangen konnte. Leander war zwar durchaus eher etwas undurchschaubarer, wirkte aber sehr sympathisch. Bei Ella hingegen war es so, dass sie mir oft unsympathisch wurde. Vor allen Dingen durch ihr Verhalten, zumal es auch noch so war, dass ihr psychisches Problem, der Burnout, irgendwie nicht richtig greifbar war. Ich hätte ihr wenn andere Probleme angedichtet, aber Burnout wollte für mich nicht passen, denn dafür war sie mir zu komisch von der Art her. Vor allen Dingen, da sie oftmals sehr übertrieben reagierte, was ich eher seltsam fand.

Von daher, eher ein Buch, bei dem sich ein Blick auf die Nebencharaktere lohnt, die durchweg bei mir besser wegkamen vom Eindruck, sprich, ihrer Glaubwürdigkeit der Außenwirkung, als Ella selbst.

Trotzdem war es ein interessanter Plot, bei dem zwar einiges auch nicht so richtig stimmig wirkte, denn die Klink machte auf mich irgendwie durchaus einen etwas zu wenig geregelten Eindruck, aber ansonsten ein durchaus spannendes Buch, das mal ein wenig anders war und nicht dem üblichen Thriller entspricht.


Fazit

Dienstag, 25. November 2014

Rezension ~ Eine wundersame Weihnachtsreise

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Eine wundersame Weihnachtsreise
Autor: Corina Bomann
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Ersterscheinung: 11. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711916
ISBN-13: 978-3547711912
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur



Über die Autorin

Corina Bomann wurde 1974 geboren. Schon seit ihrem 8. Lebensjahr verfasst sie Geschichten; ihr erster Roman entstand im Alter von 16. Nachdem 1999 ihre erste Kurzgeschichte beim Bastei-Verlag veröffentlicht wurde, erschienen 2001 ihre ersten phantastischen Romane "Schattengeist" und "Der Traum des Satyrs". 2008 wechselte sie ins historische Genre, es erschien ihr erster großer Roman "Die Spionin". Mit ihrem Roman "Die Schmetterlingsinsel" landete sie direkt einen Bestseller.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr setzt sie sich ihrem Bruder zuliebe in den Zug, um mit der Familie zu feiern. Was folgt, ist ein Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife »Last Christmas«. Doch anstatt ihre Entscheidung zu bereuen und sich auf die sonnigen Bahamas zu träumen, nutzt Anna die Gelegenheit, über ihre Familie und sich selbst nachzudenken. Corina Bomann erzählt eine zauberhafte Geschichte, die die Magie des Weihnachtsabends auf wunderbare Weise einfängt.


Rezension/Meinung

Unabhängig vom Rest der Rezension, will ich vorweg schon einmal erwähnen, dass ich dieses Buch im Sommer gelesen habe, da es sich anders einfach durch die Umstände nicht passte und ich ehrlich überrascht war, dass es trotzdem irgendwie passte, auch wenn meine Umstände eher 30° entsprachen und nicht sehr weihnachtlich waren.

Wovon dieses Buch ganz eindeutig lebt, sind die Charaktere, sowohl die Protagonistin Anna hat eine enorm wichtige Rolle, als auch aber die vielen Menschen, die sie auf ihrem Weg zum Weihnachtsfest zu Hause trifft, bzw. auch die alte Dame, um die sie sich immer kümmert. Anna war für mich auf jeden Fall eine sehr interessant komponierte Persönlichkeit, da sie zum einen sehr stark von ihrem Charakter wirkte, so fest in ihrer Haltung war und doch einiges aushält. Gleichzeitig war sie aber auch manchmal wieder so naiv, dass es fast schon niedlich war, unter anderem zum Beispiel, dass sie einfach im Zug schläft, was ich mich wohl nie trauen würde, wenn ich nicht wüsste, dass es etwas mich weckt.

Und es macht einfach Spaß, zu lesen, wie Anna den unterschiedlichsten Menschen begegnet, auf ihrem Weg nach Hause und wer ihr so alles hilft, da ja wirklich das schlimmste zusammen kommt. Unter den Begegnungen waren dabei manche interessanter, aber durch eigentlich alle, transportierte die Autorin irgendwie Gefühle, die man eigentlich mit Weihnachten verbindet, wenn man nicht gerade an den Einkaufsstress denkt, den viele sich machen. Vor allem drei ältere Damen, denen Anna auf ihrer Reise noch begegnet, fand ich einfach nur toll. Allgemein hatten die älteren Damen etwas, denn Frau Hallmann, die Dame, für die Anna kleinere Dinge erledigt, hätte ich nur zu gern als Oma, so sympathisch kam sie mir vor.

Ein definitiv sehr gelungenes kleines Schmankerl, ist das häufige Auftreten des Songs “Last Christmas” und Annas Abneigung dagegen und wie das Lied an sich im Roman aufgegriffen wird, da es irgendwie der Meinung vieler entspricht, auch wenn diese das oftmals nicht zugeben würden.

Ein wirklich richtig toller Weihnachtsroman, der mit wenig Kitsch das Gefühl dieser Zeit einfach rüberbringt und dabei sogar noch so gut geschrieben ist, dass man ihn sogar mitten im Hochsommer noch lesen kann, ohne sich doof vorzukommen, auch wenn ich ihn eindeutig zur Adventszeit empfehlen würde.


Fazit

Montag, 24. November 2014

Rezension ~ Leide!

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Leide!
Autor: Siegfried Langer
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Lago
Ersterscheinung: 9. Mai 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3957610087
ISBN-13: 978-3957610089
Genre: Thriller



Über den Autor

Siegfried Langer, Jahrgang 1966, verfasste schon in jungen Jahren seine ersten Texte, doch bis zur ersten Buchveröffentlichung sollte zunächst noch etwas Zeit vergehen. In der Zwischenzeit war er als Bankangestellter tätig und widmete sich nebenbei der Schauspielerei. Nach einigen Auftritten in Theater, Musical und sogar beim Fernsehen entschied er sich, sich wieder mehr dem Schreiben zuzuwenden. Und so wurde im Jahr 2008 sein erster Roman "Alles bleibt anders" veröffentlicht, gefolgt von einem weiteren großen Erfolg "Vater, Mutter, Tod". Heute lebt Langer - nach einem mehrjährigen Berlinaufenthalt - wieder in seiner Heimat Memmingen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe. Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus. Doch im Zuge ihrer R echerchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen – und darüber hinaus!
Leide! ist der erste Roman um die Privatdetektivin Sabrina Lampe und den Kriminalhauptkommissar Niklas Steg.


Rezension/Meinung

Früher hätte ich zwar nicht unbedingt damit gerechnet, aber Thriller und Krimis haben sich mit der Zeit immer mehr zu meinem bevorzugen Genre entwickelt. Daher bin ich immer wieder froh, wenn ich einen Roman aus einem dieser Genre finden kann, der nicht einfach nur gut ist, sondern, der mich auch wirklich noch begeistern kann.

»Leide« zählt zu diesen Büchern, da es allein von der schreiberischen Seite richtig gelungen ist. Zunächst hat mich das Buch damit zwar noch verwirrt, aber je weiter ich vorangekommen bin, desto genialer fand ich es einfach. Der Aufbau ist nämlich nicht wirklich chronologisch, je nachdem, welchen Charakter man gerade verfolgt, springt man ein wenig von der Zeit hin und her, was dazu führt, dass man manches Mal schon Dinge im Voraus weiß, an anderer Stelle einem aber durchaus immer nochmal wieder Informationen fehlen und ab und an kommt man selbst sogar ein wenig durcheinander, was denn jetzt schon passiert ist und was nicht. Aber genau das macht bei diesem Buch einen mächtigen Reiz aus und vor allen auch einfach dieses Buch in seiner Handlung sehr schnell und spannend.

Dazu kommt dann noch, dass die Charaktere auch sehr interessant ist. Vor allen Dingen die beiden Protagonisten Niklas Steg und Sabrina Lampe mochte ich sehr gern. Zumal man zu der familiären Situation der beiden genau im richtigen Maß etwas erfahren hat, denn es war ausreichend Privatleben, dass die beiden gut an Substanz gewonnen haben und einem näher kamen und gleichzeitig nicht so viel, dass es die eigentliche Handlung überschattet hätte.

Einer der genialsten Charaktere war für mich aber die Nachbarin von Sabrina Lampe, Angelika Schimmelpfeng, die nicht nur einen sehr amüsanten Namen hat, sondern auch einfach ein Charakter ist, den man gut mit einem Augenzwinkern nehmen muss, viel Klischee in sich vereint, aber dabei genau dem entspricht, wie viele sich die einsame ältere Nachbarin vorstellen, der ein wenig zu langweilig ist und die mit Adlerblick alle Nachbarn verfolgt.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich am Ende des Krimis in gewisser Weise noch über die Auflösung dahingehend überrascht war, dass ich lange Zeit nicht geahnt habe, auf welches Motiv es bloß hinauslaufen könnte. Auch wenn sich nach und nach alles sehr logisch und schlüssig aufgeklärt hat.

In meinen Augen ein sehr gelungener Thriller, der beim Lesen einfach Spaß macht, der außerordentlich fesselnd ist und mit tollen Charakteren aufwarten kann. Für mich ein Buch, dass ich jedem Thrillerfan nur empfehlen kann! 


Fazit

Sonntag, 23. November 2014

Rezension ~ Die tote Schwester

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die tote Schwester
Autor: Stephan Brüggenthies
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
Verlag: Eichborn Verlag
Ersterscheinung: 25. Januar 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3821861312
ISBN-13: 978-3821861319
Genre: Krimi
Reihe: Kommissar Zibigniew
Band: II


Über den Autor

Stephan Brüggenthies wurde 1968 in Münster geboren. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Betriebswirtschaft und arbeitete parallel als Musik - und Filmjournalist. Es folgte ein weiteres Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg an welcher er zahlreiche Kinofilme schrieb und inszenierte. Brüggenthies gewann den SAT1-Nachwuchspreis und schreib zwei Drehbücher für die Erfolgsserie Tatort. Mittlerweile lebt Brüggenthies in Köln.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im seinem zweiten Fall muss der Kölner Kommissar Zbigniew Meier um das Leben seiner Freundin Lena bangen und gerät in den Sog eines lange zurückliegenden Verbrechens.

Endlich! Lena, Zbigniew Meiers Freundin, ist volljährig geworden. Um das zu feiern, verbringen die beiden zwei Wochen in New York. Kaum zurück in Deutschland, wird Lena vor Zbigniews Augen entführt. Die Sonderkommission unter der Leitung seines ins Präsidium aufgestiegenen Freundes Zeynel geht von einem Racheakt aus und ermittelt in Richtung Organisierte Kriminalität. Doch Zbigniew hat eine dunkle Ahnung: In New York bat ihn ein alter deutscher Emigrant, nach seiner am Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland verschwundenen Schwester zu suchen, und für Zbigniew mehren sich die Anzeichen, dass es zwischen dieser Bitte und Lenas Entführung einen direkten Zusammenhang gibt. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ...


Rezension/Meinung

Das wohl Schlimmste an diesem Buch war für mich eindeutig der Einstieg, denn dieser fiel mir überraschend schwer. Zunächst hatte ich ehrlich ziemliche Probleme mit Zbigniew warm zu werden. Dadurch hat es für mich vom Gefühl her sehr lange gedauert die ersten ca. 50 Seiten dieses Krimis zu lesen. Als ich diese jedoch hinter mir hatte, wurde das Buch einfach immer besser und ich kann es eigentlich ehrlich nur loben, denn es hat mich durchaus begeistert.

Es ist einfach interessant gemacht, wie Zbigniew sich auf eigene Faust ans ermitteln macht und zwar in eine vollkommen andere Richtung, als seine Kollegen, da er ja offiziell nicht an einem Fall beteiligt sein darf, bei dem er persönlich betroffen ist. Dabei ist es auch einfach sehr interessant, wie Zbigniew durchaus zwar immer mal wieder durch die Ermittlungsergebnisse an seinem Weg zweifelt und am überlegen ist, ob es wirklich Sinn macht, was er da tut und man selbst als Leser auch teils anfängt, sich zu fragen, welche Richtung wirklich die richtige sein wird, vor allem, da Zbigniew die deutlich spannendere für den Leser ist.

Dabei ist Zbigniew schon ein sehr eigener Charakter, den ich zwar irgendwie durchaus irgendwann mochte, der aber auch sehr speziell zu sein schien. Allgemein konnte ich seine Beziehung zu Lena, bzw., wie es bei den beiden zu einer solchen gekommen war, noch nicht ganz nachvollziehen, das lag aber vielleicht auch daran, dass man ihn und Lena sehr wenig zusammen erlebt hat und das auch nur in dem Teil, wo ich mich überhaupt erst einmal mit Zbigniew anfreunden musste.

Alles was mit den Ermittlungen hinsichtlich der im zweiten Weltkrieg verschollenen Schwester zu tun hat, war für mich aber extrem spannend, sowohl in den Punkten, die man noch zur NS-Zeit erfährt, als auch einfach, wie am Ende alles zusammenspielt, wer in was verwickelt ist und wie man diverse Charaktere auch teilweise doch zunächst anders einschätzt, als ihre Rolle am Ende dann war.

Ich fand die Kombination, aus der sich der Fall hier zusammensetzt, richtig gelungen, denn sowohl die Charaktere waren nach einer Eingewöhnungszeit lebendig und interessant, als auch einfach die gesamte Geschichte sehr spannend. Was dieses Buch einfach zu einem sehr gelungenen Krimi ist, bei dem man miträtseln kann, bei dem man oftmals nicht ganz sicher ist, ob alles wirklich so ist, wie es scheint und der nebenbei sogar noch durchaus lehrreich ist.

Von mir nur zu empfehlen, auch wenn der Einstieg für mich schwer war.


Fazit

Samstag, 22. November 2014

Rezension ~ Treibland

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Treibland
Autor: Till Raether
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349926708X
ISBN-13: 978-3499267086
Genre: Krimi



Über den Autor

© Manuel Krug
Till Raether, geboren im Februar 1969, begann nach seiner Schullaufbahn eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule und absolvierte hinterher mehrere Praktika bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Als Schriftsteller bekannt ist Raether unter anderem für sein Buch "Das Leben ist nur eine Phase", das 2007 bei PIPER veröffentlicht wurde. Neben der Schriftstellerei ist Raether als Journalist für "Brigitte" und das "Süddeutsche Zeitung Magazin" tätig.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im Hamburger Hafen läuft das Kreuzfahrtschiff «Große Freiheit» ein. An Bord: ein toter Passagier – verstorben an einem geheimnisvollen Virus. Bald herrscht Ausnahmezustand in der Stadt. Kriminalkommissar Adam Danowski, der eigentlich am liebsten am Schreibtisch ermittelt, wird an Bord beordert. Er kommt einem Komplott auf die Spur, das noch viele Tote mehr zu fordern droht. Doch das unter Quarantäne gestellte «Pestschiff» darf keiner verlassen und Danowskis Gegner sorgen mit aller Macht dafür, dass dies so bleibt ...


Rezenison/Meinung

Zunächst macht in meinen Augen dieser Titel extrem neugierig auf das Buch, bei dem man sofort denkt, Treibsand, den kenne ich, was jedoch soll Treibland sein, jedoch klärt sich diese Frage schon sehr bald auf und auch, wenn das Treibland nur geringfügig etwas mit dem Roman zu tun hat, reizte der Titel zumindest mich, dass ich neugierig wurde.

Erwähnenswert ist in meinen Augen allein schon der Kommissar, den man in diesem Roman folgt. Er ist nämlich ein sehr unwilliger Typ, schon zu Beginn hat man den Eindruck, dass er seinen Job am liebsten hinschmeißen will und auch sollte, da er mächtig unfähig wirkt, auch wenn er eigentlich deutlich mehr können dürfte. Und dieses Verhalten der Unlust, dass er eigentlich gar nicht ermitteln will, sich eher schon ärgert, dass er mit dem Fall überhaupt in Berührung gekommen ist, zieht sich fast durch das gesamte Buch.

Ansonsten muss ich sagen, ist der Fall durchaus interessant und auch, obwohl an sich nicht wirklich brutal, nicht etwas für Leute mit empfindlichen Nerven und einem empfindlichen Magen, da sich es doch die ein oder andere arg ekelhafte Szene in diesem Buch gibt, die sehr detailliert beschrieben sind. Aber vor allen Dingen die Krankheit und was damit zusammenhängt, wer sie noch bekommen könnte, etc. machen das Buch extrem spannend, auch wenn ich mich immer wieder über Danowski geärgert habe, da er ein sehr seltsamer Kommissar ist.

Genau wegen diesem Kommissar, denn anders würde es einfach nicht stimmig sein, wenn man einen solchen Charakter in ein Buch einbindet in dieser Position, dümpelt das Buch zunächst lange eher etwas rum. Man hat zwar durchaus Dinge, an denen  man rätseln kann, jedoch ist auch deutlich, wie sehr alles gehemmt wird, werden die Ermittlungen eindeutig eher halbherzig geführt. Dazu kommt dann noch, dass man aufgrund des Prologs zwar irgendwie den Eindruck hat, wer noch eine Rolle spielen wird, aber es kommt alles nicht richtig voran.

Das Ende dann kommt sehr schnell, als wäre nach dem leichten Aufwecken Danowskis plötzlich deutlich mehr Luft im Roman, die Dinge werden rasant schneller und fast schon urplötzlich steht man vor des Rätsels Lösung, die dann doch auch ein bisschen sehr abwegig erschien, weil man einfach vorher nie auf etwas in diese Richtung gestoßen ist, was es für einen wirklich logisch greifbar macht und dann diese Erkenntnis am Ende mit sich brachte, dass es so durchaus eine logische Erklärung gibt.

Allgemein ein Buch, dass man lesen kann, das einen grundsätzlich interessanten Plot hat, mit eher ungewöhnlichen Charakteren aufwartet, aber dennoch irgendwie nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, sondern einfach nur in Ordnung. 


Fazit

Freitag, 21. November 2014

Rezension ~ Das unerhörte Leben des Alex Woods

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat
Autor: Gavin Extence
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Limes Verlag
Ersterscheinung: 3. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026336
ISBN-13: 978-3809026334
Originaltitel: Alex Woods VS The Universe
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Der britische Schriftsteller Gavin Extence wurde 1982 geboren und wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit entdeckte er seine Leidenschaft für Schach, gewann zahlreiche nationale Turniere und nahm sogar an Turnieren in Moskau und St. Petersburg teil, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Sein Debütroman "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" wurde in Großbritannien über Nacht zu seinem großen Erfolg. Auch die Presse reagiert durchweg positiv auf das Debüt des jungen Engländers. Im Frühjahr 2014 erschien der Erfolgsroman auch in Deutschland. Gavin Extence lebt mit seiner Familie in Sheffield und schreibt bereits an seinem zweiten Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine Geschichte, die erzählt, wie besonders Freundschaft sein kann

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.


Rezension/Meinung

Was mich hier ehrlich sehr irritiert, ist der Titel dieses Buches, den ich mit dem Inhalt nicht wirklich in Einklang bringen kann und der mit dem Originaltitel aus dem Englischen eigentlich so gar nichs mehr zu tun hat, der in meinen Augen aber wenigstens etwas mit dem Inhalt zu tun hat.

Allgemein ist es wohl ein Buch, auf das man sich einlassen können sollte, dann es ist auf jeden Fall sehr speziell. Es ist nicht so, dass das Buch irgendwie sehr komisch wäre, aber allein die Charaktere sind alle ein wenig eigenartig und dabei ist es so, dass nicht so sonderlich viel passiert ist wohl am ehesten der Punkt, wo ich sage, es ist gewöhnungsbedürftig. Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Alex Woods, die an sich nichts Besonderes wäre, ausgenommen einer kleinen Kollision mit einem Meteoriten, die die Dinge der Geschichte ins Rollen bringt, auch wenn eigentlich nur sehr am Rande, weil Alex dadurch etwas anders wird, als Gleichaltrige, andere Interessen hat, aber in meinen Augen ist er eigentlich noch ziemlich normal, ein kleiner Nerd vielleicht, aber nicht sonderlich besonders, was für mich der Geschichte vielleicht auch ein wenig etwas genommen hat, denn der Titel wurde vor allem dadurch unverständlich und auch, Alex war einfach ein Charakter, der in Ordnung war, aber nichts Besonderes. Genau darin liegt der Knackpunkt in die Richtung, dass das Buch einfach vor allem von seinen Charakteren hätte leben müssen, denn was passiert, ist einfach zu wenig in meinen Augen.

Manch anderer Charakter war schon fast interessanter als Alex selbst, vor allen Dingen Mr. Peterson, der in meinen Augen der wichtigste Charakter in diesem Buch ist. Einfach, weil er ein sehr besonderer Mann ist, aber vollkommen retten, kann dieser das Buch auch nicht, es wird zwar etwas interessanter, aber nicht wirklich viel spannender.

Für mich eine leichte Lektüre, mit wenig interessanter Handlung, im Hintergrund ein ernstes Thema, leider zu uninteressanten Charakteren, um das Ganze noch richtig interessant zu machen und einem Titel, der einfach vollkommen unpassend ist, denn unerhört ist an Alex Leben nun wirklich nicht etwas. 


Fazit

Donnerstag, 20. November 2014

Rezension ~ Denglisch for Better Knowers

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Denglisch for Better Knowers
Autor: Adam Fletcher / Paul Hawkins
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 9. Mai 2014
Sprache: Deutsch, Englisch
ISBN-10: 3548375367
ISBN-13: 978-3548375366
Genre: Humor



Über die Autoren

Adam Fletcher, Jahrgang 1983, ist ein glatzköpfiger Engländer. Wenn er nicht gerade Bücher über die Deutschen schreibt, denkt er sich Produkte für seinen Onlineshop "The Hipstery" aus. Er lebt seit fünf Jahren in Deutschland.

Paul Hawkins kommt aus dem Filmgeschäft und hat sich vor sechs Monaten in das Mekka der Verantwortungslosigkeit begeben: Berlin. Während er hier die deutsche Sprache verbiegt, schreibt er weiterhin Artikel und Drehbücher. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Is Your English not the yellow from the egg? Is it under all the pig? Well, my friend, you need Denglisch for better knowers! Denn hier gibt es wundervolle direkte Übersetzungen all der großartigen deutschen Begriffe und Redewendungen, die bis jetzt als nicht übersetzbar galten. Denglish macht nicht nur wahnsinnig viel Spaß, es eröffnet auch die Möglichkeit, the Ausländer für the great German language zu begeistern! Er wird sehen: Mit den Deutschen lässt sich gut cherries eating, nothing for ungood.


Rezension/Meinung

Nachdem ich die Leseprobe zu diesem Buch gelesen hatte, war mir ziemlich schnell klar, das wird sicher noch amüsant und vor allen Dingen kurzweilig. Das perfekte Klobuch, wenn man denn dann auch wirklich Englisch beherrscht, denn ohne gute Englischkenntnisse wäre man an der Leseprobe verzweifelt.

Als ich das Buch dann aber in der Hand hatte, musste ich erst einmal etwas feststellen, womit ich so nicht mehr gerechnet hätte, denn das Buch hat, obwohl insgesamt über 200 Seiten, eigentlich nur um die 110 bzw. 120, denn je nachdem, wie rum an es hält, kann man es entweder auf Deutsch oder Englisch lesen. Dass es sich also um ein sogenanntes Wendebuch handelt, hätte ich zunächst gar nicht erwartet. Ich war aber ehrlich schon gespannt, ob beide Versionen gleich amüsant wären.

Zunächst knöpfte ich mir dann das Englische vor und es war ehrlich richtig lustig an vielen Stellen. Manches Mal war ich zwar auch ziemlich baff, wie der Autor bloß auf diese Idee der Übersetzung der deutschen Ausdrücke ins Englische gekommen ist, aber naja, man kann ja als nicht Muttersprachler nicht auf Anhieb alles vollkommen richtig verstehen. Jedoch sind auch gerade diese amüsanten Interpretationen das Lesen wert. Einziger Knackpunkt, man muss wirklich gut Englisch verstehen, denn sonst ergründet sich einem so Manches nicht.

Nachdem ich das Buch auf Englisch durch hatte, habe ich mir dann den deutschen Part vorgenommen. Und ich muss leider sagen, er ist nicht wirklich so amüsant, wie es der Englische ist. Das liegt wohl leider auch einfach daran, dass beim Übersetzen vieles verloren geht und einige deutsche Einwürfe, wie sie im englischen Part sind, übersetzt nicht mehr wirken, weil ja alles Deutsch ist. Es ist immer noch irgendwie witzig, aber leider lange nicht mehr so, wie im Original.

Ein Buch, das für kurzweilige Bespaßung auf jeden Fall sehr gut geeignet ist, besonders dann, wenn man nur einem kurz etwas lesen kann, wie auf dem Klo z.B. da man die einzelnen Punkte sehr gut unabhängig voneinander lesen kann. Nur empfehle ich es eher Leuten, die sehr gut Englisch können, denn für diese ist es viel genialer. 


Fazit

Der lovelybooks-Leserpereis 2014

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/2014/abstimmungen/romane/

Hallo alle zusammen,

heute möchte ich mal ein wenig Werbung für eine Aktion von lovelybooks machen, die mir jedes Jahr wieder Spaß macht. Unter anderem wohl auch deswegen, da man zum einen in einigen Bereichen doch immer wieder überrascht wird, welche Bücher die Trophäe erhalten, man in anderen aber schon sehr schnell sagen kann, wie alles ausfallen wird, auch wenn man es sich zum Beispiel anders erhofft hätte, aber ist erstmal ein Hype zu einem Buch ausgebrochen, kann man sich sicher sein, dass es hier eine Nominierung und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch eine Platzierung unter den besten drei erhält.

Doch trotzdem, auch wenn es ab und an so ist, dass manche Bücher erwartungsgemäß nicht vom Thron zu schubsen sind, selbst wenn man es ein wenig anders sieht, macht es mir immer wieder Spaß, meine Favoriten zu nominieren. 

Noch lieber jedoch, als die erste Phase, bei der es noch darum geht, welche Bücher es bis in das Finale schaffen werden, ist mir aber ehrlich gesagt die zweite Phase, bei der dann unter den Finalisten in jeder Kategorie abgestimmt wird, welches Buch Platziert werden soll. Ein wenig vermuten kann man dann immer wieder, wie weit der eigene Favorit es wohl schaffen wird und ich finde es auch äußerst spannend zu sehen, welche Bücher die Nominierungsphase überleben. Ab und an war ich doch schon durchaus überrascht, dass dort Bücher zu sehen waren, von denen ich bisher wenig gehört habe. Was unter anderem für sie spricht, da sie es teils auch ohne großen Hype so weit bringen konnten.

Von daher möchte ich einfach ein wenig Werbung für diese Aktion machen, da sie mir immer wieder sehr viel Spaß macht und je mehr Leute mitmachen, desto aussagekräftiger und spannender wird die Wahl auch, denn mehr Stimmen, mehr Meinungen!

Von daher, auch wenn ich etwas spät dran bin, möchte ich jeden, der daran Spaß und Lust darauf hat, motivieren noch unter den Finalisten seine Abstimmung vorzunehmen und für sein Lieblingsbuch zu werten, vor allen Dingen, wenn sich dieses vielleicht ein wenig vom Gros abhebt! :o)

Viele Grüße,
Themis ^.^v

PS: Als Blogger hat man übrigens auch die Chance auf einen kleinen Gewinn, man muss nur etwas Werbung machen (ja, ich gebe zu, das hier war nicht ganz uneigennützig ;o) ) und dann den Link zum Blogbeitrag an Dani von lovelybooks schicken!

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/2014/abstimmungen/romane/

Mittwoch, 19. November 2014

Rezension ~ Recovery

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Recovery
Autor: Manuela Reizel
Broschiert: 420 Seiten
Verlag: Braumüller Verlag
Ersterscheinung: 1. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3992001024
ISBN-13: 978-3992001026
Genre: Thriller



Über die Autorin

Manuela Reizel, 1966 in Stuttgart geboren, lebt heute in Frankfurt am Main. Nach ihrem Schauspielstudium experimentierte sie mit verschiedenen Kunstformen. Sie engagiert sich für Informationsfreiheit und war am Entstehen der CryptoParty-Bewegung beteiligt. In den neuen Technologien sieht sie trotz inhärenter Risiken noch immer eine Chance für gesellschaftlichen Wandel. Die Themen Informatik und Psychologie stehen im Zentrum ihrer Werke. 2012 erschien ihr erster Thriller "Der Kranich".


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine internationale Leaking-Organisation stellt sich dem mächtigsten Geheimdienst der Welt entgegen. Aktivisten attackieren die Verschlüsselungsalgorithmen der NATO. Der geniale Hacker Luke Skywalker gerät unversehens in ein Netz schicksalhafter Verkettungen - und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ...

Manuela Reizels Thriller um Hacker Lukas führt uns in die Welt der Whistleblower und der Plattformen, mithilfe derer brisante Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können: Informationen, die von machtvollen Interessengruppen zurückgehalten werden. Welche Wahrheiten über das sagenumwitterte "Bohemian Grove" und die Anschläge von 9/11 sollen niemals an die Öffentlichkeit gelangen? Wer sind die Entscheidungsträger in der neuen Hightech-Gesellschaft? Die Autorin setzt sich mit kontroversen politischen und technischen Fragestellungen auf der Basis realer Fakten auseinander und kommt dabei zu beunruhigenden Ergebnissen. Atemberaubend spannend - ein echter Pageturner bis zum Schluss.


Rezension/Meinung

Gleichzeitig manchmal etwas verwirrend, aber auch einfach irgendwie interessant an diesem Buch war zunächst, dass es scheinbar einen Vorgänger gibt, von dem ich gar nicht wusste und der auch durch seinen Titel nicht unbedingt darauf schließen lässt, dass die beiden Bücher der Autorin auch nur im Entferntesten etwas miteinander zu tun haben könnten. Von daher haben mich zunächst die vielen Anspielungen auf Vergangenes ein wenig interessiert, bis mir aufgegangen ist, dass es einen Band vor »Recovery« geben muss, bei dem zumindest Lukas eine wichtige Rolle spielt. Jedoch stört es im Verständnis dieses Bandes nicht wirklich, aber an der einen oder anderen Stelle stutz man vermutlich ein wenig, so wie es mir auch ging.

Ansonsten aber ist es ein extrem spannender Roman, der eine sehr fesselnde und glaubhafte Atmosphäre hat, von der man einfach angezogen wird. Unterstützt durch eine eher schnelle Erzählweise der Autorin, wir das Buch von Seite zu Seite einfach immer spannender. Es hält einen einfach auf Trab, da man bloß immer wissen will, wie es an bestimmten Stellen weitergegangen ist und zudem weißt die Handlung so viele Wendungen auf, die einfach nur genial gelungen sind, dass die Spannung richtig greifbar wird.

Dabei behandelt sie auch noch mit den Whistleblowern ein Thema, das extrem aktuell auch jetzt noch ist, und vor allen Dingen, da man selbst oft in diesen Bereichen gar nicht so viel Ahnung hat, sei es technisch bedingt oder einfach in Beziehung auf die Dinge, die verraten werden könnten, oder auch, wie gegen mögliches Whistleblowing vorgegangen wird. Gerade auch der letzte Punkt hat es für mich extrem spannend gemacht, da auch lange nicht richtig klar war, was denn wohl diese brisanten Informationen sind, deren an die Öffentlichkeit kommen, so stark verhindert werden soll.

Unterstützt wird die sehr spannende und allein schon fesselnde Handlung dadurch, dass die Charaktere auch noch alle sehr gelungen sind. Vor allen Dingen Lukas als Protagonisten, mochte ich sehr gern. Er ist einfach ein extrem sympathischer Nerd, der teils ehrlich niedlich naiv ist, aber trotzdem nicht total kindisch oder so wirkt, sondern speziell, aber interessant und glaubhaft. Ebenso wie einfach einige super Nebencharakter dabei sind, wie Lukas bester Freund oder auch sein Psychologie, die mir beide sehr ans Herz gewachsen sind.

Ein extrem guter Thriller, den ich jedem, der gerne spannende Bücher, mit einem aktuellen Thema und genialen Charakteren liest, nur ans Herz legen kann. 


Fazit

Dienstag, 18. November 2014

Rezension ~ Eine tödliche Story

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Eine tödliche Story
Autor: Matthias Zipfel
Taschenbuch: 220 Seiten (auch als eBook)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Ersterscheinung: 4. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1496150635
ISBN-13: 978-1496150639
Genre: Krimi


Über den Autor

Matthias Zipfel wurde 1959 in Itzehoe geboren. Nach seinem Fotografie-Studium in Köln und anschließendem Volontariat in einem süddeutschen Zeitschriftenverlag arbeitete er als leitender Redakteur bei einer Münchner Publikumszeitschrift. Seit 2010 lebt er als freier Autor abwechselnd in Norddeutschland und auf Teneriffa. Besuchen Sie den Autor auf seiner Website http://www.matthias-zipfel.de 


Inhaltsangabe/Klappentext

Am Deininger Weiher, einem idyllischen See im Münchner Süden, wird eine weibliche Leiche gefunden. Alles deutet auf einen Sexualmord hin. Doch was zunächst wie ein Routinefall erscheint, entpuppt sich schon bald als teuflisches Verbrechen von internationalem Ausmaß. Hauptkommissar Mark Trenkwalder und seine junge Kollegin Laura Sperling stoßen auf ein gut organisiertes Netz aus Frauenhandel, Zwangsprostitution und skrupellosen Killern. Es sind mächtige Kreise, die sie stören. Und Trenkwalder muss schon bald feststellen, dass seine Gegner nicht davor zurückschrecken, auch Hauptkommissare auf ihre Abschussliste zu setzen ...


Rezension/Meinung

Zu aller erst will ich ehrlich mal loben, dass mir dieser Krimi gezeigt hat, dass der Autor in diesem Bereich sehr vielseitig ist. Denn im Gegensatz zu seinem ersten Krimi, der extrem humorvoll war, schlägt er hier deutlich ernstere Seiten an und auch dies ist ihm einfach vortrefflich gelungen, denn der Roman ist von Beginn an einfach sehr fesselnd und die Spannung wird sehr lange aufrecht erhalten, ohne zwischendrin abzuflachen oder Längen zu entwickeln.

Und auch, wenn der Krimi eher ein kürzerer Vertreter seiner Art ist, weist er eine tolle Erzähldichte und Komplexität auf, bei der am Ende eigentlich keine Fragen offen bleiben und die Dinge sich alle logisch erklären und man nicht irgendwann an einem Punkt angelangt, wo man mehr oder weniger denkt, wie kommt es jetzt dazu etc. Und gleichzeitig wird die Spannung von den Informationen nicht erschlagen. Es passt einfach alles!

Dazu kommt, dass Trenkwalder und seine Kollegin Laura ein sehr stimmiges Ermittlerteam abgeben, im Zusammenspiel einfach sehr harmonisch und glaubhaft wirken. Zudem kommt man ihnen als Menschen nah genug, ohne dass ihr Privatleben den Krimi zu überschatten droht und fast wichtiger wirkt, als der eigentliche Fall. Sie wirken einfach glaubhaft und genau wie diese beiden, könnte ich mir auch reale Kommissare gut vorstellen.

Vor allem passen die beiden aber auch sehr gut zu der Ernsthaftigkeit des Falls, denn grundsätzlich sprüht der Krimi nur so von Realismus, sowohl, wie mit den prekären Aspekten des Falls, insbesondere von der politischen Seite her, vorgegangen wird, denn gerade das Politikum, gegen unter anderem bekanntere Menschen vorzugehen, ist immer sehr interessant. Ebenso, wie die Tatsache, dass es sich bei diesem Fall im Rotlichtmilieu um ein Thema handelt, das dauerhaft aktuell bleiben wird, das vor allem durch auch diverse Zeugen und deren Verhalten einfach extrem realistisch dargestellt wird, vor allen deren Angst und das hier sehr spannend verarbeitet wird.

Für alle Fans von guten Krimis und besondere denen, die es gern auch ein wenig realistischer haben, eine echte Empfehlung! 


Fazit

Montag, 17. November 2014

Gemütliches Lese-Miteinander


Ich wünsche einen wunderschönen Novemberabend.

Eben gerade habe ich gesehen, dass Eponine (Livia) auf ihrem Blog zu einem gemütlichen Lese-Miteinander aufgerufen hat. Da ich es mir heute eh mit einem Buch gemütlich machen wollte, habe ich spontan beschlossen dort mitzumachen, auch wenn ich bei so etwas noch sehr unerfahren bin. 

Mal gucken, wie es mir gefällt, aber ich wollte heute hoffentlich den ersten Band der Drachenelfen von Bernhard Hennen, der schon etwas länger darauf wartete gelesen zu werden, beenden. Vor allem auch, weil es von mir eine Schande war, dieses tolle Buch so lange warten zu lassen!

Ganz liebe Grüße,
Themis ^.^v

PS: Ein paar kleine Meldungen dürften heute Abend dann hier aber auch noch eintrudeln ;o)

Edit 19:36

So, der Startschuss ist gefallen, ich habe es mir schon gemütlich gemacht ^^. Und Eponine hat ein paar Fragen gestellt, die ich einfach auch mal beantworten will, bevor mir nachher sonst nicht viel Gescheites  einfallen will :D

1. Wo liest du heute? Beschreib deinen Leseplatz mit einigen Worten oder lade ein Bild davon hoch, damit wir neugierigen Mitleserinnen und Mitleser ein Auge in deine Wohnung werfen können :-)


Mein Leseplatz ist heute mein Sofa, schön gemütlich in der Sofaecke, in eine Decke eingekuschelt, eine Kerze auf dem Tisch angemacht und dann schonmal das erste Buch hier neben mir, inklusive meiner Stricksachen, falls ich eine kleine Pause brauche :D

2. Hast du dir ein paar Snacks gerichtet und/oder was gab/gibt es bei dir heute zum Abendessen?

Mein Abendessen heute bestand aus einem leckeren Süppchen, weil mir doch ein wenig fröstlig geworden ist, als ich vorhin noch bei den Pferden war. Vor allem an den Händen, aber was ziehe ich auch keine Handschuhe an :D. Eigene Schuld also! Was Snacks anbelangt, ich habe Haselnüsse neben mir liegen, samt Nussknacker ;o)

3. Was liest du heute?

Anfangen will ich, wie schon erwähnt, mit dem Rest von Bernhard Hennens »Drachenelfen« das Buch ist bisher klasse, nur wird es mit dem Halten langsam etwas komplizierter, weil es über 1.000 Seiten hat und ich mittlerweile in den 700er bin :D
Ob ich danach noch etwas lese, weiß ich nicht, das hängt auch davon ab, ob ich die ca. 300 Seiten heute überhaupt noch schaffen werde ^^

Update zu den Fragen um 20:30 (ich weiß, ich bin spät dran)

1. Hast du heute ein bestimmtes Leseziel?

Ich möchte eigentlich nur in meinem Buch möglichst weit kommen, es ist nämlich ehrlich gut, aber man kann es nicht in vielen Sitzpositionen lesen, weil es sich etwas schwerer halten lässt und ich mag keine Knicke im Buchrücken :D
 

      2. Was ist dein Eindruck zum momentanen Buch?
Irgendwie erwähne ich das heute ziemlich oft :D aber, ja es ist toll und ich glaube, dass ich das nach über 800 Seiten durchaus schon ganz gut einschätzen kann. ich freu mich schon wie Bolle auf die anderen Bände, die ich hier noch liegen habe :D

      3. Beschreibe die Protagonistin/den Protagonisten des Buches mit fünf Adjektiven.
Hier werde ich mal zurückstehen, da das Buch für mich mindestens 3-4 Protagonisten hat und alle mit Adjektiven zu belegen, fällt mir einfach schwer. Und würde auch ziemlich weit führen :D

      4. Wer trinkt ein Glas Wein mit?

Das Angebot klingt verlockend :D Ich hätte sogar noch einen trockenen Rosé im Kühlschrank stehen, nur bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich noch welchen davon trinke. Gleich gibt es ersteinmal noch einen Tee :o)

Update um 21:30 (diesmal deutlich pünktlicher, bin ja eh grad am Laptop)

1. Wenn du eine Figur aus deinem Buch sein könntest, welche Figur wärst du?

Ich glaube, ich würde mir Gonvalon aussuchen, einen der Elfen. Das liegt aber wohl unter anderem auch daran, dass ich seine Wiedergeburt aus den anderen Bänden einfach so extrem gern mochte, er schon da mein Lieblingscharakter war und sich das auch jetzt nicht wirklich geändert hat :D 

2. Wenn du ein Buch der anderen Teilnehmer lesen dürftest, für welches würdest  du dich entscheiden?
 Ich glaube, bei den Büchern der anderen, würde ich »Der Wolkenatlas« bevorzugen. Die meisten anderen sind doch teils ein wenig hochkarätiger, wie »Anna Karenina« oder »Hamlet« und das klingt vom Titel einfach gut.
 
3. Wie lange möchtest du heute wach bleiben, um zu lesen?
Also, leider werde ich es wohl nicht viel länger schaffen, als es eh der Fall gewesen wäre, nämlich so bis gegen 23:00, da ich um 5:20 schon wieder aufstehen muss :D

4. Hast du heute Abend noch einiges zu erledigen, oder kannst du dich voll und ganz deinen Büchern widmen?
Viel zu erledigen ist eigentlich Gott sei Dank nicht mehr, den Großteil habe ich schon vor dem Lesen erledigt ^^ Was auch gut so ist :o)

Update 22:43

Ich werde mich dann auch für heute Abend verabschieden ^^ Ein wenig Lesen werde ich noch, aber den Laptop klappe ich schon einmal zu :o) 

Rezension ~ Charlotte und die Geister von Darkling

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Charlotte und die Geister von Darkling
Autor: Michael Boccacino
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 17. Januar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 340420736X
ISBN-13: 978-3404207367
Originaltitel: Charlotte Markham and the House of Darkling
Genre: Fantasy

 

Über den Autor

Michael Boccacino wurde in New York geboren und wuchs in Florida auf. Seine Liebe zu Büchern verdankt er seinem Vater, der ihm Der Herr der Ringe vorlas, als Michael sechs Jahre alt war. Boccacino hat einen Studienabschluss im Kreativen Schreiben, und seine Dichtung wurde bereits in der St. Petersburg Times veröffentlicht. Charlotte und die Geister von Darkling ist sein Debütroman und überzeugt durch seine eindringliche Sprache und das viktorianische Flair. Boccacino lebt zurzeit in New York.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die junge Charlotte wird als Kindermädchen auf dem herrschaftlichen Anwesen Everton angestellt. Sie soll für zwei Jungen sorgen, die vor Kurzem ihre Mutter verloren haben. Als die drei eines Tages durch den Wald gehen, geraten sie plötzlich in eine andere Welt. Dort finden sie das Haus von Darkling: den einzigen Ort, an den der Tod niemals kommt. Ein Ort, wo sich Gemälde bewegen, Wandteppiche von selbst weben und schaurige Wesen durch die Gänge schleichen weder tot noch lebendig ...


Rezension/Meinung

Mit diesem Werk hatte ich mal wieder ein Buch vor mir, bei dem ich mich ehrlich fragen musste, wie der Autor bloß auf eine solche seltsame Geschichte gekommen ist, denn die gesamte Handlung ist einfach nur absurd und auch die Charaktere können das Buch nicht mehr retten. Und dabei war es ehrlich so, dass ich auf den ersten paar Seiten noch den Eindruck hatte, dass aus dem Buch etwas werden könnte, aber weit gefehlt.

Zunächst muss ich sagen, startet das Buch nämlich mit einer tollen Atmosphäre, ein bisschen düster, mysteriös und unheimlich, was einfach sehr zu dem alten Gemäuer, in dem Charlotte nun als Kinderfrau arbeiten soll, passt. Aber nach einer kurzen Passage, die noch sinnvoll und auch irgendwie stimmig erscheint, flacht die Geschichte mächtig ab und ich habe mich beim Lesen nur noch fragen dürfen, was das bloß soll.

Charlotte, bei der ich am Anfang noch dachte, dass sie ein interessanter Charakter sein könnte, bleibt das gesamte Buch über extrem flach und blass und eigentlich könnte sie auch eine Zeichnung auf Papier sein, von der man eigentlich nichts weiß. Ihre Handlungen machen oftmals keinen Sinn, widersprechen sich und außerdem bemerkt man keinerlei Emotionen an ihr, was mir einfach sehr missfallen hat. Und auch andere Charaktere kommen in diesem Roman nicht besser weg, da sie alle ebenso blass bleiben und einen nicht im Ansatz berühren können. Teils noch seltsamer reagieren und agieren, als Charlotte, die sich auch durch manche Aktion eher unsympathisch gemacht hat, als meine einzige Reaktion, da sie ich eine große Distanz zu diesem Charakter hatte, wie auch dieser zu allem in der Geschichte.

Zudem ist der Fantasyteil dieses Buches einfach nicht glaubhaft. Die Welt, in der Darkling liegen soll, ist so halbgar gestrickt, wirkt einfach vollkommen unglaubwürdig, dass sie einfach für mich nur grausig schlecht gemacht war. Es passt für mich einfach nicht, dass einfachste Dinge über diese Welt nicht bekannt sind, man nichts davon erfährt, aber irgendwelche absurden Politika dieser Welt ausschweifend diskutiert werden, obwohl sie vollkommen irrelevant für den Rest der Handlung sind.

Dazu kommt, dass der Storyverlauf einfach unsinnig ist, man sich immer wieder fragen muss, ob die Geschichte überhaupt auf irgendwas hinauslaufen soll oder nur so vor sich hin dümpelt, um vor sich hinzudümpeln. Und dann, als dann etwas passiert, macht es extrem wenig Sinn, das Ende war für mich vollkommen sinnfrei, passte aber dahingehend zur Geschichte, dass es halt so wenig Logik, Sinn und alles andere enthält, wie der Rest der Geschichte und somit wenigstens den Stil der restlichen Geschichte erhält.

