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Donnerstag, 29. Januar 2015

Rezension ~ Blinde Vögel

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Blinde Vögel
Autor: Ursula Poznanski
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 2. April 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250452
ISBN-13: 978-3805250450
Genre: Krimi
Reihe: Bea Kaspary & Florin Wenninger
Band: II


Über die Autorin

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren und begann nach einem abwechslungsreichen Schul- und Studienleben als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. Sie selbst sagt von sich, sie hätte sich schon immer gerne Geschichten ausgedacht, aber nie zu Papier gebracht. Wenn sie schrieb, dann nur Kurzgeschichten. Im Jahr 2000 nahm sie - leider erfolglos - an einem Drehbuchwettbewerb des ORF teil. Dadurch entdeckte sie, dass sie doch zu "längeren" Texten fähig war und fing Feuer. Sie sammelte Romanideen und schaffte es, mit "Buchstabendschungel" im Jahr 2003 ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Es folgten Erstlesebücher, Kinderkrimis und ein Teenager-Liebesroman. Für ihre Werke wurde sie u.a. mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und für den Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert. Bei Loewe legt sie im Frühjahr 2010 mit „Erebos” einen packenden Jugend-Thriller vor, der sich mit den Manipulationsmöglichkeiten virtueller Welten auseinandersetzt und gekonnt die reale mit der Welt des Online-Computerspiels verwebt. Ihr zweiter Thriller "Saeculum" für Jugendliche erschien im November 2011. Im Februar 2012 erschien ihr erster Thriller für erwachsene Leser mit dem Titel "Fünf" bei Rowohlt. Ursula Poznanski lebt mir ihrer Familie in Wien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz. Sie stranguliert, er erschossen. Die einzige Verbindung zwischen ihnen: eine Facebook-Gruppe, in der beide Mitglieder waren. Dort werden Gedichte voller Todesahnungen ausgetauscht. Zufall? Beatrice Kaspary folgt ihrem Instinkt und schleust sich als U-Boot in die Gruppe ein. Und schon stirbt noch ein Mitglied der Lyrik-Gruppe ...


Rezension/Meinung

»Blinde Vögel« ist der zweite Band der Reihe um die Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger. Nach ihrem Geocachingfall in »Fünf« ermitteln die beiden auch dieses Mal wieder in einem eher etwas spezielleren Umfeld, nämlich unter anderem den Social Media.

Auffälliger Unterschied bei diesen beiden Teilen der Reihe ist eindeutig, dass der erste Fall ein wenig realistischer wirkte, ist eine Ermittlung in den Social Media in meinen Augen nicht so ertragreich bzw. unwahrscheinlicher ein Ergebnis bringend, wie sie hier teilweise wirkt. Allgemein sind die logischen Zusammenhänge, vor allem jedoch ihre Wahrscheinlichkeit, in diesem Teil ein wenig geringer, als im Vorgängerband, was etwas schade ist, dem Lesevergnügen aber nicht direkt einen Abbruch tut. Obwohl es mir selbst immer etwas lieber ist, wenn ich einen Fall vor mir habe, den ich logisch wirklich nachvollziehen kann, er ein wenig realitätsnäher ist.

Ansonsten muss ich aber sagen, hatte ich sehr viel Spaß mit dem Buch, denn spannend ist es über die meisten Strecken auf jeden Fall und auch an denen, wo es ein wenig an Spannung mangelt, gab es doch trotzdem immer noch manche Punkte, die mein Interesse soweit geweckt haben, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Gerade auch durch die Lyrikgruppe und die Gedichte erhält der Krimi für mich eine interessante Note, da ich mich eigentlich nicht sonderlich mit Gedichten identifizieren kann, es aber spannend finde, was andere daraus so lesen. Auf jeden Fall mochte ich es, dass im Verlauf der Handlung immer wieder neue Fragen aufgeworfen wurden, die einen selbst zum Rätseln brachten, was ich bei Krimis sehr gern habe.

Mitunter aber fast am interessantesten fand ich, wie es mit Florin und Bea weitergeht, da schon in »Fünf« einiges zu ihrem Privatleben bekannt wurde und man durchaus den Eindruck am Ende des Ersten Teils hatte, dass sich zwischen den beiden ein wenig etwas entwickelt. Gerade auch, da sie mir zwei sehr sympathische Charaktere sind, war ich in diesem Punkt extrem neugierig. Daher hat es mir auch sehr gefallen, dass auch in diesem Teil wieder einiges auch aus dem Privatleben von Bea und Florin vorgekommen ist, da es, wie ich finde, wenig vom Krimi selbst ablenkt, ihn aber angenehm ergänzt.

Vom Lesefluss ist dieser Roman natürlich wieder richtig gelungen, wie es bisher alle Romane von Ursula Poznanski waren, die ich gelesen habe, da man durch ihre Schreibweise durchaus gefesselt wird.

Allgemein ein Krimi, den ich guten Gewissens empfehlen kann, auch wenn der Fall selbst vielleicht ein wenig unrealistischer ist, da die Ermittlung in den Sozialen Medien, sowie die Auflösung, wie alles zusammenkommt und die Erkenntnisse, zu welchen die Ermittlungen teilweise durch gewisse Dinge kommen, manchem ein bisschen weit hergeholt scheinen.


Fazit

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