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Dienstag, 30. Dezember 2014

Letztes gemütliches Lesemiteinander 2014 - diesmal etwas verspätet


Hallo,

ich mache mal wieder beim gemütlichen Lese-Miteinander bei Eponine mit. Dieses Mal ging es eigentlich schon um 16:00 Uhr los, aber ich bin heute etwas später dran. Das liegt daran, dass ich zum einen noch bei den Ponys war, zum anderen ist mir noch eine Kleinigkeit dazwischen gekommen, denn ich hatte meiner Tante versprochen, dass ich die Tage, genau genommen heute, bei ihr vorbei schaue, denn sie hat seit kurzem eine neue Wohnung und diese musste natürlich besichtigt werden. Das wurde dann, wie erwartet war ein wenig ausschweifender und nun ist es schon nach 19:00 Uhr. 

Jedoch ist der Abend ja immer noch jung und ich werde es mir jetzt mit einem Buch auf dem Sofa gemütlich machen!

Aber zunächst mal zu den Fragen, die es schon gab :D

1. Was lest ihr heute?
Ja, also, so genau ist das nicht festgelegt und da ich heute scheinbar ein wenig verplant bin, werde ich zunächst erstmal ein Buch meiner Mutter in Angriff nehmen, denn mein eigenes habe ich bei mir liegen lassen. Es wir also mit "Das Dorf" von Arno Strobel gestartet. Fortsetzung offen ;o)

2. Wo lest ihr heute? Gerne schaue ich mir Bilder eurer Leseecke an, ich bin da immer sehr neugierig :-)
Aktuell werde ich dabei auf dem Sofa meiner Eltern sitzen, was sich im Lauf des Abends aber sicher noch zu mir in die Wohnung verlagern wird :D

3. Was sind eure konkreten Ziele für heute?
Ziele habe ich eigentlich keine großen, außer Spaß am Lesen und mit den Mitlesern!

Vom Update um 17:30

1. Wie gefällt euch euer Buch bist jetzt?
Naja, da ich erst anfange, kann ich noch nicht viel sagen, aber der Eingangsspruch war durchaus amüsant!

2. Wie viele Seiten habt ihr gelesen?
Ähm, ja, 0. :D

3. Was erledigt ihr heute Abend noch alles nebenbei?
Jetzt wo ich anfange, noch wieder nach Hause fahren. Vorher, Tante besuchen, bei meinen Eltern zu Abend essen (ich war eingeladen).
So, und jetzt werde ich erstmal lesen!

Update um 22:20

Ja, jetzt will ich mal die ganzen Fragen beantworten, die Eponine nach 17:30 gestellt hat, da ich jetzt auch ein wenig zum Lesen gekommen bin :D

1. Dass ich sehr neugierig bin, wisst ihr ja schon. Ich interessiere mich aber vor allem auch über anderer Leute essen. Deshalb frage ich: was habt ihr heute alles gegessen und werdet ihr heute noch alles essen?
Also mein Essen des heutigen Tages: 3 Orangen, 1 Kinderriegel, 2 Schokobons, 3 Kekse, 1 Teller Suppe, ein wenig Rotebeete, Käse und Brot :D Und was ich noch vor habe zu essen, ähm, eigentlich nichts :D

2. Lest ihr heute eure Bücher "Bis zum bitteren Ende" weil ihr sie noch für eine Challenge oder eure Statistik benötigt, oder einfach nur darum, weil ihr sie beenden wollt?
Tja, ich habe meiner Mutter jetzt eins ihrer Weihnachtsgeschenke entwendet, weil es wirklich spannend ist :D Tja, das kommt davon, dass sie so nett ist und ich Töffel mein Buch vergessen hatte. Beenden werde ich die ca. 350 Seiten heute wohl nicht mehr, das halte ich für unrealistisch, aber in diesem Jahr könnte ich es noch schaffen, denn morgen ist ja auch noch ein Tag. Aber ich mache einfach nur mit, weils Spaß macht, weniger, weil ich noch was schaffen müsste ^^

3. Welches eurer Bücher habt ihr nicht "Bis zum bitteren Ende" gelesen, weil es euch einfach überhaupt nicht gefallen hat?
Es gab in meinem Leben bisher nur ein Buch, dass ich nicht beendet habe und das war »Otherland - Stadt der goldenen Schatten« von Tad Williams. Ich habe es glaube ich 4x mit diesem Buch versucht, habe dann aber aufgebgeben, weil ich es so extrem seltsam fand und es mir dann doch zu dick war, um es wirklich beenden zu wollen, da ich es nach knapp der Hälfte immer noch nicht im Ansatz mochte und verstand :D

Update von 20:30
1. Liegt ihr gut in der Zeit, oder haben sich eure Ziele für heute Abend schon ein wenig verändert?
Da ich keine Ziele hatte :D und immer noch nicht habe :D Japp. Durchaus ;o)

2. Welche Bücher der anderen Teilnhemer kennt ihr bereits? Könnt ihr sie empfehlen oder eher nicht?
Ich muss zugeben, kennen tue ich keins. Teilweise kenne ich aber Meinungen zu den Büchern. Sowohl die Morpheus-Reihe, die von meiner Mutter gelesen wurde, als auch Bartimäus, was ein guter Freund schon gelesen hat, sind bei beiden jeweils gut weggekommen :D

3. Welches Buch der anderen Teilnehmer würdet ihr wählen, wenn ihr euch spontan für eines entscheiden müsstet? Und warum?
Ich denke Bartimäus, laut meinem Kumpel soll die Reihe durchaus sehr amüsant sein. Darauf hätte ich aktuell neben spannend durchaus auch Lust drauf :D

Update von 22:00

1. Wie lange habt ihr vor, wach zu bleiben?
Mal gucken, kommt ganz darauf an, wie lange mich das Buch noch fesselt, mein Download dauert und ich nicht umkippe und einschlafe :D

2. Wie viele Seiten habt ihr heute Abend schon gelesen?

Ich habe nach meinem Post so gegen 19:40 angefangen mit lesen und zwischendrin noch den Ort gewechselt, bin jetzt auf Seite 100. Durchaus nicht vollkommen schlecht, da ich nebenbei noch mit meinen Eltern geredet habe :D

3. Welche Lesevorsätze habt ihr für das Jahr 2015 gemacht?

Ich mache mir eigentlich keine großartigen Vorsätze. Der einzige wäre wohl, dass ich auf jeden Fall keine große Lesepause drin haben will. Also mehr als 1-2 Tage am Stück mal nichts lesen zu können, sollte mir nicht passieren :D 

Update um 23:49

1. Wie gefällt euch euer aktuelles Buch?
Also, bisher eins der wieder deutlich spannenderen Bücher von Strobel, seit »Der Trakt«, da ich jetzt ca. auf Seite 200 bin und bisher noch nicht so gut wie alles durchschaut habe. Ein Pluspunkt. Spannend ist es auf jeden Fall, so dass ich gleich noch ein wenig im Bett lesen werden. Aber wohl nicht mehr ganz die 150 Seiten, die bis zum bitteren Ende noch fehlen, das erledige ich lieber morgen noch :D

2. Erzählt ein wenig von eurem aktuellen Buch. Was findet ihr erwähnenswert? Was möchtet ihr mit uns teilen?
Huch :D Jetzt habe ich oben da schon etwas vorweg genommen. Naja, wie gesagt, es ist arg spannend und eigentlich nicht wirklich etwas für vor dem Schlafen. Eventuell muss ich gleich dann noch ein Kapitel aus einem anderen Buch suchen sonst wirds nichts mit schlafen, da meine Gedanken noch zu sehr um dieses Buch kreisen.

3. Was wünscht ihr euch vom nächsten gemütlichen Lese-Miteinander?
Viele Wünsche habe ich da nicht :D Nette Menschen, ein gutes Buch, ein paar nette Kommentare bekommen und hinterlassen. Solche Dinge ^^

Jetzt durchstöbere ich noch die anderen Blogs ein wenig und dann gehen mein Buch und ein weiteres langsam ins Bett ^^ Morgen sollte man ja halbwegs fit sein, damit man 0:00 auch noch erlebt und nicht vorher einschläft *hihi*

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Montag, 22. Dezember 2014

Rezension ~ Kein Entkommen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Kein Entkommen
Autor: Linwood Barclay
Taschenbuch: 573 Seiten
Verlag: Ullstein
Ersterscheinung: 15. April 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283489
ISBN-13: 978-3548283487
Originaltitel: Never look away
Genre: Thriller


Über den Autor

Linwood Barclay wurde in den USA geboren, seine Familie zog aber kurz nachdem er drei wurde nach Kanada. Im Alter von 16 Jahren starb sein Vater und er übernahm das Familienunternehmen, einen Trailer Park in der Nähe von Ontario. Im Alter von 22 Jahren begann er in der Zeitungsredaktion des »Peterborough Examiner«. Kurze Zeit später wechselte er zum »Toronto Star« – der größten kanadischen Zeitung. Bevor er mit dem Schreiben von Thrillern begann, veröffentlichte er ab 1996 vier Sachbücher. Seine Romane »Ohne ein Wort« und »Dem Tode nah« erschienen 2007 und 2008 zuerst auf Deutsch, obwohl sie in Englisch verfasst wurden und seien ersten Werke, die nicht hauptsächlich »lustig« geschrieben sind.Barclay ist seit 30 Jahren mti seiner Frau Neetha verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Burlington, Ontario.

Inhaltsangabe/Klappentext

Sonne, Softeis, Kinderlachen. So hatte sich David den heutigen Tag vorgestellt. Ein Ausflug nach Five Mountains würde Davids Sohn Ethan gefallen. Auch seine depressive Frau Jan würde auf andere Gedanken kommen. Als sie in der Menge verschwindet, wird David panisch. Will sie sich etwas antun? Später zeigen die Überwachungskameras ihn mit seinem Sohn an der Kasse – ohne Jan. Plötzlich steht David selbst im Zentrum der Ermittlungen: unter Mordverdacht …


Rezension/Meinung

Die ist nicht meiner erster Roman von Linwood Barclay, aber eindeutig, obwohl einer der älteren, nicht einer der schlechtesten, auch wenn in meinen Augen vieles zu früh verraten wird.

Es ist an sich nämlich, auf jeden Fall, zu Beginn sehr spannend und es macht Spaß, um Jans Verschwinden zu rätseln. Jedoch kamen für mich viel zu schnell die Hinweise darauf, was genau passiert sein muss, es war alles zu offensichtlich, zu klar und nur die Frage nach dem genauen “Wieso?” bzw. “Warum?” blieb offen. Doch auch dort kam für meinen Geschmack die Lösung zu schnell, so dass sich ein Großteil der noch übrigen Spannung, die eh schon nicht mehr überwältigend war, sich auch noch verflüchtigte und das Buch zwar irgendwie noch interessant war, denn einige Charaktere kannten den Ablauf ja noch nicht, hatten keine Ahnung von Motiven der anderen, aber von Spannung war nichts mehr zu spüren. Von daher, ging es nur noch darum, kommen die Charakter noch auf des Rätsels Lösung und welche Folgen ergeben sich daraus.

Die Charaktere die dabei vom Autor gezeichnet werden, sind durchaus interessant, auch wenn ich sowohl Jan, als auch David so manches Mal nicht verstehen konnte in ihrem Handeln. Bei ihm war es vor allem manchmal seine Naivität, die fast ein wenig unglaubwürdig wirkte, bzw. für mich auch einfach nicht nachvollziehbar war und trotzdem war er ein Charakter, mit dem man einfach mit leiden musste.

Allgemein ist die Situation um Jans Verschwinden aber auch sehr gut dargestellt, so dass ich sie mir in ähnlicher Form auch in der Realität vorstellen könnte und auch, wie sich alles von dieser Situation langsam um David zuspitzt, ist einfach sehr glaubhaft aufgebaut. Von daher macht das Buch beim Lesen durchaus Spaß, auch wenn es viel zu schnell an Spannung verliert und wartet auch mit einem Ende auf, welches stimmig ist, auch wenn ich es so nicht unbedingt erwartet hätte.

Ein durchaus solides Buch, wenn man nicht zu viel rätseln will und es einen nicht stört, wenn man deutlich mehr und schneller alle Zusammenhänge kennt, als der Protagonist und eigentlich nur noch allwissender Zuschauer ist.


Fazit

 

Sonntag, 21. Dezember 2014

Rezension ~ Mörderkind

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Mörderkind
Autor: Inge Löhnig
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 5. Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548612261
ISBN-13: 978-3548612263
Genre: Krimi



Über die Autorin

Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren. Sie studierte dort an der renommierten Akademie U5 Grafik-Design. Nach sieben Jahren als Art Directorin in verschiedenen Werbeagenturen machte sich schließlich mit einem Design-Studio selbständig. Heute lebt sie als Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie in der Nähe von München. Inge Löhnig ist die Erfinderin von Kommissar Konstantin Dühnfort, dem Mann mit dem Gourmet-Sixpack. Ihr erster Roman mit diesem Ermittler – „Der Sünde Sold“ – erschien 2008 im Ullstein Verlag und wurde ins Niederländische übersetzt (Het loon van de zonde). Bis heute sind schon sechs Bänder um Kommissar Dühnfort erschienen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie liefen ihr nach und schrien: »Mörderkind, Mörderkind!«

Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind. Fionas Kindheit war ein Alptraum. Und nun ist ihr Vater tot. Seine letzten Worte galten ihr: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt ...


Rezension/Meinung

Bisher kannte ich von Inge Löhnig nur vereinzelte Bände aus der Dühnfort-Reihe, war aber durchaus von ihrem Schreibstil angetan und schon sehr neugierig auf dieses Buch hier, bei welchem es sich um einen Einzelband handelt, daher mit ihrer Krimi-Reihe um Kommissar Dühnfort nicht zusammenhängt und mal etwas anderes ist.

Enttäuscht hat mich das Buch eindeutig nicht, auch wenn es, wie bei so vielen Krimis, leider der Fall war, dass ich für meinen Geschmack ein wenig zu leicht auf des Rätsels Lösung gekommen bin und dadurch denn ein gewisser Spannungsfaktor einfach nicht mehr vorhanden war. Ich liebe Krimis, bei denen man zwar den Täter schon länger bewusst wahrgenommen hat, ihn aber nicht direkt zunächst in Verbindung mit der Tat bringt und zudem solche, bei denen man selbst lange an Motiv und Tathergang noch rätseln muss. Vieles davon ist hier nicht lange gegeben, da man auf das Motiv und den Tathergang in einigen Punkten zu schnell kommt, auch wenn es sich beim aktuellen Mordfall mehr zieht, als bei dem aus der Vergangenheit, welcher mit dem neuen stark verknüpft ist. Interessant war es trotzdem irgendwie, denn man hat ja immer, auch wenn man als Leser vieles schon weiß, manches einem vielleicht auch verraten wird, noch die Fragestellung zu lösen, wann und wie die Charaktere es wohl herausfinden werden.

Dabei sind Fiona und Mats zwei Charaktere, die ich sehr mochte, da sie irgendwie etwas sympathisches an sich haben, vor allen Dingen Mats und die Szenen mit den beiden bei mir sehr häufig Schmunzeln auslösten, da in ihrem Umgang miteinander von der Autorin durchaus auch einiges an Humor eingeflossen ist, der in einem solchen Buch zwar nicht übermäßig werden sollte, aber auch nicht gänzlich fehlen darf. Vor allem Mats kleine Psychoanalysen haben mir immer wieder sehr gefallen. Fiona ist ein etwas komplizierterer Charakter, aber von Inge Löhnig sehr gut beschrieben. Ebenso, wie auch einige der anderen Charaktere, die einfach in ihrer Darstellung ausreichend Persönlichkeit erhalten haben, dass ich sie mir auch wirklich vorstellen konnte und sie definitiv nicht platt wirkten. Besonders mancher eher fiese Charakter, war sehr gut getroffen.

Ebenfalls mochte ich es auch wieder sehr, dass in diesem Fall Abschnitte aus der Vergangenheit und diesem Fall, sich mit der Gegenwart und den Ermittlungen zu diesem Zeitpunkt abwechselten und so durchaus, durchschaut man die Dinge nicht zu früh, noch einiges an Spannung für den Leser resultieren kann.

Die Idee hinter dem Buch fand ich auf jeden Fall klasse und ich fühlte mich, wenn auch etwas zu schnell zu Lösung gekommen, die nichts vollkommen Neues darstellt, wie sollte sie auch, durchaus sehr gut unterhalten und kann dieses Einzelwerk der Autorin nur empfehlen, wenn man gerne mal einen Krimi liest, der nicht Kommissare oder andere typische Ermittler als Protagonisten hat, sondern eher gänzlich andere Wege geht, aber mit Humor, interessanten Wendungen und durchaus auch ein wenig Spannung aufwarten kann.


Fazit

Samstag, 20. Dezember 2014

Rezension ~ Der Ruf des weißen Raben

Allgemeine Infromationen zum Roman


Titel: Der Ruf des weißen Raben
Autor: Sanna Seven Deers
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. Juli 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282954
ISBN-13: 978-3548282954
Genre: Fanatsy / Mysterie / Romantik



Über die Autorin

Sanna Seven Deers ist 1974 in Hamburg geboren und aufgewachsen. 1997 heiratete sie den indianischen Bildhauer David Seven Deers und zog mit ihm in seine Heimat Britisch Kolumbien. Heute leben die beiden mit ihren vier Kindern auf der eigenen Ranch in den kanadischen Rocky Mountains. Sanna schreibt Romane, mit denen sie ihre Leser nicht nur in die unberührte Schönheit der kanadischen Wildnis, sondern auch in eine Welt voll Abenteuer und indianischer Mystik entführt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Trommeln und Stimmen verstummen, als die wirbelnden Rauchschwaden aufsteigen. Myras Herz pocht beinahe schmerzhaft in ihrer Brust. Sie ahnt nicht, dass sie Zeugin eines Rituals ist, mit dem der Indianer Chad Blue Knife die Geister ruft. Es wird ihre Zukunft und alles, woran sie glaubt, verändern. Sie spürt, dass ihr Leben und das von Chad auf alle Zeiten untrennbar miteinander verwoben sind ...


Rezension/Meinung

Nachdem ich schon »Das Geheimnis des Felskojoten« der Autorin gelesen hatte, dieses mir aber nicht so zusagte, »Der Ruf des weißen Raben« aber noch in meinem Regal stand, war ich doch irgendwie auch neugierig, was ich diesmal zu dem Werk dieser Autorin sagen würde. Vor allem auch, da dies eigentlich das erste Buch der Autorin ist und das mir bekannte schon das zweite. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, dass ich dieses Buch deutlich besser finde, als ihr zweites Werk, aber doch gibt es deutliche Abweichungen in ihrem Erzählstil, welchen ich in diesem Erstlingswerk stimmiger empfand.

Man sollte sich zu diesem Buch hier einfach sagen, dass es sich um eine Art von Fantasy- bzw. Mysterie-Roman handelt und schon kann man gut damit leben, dass extrem viel Unrealistisches passiert. Gerade da es so extrem viel Unrealistisches ist, empfand ich es als stimmiger, als im ersten Band, weil man hier die Absicht, diesen Aspekt hineinzubringen, was er einem vielleicht sagen soll etc. einfach für sich verständlich interpretieren kann, hingegen es im neueren Werk eher etwas gewollt und gekünstelt wirkt, da zu viel auf den Versuch der realitätsnähe gelegt wurde. Wer also ein Buch lesen will, das noch in Ansätzen realistisch ist und bei dem nicht zu viel passiert, was unter diesem Gesichtspunkt affig, seltsam, komisch oder ähnliches wirkt, der sollte definitiv nicht zu diesem Buch greifen.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mir persönlich die Geschichte ein wenig zu platt war. Sowohl die Charaktere, als auch die Aussage, den Appell, auf die es schlussendlich hinauslaufen sollte, wollte nicht wirklich tiefgründig oder lehrreich werden. Alles blieb einfach sehr oberflächlich und oftmals was es auch so, dass ganz besonders die Charaktere, bei denen es am wenigsten glaubhaft war, durch Vorangegangenes in der Geschichte oder deren Job etc., einfach so mächtig naiv und gutgläubig waren, dass ich damit einfach nicht klar kam. Vor allen den Dingen auch der “Böse”, der eigentlich so gar nicht wirklich richtig schlimm und gefährlich auf mich wirken wollte und mich ansonsten zu sehr an Mr. Smith aus Matrix denken lies. Ob diese Assoziation jedoch von der Autorin bewusst bezweckt werden sollte, weiß ich nicht und vermute es eher nicht.

Bei der Protagonistin ging mir dann einfach zu viel bei ihrer Stimmung, ihren Handlungen etc. hin und her, so dass ich sie und ihre Gründe, so zu handeln, wie sie es dann tat, einfach so gar nicht richtig nachvollziehen konnte. Eine klare Persönlichkeit konnte sich so einfach nicht herauskristallisieren, sie wirkte, wie aus unpassenden Bausteinen zusammengesetzt.

Dazu kam dann leider auch noch, dass es mir ein wenig zu übertrieben kitschig in den Beschreibungen zu romantischen Szenen wurde, so dass diese fast eher ein wenig albern wirkten. Wobei ich froh war, dass die Autorin in diesem Roman aber wenigstens die deutsche Sprache bei allem beibehalten hat und nicht wie in dem anderen Buch von ihr, teils seltsamerweise die englischen Namen für z.B. Pflanzen genutzt wurden.

Man muss halt wirklich wissen, was für eine Art Buch man lesen möchte. Bei an sich weniger Tiefgang und noch manchen Schwächen im Stil, erwartet einen hier eine eher leichte Lektüre, bei der man einfach damit rechnen muss, dass sie durchaus ein Fantasywerk sein sollte und Unrealistisches daher gehäuft auftritt.


Fazit

 

Freitag, 19. Dezember 2014

Rezension ~ Kings of Cool

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Kings of Cool
Autor: Don Winsolw
Gebundene Ausgabe: 351 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag
Ersterscheinung: 17. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518464000
ISBN-13: 978-3518464007
Originaltitel: The Kings of Cool: A Prequel to Savages
Genre: Thriller


Über den Autor

Don Winslow ist am 31. Oktober 1953 in New York geboren. Er wuchs in Perryville an der Küste von Rhode Island als Sohn eines Offiziers der Navy auf, seine Mutter war Bibliothekarin. Später studierte er afrikanische Geschichte in Nebraska, um anschließend nach New York zurückzukehren und in verschiedenen Berufen u.a. Privatdetektiv, zu arbeiten. Nicht ganz unbeeinflusst von seinem Vater, studierte er erneut, diesmal Militärgeschichte. Im Jahr 1991 dann erschien sein, noch in den 80er Jahren verfasster, erster Roman um den Privatdetektiv Neal Carey. Dieser Hauptfigur gönnte er noch vier weitere Auftritte, bis er sich 1996 erstmal andere Themen und Protagonisten sucht. Mitte der 90er Jahre zog er dan mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn nach Kalifornien auf eine Farm, wo sie bis heute leben. Seinen ersten großen Erfolg hat Winslow mit »Die Auferstehung des Bobby Z« 1997. Sein im Original 2005 und auf Deutsch im Jahr 2010 veröffentlichter Roman »Tage der Toten« gilt als sein Meisterwerk. Für die Geschichte über den Drogenkrieg in Mexiko recherchierte er sechs Jahre.


Inhaltsangabe/Klappentext

Am Strand ist das Paradies. Am Strand verlor Kalifornien seine Unschuld. Aussteiger, die in Versuchung gerieten. Lokalhelden und Träumer, die nicht genug bekommen konnten. Drogen, Gier, der Sündenfall. Es ist eine Geschichte, die weit zurückreicht, bis in die Sechziger, als in Laguna Beach Surfer und Hippies zusammentrafen und einen Pakt mit dem Teufel schlossen. Eine brutale, majestätische, atemberaubende Geschichte.


Rezension/Meinung

Mein erstes Werk von Don Winslow und ich weiß nicht wirklich, ob ich es nach diesem Buch noch einmal mit ihm versuchen werde.

Ich will einfach mal anfangen zu erläutern, was ich an diesem Buch so eigenartig fand und fange einfach schon einmal mit klar ersichtlichen Position an. Das Buch hat ca. 350 Seiten und schafft es doch glatt, dabei ganze 305 Kapitel zu haben. Man merkt also sofort, die Kapitel müssen teilweise sehr kurz sein und es ist auch wirklich so, dass es manchmal Kapitel gibt, die aus lediglich einem Satz bestehen, der teilweise auch nur ein Halbsatz ist und durchaus auch nur aus zwei Worten evtl. auch einem bestehen kann. Ebenso gibt es Kapitel, die nur aus wenigen Zeilen bestehen, andere wiederum gehen über einige Seiten. Teilweise ist es auch so, dass ein Satz über mehrere Kapitel geht, was ich extrem gewöhnungsbedürftig fand.

Andere stilistische Mittel die Don Winslow einsetzt, sind Sätze, die sich über mehrere Zeilen ziehen, aber so, dass
            jeweils
                        das
                                nächste
                                            Wort
                                                      eine Zeile tiefer ist.
Schon seltsam, oder? Es gibt auch noch viele andere Versionen, wie er Sätze mitten in der Zeile abbricht, um sie dann in der nächsten fortzuführen. Für mich beim Lesen sehr seltsam, denn es las sich schwerer und wirklich mehr Ausdruck konnte er damit auch nicht in den Text hinein bringen.

Dazu kommt dann noch, dass seine Sätze im Allgemeinen sehr kurz sind. Oftmals bestehen sie wirklich nur aus Subjekt, Prädikat, Objekt. Haben seine Sätze mehr als drei Wörter oder der Länge einer Zeile, handelt es sich eigentlich im Großteil der Fälle um Aufzählungen. Wirkliche richtige lange Sätze, findet man nur mit einigem an Suchaufwand.

Man merkt also, am meisten Wirkung auf mich als Leser, hatte wirklich dieser sehr eigene Stil, in dem dieses Buch geschrieben ist. Ein sehr eigener und mir so extrem noch nicht untergekommener Stil.

Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, fand ich die Handlung, sowie auch die Charaktere, eigentlich eher ewas flach, viele Zusammenhänge waren sehr leicht ersichtlich und das Drogenmilieu ist eindeutig nicht mein Fall, auch wenn ich gestehen muss, dass es durchaus seltsame Charaktere hervorbringt, die ich alle samt nicht richtig verstanden habe. Aber ich hatte, wie erwähnt, auch nicht wirklich den Eindruck, als hätte Don Winslow darauf sehr viel Energie investiert. Obwohl die Handlung in gewisser Weise durchaus einen roten Faden hat, sogar mehrere Ebenen, spielt sie teilweise in der Gegenwart und in der Vergangenheit, aber wirklich viel passiert trotzdem nicht. Vor allen Dingen nichts Unerwartetes.

»Kings of Cool« ist ein Buch, das auf jeden Fall sehr speziell ist, aber nicht durch seine Handlung heraussticht, sondern eher wegen des Stils und Aufbaus. Für mich war es gewöhnungsbedürftig, irgendwie auch interessant, aber ich kann mit dieser Art Buch nicht wirklich warm werden, sondern empfand es die gesamte Zeit als interessantes Studienobjekt, was an seltsamen Stilmitteln wohl als nächstes käme.


Fazit

 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Rezension ~ Bis du stirbst

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Bis du stirbst
Autor: Michael Robotham
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 20. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344247339X
ISBN-13: 978-3442473397
Originaltitel: Bombproof
Genre: Thriller / Action


Über den Autor

Michael Robotham wurde 1960 in in einer Kleinstadt in New South Wales, Australien, geboren. Er begann seine berufliche Laufbahn als Journalist, ging nach London und arbeitete dort u.a. für die »Mail on Sunday«, die »Sunday Times«, den »Daily Telegraph« und den »Tatler«. 1993 schloss er mit dem Journalismus ab und konzentrierte sich auf seine Tätigkeit als Ghostwriter. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Personen schrieb er zahlreiche Biographien, darunter Rolf Harris, Geri Halliwell und Tracy Edwards. Auch mit seinem erster Roman, »Adrenalin«, welcher 2005 im Goldmann Verlag erschien, konnte er international überzeugen und gilt seitdem als neuer Star der britischen Krimiszene. Sein zweiter Roman »Amnesie« wurde von der australischen Crime Writers Association zum »Crime Book of the Year 2005« gewählt. Außerdem wurde ihm die Ehre zu Teil, für den Dagger Award nominiert zu sein. Robotham lebt heute mit seiner Frau und seinen drei Töchtern wieder in Sydney.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sami Macbeth hat das Leben übel mitgespielt. Gerade erst musste er eine dreijährige Gefängnisstrafe absitzen für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Frisch entlassen will er ein neues Leben beginnen. Doch dann muss er feststellen, dass seine Schwester verschwunden ist, und kurze Zeit später wird er in einen Anschlag auf die Londoner U-Bahn verwickelt. Er braucht dringend Hilfe, die er bei dem ehemaligen Polizisten Vincent Ruiz sucht. Und Ruiz macht schon bald einige interessante Entdeckungen ...


Rezension/Meinung

Michael Robotham war vor diesem Buch bisher noch kein Name für mich, wodurch ich auf jeden Fall sehr unvoreingenommen an diesen Thriller herangehen konnte. In gewissem Maß war das sicherlich auch nicht schlecht, denn so kann ich auf jeden Fall sagen, wer auf einen Thriller steht, der doch eher ein wenig in die Richtung Actionfilm tendiert, der ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.

Ich hatte nämlich oftmals durchaus das Gefühl, verfilmt gäbe des Buch einen super Actionfilm ab, da doch an einigen Stellen die Handlung etwas übertrieben und auch ein bisschen absurd ware, wenn auch nicht vollkommen daneben. Es liest sich auf jeden Fall für Zwischendurch super und unterhält auch, keine Frage, aber vieles ist halt doch teils sehr brutal und nur dadurch so zu schaffen, da Sami auf mich nicht ganz wie der Hellste wirkte.

Sami als Charakter ist irgendwie sympathisch, aber trotzdem ist es bei vielen seiner Handlungen so, dass ich mich ehrlich gefragt habe, warum tut er das jetzt? Warum lässt er das mit sich machen? Und ähnliches. Aber naja, wäre er nicht so blauäugig gewesen, vielleicht liegt das auch einfach an seiner Zeit im Gefängnis und weil er ja eigentlich ein netter Bursche ist, hätte das Buch auch einfach nicht funktionieren können. Allgemein muss ich sagen, dass ich aber trotzdem so oft mit dem Kopf schütteln musste und nur gedacht habe: “Nein, tu das nicht, du reitest dich immer tiefer rein!”. Die zweite Hauptperson des Romans, Ex-Kommissar Ruiz, war für mich auch irgendwie sehr speziell, da er zwar durchaus auch etwas hatte, was ihn mich mögen ließ, aber er wirkte doch teilweise arg fanatisch in manchen Bereichen, dass ich echt überrascht war.

Mit diesen beiden verglichen, muss ich übrigens sagen, die Bösen wirkten auch ein wenig lachhaft, denn wenn ich so jemanden wie Sami vor mir gehabt hätte, hätte eigentlich schnell auffallen müssen, dass er eigentlich keinen Plan hat und meine Pläne mit ihm verdammt wären, wenn ich sie ihn durchführen lasse, da der Junge von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Aber irgendwie spielen alle fröhlich mit und es wird von Szene zu Szene nur verworrener. Es passt jedoch super zu einem Actionfilm!

Lesen lässt sich das Buch leicht und flüssig, die Story ist an vielen Stellen spannend, wenn auch einige Wendungen vorherzusehen sind, andere wiederum arg absurd sind und mich die Bösen teilweise sehr irritiert haben. Sie waren, wie schon erwähnt, gutgläubiger, als jeder von den eigentlichen gute oder ähnlichen.

Ein buch für Zwischendurch, das mehr Action als Thriller beinhaltet, mit vielen typischen Klischees spielt, durchaus etwas abgedreht ist, aber einen gut unterhält!


Fazit

 

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Rezension ~ Wir in drei Worten

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel:  Wir in drei Worten
Autor: Mhairi McFarlane
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426514532
ISBN-13: 978-3426514535
Originaltitel: You Had Me At Hello
Genre: Belletristik / Liebesroman


Über die Autorin

Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren und arbeitete als Journalistin und Bloggerin. Mit ihrem Mann und einer Katze lebt sie gemeinsam in Nottingham. "Wir in drei Worten" ist ihr Romandebüt


Inhaltsangabe/Klappentext

Rachel und Ben. Ben und Rachel. Zu Uni-Zeiten waren sie unzertrennlich. Beste Kumpels waren sie. Die Welt konnte ihnen nichts anhaben. Doch in der Nacht vor der Abschlussfeier ist etwas passiert. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen. Zehn Jahre und 781 erfolglose Google-Suchen später stehen sie sich unerwartet gegenüber. Alles ist wieder wie früher. Und doch ist es ganz anders. Ben ist verheiratet, und Rachel hat sich gerade von ihrem Verlobten getrennt.


Rezension/Meinung

Liebesromane lese ich eigentlich immer nur dann, wenn ich mal denke, jetzt muss mal etwas her, was du sonst eigentlich fast gar nicht liest, damit du nicht in einen zu starken Trott gerätst, immer nur das gleiche zu lesen. Rachel und Ben haben mir aber gezeigt, dass es auch passieren kann, dass ein Liebesroman es schafft, dass ich dieses Buch sogar ziemlich gut finde, was mir eher selten passiert, schließlich ist es eher leichte Literatur bei der man oftmals sehr gut vorhersehen kann, wie es ausgehen wird. Die Handlungen der Liebesromane sind einfach alle immer sehr ähnlich und auch »Wir in drei Worten« macht da keine große Ausnahme, denn einiges kann man schon erahnen.

Jedoch ist es auch so, dass diese Geschichte einfach viele Kleinigkeiten aufweist, die sie irgendwie anders gemacht haben, ein bisschen besonders. Vielleicht auch einfach, weil ich Rachel und Ben sehr gern mochte und auch einige der anderen Charaktere einfach sehr bereichernd waren. Vor allen Dingen auch Bens Frau Olivia, deren Kollege und Freund Simon, sowie von Rachels Seite ihre Freunde und auch ihre neue Kollegin Zoe. Durch diese vielen Charaktere, die auf jeden Fall durch ihre Persönlichkeiten überzeugen konnte, wurde die Handlung für mich einfach viel dichter. Alles stimmiger und es kamen durchaus auch Aspekte mit in diese Geschichte hinein, die es spannend machten, dann ganz sicher konnte man sich in manchen Punkten nicht sein, auch wenn man aus der Erfahrung, wie die meisten Liebesromane aufgebaut sind, schon ein bisschen in Ahnungen schwelgen konnte.

Dabei ist es zudem so, dass Rachel irgendwie eine Persönlichkeit hat, die ich mochte, auch wenn sie nicht wirklich einfach war. Manchmal ein wenig zu zurückhaltend und naiv. Manches Mal einfach ein wenig zu nett und oftmals ziemlich eigenartig, aber trotzdem mochte ich sie irgendwie, auch wenn ich sie oft nicht verstanden habe. Rachel läuft einfach oft ziemlich blauäugig durch die Welt und ist manchmal echt ein wenig blind, aber ich habe ihr irgendwie immer Glück gewünscht. Und Ben habe ich einfach gemocht, auch wenn man von ihm durchaus weniger mitbekommt, da man alles aus Rachels Perspektive erfährt. Bens Wesen jedoch kann man selbst in Szenen super erkennen, in denen Rachel mal wieder durch ihre Art mit Blindheit geschlagen ist.

Vielleicht fühlt man auch einfach mit den Charakteren, da ich von der Geschichte auf emotionaler Ebene auch einfach sehr angesprochen wurde. Wie die Autorin das genau geschafft hat, kann ich gar nicht genau sagen, aber irgendwie brachte sie mich mit den Charakteren mit zu fiebern, mit zu leiden und vor allen Dingen auch, mit ihnen zu Hoffen zu Bangen und ich hätte manchem oft nur zu gerne in den Hintern getreten, damit sie zu verstand kommen.

Ein Liebesroman, der für mich einfach mal etwas anderes war, weil er so viel Spaß machte, lockere Seiten, aber auch ernste hatte und vor allen Dingen emotional war. Ein seltener Fall, aber diesen Roman kann ich durchaus empfehlen.


Fazit

Dienstag, 16. Dezember 2014

Rezension ~ Ein Pflaster für den Zackenbarsch

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Ein Pflaster für den Zackenbarsch
Autor: Jens Rassmus
Gebundene Ausgabe: 72 Seiten
Verlag: Residenz
Ersterscheinung: 9. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3701721408
ISBN-13: 978-3701721405 
Vor-/Lesealter: ab 4 Jahre
Genre: Kinderbuch


Über den Autor

Jens Rassmus geboren 1967 in Kiel, studierte Illustration in Hamburg und Schottland. Er illustriert und schreibt Bücher, wofür er vielfach ausgezeichnet wurde. Seine Bilder sind von besonderem Zauber, voller Geheimnisse und Überraschungen. Seine Geschichten funkeln vor Übermut und lustigen Ideen. Mit seiner Familie lebt er in Kiel.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Doktorfisch hat ganz schön zu tun. Da sind die Kraken, deren Familienfest in einem Knotenchaos endet. Der Haifisch, der bei seiner Geburtstagsparty die Gäste verspeisen möchte. Oder der Zackenbarsch, der sich eine lustige Krankheit wünscht, irgendwas mit roten Tupfen oder mit einer Erkältung, damit er Wasserblasen husten kann. Der Kofferfisch ist ein perfekter Assistent, stellt aber oft schwierige Fragen. Über das Fisch-Sein und über Regen und darüber, wie es sich wohl anfühlen mag, nass zu sein. Jens Rassmus sprüht vor lustigen Ideen. Seine Geschichten begeistern Groß und Klein, ob krank oder gesund!


Rezension/Meinung

Mit diesem Buch ist dem Autor etwas gelungen, was mir bisher noch nicht so häufig begegnet ist, nämlich ein Buch, das aufgrund seiner Art, durch die Bilder, die kleinen lehreichen Geschichten, aber auch seinem Humor, sowohl für kleine Kinder, als auch für Erwachsene geeignet ist.

Es ist nämlich so, dass alle Geschichten aus diesem Buch auf jeden Fall kindgerecht und auch für kleine Kinder, bei vorlesen verständlich sind. Ebenso illustrieren die Bilder dieses Buch einfach auf eine wundervolle Art und Weise, so dass es für die Kinder viel zu entdecken gibt, ab und an ist selbst der Text darauf ausgelegt, dass er ein wenig mit illustriert, zum anderen ist es auch so, dass die Sätze vom Lesen her durchaus so gestrickt sind, dass sie ein Leseanfänger im fortgeschrittenen Stadium sowohl lesen, als auch verstehen kann. Dazu kommt dann noch, dass man mit einem gewissen Alter und dem daraus resultierenden Wissen, sowie der Erfahrung, noch so manche Pointe erkennen kann, die es noch etwas spaßiger macht, aber die Geschichten für jüngere nicht schlechter oder unverständlich werden lässt.

Sehr schön finde es auch, dass die Geschichten kurz und in gewisser Weise unabhängig voneinander sind, auch wenn sie doch teils ein wenig aufeinander aufbauen. Meine liebste Geschichte ist eindeutig die vom kleinen Kofferfisch, der unbedingt einmal richtig nass sein möchte. In ihr steckt so eine interessante Logik, auf die ich so nie gekommen wäre, die aber irgendwie schlüssig ist. Zumal auch das Bild vom fliegenden Kofferfisch so niedlich ist.
Aber auch alle anderen Geschichten sind toll gemacht und sehr vielseitig. Vor allem, da immer wieder auch Charaktere auftauchen, die man teils aus den anderen Geschichten schon kennt und man immer wieder neue Sachen lernt. Vor allen Dingen auch die titelgebende Geschichte hat es mir angetan, weil zum einen der Titel alles sagt und doch nichts und sie einen wunderbaren Apell hat.

Ein tolles Buch, bei dem wirklich Groß und Klein ihren Spaß dran haben können und dieser Ausspruch nicht allein ein schlapper Werbeversuch ist, etwas zu bewerben. Ich kann das Buch nur empfehlen, da es wirklich niedlich gemacht und ein Kinderbuch ist, bei dem man selbst als Erwachsener noch neue Erkenntnisse beim Vorlesen gewinnen und seinen Spaß haben kann.


Fazit

 

Montag, 15. Dezember 2014

Rezension ~ Kesselsturm

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Kesselsturm
Autor: Oliver Wolf
Broschiert: 341 Seiten
Verlag: Gmeiner
Ersterscheinung: 1. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839214467
ISBN-13: 978-3839214466
Genre: Krimi
Reihe: Ronda & Bürkle
Band: II


Über den Autor

Oliver Wolf wurde 1978 in Stuttgart geboren und wohnt seitdem in einem Teilort der Schillerstadt Marbach. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete er einige Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen einer großen Krankenversicherung. 2008 wechselte er in den Bereich Vertriebsconsulting.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nicht genug, dass die neue Landesregierung den Bau von Windkraftanlagen in und um Stuttgart in Auftrag gibt und damit in der Bevölkerung für Unruhe sorgt. Nun halten auch noch brutale Morde die Stadt in Atem. Alles deutet auf einen Serienmörder hin. Die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle heften sich an die Fersen des Täters. Eine tödliche Hetzjagd beginnt …


Rezension/Meinung

Wer denkt, dass Krimi sich immer sehr ähneln, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall schon mal empfehlen, da ich hier doch so einige Punkte gefunden habe, die für mich vom typischen Krimi, wie man ihn immer so klischeehaft im Kopf hat, abweichen.

Trotzdem muss man daher auch damit leben, dass man ihr wirklich keinen typischen Krimi vor sich hat, denn an vielen Stellen weicht das Buch allein schon durch seien Struktur sehr stark von dem ab, was man bei einem Krimi erwartet. Unter anderem wird oftmals der Spannungsbogen des eigentlichen Krimis unterbrochen, um andere Dinge zu erzählen, die zunächst sichtbar gar nichts mit dem Fall zu tun haben und es eventuell auch im Verlauf der Geschichte nur zu einer Randerscheinung neben dem eigentlichen Fall bringen werden, bzw. einigem ein wenig Hintergrundmaterial liefern könnte. Das ist zunächst einfach sehr gewöhnungsbedürftig, da ich immer wieder aus dem Fall so stark herausgerissen wurde, dass ich mich doch irgendwie fast mehr in der Nebengeschichte, die noch zur Zeit des Römischen Imperiums spielt, gefangen fühlte, als im eigentlichen Krimi, der zwar irgendwie interessant war, aber vom anderen, vor allen Dingen auch emotional oft einfach überlagert wurde.