Allgemein ein Buch, dass mit einer tollen Atmosphäre starten und dann einfach vollkommen seltsam wird, so dass es einfach keinen Lesespaß, sondern eher Lesefrust bringt und von dem ich abraten würde, außer man steht auf vollkommen absurde Geschichte. 


Fazit

Sonntag, 16. November 2014

Rezension ~ Peter Kreinbergs Bodenschule - The Gentle Touch

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Peter Kreinbergs Bodenschule - The Gentle Touch
Autor: Peter Kreinberg
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Franckh Kosmos Verlag
Ersterscheinung: 6. Februar 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440113884
ISBN-13: 978-3440113882
Genre: Sachbuch


Über den Autor

Peter Kreinberg gehört zu den anerkanntesten Pferdetrainern Deutschlands und ist Autor vieler erfolgreicher Bücher. Durch sein Trainernetzwerk können Freizeitreiter in ganz Deutschland Seminare besuchen, und die The Gentle Touch-Methode erlernen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Weg zur feinen Kommunikation. Manche Menschen haben ihn einfach, den „besonderen Draht“ zum Pferd. Doch wie bekommt man ihn? Mit den Übungen der Bodenschule können auch Einsteiger den feinen, aber wichtigen Unterschied zwischen schlichter Gewöhnung und nachhaltigem Lernen in der Pferdeausbildung verstehen. Peter Kreinberg erklärt im Detail, wie man unabhängig von der Reitweise Schritt für Schritt auf diese besondere Ebene der Verständigung gelangen kann. Mit dem Übungsprogramm von Peter Kreinbergs Bodenschule lernen Pferd und Mensch die Basistechniken der Bodenarbeit, mit denen auch die Gelassenheitsprüfung zum Kinderspiel wird. Führtraining am kurzen Führseil, Arbeit am Leitseil mit Knotenhalfter, Arbeit an der Hand, Desensibilisierung. Vertrauen, Respekt, Motivation. Gelassenheit für Pferd und Mensch.


Rezension/Meinung

Allein durch den Namen dieser Methode wurde ich extrem neugierig, da »The Gentle Touch« für mich schon danach klingt, dass man mit dem Pferd beginnt auf einer Vertrauensbasis zu arbeiten und nicht unbedingt auf einer Basis, die rein auf Respekt, Zwang und vielleicht auch eher Angst seitens des Pferdes beruht, was für eine Strafe warten könnte.

Nach dem Lesen kann ich jetzt sagen, dass ich die Methode vom Ansatz her auf jeden Fall sehr gut und schlüssig finde. Mir gefällt nicht alles was in diesem Buch ausgesagt wird und vor allen Dingen ist es auch einfach so, dass man dem Buch anmerkt, dass es Werbung für diese Methode machen soll, da es doch durchaus sehr missionarische Ansätze hat. Aber was will man auch anders erwarten, wenn man bedenkt, dass das Buch ja durchaus auch genau über eine bestimmte Methode berichtet und diese dann kaum nicht fördern und an den Mann bringen will.

Bei den Übungen fand ich es auf jeden Fall sehr stimmig gemacht, dass man, wie ja aber auch in vielen anderen Theorien, wie man mit Pferden umgehen sollte etc., angehalten wird, alles in Ruhe zu machen, keinen Stress aufkommen zu lassen und vor allen Dingen nicht zu schnell zu werden, d.h. dem Pferd einfach auch die Zeit zu geben, die Dinge langsam und Stück für Stück zu erlernen. Dabei ist es so, dass die Methode »The Gentle Touch« bei den unterschiedlichen Übungen immer wieder auch in diesem Buch festhält, was Pferd, als auch Mensch dabei lernen werden. Für mich waren dabei nicht immer alle Punkte vollkommen schlüssig, da man manches Mal doch auch Dinge lernen sollte, die für mich nicht ganz passten. Jedoch werden die Übungen meist gut erklärt und spätestens, wenn man sich einen nach der Methode ausgebildeten Trainer suchen würde, sollte man sie auch auf jeden Fall verstehen. Wobei mir diese Anmerkung ein wenig zu oft vorkam, sie ein wenig sehr den Eindruck von Werbung machte.

Und vor allem das Ende des Buches war mir ein wenig zu viel des Guten in dem Sinn, dass es mir dann doch zu arg wurde mit der Eigenwerbung für diese und gegen andere Methoden.

Allgemein ist das Buch aber auf jeden Fall interessant, da man durchaus etwas für sich mitnehmen kann und dem ein oder anderen wird die Methode sicherlich auch vollkommen zusagen und mit Hilfe dieses Buches kann man sich auf jeden Fall viele Tipps holen, wie man die ersten Übungen angeht und es vermittelt zudem auch, wie und wo man sich weitere Hilfen holen kann.

Für mich ist »The Gentle Touch« eine Methode, die ich interessant, aber nicht vollkommen überzeugend finde, trotzdem nehme ich ein bisschen auch für mich und meine Pferde mit und kann es als Hintergrundlektüre nur jedem empfehlen, der sich für die unterschiedlichen Methoden des Natural Horsemanship und der Bodenarbeit allgemein interessiert. 


Fazit

Samstag, 15. November 2014

Rezension ~ Biomechanik und Physiotherapie für Pferde

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Biomechanik und Physiotherapie für Pferde
Autor: Helle Katrine Kleven
Gebundene Ausgabe: 232 Seiten
Verlag: Fn-Verlag
Ersterscheinung: 6. Mai 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3885427346
ISBN-13: 978-3885427346
Genre: Sachbuch





Über die Autorin

Helle Katrine Kleven, geb. 1964 in Norwegen, lebt seit 1988 in Deutschland. Sie ist Physiotherapeutin und Manualtherapeutin im Humanbereich. Frau Kleven hat sich durch Lehrgänge in Eng-land und Deutschland im Bereich Physiotherapie und Osteopathie für Pferde ausbilden lassen und sich über viele Jahre darauf spezialisiert. Seit 1996 arbeitet sie als Therapeutin für Pferde. Sie ist durch zahlreiche Presseveröffentlichungen sowie viele Lehrgänge und Vorträge bekannt. Helle Kleven war u.a. die offizielle Betreuerin der Pferde des Deutschen Vielseitigkeitsteams und des Distanzpferdeteams von 1998-2000. 


Inhaltsangabe/Klappentext

- Physiotherapie bei Pferden - Anatomie des Bewegungsapparates - Biomechanik / Funktionelle Anatomie - Nervensystem - Physiotherapie: Beobachtung, Palpation, Massage, Dehnung, Physikalische Therapien, Aktive Rehabilitation, Vorbeugende Maßnahmen - für Pferdebesitzer, Reiter und Ausbilder Biomechanik und Physiotherapie für Pferde ist der Nachfolger des FNverlags-Bestsellers Physiotherapie für Pferde. Das Buch enthält zahlreiche neue Erkenntnisse und setzt sich zudem theoretisch gut verständlich-, aber doch praxisnah mit der Biomechanik auseinander. In dem Kapitel zur Biomechanik wird der Bewegungsablauf der Pferde erklärt. Die funktionelle Anatomie, im Zusammenhang mit vielen Beispielen aus der reiterlichen Praxis, vermittelt Reitern, aber auch Ausbildern, wie eine Bewegungseinschränkung bzw. Bewegungsanomalie entsteht und woran sie erkennbar ist. Der Vorteil: Es kann früher und schneller gehandelt werden. Im praktischen Teil zur Physiotherapie sind die Abtastgriffe, Massage- und Dehnungsübungen neu überarbeitet, erweitert und genauestens erklärt und um zahlreiche Fotos ergänzt worden. Die praktische Arbeit der Massage und Dehnung erzielt nicht nur körperliches Wohlbefinden beim Pferd, sondern auch Vertrauen. Ein Buch, für all diejenigen, die sich Ihr Pferd gesund und leistungsfähig wünschen, die Gefahr von Verletzung minimieren oder sogar vermeiden wollen. Falls Bewegungsstörungen in Form von Blockaden oder Verletzungen auftreten, lernen Sie effektive Methoden kennen, die die Rehabilitation unterstützen. Schließlich kann dieses Buch helfen, Ursachen für Ausbildungsprobleme und Widersetzlichkeiten zu finden.


