Seiten

Donnerstag, 15. Januar 2015

Rezension ~ Das Dorf

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Dorf
Autor: Arno Strobel
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Ersterscheinung: 18. Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596198348
ISBN-13: 978-3596198344
Genre: Thriller



Über den Autor

Geboren ist Arno Strobel am 18.08.1962 in Saarlouis. Dann (Haupt-)Schule und Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, es folgte Bundeswehr und zwei Jahre Berufserfahrung und dann erst Mittlere Reife, Abitur und schließlich ein Studium im FB Versorgungstechnik. Dann merkte er, dass er eigentlich ein Faible für den IT-Bereich hat. Es folgte: Studiumaufbau IT, Programmieren und Netztwerktechnik. Anschließend folgte die Selbständigkeit als Berater im IT-Bereich und der letzte große Schritt in seiner bisherigen beruflichen Werdeganges war schließlich der zu einer großen deutschen Bank in Luxembourg, wo er seitdem im Bereich Change Management/Organisation tätig ist. Arno Strobel ist verheiratet und hat drei Kinder.


Inhaltsangabe/Klappentext

DU WILLST DEM MENSCHEN HELFEN, den du am meisten liebst. Doch der Ort, an den dich deine Suche führt, ist anders als alles, was du kennst. WILLKOMMEN IM DORF OHNE WIEDERKEHR …

Der neue Bestseller von Erfolgsautor Arno Strobel Panik, Todesangst – das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Freundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Fast drei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist …


Rezension/Meinung

Hingegen der letzten beiden Werke von Arno Strobel »Der Sarg« und »Das Rachespiel« ist es dem Autor in diesem Buch wieder gelungen mich durchaus etwas länger im Dunkeln tappen zu lassen, bei der Lösung, was es mit diesem ominösen Dorf auf sich hat. Mir persönlich hat dieser Punkt sehr zugesagt, da ich es doch lieber mag, wenn ich ein bisschen länger rätseln muss, wie sich die Dinge darlegen.

Gut gemacht war auf jeden Fall wieder die Atmosphäre, die richtig schön düster und irgendwie beklemmend ist. Das passt einfach grandios zu dem Effekt, dass man als Leser in seiner Psyche von diesem Thriller angesprochen werden soll, was er auch mit Leichtigkeit schafft. Gleichzeitig beginnt man sich durchaus auch immer wieder zu fragen, ob das alles so sein kann, wie es einem aktuell vorkommt, da mir selbst so manches nicht ganz stimmig erschien. Jedoch haben sich meine Vermutungen und Gefühle mit der Aufklärung, dem Ende des Buches, sofort als logisch und mir verständlich dargestellt. Sehr gut vom Autor gemacht, wie ich sagen muss, da man immer so eine gewisse Ahnung mitschwingen hat, aber nicht direkt auf des Rätsels Lösung kommt.

Genial ist auch einfach wieder, dass man sich oft wirklich nicht sicher sein kann, was wirklich Realität ist, was eventuell nur Einbildung von Bastian, da Strobel es da schafft sehr gekonnt, Verwirrung zum einen bei seinem Protagonisten, aber ebenso auch beim Leser entstehen zu lassen. Solche Aspekte finde ich in Psychothrillern einfach sehr gelungen, wenn man selbst als Leser nicht mehr sicher sein kann, was Schein und was Sein ist. Vor allen Dingen, da ich selbst mir immer versuche mein Bild davon zu machen, welche Möglichkeit logischer bzw. wahrscheinlicher ist und meine Schlüsse daraus zu ziehen. Es gelingt Strobel auch einfach sehr gut, dass man irgendwann selbst nicht mehr so ganz genau weiß, welchem Charakter in der Geschichte man wirklich noch trauen kann und will, egal, wie nett oder eher unwirsch sie sich verhalten.

Das Ende selbst, muss ich jedoch gestehen, fand ich dann gar nicht mehr so sonderlich gut, da es für mich nicht richtig stimmig war, auch wenn ich gestehen muss. Es passte zwar durchaus gut zur restlichen Handlung des Buches und doch war es mir vielleicht fast schon wieder ein bisschen zu simpel, zu glatt, als dass ich damit wirklich zufrieden bin.

Trotzdem hat Arno Strobel wieder einen Thriller geschaffen, den es sich, allein wegen der Spannung und der psychischen Spielchen in der Handlung lohnt zu lesen und der in vielen Teilen, zumindest meinem Geschmack nach, wieder besser gelungen ist, als noch die zwei Werke davor.


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen