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Sonntag, 11. Januar 2015

Rezension ~ Das Rachespiel

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Rachespiel
Autor: Arno Strobel
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Ersterscheinung: 20. Januar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596196949
ISBN-13: 978-3596196944
Genre: Thriller



Über den Autor

Geboren ist Arno Strobel am 18.08.1962 in Saarlouis. Dann (Haupt-)Schule und Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, es folgte Bundeswehr und zwei Jahre Berufserfahrung und dann erst Mittlere Reife, Abitur und schließlich ein Studium im FB Versorgungstechnik. Dann merkte er, dass er eigentlich ein Faible für den IT-Bereich hat. Es folgte: Studiumaufbau IT, Programmieren und Netztwerktechnik. Anschließend folgte die Selbständigkeit als Berater im IT-Bereich und der letzte große Schritt in seiner bisherigen beruflichen Werdeganges war schließlich der zu einer großen deutschen Bank in Luxembourg, wo er seitdem im Bereich Change Management/Organisation tätig ist. Arno Strobel ist verheiratet und hat drei Kinder.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.« Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert. Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten …


Rezension/Meinung

Grundsätzliche lese ich die Bücher von Arno Strobel sehr gern, auch wenn ich leider sagen muss, dass mir die letzten zwei Werke, die ich von ihm gelesen habe, schon ein wenig zu leicht zu durchschauen waren.

Sowohl »Der Sarg«, als auch jetzt »Das Rachespiel« waren zwar spannend und richtig gut geschrieben, aber von meinem Instinkt her und ein wenig Kombinieren, aus diversen Aussagen der Charaktere und ihren Verhaltensweisen, war einfach viel zu früh schon klar, zum einen, wer der Täter sein wird und zum anderen auch sein Motiv. Das jedoch, ohne, dass man wirklich in der Handlung schon zu diesen Punkten vorgedrungen ist und auch noch nicht in jedem allerkleinsten Detail, aber den Großteil kann man sich schon sehr früh zusammenreimen. Für mich immer ein wenig schade, da ich mich zwar freue, wenn ich die richtige Schlussfolgerung ziehe, aber dann lieber im letzten Viertel des Buches, als schon im ersten Drittel.

Jedoch ist die Atmosphäre sehr gelungen, von diesem düsteren Bunker ohne Licht und Hoffnung, da so schnell wieder hinaus zu kommen, gepaart mit dem psychischen Druck, was der Spielleiter als nächstes verlangt, wie groß die Chancen für einen selbst sind, lebend dieses Gefängnis zu verlassen und in gewissem Maß, nicht ganz sicher sagen zu können wer dahinter steckt, auch wenn die Charaktere zumindest den Zusammenhang mit einem Ereignis ihrer Vergangenheit sehen, welches zu dieser Situation geführt haben mag. Dabei ist es sehr gelungen, dass die einzelnen Charaktere von ihrer Persönlichkeit so unterschiedlich sind. Manche eher stille, andere ruppig, aggressiv, vielleicht ein wenig aufmüpfig oder besonnen. Allein diese Mischung birgt ein geniales Zündpotential.

Spannender macht es zudem auch noch, dass man ab und an Cliffhanger hat, bei denen man zu gern wissen würde, wie es in der Gegenwart weiter geht, man aber zunächst ein wenig etwas über das Ereignis in der Vergangenheit erfährt. Ein gekonnter Schachzug von Arno Strobel. Schade dabei halt nur, dass vielleicht als ausreichend versteckt vermutete Handlungen und Aussagen mich schon sehr schnell auf die richtige Fährte und Lösung führten.

Trotzdem konnte mich das Ende noch ein wenig überraschen und vor allen Dingen hat es trotzdem auch einfach Spaß gemacht das Buch zu lesen, da es wirklich gut geschrieben war und man einen leichten Nervenkitzel nicht ganz vermeiden konnte.

Für jeden Fan von Arno Strobel und Psychothrillern durchaus zu empfehlen!


Fazit


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