Rezension/Meinung

Ich bin ehrlich begeistert. Das Buch schafft es durch seine sehr anschaulichen Beschreibungen und seine sehr gute Bebilderung sofort, einen zu begeistern und zudem auch noch das Wissen so zu vermitteln, dass man es bekommen möchte und danach auch etwas damit zu leisten im Stande ist.

Wichtig ist bei diesem Buch jedoch auf jeden Fall, dass man es wirklich von vorn bis hinten durchliest und sich nicht denkt, dass es ausreicht, wenn man sich die reinen Praxiskapitel zu Gemüte führt und dann gleich an seinem Pferd loslegen kann, da man die Praxis nur dann wirklich verstehen kann, wenn man zunächst auch ein wenig über die Theorie weiß. Das tolle an diesem Buch ist dabei, die Theorie ist so super beschrieben, dass man gar nicht merkt, dass man eigentlich mit einem etwas trockenerem Stoff arbeitet, da man einfach gefesselt wird beim Lesen und einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, auch weiteres Wissen bekommen zu wollen. Dabei wird auch einfach die gesamte Anatomie so beschrieben, dass man sie mittels der Worte und Bilder auch als vollkommener Laie sehr gut verstehen kann.

Abgesehen von der Theorie, gibt das dann ja auch noch, die schon von mir erwähnten Kapitel zur Praxis, in denen einem Erläutert wird, wie man sein Pferd am besten Massieren und Dehnen kann. Was mir da auch sehr gut gefällt, mit den Übungen kann man, andere hätte die Autorin auch sicher nicht frei veröffentlicht, als Laie eigentlich keinen großen Schaden anstellen. Dazu kommt, dass es immer wieder Hinweise gibt, wann man etwas nicht machen sollte und vor allen Dingen auch ein sehr ausführliches Kapitel, in welchem einem erklärt wird, wie man Verspannungen, Blockaden und ähnliches am Pferd am besten erkennen kann.

Am meisten überzeugt hat mich natürlich, dass ich die Massage- und Dehntechniken an meinem eigenen Pferd auch gleich einmal ausprobiert habe und dabei auch klar wurde, dass es wirklich funktioniert, denn man konnte richtig sehen, wie er die Massage genießt oder auch, dass ihm die Mobilisationsübungen vor dem Training geholfen haben und das Dehnen nach der Arbeit auch auf jeden Fall gut tut. Ebenso stimmen einige Aussagen der Autorin, denn mein Pferd hatte bis vor kurzem eine sehr starke Blockade im Genick und die Übung, bei der sie andeutete, dass Pferde mit diesem Problem mit der Übung Schwierigkeiten haben bzw. sie gar nicht machen können, die mag er auch wirklich nicht.

Von daher, ein super Buch, das ich jedem, der seinem Pferd etwas Gutes tun und es gesund erhalten möchte, nur empfehlen kann, denn es ist super erklärt und die Übungen bringen wirklich etwas und wer noch ein wenig bewegte visuelle Hilfestellung braucht, die ein Buch ja nicht bieten kann, es gibt zu diesem Buch auch eine DVD, bei der einem manches noch ein wenig deutlicher werden kann. 


Fazit

Freitag, 14. November 2014

Rezension ~ Am Ende der Treppe, hinter der Tür

Allgemeine Information zum Roman

 
Titel: Am Ende der Treppe, hinter der Tür
Autor: Sabine Ludwig
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216752
ISBN-13: 978-3499216756
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Genre: Jugendbuch


Über die Autorin

Sabine Ludwig arbeitet seit Jahren außerordentlich erfolgreich als Kinderbuchautorin und Übersetzerin von Autoren wie Kate DiCamillo und Eva Ibbotson. Sie wurde mit dem Titel «Lesekünstlerin des Jahres 2010» ausgezeichnet. «Painting Marlene» ist ihr erstes Buch für Junge Erwachsene.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wie erpresst man einen Mörder, den man nicht gesehen hat? Die 16-jährige Martha ist zufällig Ohrenzeugin des Mordes an ihrer Nachbarin geworden. Nun beschließt sie, dieses Wissen für sich zu nutzen. Denn sie braucht Geld. Damit sie endlich mit ihrer Mutter in eine eigene Wohnung ziehen kann. Und damit sie sich nicht mehr mit diesem Glatzkopf und seiner nervigen kleinen Tochter Poppy rumärgern muss. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jill entwickelt Martha einen raffinierten Plan ... doch dann begeht sie einen entscheidenden Fehler.


Rezension/Meinung

Ein Buch, dass von seinem Klappentext her Krimi zu sein vermitteln will, aber ganz eindeutig eher ein Jugendbuch ist, bei dem ich mich frage, wie man bloß auf die Idee kommen konnte die Krimielemente, die es enthält noch einzubauen, denn sie sind so oft fehl am Platz, wirken gekünstelt und machen den Roman für mich eher wunderlich und weniger sympathisch, als hätte ich mich wohl allein mit Martha auseinandersetzen müssen.

Abgesehen nämlich einmal von diesen schrecklich unpassenden Krimielementen, ist es so, dass Martha für mich schon ein komplizierter Charakter war. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ich mich als Jugendlicher besser mit ihr hätte identifizieren können, steht sie doch für so einiges, was man als Jugendlicher sicher nicht sein will, wie bodenlos naiv. Verliebt in ihren Lehrer und überzeugt, dass irgendwann mal was aus ihnen werden könnte, befreundet mit einer durchaus selbstsüchtigen Person, die man nicht als Freundin bezeichnen kann und dann auch extrem pubertierend, so dass ich manches Mal schon echt dachte, was haben ihr diese Leute bloß getan. Martha war mir also nicht wirklich sympathisch. In manchen Situationen konnte ich sie wohl schon ein wenig verstehen, schien ihre Mutter sich ja wirklich nur noch um die Stiefschwester zu sorgen, aber Marthas Verhalten war im Allgemeinen auch einfach nur grausig.

Wäre es jedoch bei diesen Punkten geblieben und hätte man die Erkenntnis in der Auflösung dieser Geschichte anders herbeigeführt, dann hätte man es noch als ordentlichen Jugendroman durchgehen lassen können, spiegelt Martha doch durchaus manchen Jugendlichen wider, auch wenn diese das sicherlich nicht gern hören wollen.

Jedoch enthält der Roman nun einmal diesen Krimianteil, den ich einfach schlecht gemacht fand, die Auflösung war in gewisser Weise zu erahnen, wenn vielleicht nicht ganz so extrem abgedreht, wie es letztendlich der Fall war. Ebenso verhält sich Martha gerade in Bezug auf diese Geschichte so enorm unreif und naiv, dass es einfach nicht mehr glaubwürdig sein kann, außer Martha hätte zuvor abgeschottet von der restlichen Zivilisation gelebt. Das mag hart klingen, aber so kam es mir einfach beim Lesen vor.

Mein Fall war das Buch also eher nicht, denn weder Martha mochte ich, ich fand sie eher grässlich nervig, noch war der angedachte Krimi irgendwie groß zu spüren in vielen Teilen und in denen er eine Rolle spielte, war er enorm unglaubwürdig.

Ein Buch, das sicherlich manchem gefallen kann, vor allem eher durchaus Jugendlichen, die überzogene Darstellungen vielleicht noch nicht so genau nehmen und allen, die es gerade dadurch toll finden könnten. Mein Fall war das Buch jedoch so gar nicht.


Fazit