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Donnerstag, 8. Januar 2015

Rezension ~ Karfreitagsmord

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Karfreitagsmord
Autor:  Bea Rauenthal
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 4. Januar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611834
ISBN-13: 978-3548611839
Genre: Krimi / Zeitreiseroman
Reihe: Zeitreise Krimi - Jo und Lutz
Band: II


Über die Autorin

Bea Rauenthal ist das Pseudonym der Autorin Beate Sauer, unter dem sie im Jahr 2013 den ersten Teil ihrer Krimi-Trilogie veröffentlichte. Im Mittelpunkt stehen die Ermittlungen der beiden Hauptkommissare Weber und Jäger, die auf einer Art Zeitreise schwierige Mordfälle aufklären müssen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jo hatte gehofft, dass ihre unfreiwillige Zeitreise ins Mittelalter ein einmaliger Vorfall bleiben würde... Bis sie sich nach dem Fund der nächsten Leiche, diesmal aus dem neunzehnten Jahrhundert, als gnädiges Fräulein in der Kaiserzeit wiederfindet. Tatkräftig und mit viel Einfallsreichtum muss sie nun zusammen mit Lutz einen eiskalten Frauenmörder dingfest machen. Und erkennt dabei am Ende, dass wirklich jede Familie ihre sprichwörtliche Leiche im Keller hat. Auch ihre.


Rezension/Meinung

Wie schon den ersten Band der Reihe »Dreikönigsmord« finde ich auch diesen zweiten Band, sehr gelungen. Die Mischung aus Krimi und historischem Roman, gepaart mit einigem an Humor gefällt mir persönlich einfach richtig gut. Zudem muss ich zugeben, lege ich bei einem solchen Werk nicht gesteigerten Wert darauf, dass alle Dinge, die in der Zeit, in welche Jo und Lutz landen, auch historisch gefestigt zutreffen. Es reicht schon aus, wenn die Schwierigkeiten, welche Jo und Lutz durch die Zeit haben, wie auch die Atmosphäre dieser Zeit gut eingefangen werden.

In diesem Teil der Reihe muss ich sagen, finde ich es extrem gelungen, wie das Leben von Jo als Fräulein aus adligem Haus geschildert wird, da es so gar nicht zu ihrer eigentlichen Art passt, was natürlich zu so manchem amüsanten Moment führt. Für mich schon allein ein persönliches Highlight war die Szene in der Jo zum ersten Mal Korsett anziehen muss, was damals ja vollkommen normal war, für sie nun aber etwas vollkommen Neues und ich will mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das Tragen von solcher Kleidung sein muss.

Auch Lutz Rolle als Ermittler bei der preußischen Polizei finde ich sehr gelungen, vor allen Dingen, da sein Vorgesetzter einfach nur genial ist, zumindest für mich als Leser, als Chef würde ich ihn nicht geschenkt bekommen wollen. Man könnte jetzt denken, den Fall zu lösen, wegen dem die beiden in die Vergangenheit befördert wurden, dürfte in dieser Zusammensetzung leicht fallen, womit man aber vollkommen daneben liegt. Durch alle Restriktionen der Frauenrolle, der sich Jo fügen muss und der strenge der preußischen Einstellung, wie auch der allgemeinen Moral der Kaiserzeit, ist es keine leichte Aufgabe.

Dabei finde ich es sehr interessant, dass Charakter, die man schon aus dem ersten Teil kennt, in etwas anderen Rollen ebenso wieder auftauchen. Man erkennt einfach noch mehr Zusammenhänge zwischen den Zeitreisen und vor allem auch die Menschen teils ein wenig wieder. Sehr interessant ist dabei auch, wie sich Lutz und Jo weiter zu einander verhalten, da ja schon ein gewisses Anziehungspotential zwischen den beiden zu erkennen ist.

Dabei lenken diese Dinge alle nicht vom eigentlichen Fall ab, denn trotz aller Schwierigkeiten, die Jo und Lutz überwinden  müssen, meist dadurch geschuldet, dass sie den Fall lösen wollen, bleiben sie immer sehr hartnäckig dran, den Mörder zu finden. Die Lösung in dieser Zeitreise ist dabei eine, die mir sehr gut gefallen hat, da sie so extrem gut zu der Zeit passt, in welcher sie ermitteln, auch wenn es ein eher ungewöhnliches Ende nimmt. Dabei schaffen es aber so einige Charakter mich, in diesem und auch auf dem Weg dorthin, sehr zu überraschen. Es gibt also immer wieder Stellen, an denen Unerwartetes passiert, es gibt auch so manche Wendung und ich muss ehrlich sagen, ich habe mich super unterhalten gefühlt.

Ein Buch, das ich Freunden von eher amüsanten Kriminalromanen, die nichts gegen einen Spritzer Historischem haben, nur empfehlen kann.


Fazit

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