Vor allen Dingen ist es leider auch so, dass man bei diesem Krimi nicht unbedingt das erwarten sollte, was er einem zunächst vom Klappentext her verspricht und auch durch das Cover stark suggeriert, da er eigentlich nur entfernt in diese Richtung geht von seinem Inhalt. Da muss man leider dem Verlag ein wenig die Schuld geben, da dieser sich doch mit dem Klappentext ein wenig vergriffen hat.

Und auch, wenn ich in manchen Belangen den Krimi selbst ein wenig weit hergeholt fand und ich mich nicht so sehr auf ihn einlassen konnte, wie auf die Nebengeschichte, ist er in sich sehr schlüssig und auch logisch, wenn auch etwas abwegig im allgemeinen, da manche Dinge, sehr unrealistisch wirken. Trotzdem fand ich die Idee an sich sehr gelungen und habe mich auch gefreut den beiden Kommissaren wieder zu begegnen, wobei es für Neueinsteiger, die den ersten Band nicht kennen leider durchaus so sein kann, dass Ronda und Bürckle ihnen etwas fremd bleiben werden und ihre Beziehung zueinander sehr unklar bleibt, da schon auffällig ist, dass das Vorwissen zu ihren Persönlichkeiten und wie sie sich im ersten Teil kennenlernten, sehr hilfreich wäre.

Allgemein hat das Buch mir aber Spaß gemacht, auch wenn es am Ende dann doch so ganz anders war, als ich es zunächst vermutet hatte. Zudem sei noch gesagt, wenn man das Buch mal anlesen sollte, der Prolog ist nicht zu ernst zu nehmen, denn dieser hat mich zu Beginn ehrlich extrem irritiert.


Fazit

Sonntag, 14. Dezember 2014

Rezension ~ Die goldene Kastanie oder Das Herz des Waldes (eBook)

Allgemeine Informationen zum Roman



Titel: Die goldene Kastanie oder Das Herz des Waldes
Autor: Frank-Thomas Kirchberg
Seitenzahl als Print-Ausgabe: 84 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B00HZKLIR2
Genre: Märchen




Über den Autor

Der Autor, Frank-Thomas Kirchberg, wurde 1959 in Erfurt geboren. Er war schon als Kind eine Leseratte und liebte Bücher über alles. Deshalb wollte er eigentlich auch in seinem Berufsleben etwas mit Büchern tun. Es kommt jedoch immer anders, als man denkt. Und so wurde er, nach Abschluss der Schule, Koch und arbeitete über 15 Jahre in diesem Beruf. Später machte er eine zweite Berufsausbildung und wurde Bürokaufmann. 2007 arbeitete er im Christophoruswerk Erfurt an einem Projekt zur Produktion eines Hörspiels mit. Er erfand dann die Geschichte dafür. Sie hieß: „Die goldene Kastanie“. In gemeinschaftlicher Arbeit wurde daraus eine 22minütige Hörspielfassung gemacht, die weitgehend der originalen Geschichte folgt. In den Studios von Radio Funkwerk Erfurt wurde das Hörspiel professionell produziert. Und schließlich zum Jahreswechsel 2007 ausgestrahlt. Außerdem wurde davon eine CD hergestellt, und gegen eine Spende vertrieben. 2009 erschien, die originale ungekürzte Fassung, in einer Anthologie des Verlages P & B, als Taschenbuch. 2014 veröffentlichte der Autor seine Geschichte: „Die goldene Kastanie“ als E-Book.
Die Veröffentlichung weiterer Geschichten ist geplant. Der Autor arbeitet derzeit an einem mehrbändigen Roman.

Inhaltsangabe/Klappentext

Bei der Geschichte: „Die goldene Kastanie: Das Herz des Waldes“, handelt es sich um ein märchenhaftes Fantasy-Abenteuer mit ökologischem Touch: Prinzessin Selina hat sich verirrt, und reitet im strömenden Regen, bei Blitz und Donner durch den Wald. Schlammverschmiert und mit zerrissenen Kleidern ist sie auf der Suche nach Weg und Steg. Aber was ist das, eine Stimme spricht zu ihr und da ist eine strahlende Gestalt. Das ist eine Fee. Aber es gibt keine Feen. Und dann gibt sie Selina auch noch Befehle. Diese weigert sich. Aber es hilft alles nichts. Sie muss tun, was die Fee befiehlt. „Rette den Wald! Bring mir die goldene Kastanie zurück! Oder du kommst nie mehr aus meinem Wald heraus!“ Das ist eine schwere Aufgabe. Aber Selina darf sich dabei Hilfe suchen. Sie trifft auf den Grafen Waldemar. Einen Freund aus alter Zeit. Aber der hat selber genug Probleme. Er weiß nicht mehr ein noch aus. Und da ist noch die Magd Elsbeth, die vor Verzweiflung die Hände ringt. Doch der Knecht Johann knurrt und grunzt nur dazu. Er ist keine Hilfe. Wozu sind die Männer nur zu gebrauchen. Wer beschützt sie nur vor dem Richter Adelbert. Einem unverbesserlichen Bösewicht und Trunkenbold. Zu allem Überfluss ist auch noch der Familienschatz des Grafen unerklärlicherweise verschwunden. Bekommt Selina die goldene Kastanie wieder? Und wem jagt der Richter Adelbert wutschnaubend mit einem großen Knüppel hinterher? Wie soll das wohl Alles noch enden?


Rezension/Meinung

Es kommt eigentlich selten vor, dass ich so kurze Geschichten lese, die nicht direkt als Kinderbuch erkennbar sind. Hier habe ich mich doch einmal herangewagt. Zum einen auf Anfrage des Autors und zum anderen, da ich es einfach mal interessant fand, eine Art Märchen zu lesen, das nicht aus mündlichen Überlieferungen entstanden ist und mit der Seitenanzahl doch auch schon für ein Märchen ziemlich lang ist.

Und ich kann sicher sagen, man merkt stark, dass es sich um ein Märchen handelt, denn die Geschichte hat einfach diesen typischen Märchencharakter beim Erzählen, allein schon von der Atmosphäre her, wie die Abläufe sind und auch bei der Sprache, die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, da manchmal vielleicht etwas wenig erklärt wird. Aber erwartet man das denn wirklich so stark bei einem Märchen? Mancher schon, mancher nicht.

Trotzdem weicht es von bekannten Märchen auch ein wenig ab, vor allen Dingen beim Ende, das einem sehr ausführlich vorzeigt, was aus allen Charakteren geworden ist, was mir von Märchen eher weniger geläufig war. Jedoch hat das Ende auch eine sehr typische Gemeinsamkeit mit allen Märchen, denn es vermittelt eindeutig einen starken Apell, hat eine Aussage, was man nicht machen sollte und wie man besser sein sollte, um wirklich ein guter Mensch zu sein. Eine für mich typische Sache bei Märchen, dass doch meist, die Bösen irgendwie bestraft werden und die Guten, durch ihre guten Taten belohnt werden. In gewisser Weise hat es mich ein wenig irritiert, wie wenig vom Ende auf die Lösung der Geschichte an sich verwandt wurde und wie viel auf weitere Erklärungen, wie es den Charakteren ergeht, jedoch denke ich, hat der Autor deutlich klar gemacht, was er mit seinem Märchen aussagen will.

Ich finde dieses modernere Märchen, was sich im Stil in vielem an alte, bekannte Märchen anlehnt, aber doch auch viel eigenes entwickelt auf jeden Fall durchaus gelungen, sowohl von seinem Stil her, sein Atmosphäre, als auch seiner letztendlichen lehrenden Aussage, vor allem die Natur betreffend. Allein Freunden von Märchen kann ich diese Geschichte daher empfehlen, denn auch wenn sie vielleicht sogar besser wäre, wenn sie entweder etwas weniger oder ein paar mehr Seiten hätte, ist es ein hübsches Märchen, dass anders ist, aber dadurch nicht schlecht, vielleicht nur ein bisschen kitschiger, als man es gewöhnt ist und seine Schwerpunkte etwas eigen setzt.


Fazit

Samstag, 13. Dezember 2014

Rezension ~ Der Thron von Melengar

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Thron von Melengar
Autor: Michael J. Sullivan
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Klett-Cotta
Ersterscheinung: 21. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608960120
ISBN-13: 978-3608960129
Originaltitel: The Riyria Revelations
Genre: Fantasy 
Reihe: Riyria-Reihe
Band: I

 

Über den Autor

Michael J. Sullivan, geboren 1961 in Detroit, begann seine ersten Geschichten mit acht Jahren zu schreiben. Er lebt heute mit seiner Frau und drei Kindern in Fairfax in der Nähe von Washington D.C. als freier Autor. Zunächst publizierte Michael J. Sullivan seine sechsteilige Riyria-Reihe sehr erfolgreich im Eigenverlag. Nach seinem großen Publikumserfolg wurden US-Verlage auf den Autor aufmerksam. Inzwischen wurde sein Fantasy-Epos in 14 Sprachen übersetzt und hat mehr als 100 Preise gewonnen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Royce, ein gewiefter Dieb, und sein fast ehrenhafter Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Ihr Diebesbund trägt den Namen »Riyria« und sie leben ziemlich gut dabei. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des recht kleinen Königreichs »Melengar« geht.


Rezension/Meinung

Es ist immer wieder interessant, wie vielschichtig doch das Fantasy-Genre ist. Ganz stark ist mir das wieder bei diesem Roman aufgefallen, der an vielen Stellen ohne die typischen Fantasy-Klischees auskommt, dabei aber eindeutig als Fantasy zu erkennen ist und mit einfachen Dingen schafft, extrem spannend zu sein.

Klar kommt auch dieser Fantasy-Roman nicht ganz ohne die typischen Elemente aus, die ihn, abgesehen von der meist anderen Welt, von historischen Romanen unterscheidet, sondern ein bisschen Magie ist in diesem Buch auch vorhanden, ebenso wie auch Wesen, die es so nicht gibt, aber dies kommt großteilig nur sehr am Rand vor und nimmt deutlich weniger Platz ein, als es in vielen anderen Werken der Fall ist.

Vor allen Dingen konzentriert sich dieser Roman einfach auch sehr auf die Charaktere, die ich persönlich auch sehr gelungen fand. Besonders auch bei den beiden Dieben Royce und Hadrian fand ich es toll, wie sie geschildert waren, besonders auch, da man immer den Eindruck hatte, dass es mit Royce noch mehr auf sich hat, als einem bisher wirklich bekannt ist und ich bin ehrlich immer noch neugierig, wie sich das irgendwann aufklären wird, da es sich ja bei diesem Band um einen Auftakt zu einer Reihe um die beiden handeln soll. Ganz besonders ist mir aber Hadrian an Herz gewachsen, den ich mit seiner besonneneren Art irgendwie sehr gern mochte und dabei fand ich es auch sehr gut gewählt, dass er nicht mehr ganz der jüngste ist, weil es einfach glaubwürdiger war, als wenn die Charaktere immer nur irgendwelche Jungspunde sind.

Sehr interessant fand ich von seinem Charakter und seiner Entwicklung her auch den Prinzen, zu dem ich meine Meinung während des Lesens doch ändern musste, denn anfänglich ging er mir sehr auf die Nerven, auch wenn das zu der ein oder anderen auch sehr amüsanten Passage führte.

Vor allen Dingen punktet das Buch auf jeden Fall durch seine Handlung, bei der man wirklich viel miträtseln kann, wer genau wirklich für die Intrigen, die gesponnen wurden verantwortlich ist und daher einen leichten Krimicharakter aufweist. Ganz besonders auch daher, weil man wirklich erst recht spät aufgeklärt wird, wer wirklich hinter allem steckt, was mir sehr gefallen hat, weil man auch einfach ein wenig mehr im Dunklen tappt.

Und das Buch hat eindeutig etwas ein wenig epischeres von seiner Aufmachung her, da es letztendlich doch um vielmehr geht, als nur eine Kleinigkeit, zwar nicht gleich die Rettung der gesamten Welt, aber zumindest auch ein paar Eroberungen. Genau diese vielen Richtungen in die die Handlung tendiert und eine gut ausgearbeitete Welt und tolle Charaktere, machen dieses Fantasy-Buch zu einem Werk, das ich ehrlich sehr gern gelesen habe, auch wenn es für Fantasy sehr wenig stark phantastische Elemente aufweist.


Fazit

 

Freitag, 12. Dezember 2014

Rezension ~ Mind the Gap!

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Mind the Gap! - Wie ich Londern packe (oder London mich)
Autor: Emmy Abrahamson
Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423650060
ISBN-13: 978-3423650069
Empfohlenes Lesealter: 14 - 17 Jahre
Genre: Jugendbuch
Reihe: London - Reihe
Band: I


Über die Autorin

Emmy Abrahamson ist u.a. in Moskau aufgewachsen und studierte in Manchester und London.. Sie war außerdem als Schauspielerin in Wien und Amsterdam tätig. Heute lebt sie in Südschweden.


Inhaltsangabe/Klappentext

Gerade mal seit drei Tagen das Abitur in der Tasche, macht Filippa Karlsson sich unerschrocken auf den Weg in Richtung London, Freiheit, Royal Drama School. Denn das ist Filippas Traum, Schauspiel an dieser renommierten Schule zu studieren. Aber London kann auch zum Albtraum werden: die irrsinnig hohen Preise, betrügerische Vermieter, nicht zu reden von (un)bekannten Popstars, die mit den abgeschmacktesten Liebesschwüren kleine Ausländerinnen verführen wollen. Doch Filippa ist zäh und sie merkt, dass London auch eine Stadt ist, wo man Freunde fürs Leben finden kann und Träume doch wahr werden können. Wenn man nur dem Wahnsinn des Großstadtdschungels beherzt mit robustem Humor entgegentritt.


Rezension/Meinung

Das dieses Buch ein Jugendbuch ist, war mir ja klar, aber in vielen Punkten war ich von diesem Buch, bzw. der Protagonistin doch ein wenig enttäuscht, auch wenn ich jetzt nicht behaupten kann, dass das Buch schlecht war, aber es gibt leider doch viele Punkte, die ich seltsam fand.

Es mag vielleicht daran liegen, dass die Autorin in Schweden lebt, aber ich fand es ein wenig zu stark übertrieben, wie naiv Filippa dargestellt wurde. Als hätte sie sich, außer einem kleinen Fiaskobesuch in England, nie über das Land und die Stadt London informiert, bevor sie dahin ist, denn so viel, wie sie nicht weiß oder von dem sie keine Ahnung hat, kann man einfach nicht wissen, wenn man nur den Wikipedia Artikel über London lesen würde. Allein, dass sie mit Soho nichts anzufangen weiß und so seltsam überrascht ist, was den Kauf von Alkohol in London angeht, fand ich dann doch ein wenig übertrieben.

Allgemein ist Filippa leider ein Charakter, mit dem ich mich nicht wirklich anfreunden konnte, denn das Landei, was sie ein wenig repräsentieren soll, stellt sie auch nicht wirklich da, man hat bei ihr eigentlich nur das Gefühl, dass sie vor London die meiste Zeit allein in ihrem Zimmer gehockt hat und sonst gar nichts bei ihr los war, weder Landei noch Städterin sondern reine Stubenhockerin, die dabei nicht mal im Internet gesurft haben kann von ihrem Wissen her.

Das Gute ist, die Geschichte in ihrer Handlung ist wenigstens noch einigermaßen amüsant, auch wenn Filippa mir halt einfach zu viel Fettnäpfchen erwischt, zu wenig Ahnung bei allem hat, zu naiv ist und ich mich manchmal ehrlich gefragt habe, was sie sich eigentlich in vielen der Situationen gedacht haben soll. Vor allen Dingen auch, was ihren so sehr herbeigesehnten tollen "Boyfriend" anbelangt. Dazu sei auch noch gesagt, mich hat es etwas genervt, dass immer nur dieses Wort auf Englisch war, aber wenigstens zog es sich durch den gesamten Roman. Trotzdem wird es dadurch einfach teilweise wieder so absurd, dass es amüsant ist. Zumal dieses Mädchen eindeutig mehr Glück als Verstand zu haben scheint.

Bei Dingen die Filippa passieren, vor allen den eher negativen, fand ich es ein wenig übertrieben, wie schlimm es dann doch wurde, aber naja, übertrieben ist vieles in diesem Roman und es soll wohl auch einfach so sein. Viel von Filippa lernen kann man als Jugendlicher sicherlich nicht, außer, wie man vieles wohl besser nicht machen sollte, aber wie gesagt, Humor ist irgendwie da, auch wenn er häufig auf Filippas Kosten geht.

Allgemein ein Buch, das man lesen kann, was mich aber durch die vielen Übertreibungen und extrem weltfremde Art Filippas nicht dazu bringt, dass ich unbedingt auch noch die anderen beiden Bände lesen will.


Fazit

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Rezension ~ Ein toter Mann ist doch kein D-Zug

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Ein toter Mann ist doch keine D-Zug
Autor: Victor Thoma
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
Ersterscheinung: 17. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833309377
ISBN-13: 978-3833309373
Genre: Krimi / Humor



Über den Autor

Victor Thoma ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Drehbuch- und Romanautors. Er lebt in München und Berlin


Inhaltsangabe/Klappentext

Eigentlich wollte Ellermann nur sein Gehalt als Klavierlehrer aufbessern, indem er ein paar Tage auf Sophia, eine schusselige, aber reizende alte Dame, aufpasst. Doch dann ist sie plötzlich verschwunden, und Ellermann wird schlecht vor Sorge. Denn auf einmal ist die ganze Stadt in Aufruhr: Jemand überfällt die örtliche Bank, eine Leiche wird gefunden, es passiert ein mysteriöser Autounfall. Und wenn Sophia irgendetwas zustößt, kann sich Ellermann nicht nur sein Honorar abschminken …


Rezension/Meinung

Amüsante Krimis habe ich schon so einige gelesen, doch dieser ist mal so ganz anders, als die meisten anderen, die mir bisher in diesem Bereich begegnet sind.

Das liegt wohl vor allen Dingen daran, dass es eigentlich nicht wirklich eine Leiche im näheren Umfeld gibt, über die eine eigentlich nichts mit Ermittlungen am Hut habende Person stolpert oder der Kommissar einfach nicht die hellste Kerze  auf dem Kuchen ist, sondern allein schon dran, dass der Fall eigentlich von einem Toten nur ganz am Rand gestreift wird und daher von der Handlung her schon gänzlich anders ist als viele Krimis.

Dabei sind Ellermann und Sophia einfach geniale Charaktere und auch Magda, Ellermanns Haushälterin, habe ich irgendwie richtig gern gewonnen. Ellermann an sich ist eher ein Charakter, dem man nicht so wirklich nah kommen kann. Pianist, der zu viel Lampenfieber hat, um auf der Bühne zu stehen und daher zum Musiklehrer geworden ist. Gleichzeitig ist er extrem wohlerzogen von seiner Art her, also eher Gentleman, manchmal aber ein wenig naiv dabei und teils viel zu neugierig, aber auch manches Mal sehr zaghaft. Also eine sehr bunte Mischung, die schon zu vielen amüsanten Aktionen führt.

Gepaart mit Sophia ergibt das Ganze dann noch eine extrem explosive Mischung, da diese alte Dame einfach nicht einzuschätzen ist. Manchmal wirkt sie dement in anderen Augenblicken wieder so klar und gewitzt, dass man sich die gesamte Handlung hindurch nie so wirklich sicher ist, ob die dementen Augenblicke nur gespielt oder real sind. Dabei macht sie so oft verrückte Dinge, dass man einfach nur den Kopf schütteln muss und gleichzeitig wurde sie mir dadurch immer sympathischer, weil die alte Dame einfach etwas an sich hatte.

Es handelt sich eindeutig nicht um einen Krimi im üblichen Sinn, aber es ist eine Geschichte, die vor allen Dingen von ihren Charakteren und dem ein oder anderen Rätsel lebt und eindeutig eine Krimihandlung im Hintergrund hat. Vor allen Dingen ist es aber eine Geschichte, die einfach nur enorm Spaß macht. Man sollte sich also nicht zu sehr vom Titel leiten lassen, denn diesen konnte ich mit dem Buch nicht wirklich in Verbindung bringen.

Für jeden, der gern Bücher liest, die von den Charakteren leben, der gern Krimis mag, die ein wenig anders sind oder jedem, der gern mal ein wenig rätselt, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.


Fazit

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Rezension ~ Winter People

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Winter People - Wer die Toten stört  
Autor: Jennifer McMahon
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286097
ISBN-13: 978-3548286099
Originaltitel: The Winter People
Genre: Thriller / Mysterie

Über die Autorin

Im Leben von Jennifer McMahon spielte das Schreiben schon immer eine wichtige Rolle. So verfasste sie ihre erste Kurzgeschichte bereits in der 3. Klasse. Nachdem sie sich einige Zeit hauptsächlich der Dichtkunst gewidmet hatte, wandte sie sich allmählich dem Schreiben von Romanen zu. Ihr Debüt, der Thriller "Promise Not to Tell" wurde im April 2007 veröffentlicht und erschien nur wenige Monate später unter dem Titel "Das Mädchen im Wald" auch in Deutschland. In den Jahren danach folgten weitere spannende Krimis, wie zum Beispiel "Die Insel der verlorenen Kinder". Heute lebt McMahon mit ihrer Familie in Montpelier, Vermont


Inhaltsangabe/Klappentext

Durch einen grausamen Mord verliert Sara ihre kleine Tochter Gertie. Ein Brief mit einem uralten Geheimnis hilft ihr, Gertie von den Toten zurückzuholen - für sieben Tage, in denen sie von ihrem geliebten Kind Abschied nehmen kann. Doch sie ahnt nicht, worauf sie sich einlässt. Denn manchmal finden die Toten nicht zurück. Und das Grauen hält Einzug in die Wälder von Vermont ...


Rezension/Meinung

Von Anfang an musste ich bei dem Inhalt dieses Buches an »Friedhof der Kuscheltiere« von Stephen King denken. Allein die Beschreibung des Klappentextes und auch viel in der Art, wie das Ganze in den ersten Kapiteln erzählt wird, hat mich extrem in diese Richtung gelenkt.

Nach mehreren Kapiteln wurde mir aber klar, dass es zwischen den Romanen zwar einige Parallelen gibt, aber auch ausreichend Unterschiede vorhanden sind, dass man sie nicht unbedingt miteinander vergleichen kann.

Interessant gemacht, finde ich die Idee, dass man gleichsam nach und nach, zum einen die Geschichte in der Vergangenheit, wie auch der Gegenwart entdeckt. Dabei sind vor allem auch die Charaktere sehr interessant. Ich muss jedoch zugeben, dass mir Sara in der Vergangenheit ein eher etwas unsympathischer Charakter war, da sie sehr auf sich fixiert und bezogen war, auch wenn sie von ihrer geliebten Gertie sprach, schien es ihr immer nur darum zu gehen, was sie ihr geben kann und weniger um sich selbst. Aber das hat diesen Part der Geschichte auch irgendwie noch spannender gemacht, weil man sich nie ganz sicher sein konnte, was wirklich in Sara vorgeht, ob sie klar denken kann und was ansonsten noch so mit ihr sein könnte.

Ruthie und Fawn hingegen, die beiden wichtigsten Charaktere der Geschichte im Gegenwartspart, waren mir von Beginn an ziemlich sympathisch, auch wenn Fawn ein wenig seltsam war und ich dieses kleine Kind nicht richtig einschätzen konnte. Irgendwie war sie mir ein wenig zu ernst und erwachsen, aber ich glaube auch, dass sie absichtlich einen doch eher eigenartigen Charakter haben sollte. Vielleicht, damit es die Verbindung zu den übersinnlich wirkenden Dingen aus dem anderen Part der Geschichte passt. Vor allen Dingen aber, konnte ich mich so gar nicht mit dieser Puppe von ihr anfreunden, denn allein die Beschreibung klang so stark in Richtung Voodoopuppe, und das, bei einer Geschichte mit so vielen mysteriösen und Gruselelementen, dass ich sie doch ein wenig besorgniserregend fand.

Allgemein ist es der Autorin aber einfach genial gelungen, diese gruselige, düstere und mysteriöse Atmosphäre zu schaffen, die eine solche Geschichte einfach braucht. Und mich hat sie auf jeden Fall gefangen genommen, denn ich musste danach erst mal noch etwas anderes konsumieren, ansonsten wäre es für mich komisch gewesen ins Bett zu gehen. Also für den Abend kann ich dieses Buch nur empfehlen, wenn man noch Zeit hat, wieder ein wenig auf andere Gedanken zu kommen oder wenigstens danach nicht allein ist, denn der Gruselfaktor ist eindeutig gegeben und hat mich, obwohl eher unempfindlich, ganz schön gefangen genommen.

Man muss halt mit den vielen Mysterieelementen klar kommen, denn um einen typischen Thriller handelt es sich ganz eindeutig nicht, aber ich bin von diesem Buch, dass ich eher in die Horrorecke schieben würde, durchaus begeistert, da es einfach gut geschrieben ist, eine besondere Atmosphäre kreiert und trotz der Ähnlichkeiten zu anderen Büchern, noch viel Eigenes enthält.

Ein interessantes Buch, mit sehr gelungenen Charakteren, die man aber, wenn man sehr schreckhaft ist, besser nicht lesen sollte.

Fazit

 

Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezension ~ Der Wildbach-Toni

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Der Wildbach-Toni
Autor: Moses Wolff
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 16. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344247938X
ISBN-13: 978-3442479382
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur / Alpenroman


Über den Autor

Moses Wolff, geb. 1969 in München, ist Autor, Schauspieler und Kabarettist. Er schreibt regelmäßig für das Satiremagazin Titanic und ist Mitveranstalter der erfolgreichen Münchner Lesebühne »Schwabinger Schaumschläger«. Moses Wolff wohnt in der Isarvorstadt in München.


Inhaltsangabe/Klappentext

Das ist die alpine Apokalypse! In einem kleinen Dorf mitten in den Bergen wurde der Dorffrieden in Gestalt eines kleinen Fähnchens gestohlen. Die Harmonie der Bergwelt ist zerstört, das Dorf dem Untergang geweiht. Die Einheimischen gehen sich gegenseitig an die Gurgel, und der Bergführer Wildbach Toni hat bald keine Gäste mehr. Während er seinen letzten Schützlingen in einem mit waghalsigen Übungen und alpenländischen Weisheiten gespickten Seminar die Bergwelt näherbringt, stürzt er sich in die Suche nach dem Dieb. Denn: Der Dorffrieden muss gerettet werden.


Rezension/Meinung

Der erste Eindruck den dieses Buch erweckt, ist ganz eindeutig ein schnulziger, Heimatroman aus den Bergen. Das liegt zum einen an der Gestaltung des Covers, die zwar eindeutig zeigt, dass der Roman in den Bergen spielt, aber gleichzeitig irgendwie stark an die typischen Heimatfilme denken lässt, die ja meist auch in dieser Region spielen. Dazu kommt dann noch der Untertitle »Ein Bergroman«, der diesen Eindruck noch unterstützt.

Man sollte diesem ersten Eindruck jedoch nicht trauen, da es sich eigentlich um eine gänzlich andere Art von Roman handelt. Vor allen Dingen einen, der mit sehr viel Witz und Wortgewandtheit überzeugen kann und zudem auch noch sehr interessante Charaktere aufwiest, die einem so einiges an der Bergregion näher bringt, was sicherlich auch in der Realität so ist, wenn auch in diesem Buch etwas überspitzt und man sich, wenn man aus dem Flachland kommt, so als Klischee aber wunderbar vorstellen kann.

Dabei ist es so, dass Toni einfach ein genialer Charakter ist und man einfach sehr tief in seine Gedanken, Motivationen und Meinungen eintaucht und er mir, wenn auch in manchen Dingen ein eher seltsamer Mensch, einfach sympathisch geworden ist, weil er doch in vielen Fällen eine sehr treffende Meinung hat und zudem auch noch von seiner gesamten Art einfach interessant ist. Ähnlich wie ihn, stelle ich mir den typischen Bergmenschen einfach vor, naturverbunden, lebensklug und ein bisschen wunderlich. Dabei kommen von ihm einfach so viele geniale Sprüche von ihm und vor allen Dingen auch allein in seinen Gedanken kreiert er einige Wortschöpfungen, die es einfach in sich haben.

Und auch, wenn die Geschichte an sich ein bisschen abgedreht und abgehoben ist, muss ich sagen, hat sie einfach was. Sie ist zum eine sehr amüsant, zum anderen ist es so, dass sie doch auch spannend ist, weil man einfach so gar keine Ahnung hat, worauf es wirklich hinauslaufen wird, auch wenn man schon durch Kleinigkeiten eine Vermutung erhalten kann. Die gesamte Sache mit dem Aberglauben und den kleinen spirituellen Elementen etc. ist zwar eindeutig ziemlich abgedreht, aber es passt einfach zu diesem Roman, den man auf den ersten Eindruck so falsch einschätzen würde.

Von daher, für jeden, der besondere, einzigartige Charaktere gut findet, sich für die Bergewelt, deren Eigenarten und Klischees um diese interessiert, sowie vor allen Dingen, sich nicht vom Cover in eine falsche Richtung lenken lässt, kann an diesem Roman auf jeden Fall seine Freude haben. Ich fand den Roman auf jeden Fall auf seine ganz eigene Weise ziemlich genial, weil er auch mal etwas ganz anderes war, als alles, was ich bisher gelesen habe.


Fazit

Montag, 8. Dezember 2014

Rezension ~ Balkanglühen (eBook)

Allgemeine Information zum Roman

 
Titel: Balkanglühen
Autor: Michael Höfler
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 163 Seiten
Verlag: Orange Cursor
Ersterscheinung: 31. Januar 2014
Sprache: Deutsch
ASIN: B00I6HKHFC
ISBN-10: 3902963182
ISBN-13: 978-3902963185Genre: Belletristik / Humor

 

Inhaltsangabe/Klappentext

Paul ist 29 und auf der Party seines Freundes Felix mal wieder der einzige Single. Zurück zuhause feiert er seine eigene, einsame Party mit Sex-Angeboten im Internet. Osteuropäerinnen initiieren sein Faible für Frauen aus dem Osten und er kommt auf eine Site, die Partnerschaften mit Polinnen vermittelt. Das Angebot soll jedoch 500 Euro kosten.
In seiner Firma lernt er parallel die neue, exaltierte Kollegin Maja kennen und verbringt ein Wochenende mit ihr. Nachdem er sie tagelang nicht in der Firma trifft, stellt er fest, dass sie eine Affäre mit seinem Abteilungsleiter hat. In seiner Enttäuschung entschließt sich Paul, die 500 Euro zu zahlen und fährt kurzentschlossen nach Krakau. Eine ältere Frau stellt ihm dort unter merkwürdigen Umständen drei Damen vor, bei denen Paul sich nicht mal sicher ist, ob es dieselben sind, deren Fotos er aus dem Internet kennt. Paul soll zusätzlich mehrere tausend Euro zahlen, um mit einer der Drei verheiratet zu werden. Er sucht das Weite.
Damit beginnt für Paul eine skurille, komische, spannende und tiefgründige Reise quer durch den Balkan. Er lernt die Immobilienmaklerin Natalia aus Warschau kennen, die ihn sehr beeindruckt. Aber kurz darauf die Ukrainerin Dzanna, die ihm auch gefällt. Und andere Frauen. Da bleiben Propbleme nicht aus. Wird Paul trotzdem finden, was ihn zu dieser Abenteuerreise antrieb: eine Frau an seiner Seite?


Rezension/Meinung

Ganz sicher, wie ich diese Geschichte wirklich finden soll, bin ich mir irgendwie nicht geworden. Das liegt zum einen daran, dass ich sie einfach schwer zuordnen kann, was sie mir jetzt eigentlich wirklich für eine Art von Handlung erzählen wollte, da eigentlich nichts so ganz passen will, sie dabei aber trotzdem eine nicht uninteressante Geschichte erzählt. Dabei ist es dann aber auch wieder so, dass sie ab und an ein wenig schnell wirkt. Die Tage, von denen die Geschichte erzählt verlaufen nach meinem Gefühl, einfach extrem schnell. Eigentlich sogar ein wenig zu schnell manchmal und vor allen Dingen der Fokus der Geschichte sitzt einfach sehr speziell.

Vor allen Dingen scheint es mir nämlich um die Menschen zu gehen, die Paul auf seiner Reise durch Osteuropa kennenlernt, ganz besonders sogar noch auf die Frauen bezogen. Dazu muss ich gestehen, fehlte es mir oftmals einfach doch daran, dass man die ganzen Persönlichkeiten, der Leute, die er kennenlernt, irgendwie wirklich greifen kann, denn auch wenn man den Eindruck hatte, dass sie wichtig für Paul und seine Entwicklung sein sollten, blieben sie immer etwas undurchschaubar und blass, so dass ich manchmal nicht wirklich nachvollziehen konnte, welche Wirkung sie wirklich hatten. Auch, dass viele so schnell geht, bzw. schnell abgehandelt wird, fand ich manchmal eher ein wenig unangenehmer beim Lesen, da Paul teils drei bis vier Tage an einem Ort verbringt, aber fast nur eine Nacht, bei der er meistens auf irgendwelchen Partys ist, wirklich relevant zu sein scheint und erwähnt wird. Trotzdem, das muss ich der Geschichte lassen, sie zeichnet den Osten ein wenig anders, als er vom Klischee her gesehen wird, auch wenn manche der klischeehaften Vorstellungen doch durchaus auch untermauert werden.

Paul selbst ist ein Charakter, mit dem ich mich durchaus anfreunden konnte, besonders, von seiner oftmals eher schüchternen Art, zumindest in manchen Bereichen. Trotzdem ist mir seine leichte Fixierung auf die Osteuropäerinnen, teilweise ein wenig auf die Nerven gegangen, denn auch, wenn seine erste Intention war, dass er in diese Gegend reist, um eine Frau kennenzulernen, ging es ihm doch manches mal ein bisschen zu sehr nur um dieses Thema. Ansonsten hatte seine sympathische und manchmal auch etwas trottelig unbeholfene Art, irgendwie etwas Sympathisches.

Das anfängliche Grundthema, der eher zwielichtigen Agenturen, die Vermittlungen von Frauen aus dem Osten versprechen, ging mir leider etwas zu schnell verloren, denn am Anfang einmal angesprochen und über einige Seiten auch sehr interessant ausgearbeitet, ist es irgendwie über die Reise und Pauls andere Erfahrungen auch schon ziemlich schnell eher vergessen, zumindest bei mir als Leser, und ich denke, da hätte man vielleicht doch auch noch ein bisschen mehr draus machen können.

Ansonsten ist es aber eine Geschichte, die sich gut lesen lässt, wenn man nicht zu viele Erwartungen an sie setzt, denn sie unterhält durchaus, aber irgendwie hatte ich einfach nicht das Gefühl, dass sie mir viel mehr vermittelt hat und ein wenig ratlos stehe ich ihr immer noch gegenüber, weil ich wohl einfach mehr Inhalt zunächst vermutet hatte, nach dem Auftakt der Geschichte, als es am Ende gab. Aber Paul macht wenigstens eine schöne Entwicklung durch, auch wenn ich ihn manchmal nicht ganz verstanden habe. 


Fazit

Sonntag, 7. Dezember 2014

Rezension ~ Giftspur

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Giftspur
Autor: Daniel Holbe
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513749
ISBN-13: 978-3426513743
Genre: Krimi



Über den Autor

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt in dieser Region zu übernehmen? »Als leidenschaftlicher Krimi-Leser, auch und vor allem von Andreas Franz, ist das Vollenden der Todesmelodie natürlich ein besonderes Privileg für mich«.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ulf Reitmeyer, Leiter eines großen Biobetriebes in der südlichen Wetterau, bricht auf offener Straße zusammen. Alles deutet auf plötzlichen Herzstillstand hin, auch wenn das Opfer sportlich und scheinbar kerngesund war. Da wird eine zweite Leiche gefunden, und das Opfer war ausgerechnet Mitarbeiter in Reitmeyers Betrieb. Sabine Kaufmann greift ein, die das Frankfurter Kommissariat vor kurzem verlassen hat, um näher bei ihrer schwerkranken Mutter zu sein. Ihr erster Fall in der »Provinz« konfrontiert sie nicht nur mit ihrem gewöhnungsbedürftigen Kollegen Ralph Angersbach, sondern auch mit einem Täter, der auf perfide Weise mordet ...


Rezension/Meinung

Wenn man schon die Krimireihe um Julia Durant kennt, ist es interessant mit diesem Buch in eine Geschichte einzutauchen, in der einer der bekannten Charaktere als Protagonistin auftaucht. Das Gute, wenn man Sabine Kaufmann schon kennt, ist dass man sie von ihrem Hintergrund und ihrer Art schon ein wenig einschätzen kann, auch wenn ich sagen muss, dass ich doch auch noch deutlich mehr durch dieses Buch über sie erfahren habe. Von daher macht es also nichts aus, wenn man die Julia Durant Fälle nicht kennt, da man Sabine Kaufmann durch dieses Buch auch allein sehr gut kennenlernt und einen Charakter vor sich hat, der eindeutig eine gut entwickelte Persönlichkeit besitzt.

Dazu kommt dann noch ihr neuer Kollege Angerbach, den ich durchaus auch sehr interessant, wenn ich in manchem Punkt ein wenig schwerfällig fand, da er eine extrem raue Schale verpasst bekommen hat, die manchmal fast schon ein bisschen übertrieben wirkte. Allgemein aber bilden die beiden ein sehr interessantes Gespann, da sie in so vielen Punkten sehr unterschiedlich sind, dass es immer wieder Reibungspunkte zwischen ihnen gibt, die sowohl erheiternd sein können, als auch die Geschichte auf eine angenehme Weise vorantreiben.

Was man bei diesem Krimi nicht unbedingt erwarten sollte, ist jedoch überbrodelnde Spannung, den auch wenn ich den Fall sehr interessant fand, war es für mich zum einen sehr früh klar, was die Todesursache gewesen sein muss und zum anderen erhält man zwar immer wieder Hinweise auf mögliche Täter, aber es ist nie so, dass man den Eindruck bekommt, dass es extrem spannend und schnell wird im Handlungsverlauf, sondern eher, dass es alles etwas ruhiger zugeht. Vielleicht das auch, weil einfach viele Intrigen und ähnliches hinter den Geschehnissen stehen und der Versuch diese zu verbergen deutlicher im Vordergrund steht für die Beteiligten.

Dabei fand ich unter anderem auch einfach die Charakterstudien der in den Fall möglicherwiese Verwickelten sehr interessant, da man selbst einfach sehr gut miträtseln konnte, wer wohl in dem Fall welche Rolle spielen könnte. Und es ist dabei sehr gelungen, wie man immer mal wieder auf falschen Fährten geführt wird. Leider ist es in meinen Augen, aber fast unmöglich selbst auf den Täter zu kommen, auch wenn man sehr gut im Rätseln und Kombinieren ist.

An sich aber ein sehr gelungener Krimi, der mir sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn er eher etwas ruhiger ist. Ich denke aber, dass er einem Krimifan gut gefallen könnte. 


Fazit

Samstag, 6. Dezember 2014

Rezension ~ Rabenschwestern

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Rabenschwestern
Autor: Gabi Kreslehner
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611818
ISBN-13: 978-3548611815
Genre: Krimi
Reihe: Franza Oberwieser
Band: II


Über die Autorin

Gabi Kreslehner wurde 1965 in Linz geboren. Sie wuchs mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Österreich auf. Sie arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Bildnerische Erziehung an der Hauptschule Ottensheim, wo sie heute mit ihrer Familie lebt. Zuletzt erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2010.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kommissarin Franza Oberwieser ist eine lebenslustige und kompromisslose Frau. Sie steht zu ihren Leidenschaften wie dem Plätzchenbacken und ihrer neuen großen Liebe, dem jüngeren Schauspieler Port. Da fordert ein Fall ihre ganze Aufmerksamkeit. Gertrud Rabinsky, die beliebte Teeladen-Besitzerin, wurde brutal ermordet. Doch erst als Hanna Umlauf vermisst gemeldet wird, erfährt Franza, dass die bekannte Fotografin Gertruds Schwester war. Zwei Frauen, zwei Fälle, zwei Schicksale. Wo ist die Verbindung? Für Franza wird die Suche nach Hanna zu einer Achterbahnfahrt: Ist die schöne Frau Opfer oder Täter?


Rezension/Meinung

Franza Oberweiser ist mal eine Kommissarin, die sich von vielen, die man so kennt ein wenig abhebt, da sie zum einen zwar Probleme hat, aber diese total alltäglich sind, wie unter anderem leichte Figurprobleme, aber sie liebt das Backen nun einfach zu sehr und zudem hat sie in vielen anderen Punkten eine doch eher etwas männlichere Einstellung, die sie einfach besonders machen. Um manche Ding zu ihr wirklich vollständig nachvollziehen zu können, sollte man aber, denke ich, den Vorgängerband »Regenmädchen« gelesen haben, da mir, die ich dieses Buch leider noch nicht kenne, doch aufgefallen ist, dass die Charaktere manchmal doch noch Hintergründe haben, die angeschnitten werden, aber sicherlich klarer würden, wenn man den ersten Band um Franza Oberwieser schon gekannt hätte. Trotzdem ist sie auch hier schon merkbar ein sehr lebensnaher Charakter, der manchmal sehr direkt sein kann, aber eindeutig einfach lebt.

Davon abgesehen, ist der Roman aber auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes gut zu verstehen, da er, wie bei vielen anderen Krimireihen auch, einen eigenständigen Fall behandelt, der, ebenso wie die Ermittlerin in diesem, ein wenig anders ist, als man es sonst oft gewohnt ist.

Hingegen vieler moderner Krimis kommt »Rabenschwestern« nämlich ohne viel Blut aus, lebt eher von einer Reihe an Geheimnissen, erinnert vielleicht auch eher an mancher Stelle noch ein bisschen mehr an eine Familiensaga, als an einen typischen Krimi. Aber gerade das macht das Buch auch sehr spannend, da man immer wieder neue Geheimnisse und Intrigen in dieser Familie entdeckt, die ein ganz neues Licht auf den Kriminalfall werfen und einen auch immer mal wieder dazu bringen umdenken zu müssen, damit man noch auf dem Laufenden bleibt und dem Fall gut folgen kann.
Dabei wird die Spannung auch immer sehr hoch gehalten und ich war durchweg neugierig was noch passieren wird, auch schon zu Beginn des Romans, in welchem die Geschichte eher noch etwas ruhiger anläuft und man sich daher aber auch sehr gut einfach an die Charaktere und Gegebenheiten gewöhnen kann. Und auch, wenn im späteren Verlauf, dem Leser vielleicht die ein oder andere Sache etwas vorweggenommen wird, die Franza und den anderen Ermittlern noch nicht klar ist

Ein Krimi, der ein wenig anders ist, aber dadurch definitiv nicht schlecht, sondern einem einfach eine angenehme Abwechslung bietet. Von daher, kann ich ich allen, die auch gern mal einen ruhigeren, aber spannenden Krimi lesen, dieses Buch nur empfehlen. 


Fazit