Seiten

Donnerstag, 22. Januar 2015

Rezension ~ Celeste bedeutet Himmelblau

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Celeste bedeutet Himmelblau
Autor: Brigitte Pons
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Ersterscheinung: 3. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380259388X
ISBN-13: 978-3802593888
Genre: Krimi
Reihe: Frank Liebknecht
Band: I


Über die Autorin

Brigitte Pons, 1967 in Groß-Gerau geboren, schreibt, seit sie schreiben kann. Die gelernte Bankkauffrau lebt vor den Toren Frankfurts, in Mörfelden-Walldorf. In den letzten Jahren hat sie sich mit zahlreichen Kurzkrimis und Anthologiebeiträgen inen Namen gemacht. Sie ist Mitglied bei den "Mörderischen Schwestern" und im "Syndikat".


Inhaltsangabe/Klappentext

Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus. Doch der junge Polizist Frank Liebknecht entdeckt sehr schnell Ungereimtheiten. Weil ihm niemand glauben will, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln - und gerät schon bald in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung ...


Rezension/Meinung

»Celeste bedeutet Himmelblau« ist eindeutig ein Regionalkrimi, der aber doch auch ein bisschen anders ist, als viele andere, die ich so kenne. Das liegt vor allen Dingen auch daran, dass er zwar mit dem Dorf, in welchem Frank ermitteln muss, in einer etwas verschrobenen Dorfgemeinschaft landet, der Krimi aber deutlich weniger klischeebehaftet ist, als es doch bei vielen Regionalkrimis, seit diese in Mode gekommen sind, der Fall ist.

Dabei fiel mir aber vor allem auch Frank Liebknecht, den man mit diesem Roman zum ersten Mal kennenlernt, auf. Irgendwie scheint er zunächst eher nicht viel Besonderes an sich zu haben. Er kam mir sogar eher ziemlich naiv vor in manchen Punkten, auch sehr neugierig, gleichzeitig zeigt er sich oftmals sehr schüchtern und ich hatte ehrlich ein Problem ihn für mich wirklich vom Alter einzuordnen, da er mir teilweise vom Verhalten noch sehr jung vorkam, teils wirkte er aber von seiner Art her auch schon deutlich älter. Diese Gegensätze in seinem Verhalten wurden auch ganz besonders dadurch deutlich, wie kühn er doch ermittelt, da er ja, trotzdem es sich um seinen ersten Fall handelt, anfängt viele Alleingänge zu unternehmen und auf eigen Faust zu ermitteln.

Ebenso gefielen mir viele der anderen Charaktere sehr gut, die sie alle ihre kleinen Eigenheiten hatten, wie auch Franks Kollegen Neidhard und Brunhilde oder die Dorfbewohner.

Den Fall selbst fand ich persönlich auch sehr interessant, was vielleicht auch gerade daran lag, dass keiner wirklich weiter ermitteln wollte, außer Frank, man aber selbst merkt, dass mehr hinter diesem Tod stecken muss. Allein die Alleingänge machen das Buch einfach sehr spannend und auch, wenn ich letztendlich gestehen muss, dass es eher weniger Wendungen gab, blieb das Buch einfach spannend und vermittelte den Drang weiterlesen zu wollen.

Für mich selbst, war der Fall zwar wieder ab einem gewissen Punkt schon sehr klar, wie häufig leider etwas vorhersehbar, aber gestört hat mich das jedoch eher weniger, da es trotzdem so war, dass dieser Drang weiterzulesen da war, auch wenn man die Lösung eigentlich schon hatte.

Von daher kann ich diesen Krimi nur empfehlen, der er sich einfach sehr gut lesen lässt und für meinen Geschmack mit Frank einen interessanten Protagonisten hat, der in einem durchaus nicht uninteressanten Fall ermittelt. Das Ende ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, aber es ist trotzdem ein grundsolider Krimi und ich bin schon auf die nächsten Fälle von Frank Liebknecht gespannt.


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen